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Knie OP - bitte dringend um Erfahrungen

S$chmidtxi70


@ heute_hier:

Mit 20 hatte ich noch gar kein Problem mit den Gehstützen, auch ohne Belastung des Beines.

Ich wohnte in Marienfelde und musste bis Moabit zur Berufsschule mit Bus und Bahn...kein Thema...Gleiches Szenario mit 44: keine Chance...600 Meter zur Physiotherapie...durchgeschwitzt...stehend k.o. ]:D

hreut4e_h"iexr


Mädels, ihr seid einfach SPITZE (und springe in die Luft wie Hans Rosenthal seinerzeits) :)^

Mir geht es so gut, wenn ich eure humorvollen Beiträge lese und ich nehme jedes Detail auf.

Meine Mutter wird demnächst 70 Jahre. Da ist doch das Zementieren eher angebracht, oder?

Bei euch jungen Hüpfern ist das etwas anderes, das ist mir klar ;-)

Es ist eben so, dass ich eine große Entscheidungshilfe sein werde. Meine Ma ist einfach schockgefroren vor Angst. Es taut langsam auf, die Betonung liegt auf langsam ]:D

Doch eigentlich sollte jetzt alles ratzfatz gehen, damit sie nicht mehr leiden muss.

SGunfAlow9er_a73


Die Angst ist aber auch normal - und gehört irgendwo dazu. Meine Muter hatte auch Schockstarre, trotz echt robuster Natur und überstandenem Darmkrebs. Und trotz der Tatsache, dass ich halt mein Knie ein Jahr vor ihrer ersten Hüfte bekam. Man darf isch halt nur nicht von der Angst völlig lähmen lassen. Dass Du zum Termin mitgehst, finde ich gut. Habe ich beim ersten Termin meiner Ma auch gemacht (ging damals zeitlich und örtlich noch).

Es ist halt so eine OP, bei der es kein Zurück gibt. Und wenn es sich nicht shcon seit Jahren abgezeichnet hat, ist es ein umso größerer Schock. Aber... es ist Routine. Sucht Euch eine gute Klinik, die auf Euch eingeht, aber auch gute Fallzahlen hat. Also bitte nicht das Kleinstadtregionalkrankenhaus um die Ecke, sondern erfahrenere Operateure.

Ich persönlich finde Zementieren eigentlich gut. Man ist nachher auch kopfmäßig sicherer (bei Nullbelastung kann halt mal ein blöder Fehltritt passieren, und wenn dann der Kopf "Hilfe, alles kaputt" ruft, wird es schwierig).

@ Schmidti:

Bzgl. Schwellung: Das hat bei mir auch gedauert. Mein Knie hat übrigens nach der OP eine etwas andere Form bekommen. Sieht man bspw., wenn ich angewinkelt sitze. Aber wie sagte mein Physio immer: "Strumpfmodell wirste eh nicht mehr".

Kondition: Nach 13 Knie-OP's in 10 Jahren und der massiven Arthrose ist die unter Null. Ewig kein Sport, das rächt sich. Selbst meine Ma mit ihren 72 Jahren ist fitter. Ich muss jetzt echt mal was tun!

S[chmiXdtix70


Ich war schon immer ein Fan vom Galgenhumor...Anders könnte ich manche Sprüche auch nicht ertragen... ]:D "Frau Schmidti, Sie sind aber wirklich eine orthopädische Katastrophe" sagte mein Arzt schon zu mir... :-p

Ich bin ja wie Sunflower im Knie auch schon zementiert. Mein Arzt sagte letzte Woche zu mir, das malträtierte Knie hätte schon längst gemacht werden müssen. Naja, das sehe ich nicht so, so lange der Schmerzpegel geht, denkt man ja noch nicht dran.

Vielleicht kann Deine Mama auch etwas lachen, wenn der erste Schreck vorbei ist...

Mir haben solche Foren auch immer gut weitergeholfen...Sunflowers Schilderungen über den Fortgang der Besserung sind einfach hilfreicher als irgendeinen Artikel darüber zu lesen...Der Austausch mit selbst Betroffenen ist einfach besser... :)^

S:chmi dtix70


@ Sunflower

Noch ne andere Form? Mein Knie sieht seit der Umstellungsosteotomie schon deutlich anders (breiter) aus...Und schon vor 20 Jahren sagte eine Ärztin zu mir "Schön sieht Ihr Bein auch nicht mehr aus" Und mein Arzt "Solche Narben macht man heute nicht mehr. Sieht ja aus wie beim Tumorkranken" Was tut man da ohne Humor.... ;-D

h}eutex_hier


@ Sunflower

Wir wohnen in Berlin und da ist die Auswahl an Kliniken zum Glück nicht gering.

Darf ich fragen, wie lang es vom ersten Besprechungstermin bis zur OP gebraucht hat.

Ich wünsche meiner Ma so sehr eine Erlösung von den Schmerzen.

SJunfYlowre-r_x73


Mich musst Du da nicht als Beispiel nehmen... "Mein" Operateur hat mich sehr kurzfristig drangenommen; wir haben aber monatelang überlegt. Ich war da aber ziemliche "Sonderpatientin". ;-)

Meine Ma hätte bei der ersten Hüfte ca. 6 Monate auf einen OP-Termin warten müssen und musste dann wg. akuter Schmerzen auf eine Klinik 2. Wahl ausweichen, wo sie innerhalb von 6 Wochen drankam. Bei der 2. Hüfte hat sie sich rechtzeitig angemeldet und kam dann mit 5 Monaten Wartezeit dran. Aber das war halt eine kleine, feine Klinik im Nordwesten Deutschlands.

S chmVidntix70


Das kommt drauf an...Habt Ihr den Termin beim Orthopäden oder in der Klinik?

Ich habe im September den Termin für Januar gemacht. Aber das war MEIN Wunschtermin. Mein Arzt hätte sicher einen früheren Termin gehabt.

Und wenn doch eine individuelle Prothese in Frage kommt, dauert das ja auch etwas länger (macht das Waldkrankenhaus Spandau wohl übrigens auch, ich konnte dem Zeitungsartikel aber nicht entnehmen in welchen Fällen, beim Vortrag war das kein Thema und sie hatten auch "nur" die Standardmodelle zum Angucken da).

Hängt immer etwas von der Jahreszeit und der Klinik ab. Das Frühjahr ist wohl sehr beliebt...

Noch ein Tipp: setz Dich mit Deiner Ma zusammen und überlegt, welche Punkte/Themen Euch wichtig sind und schreibt Euch einen Zettel. Ich vergesse gerne die Hälfte. Und gerade bei Aufregung...

SNchmidtHi70


Meine Tante war Anfang Dezember im Bethel Krankenhaus (die auch einen sehr guten Ruf haben) und hätte gleich in der folgenden Woche eine neue Hüfte haben können...Hat dann einen Termin für Mitte Januar gemacht. Ob die Tatsache, dass sie Privatpatientin ist, was damit zu tun hatte, weiß ich allerdings nicht.

Aber ich glaube, die Wartezeiten hier in Berlin sind nicht so furchtbar lang...

h8euteO_h;iexr


Danke für die schnellen Infos.

Wochen oder Monate ginge gar nicht. Das muss schneller gehen und ich bin da sehr durchsetzungsfähig - immer freundlich, aber wenn es drauf ankommt, lasse ich mich nicht zur Seite schieben. Das kann meine Ma einfach nicht so lange aushalten.

Sie hat mir erst letzte Woche eher durch Zufall davon erzählt. Der Termin ist nicht in einer Klinik, sondern bei einem Orthopäden, der operiert. Ich kann nicht beschreiben, wie mühsehlig es ist die kleinsten Informationen aus ihr rauszukitzeln. Heute beim Telefonat nannte sie mir die Adresse, aber nicht den Namen des Arztes. Morgen werde ich sie deshalb noch einmal anrufen. Kleine, kleine Schritte - ich spüre ihre Verzögerungstaktik, aber ich will das schnell erledigt haben. Dass ich mich in Geduld üben muss, ist mir sonnenklar. Nur hier ist keine Geduld angebracht. Die Frau hält die Schmerzen nicht mehr aus.

Herje, es ist schon spät und ich kann nicht mehr so gut denken.

Könnte ich versuchen die in Frage kommenden Kliniken zu kontaktieren, um dort direkt einen Termin beim Orthopäden/Chirurgen (wem eigentlich) zu vereinbaren? Läuft das so?

Der Termin nächste Woche Dienstag beim Orthopäden, der auch operiert steht. Danach sollte es einfach schnell gehen.

hyeute_ehier


@ Schmidti

Der Tipp mit dem Aufschreiben ist gut. Habe ich für mich auch immer gemacht. Aber in so einer Konstellation (Mutter, große Angst) vergisst man das leicht.

Puh, ich mach 17 Kreuze, wenn das alles zum Guten zu Ende gebracht ist.

S9ch+midtYi`70


Naja, wenn alle Termine belegt sind, kannst Du Dich auf die Hinterbeine stellen...

Wenn Du "irgendeine" Klinik nimmst, dann kannst Du sicher einen schnellen Termin bekommen.

Die meisten Kliniken werden aber auf eigene Voruntersuchung bestehen, ob DU da direkt einen OP Termin vereinbaren kannst, weiß ich nicht.

Und bei einer Arthrose besteht keine Lebensgefahr: wenn ein schneller Termin frei ist, wird sie ihn bekommen, aber sie können ja auch keinen anderen Patienten nach hinten schieben.

Ich weiß, das klingt hart, aber guckt bitte in Ruhe und überstürzt jetzt auch nichts.

Weisst Du denn, wo die Arztpraxis ist? Vielleicht kenne ich ja die Adresse? Oder weiß, welche Praxis das sein könnte? ;-)

S\chmuidtxi70


Aber einen Untersuchungstermin in orthopädischen Sprechstunden kannst Du natürlich für Deine Mutter vereinbaren, das sollte gehen!

Und versuch, einen kühlen Kopf zu behalten, sie wird nicht am offenen Herzen operiert!!! :)_

SGchmidQti7x0


Um meinen letzten Absatz anders zu formulieren: Gerade wenn Deine Ma solche Angst hat, versuche selbst ruhig zu bleiben. Damit hilfst Du ihr mehr als wenn sie merkt, wie schrecklich Du das auch alles findest. Nicht immer leicht, aber sie schafft das. Lustig ist es nicht, aber sie wird es hinter sich bringen!!! :)*

h>eute$_hiexr


@ Schmidti

Du hast so Recht. Gestern habe ich mich nicht mehr mit dem Thema beschäftigen wollen. Es wurde mir zuviel. Ich bin halt der Fels in der Brandung für meine Mutter. Gelassen, entspannt und immer mit einem Lächeln dabei.

Sie bekommt gar nix davon ab, wie es mir geht ... nicht jetzt, sonst schon :-)

Ich schreib dir morgen, ja. Bin einfach am Ende meiner Kräfte gerade und merke, dass mich das alles überrollt. Es steigt auch eine Wut in mir auf, dass sie so lange hinter den Zaun gehalten hat, was jetzt dringenden Handlungsbedarf erfordert.

Es ist alles so kompliziert und dann mit einer nicht einfachen Person, puh :-(

Gute Nacht erstmal ... vielleicht melde ich mich hier erst wieder nach dem Dienstag-Termin *:)

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