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Steißbeinschmerzen

cVhan)koxedo hat die Diskussion gestartet


Folgende Ausgangslage: Ich, 27 Jahre alt, leide seit September 2015, im Anschluss an nach wie vor bestehenden, therapieresistenten LWS-Beschwerden (Protusionen [keine Vorfälle] L4/L5; L5/S1), an einer Coccygodynie (Steißbeinschmerzen), die sich innerhalb weniger Tage entwickelt hat. Keine Sturzanamnese vorhanden.

Physiotherapie und Massage sowie NSAR-Einnahme und 6 Infiltrationen mit einem Cortison/Lokalanästhetikum-Präparat im Bereich des Steißbeines bzw. des sacrococcygealen Überganges (Übergang zw. Steiß- und Kreuzbein) über drei Monate führten zu keiner Linderung der Beschwerden. Mache fortwährend natürlich täglich 1-2h 6x/Woche gezieltes Rücken-/Bauchtraining daheim und im Fitnesscenter. Bislang wirklich alles für die Katz!

Symptome lassen sich wie folgt beschreiben:

Druckschmerzhaftigkeit des Steißbeins besonders bei Druckausübung von unten.

Schmerzcharakter: stechend, hell.

Angenehmes Sitzen mit zurückgelehntem Oberkörper (Sofa, Autositz, Kinosessel) nicht möglich: Innerhalb von 5 Minuten erhebliche, lokale Schmerzzunahme. Beim anschließenden Sich-Erheben kommt es für wenige Sekunden zu einem starken, scharfen, stechenden Schmerz im Bereich des Steiß- und Kreuzbeins. Es verbleibt ein dumpfer, langsam abnehmender Schmerz für mehrere Minuten. Dazu gesellen sich ohne gezielt gesetzten Reiz (also z.B. schon beim bloßen Gehen) zeitweise ein perianales Fremdkörpergefühl bzw. ein Gefühl, als ob sich der Gesäßbereich verkrampfen würde.

Mein Orthopäde meinte nach den erfolglosen Therapieversuchen, ich sollte damit leben lernen und Mentaltraining beginnen, dieses Krankheitsbild könnte Jahre andauern. Aber das kann ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein? Leidet jemand unter ähnlichen Symptomen und wie habt ihr sie wenigstens erträglich in den Griff bekommen?

Antworten
lkilibxe


Ich habe genau die gleichen Symptome, aber stoße damit nur auf taube Ohren. Bin gespannt, ob jemand erfolgreicher war, selbst ein orthopädischer Bürostuhl wurde von der DRV abgelehnt

c?haxnkoe\do


Ich werde demnächst einen Osteopathen aufsuchen. Er meinte am Telefon, dass dieses Beschwerdebild durchaus auf diese Weise angegangen werden kann, er aus Erfahrung jedoch auch einräumen muss, dass seine Klienten in 50% der Fälle eine Besserung der Symptomatik feststellen konnten. Er meinte weiter, dass in der Regel nach 3 Behandlungen abgeschätzt werden kann, ob dieser Therapieansatz was bringt und weiterverfolgt werden sollte, oder eben nicht.

c~hank/oedxo


Nach einem kurzen Gespräch mit einem Anästhesisten/Intensivmediziner/Schmerztherapeuten:

folgende konservative Therapieansätze sollen versucht werden, bevor an Nervenblockaden oder OPs gedacht wird:

1) Osteopathie - craniosakral Therapie

2) Physiotherapie - Beckenbodenmuskulatur

3) Triggerpunkt bzw. Faszientherapie

Unter bestimmten Voraussetzungen oder wenn "alles" versagt auch:

- Mobilisation (bei Sturzanamnese, Unfällen, sonstigen erinnerlichen Krafteinwirkungen)

- Akkupunktur

- Neuraltherapie (bei Sturzanamnese, Narben)

- TCM

Ich werde den guten Herrn nächste Woche auch persönlich treffen und das weitere Prozedere besprechen und bei Bedarf Ergänzungen vornehmen.

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