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Achillessehnenentzündung - seit 7 Monaten ohne Besserung

wdalWkuintgdnog32x1 hat die Diskussion gestartet


Guten Abend zusammen,

ich wende mich nun mal hoffnungsvoll an euch, um Hilfe bei meinem Problem zu bekommen.

Folgendes ist passiert: Anfang Oktober 2015 habe ich mich bein Tennis spielen verletzt. Bei einer normalen Bewegung nach vorne zum Netz hat es plötzlich im linken Fuß weh getan. Es hat nicht "geknallt" oder geknackt o.ä., sondern es direkt tat einfach sehr weh beim Gehen etc. Sport, also Tennis und Laufen habe ich dann natürlich erstmal eingestellt.

Ich habe dann in den darauffolgenden Tagen ordentlich gekühlt und mit Schmerzmittel eingerieben. Besser wurde es nicht, morgens direkt nach dem Aufstehen tat es weh, grundsätzlich beim Treppensteigen und manchmal auch einfach so, wenn ich im Büro saß. Dann bin ich nach einer Woche zum Hausarzt, der mir erstmal Schmerzmittel aufschrieb und noch eine andere Salbe. Auch nach 2 Wochen wurde es nicht besser und ich wurde zu einem Sportmediziner überschrieben. Der Termin fand dann Mitte November statt. Im ersten Termin hat es die Ärztin mit einer Spritze (ich meine, dass es Cortison war) versucht, was aber leider auch nach ein paar Tagen keine Besserung brachte. Ich ging dann eine Woche später wieder zu ihr und bekam 6 x Physiotherapie sowie Einlagen aufgeschrieben. Diagnose: Achillodynie - Achillessehnenentzündung.

Die Physiotherapie führte ich dann auch. Und seit dem auch jeden Tag mehrmals die Übung mit dem Heben und Senken des Fußes. Fazit: Gefühlt wurde es etwas besser, aber ich hatte immer noch Probleme. An Laufsport war nicht zu denken. Mittlerweile war es Mitte Dezember und ich ging wieder zum Sportmediziner. Dieses Mal wurde erneut geröntgt und ein Ultraschall gemacht. Eine minimale Besserung wurde sichtbar, aber Probleme hatte ich immer noch. Sie schrieb mir eine Bandage auf, die ich ummachen sollte und hat geraten, einfach abzuwarten. So nach dem Motto : Das wird schon wieder...Außerdem gab sie mir noch einen Flyer für Stoßwellentherapie, die ggfs. in Fragen kommen könnte. Dazu habe ich mich dann näher informiert, aber habe ich erstmal nicht gemacht. Hatte keine wirklichen Preise und keine Ahnung, wo man soetwas machen kann...

Bis Ende Januar habe ich dann gewartet, leider keine Besserung. Die Probleme waren mittlerweile alltäglich geworden. So hatte ich grundsätzlich Probleme morgens nach dem Aufstehen, beim Treppensteigen oder teilweise auch einfach so beim Gehen. Sport machte ich weiterhin nicht. nur im Fitnesscenter etwas an Geräten und ein bisschen Fahrradfahren.

Ich habe mich dann entschieden, die Meinung eines zweiten Arztes einzuholen und bin dann einigem Hin und Her-Telefonieren bei einem weiteren Sportmediziner gelandet. Auch dort wurde ein Ultraschall gemacht und die Entzündung festgestellt. Ergebnis: 6 + 4 weitere Sitzungen Physiotherapie. Die habe ich seit dem 10.04. nun durch. Die zweite Physiotherapie war echt gut. hier wurde mit Wärme, Strom und Ultraschall behandelt und gut massiert. Außerdem führte ih auch das Heben und Senken bis heute mindestens 3 mal täglich durch. Die Beschwerden habe ich aber leider immer noch, wenn auch nicht mehr so sehr wie es noch im Februar war, aber ich habe sie leider noch. Der Physiotherapeut meinte, dass ich es trotz der anhaltenden Probleme mit Sport mal versuchen solle. Ich habe dann einfach mal an zwei Tagen Tennis gespielt. Ergebnis war, dass ich jeweils am darauffolgenden massive Schmerzen, nicht nur morgens beim Auftstehen, sondern auch beim normalen Gehen habe. Dies hielt dann für ein paar Tage an und wurde besser.

Nun sind wieder zwei Wochen vergangen und wir haben nun Ende April. Die Beschwerden habe ich immer noch.

Jetzt weiß ich solangsam nicht mehr weiter und stell mir ein paar Fragen:

Soll ich noch weiter zur Physio gehen? Es waren zwar minimale Erfolge da, aber so ricchtig auch nicht.

Soll ich nochmal zum zweiten Arzt gehen und ihn fragen?

Soll ich einfach weiter warten und hoffen, dasss es von alleine besser wird? (Glaube ich ja leider nicht...)

Oder soll ich noch mal zu einem dritten Arzt gehen und mir seine Meinung anhören?

Eventuell es doch mal mit dieser Stoßwellentherapie versuchen? Hat jemand von euch da Erfahrungen?

Oder die letzte Option wäre, dass ich mal bei einem Heilpraktiker o.ä.vorspreche...

Fragen über Fragen. Könnt ihr mir weiterhelfen?

Ich würde mich über Tipps, Anregungen o.ä. sehr freuen, die mir und meinem Fuß bzw. der Achillessehne helfen könnten.

Ich bin echt ratlos momentan.

Vielen Dank schonmal.

LG :)

Antworten
P?alm&enbl,att


Huhu,

hast du auch irgendwelche anderen Beschwerden? Oder "nur" die entzündete Sehne? Ich kämpfe auch schon sehr lange immer wieder mit Entzündungen in den Sehnen, z.B. die Achillessehne- weiß aber heute, dass der Hintergrund ein anderer ist.

Warst du schon mal beim Osteopathen? Manchmal haben die noch andere Ideen. Einige Krankenkassen übernehmen zumindest einen Teil der Kosten.

Lieben Gruß

wYalkiQngd3og3x21


Hallo,

danke für deine Nachricht. Es ist "nur" die entzündete Sehne, das haben bisher die beiden Ärzte gesagt...

Nee, beim Osteopathen war ich noch nicht. Sollte man das mal versuchen? Verschreibt mir das meine meine Hausärztin oder wie würde das laufen?

J[ustMRy2Cesntxs


Achillodynie kennzeichnet KEINE Entzündung, sondern ein generelles Beschwerdebild der Achillessehne. Solange keine Entzündung nachgewiesen werden kann, helfen alle therapeutischen Ansätze, die auf eine Reduktion des Entzündungsprozesses abzielen nicht bzw. wenig. Wenn per Ultraschall Entzündungsherde festgestellt wurden, dann sind sie nach der langen Zeit mit großer Wahrscheinlichkeit schon chronifiziert und bedürfen auch einer anderen Heransgehensweise.

Die Treppenübungen (je nach Lokalisation der Entzündung mit totalem Absenkung unter das Niveau der Fusssohle oder bei einer Ansatzproblematik nur auf Fusssohlenniveau) hat zumindest in div. Studien zu guten Ergebnissen geführt. Allerdings müssen die Übungen konsequent über min. 12 Wochen durchgeführt werden und es muss immer bis in den leichten Schmerz hinein gedehnt werden. D.h., wenn die Übungen zu leicht werden, dann müssen Zusatzgewichte genommen werden.

Leichter Sport ist in der Regel heilungsfördernd, da die Durchblutung signifikant verbessert wird. Tennis oder Sport, wo maximale Scherkräfte auf die Sehne wirken, sind kontraindiziert.

Leider ein Krankheitsbild, das ziemlich hartnäckig sein kann.....

PWalme?ncblaxtt


Die Frage ist, ob deine Kasse es zahlt?

Die Ärzte (ist egal welcher, geht nicht ins Budget) schreiben ein Privatrezept, die Praxis dir eine Rechnung, die kannst du bei Krankenkasse einreichen / wenn sie zahlen ;-)

Das Tolle ist (finde ich), es wird der Körper im ganzen behandelt und manchmal ist an einer anderen Stelle die Besonderheit, die im Vorfeld gar nicht gesehen wurde.

Lieben Gruß

W'aterfTly


Autsch. Mein Beileid erstmal, so etwas ist immer eine langwierige Sache! Wenn die Achillessehne nämlich erstmal so gereizt oder sogar entzündet ist, dass auch Alltagsbelastung schmerzhaft wird, selbst wenn die ursprüngliche Ursache schon behoben ist, steckt man da in einem kleinen Teufelskreis.

Ich hatte mal einige Monate damit zu kämpfen - bei mir war es aber auch eine Entzündung, ob das bei dir der Fall ist, konnte ich jetzt nicht ganz herauslesen (siehe Beitrag von justmy2cents).

Was MIR geholfen hat, war: Dehnen, dehnen, dehnen. Dreimal täglich, am besten [[https://www.google.de/search?q=abw%C3%A4rts+blickender+hund&client=firefox-b-ab&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwi5ydGahOvMAhVG8RQKHQ2RBmQQ_AUICCgC&biw=1366&bih=641 Abwärts blickender Hund]] und sowas hier [[http://www.netdoktor.at/images/unter_lupe/achillessehne_g.jpg Treppe]]. Dabei muss man aufpassen, dass man im Sprunggelenk nicht seitlich abknickt und so die Übung verfälscht.

Ansonsten extreme Schonung, d.h. nicht rennen, keine langen Strecken laufen, aber möglichst trotzdem bewegen. Und Schuhe, die hinten keinen Druck auf die Sehne ausüben (z.B. Schlappen). Zudem würde ich Schuhe mit Sprengung (d.h. an der Ferse höher als vorne) vermeiden. Das liefert zwar eine kurzfristige Entlastung, trägt aber langfristig zur Verkürzung der Achillessehne/Wadenmuskulatur bei.

Nach vier Monaten war ich dann schmerzfrei und nach einem halben Jahr etwa habe ich es nichtmehr gespürt.

Das soll jetzt nicht als medizinischer Ratschlag gelten. Ich glaube Ärzte raten sogar davon ab, bei einer chronischen Entzündung zu dehnen. Mit Osteophathie habe ich zwar keine persönliche Erfahrung, kann aber auf jeden Fall dazu raten! Eventuell übernimmt deine Kasse sogar einige Sitzungen. Das Konzept ist hier sehr ganzheitlich, dh das Zusammenspiel deines ganzes Körpers wird mit einbezogen und nicht wie häufig beim Orthopäden oder Physiotherapeuten nur die eine Stelle, die Probleme bereitet.

W$atherfGly


Die Stoßwellentherapie habe ich auch gemacht, bei mir hat das die Krankenkasse übernommen. Es wurde damit auf jeden Fall besser, ob es daran lag, weiß ich natürlich nicht.

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