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Oberschenkelbruch- Erfahrung mit Marknagelung

Baell:a13u3 hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

Vor einem Monat erlitt ich einen hüftnahen Oberschenkelbruch, nachdem ich einen Monat zuvor am gleichen Oberschenkel eine offene Biopsie hatte wegen einem gutartigen Tumor. Der Knochen ist einfach gebrochen, als ich einen Schritt machen wollte. Da bin ich schon ohne Stützen gelaufen. Jetzt habe ich einen proximalen Femurnagel in meinem Oberschenkel. Seit einem Monat bin ich nun im Bett, darf das Bein gar nicht belasten. Das Schlimmste ist aber, dass ich das Gefühl habe, den Nagel im Knochen zu spüren. Der ganze Oberschenkel ist so steif und das Knie kann ich auch nicht ganz beugen, vielleicht nur 40%. Es tut sehr weh, wenn ich das Knie beugen möchte. Ich spüre bei jeder Bewegung im Bett, dass ich einen Fremdkörper im Bein habe. Es ist furchtbar für mich. Ist das normal? Hat jemand Erfahrungen damit?

LG

Antworten
PClüsWch9bjiest


Hallo,

lasse das bitte unbedingt durch Röntgen abklären.

Mir ist mal ein Nagel im Oberschenkel durchgebrochen.

Hätte ich damals in der Reha nicht auf mein Bauchgefühl gehört,

dass da was nicht in Ordnung ist, wer weiß wie das ausgegangen wäre. ":/

Es wurde dann geröntgt und anschließend erneut operiert.

Wünsche dir alles Gute für die weitere Heilung.

BEellga13x3


Oh man eh, ich möchte keine dritte OP, kann nicht mehr. Am nächsten Dienstag ist meine Kontrolluntersuchung :-o

Bre'lTlax133


Noch eine Frage, wie hast du denn das gespürt? Und wie geht es dir heute? Ist der Knochen ausgeheilt? Kannst du normal gehen?

P&lüschbaiesxt


Will dir keine Angst machen, aber wenn das was nicht in Ordnung ist sollte das korrigiert werden.

So ist es ja auch doof für dich.

PFlküscIhbiesxt


Belle113,

die TE liegt doch noch den ganzen Tag im Bett.

Wäre der Knochen ausgeheilt würde sie das wohl nicht tun.

L|inzecr Toxrte


Hallo Bella

Warum darfst du das Bein denn überhaupt nicht belasten?

Normalerweise wird ein Nagel eingesetzt, damit gleich eine Mobilisierung möglich ist, Bewegung fördert die Heilung.

Der Nagel gibt dem gebrochenen Knochen die nötige Stabilität dafür.

Wenn es ein komplizierter Bruch ist, wird anfangs nur eine Teilbelastung erlaubt, die aber relativ schnell gesteigert werden kann;

4 Wochen Bettruhe ist sehr ungewöhnlich bei einer Marknagelung.

Ich hatte vor knapp 2 Jahren ein Bruch quer durch den grossen Trochanter mit Absplitterung auf der Innenseite.

Trotzdem durfte ich das Bein sofort voll belasten.

Die Schrauben haben mich auch gestört; deshalb habe ich sie mir letzten Oktober entfernen lassen (nochmal 2 Wochen Krücken) und das war eine gute Entscheidung. Obwohl die Ärzte es mir eigentlich ausreden wollten, da meine Beschwerden nur relativ gering waren.

P2lüs?chbixest


upps |-o

Da habe ich wohl was durcheinandergebracht.

Ich habe während des Duschens bemerkt, dass mein Bein wegrutscht.

Wäre fast hingefallen und danach fühlte es sich deutlich instabiler als vorher an.

n]ancGhexn


Wurde der Bruch über das Knie repariert?

BIella1x33


Vielleicht ist es bei mir anders, weil es ein pathologischer Bruch ist. Ich hatte ja zuvor schon da eine Op am Knoche , als sie eine Biopsie gemacht haben und den Knochen aufschneiden mussten. Und es hat sich herausgestellt, dass das Knochenmark wegen der Schilddrüsenmedikamente, die ich über neun Monate zuvor genommen hatte, das Knochenmark schädigen. Bei mir wurde durch die Hüfte und von der Seite operiert und der Marknagel so eingesetzt. In den ersten zehn Tagen nach der Op konnte ich das Bein überhaupt nicht bewegen, außer den Zehen, also ich konnte es nicht heben. Ich erlitt natürlich eine Kontraktur des Knies, die noch immer vorhanden ist. Ich kann das Knie ca.40-50% beugen. Beim beugen tut es so weh, dass ich die Schmerzen kaum aushalten kann. Ich mache mir so große Sorgen und kann mir nicht vorstellen, jemals wieder normal zu laufen.

P.S.bin 33

LYinvzer| Toxrte


Verstehe ich dich jetzt richtig, dass nicht die Ärzte die Bettruhe verordnet haben, sondern dass es mit dem Laufen nicht klappt, weil du das Bein nicht heben kannst?

Also, dass du das Bein nicht anheben kannst, das ist nicht ungewöhnlich. Das konnte ich auch erst nach frühestens 4 Wochen. Und da auch mit grösster Anstrengung ein paar Zentimeter (Im Liegen das gestreckte Bein heben meine ich). Vorher haben die Muskeln überhaut nicht reagiert, ich dachte schon, da haben die Ärzte etwas durchgeschnitten und jetzt klappt das Anheben überhaupt nicht mehr ...... Aber mit viel Üben ging es dann sehr schnell bergauf.

In der ersten Zeit habe ich immer mit dem unverletzten Fuss unter das andere Bein gegriffen und dann vorsichtig beide Beine zusammen aus dem Liegen mit der Kraft aus dem unverletzten Bein angehoben, um in die Sitzposition zu kommen und aufstehen zu können.

Aber Laufen mit Krücken geht trotzdem, auch ohne Anheben. Du musst nur das Gewicht entsprechend verlagern und das Bein nach vorne fallen lassen - du wirst ja von den Stützen gehalten.

Bewegung ist ganz wichtig für den Heilungsprozess.

Nach 4 Wochen Bettruhe hast du schon sehr viel Muskelmasse verloren. Die wieder aufzubauen, ist sehr mühsam und dauert erheblich viel länger.

Also wenn es keine ärztliche Anordnung ist, zu liegen, solltest du unbedingt alles dafür tun, dass du aus dem Bett kommst Und eine gute Physiotherapie bekommst. Am Besten eine mehrwöchige Reha. Da hast du eigentlich Anspruch drauf.

dHioe QToFrte


das klingt wirklich nicht gut. wobei ich mir auch vorstellen kann das es eine kopfsache ist. man weis da ist etwas neues im bein. ungewohnt. man achtet dann also sehr sehr genau darauf und demnach kommen einen schnell ungute gefühle dabei auf.

wobei es genauso gut sein kann das da was kaputt gegangen ist. bin gespannt auf die neue diagnose ..

B1ella1x33


Die Bettruhe ist schon angeordnet, das war nicht meine Entscheidung. Ich denke, es wird jetzt mit der Physio angefangen, und ich weiß auch, dass vieles Kopfsache ist, weil ich noch viel Angst habe. Ich bin an dem Tag wirklich durch die Hölle gegangen, das waren solche Schmerzen, die ich niemanden wünsche. Außerdem konnte ich in den ersten Tagen nach der OP regelrecht, wenn ich die Augen zumachte, das Knacksen des Knochens hören, natürlich nur im Kopf, aber das war ein unglaublicher Schock für mich. Und jetzt denke ich eben, dass beim nächsten Schritt nochmal sowas passieren kann. :(v

LDinze/r WTo6rxte


Ja, Bella, die Angst kenn ich auch. Als ich endlich wieder Rad fahren konnte, war ich zuerst ganz unsicher und hatte ständig die Gedanken im Kopf, was wohl passieren könnte, wenn ich mit dem Marknagel stürze :-( . Das war auch der Hauptgrund, warum ich ihn mir wieder entfernen liess nach der vollständigen Heilung.

Mit der Bewegung habe ich auch deshalb so gedrängt, weil ich mitbekommen habe, wie meiner Mutter nach ihrer Hüft-Op zu lange bestimmte Muskeln nicht trainiert hat (trotz anschliessender Reha) und die sich so stark verkürzt haben, dass die Physiotherapeutin sagte, das kann Jahre dauern, das wieder richtig aufzubauen - wenn es überhaupt noch gelingt. Mein Mutter ist aber auch viel älter als du. Sie kann inzwischen zwar jetzt wieder schmerzfrei gehen, aber das Hinken hat sie nicht wieder weg gekriegt :(v .

Laut Physiotherapeutin kam das nur dadurch, dass sie die richtigen Übungen erst viel zu spät begonnen hat. Jetzt kippt ihr Becken immer zur Seite weg, wenn sie das andere Bein anhebt; da fehlt einfach die Kraft, um das gerade zu halten.

Mit dieser Erfahrung im Hinterkopf habe ich mich bei den Übungen sehr ins Zeug gelegt und sie auch zu Hause weiter gemacht.

Und ich empfehle dir auch, unbedingt so früh wie möglich damit zu beginnen und dran zu bleiben, bis das Gangbild wirklich gut ist.

Ich wünsche dir alles Gute für den Heilungsverlauf!

B7ell"a133


Vielen Dank, Linzer Torte, du machst mir Mut, dass irgendwann mal alles wieder fast so sein kann wie früher. Ich werde mich mega anstrengen und alles versuchen, was in meiner Macht steht, um wieder auf die Beine zu kommen. Ich weiß, es wird nicht einfach, aber schlimmer als bis jetzt kann es wohl nicht werden, hoffe ich. Ich habe nur einen Wunsch, wieder einigermaßen laufen zu können.

Wie viele Stunden am Tag hattest du damals Übungen gemacht? Wie oft mit dem Physiotherapeuten und wie oft zu Hause?

LG

Bella

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