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Dauerhafte Schmerztherapie in jungen Jahren

scc&hnuiepchxen hat die Diskussion gestartet


Hallo,

durch einen Unfall mit zu spät erkanntem Schleudertrauma sowie ein paar weiterer begünstigender Faktoren hab ich nun den Salat und habe mit gerade mal 22 Jahren eine total kaputte Halswirbelsäule. Die Ärzte sind sich einig, machen kann man nicht viel, muss ich mit leben. Habe dauerhaft Physiotherapie, manuelle Therapie und Massagen verordnet bekommen. Doch das hilft alles nicht.

Ich habe jeden Tag Schmerzen, mal "nur" im Nacken, zu 90% jedoch leider auch furchtbare Kopfschmerzen, die eindeutig von der HWS kommen. Manchmal geht das so weit, dass ich sogar Schlaganfallsymptome habe :-o Die Schmerzen machen ein normales Leben unmöglich, ich kann nicht mal eine Ausbildung machen. Zudem verschlimmert jegliche PC Arbeit oder auch simples runter gucken die Beschwerden. Ich habe im Grunde gar kein Leben mehr, nur noch Therapien, die nichts bringen und ständig die Sorge, die HWS wieder zu sehr zu belasten. Morgens brauche ich 2h, ehe ich mich halbwegs bewegen kann und klar denken kann. Habe regelmäßig Migräne. ausgelöst durch die HWS.

Die Ärzte (ich war bei so vielen) sind machtlos. Ich habe Ibuprofen 600 als Schmerzmittel verschrieben bekommen, was halbwegs, aber nicht immer, anschlägt. Das darf ich aber nur maximal 3x die Woche und mit mindestens einem tag Abstand nehmen, laut Arzt und auch nicht auf Dauer, eigentlich.

Die Ärzte scheuen sich, eine richtige Schmerztherapie anzufangen, weil ich noch so jung bin und die Medikamente zu heftige Nebenwirkungen hätten und nicht für den Dauergebrauch geeignet seien. Ich solle die Schmerzen akzeptieren und lernen, damit zu leben. Ganz toll, wenn man immer Angst hat, durch eine falsche Bewegung einen Migräneanfall auszulösen und dann nicht mal Tabletten nehmen kann, weil man schon über dem Limit ist.

Ich frage mich, es muss doch auch noch andere, junge Schmerzpatienten geben, es kann doch nicht sein, dass es keine Alternative gibt.

Heute ist wieder so ein Tag, wo gar nichts geht und ich nichts nehmen kann, weil ich gestern schon eine Tablette genommen habe.

Es muss doch Medikamente geben, die man auch dauerhaft nehmen kann, oder? ich fühle mich so alleine egalsten von den Ärzten und meinem Umfeld, was meint, ich solle mich nicht so anstellen.

Antworten
Ajry=a 2|.0


Leider kann ich dir auf deine Frage keine Antwort geben. Aber ich befinde mich in einer ähnlichen Situation. Bin auch noch recht jung und habe seit 4-5 Jahren dauerhaft Schmerzen. Bei mir ist auch die Wirbelsäule hin. Werde demnächst meinen Orthopäden auf eine Schmerztherapie oder andere Möglichkeiten ansprechen. Wenn du magst, kann ich ja mal berichten.

Ich drück dir die Daumen, dass sich bald etwas findet, was dir helfen kann. @:) Ich weiß wie furchtbar es ist, keinen Tag ohne Schmerzen zu erleben und im täglichen Leben mit starken Einschränkungen klar zu kommen. :°_

N9ainlouxga


Wende dich an eine Schmerzambulanz. Die wissen, welche Schmerzmedikamente du über einen langen Zeitraum nehmen kannst und welche andere Medikamente du zur Unterstützung nehmen kannst. "Akzeptieren" gehört sicher auch dazu, aber auch das muss man lernen, am besten unter Anleitung. Hast du schonmal eine Reha bekommen?

Rio^sIe4


@ schnuepchen,

bei Dir dürfte es sich wahrscheinlich um ein muskuläres Problem handeln. Stürze oder Schleudertraumata haben eine starke Überdehnung und Überkontraktion aller Halsmuskeln zur Folge. Muskelschmerzen aufgrund eines Schleudertraumas, das durch einen Autounfall entstanden ist, können viele Jahre bestehen bleiben, wenn die Muskeln nicht behandelt werden. Durch diese Überdehnung entstehen winzige Knötchen im Muskel, dadurch verkürzt er sich und es kommt zu den unterschiedlichsten Symptomen, wie z.B: Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Schwindel u. a.

Ich sende Dir einen Link, da kannst Du viel über Deine Symptome lesen, über die Entstehung und Behandlung und auch eine Therapeutenliste ist dabei, vielleicht ist ja jemand in Deiner Nähe.

Klicke die verschiedenen angegebenen Links an und Lies selbst:

[[http://www.koerpertherapie-zentrum.de/behandelbare-beschwerden/kopf/kopfschmerzen.html]]

Gute Besserung :)*

R]osex4


Hier ist noch eine interessante Seite:

[[http://www.physiotherapie-landenberger.de/nachrichten-details/myofasciale-triggerpunkttherapie-bei-hws-syndrom.html]]

a.ugeYknie


Natürlich gibt es Schmerzmittel zur Dauereinnahme.

Wende Dich an einen niedergelassenen Schmerztherapeuten (meist Anästhesisten), die wissen sowohl welche Schmerzmittel bei Deinem Problem geeignet sind als auch welche man täglich nehmen kann bzw. sogar muß.

AIpyrenxa


Die Ärzte (ich war bei so vielen) sind machtlos. Ich habe Ibuprofen 600 als Schmerzmittel verschrieben bekommen, was halbwegs, aber nicht immer, anschlägt. Das darf ich aber nur maximal 3x die Woche und mit mindestens einem tag Abstand nehmen, laut Arzt und auch nicht auf Dauer, eigentlich.

Es gibt selbstverständlich gute und starke Schmerzmittel, die du dauerhaft nehmen kannst, wenn es notwendig ist. Ibu 600 ist viel zu schwach. Aber dazu musst du zu einem speziellen Schmerzarzt gehen. Das ist ja kein Leben so und nicht zu akzeptieren. Ich habe lange ein starkes Opiat als Pflaster genommen, das machte so gut wie keine Nebenwirkungen, weil es über die Haut geht und ich bin sehr gut damit zurecht gekommen.

Und dann erkundige dich doch mal nach einer Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht. Die haben einen anderen Ansatz und verbuchen sehr gute Erfolge.

s#chnuexpchen


Danke für eure Beiträge. Ich bin ja schon mal ganz positiv gestimmt, dass es wohl doch noch Medikamente gibt, die mir helfen könnten.

Dank eurer Anregungen hab ich eine Praxis für Schmerztherapie gefunden, die halbwegs in der Nähe ist und soweit erst mal sehr positiv klingt. Nachteil: Termin im NOVEMBER! Klasse, da mein ganzes Umfeld erwartet, dass ich im August eine Ausbildung anfange und diese dann endlich auch mal zu Ende bringe (musste viele Ausbildungen wegen der Schmerzen abbrechen ). Wo ich doch morgens beim Aufstehen noch nicht mal weiß, wie ich, so völlig ohne Verpflichtungen, den Tag überstehen soll. An geregelte Arbeit ist nicht zu denken. Trotzdem hoffe ich auf Hilfe und freue mich auf den Termin, keine Frage.

An sich hilft Ibuprofen 600 schon ganz gut, zumindest kann ich damit ein halbwegs normales Leben führen. Also an den Tagen, wo ich es nehme. Nur, seit drei Tagen hab ich nach jedem Essen heftige Magenschmerzen, was wohl vom Ibuprofen kommt. daher darf ich nun die nächste 4 Wochen gar nichts nehmen :°( Das wird heftig. Hausarzt und Orthopäden sagen alle, was anderes gibt es nicht für mich.

Arya 2.0, das klingt in der Tat ähnlich. Kannst du denn arbeiten? Das belastet mich gerade enorm. Ich drücke dir die Daumen, dass dein Arzt dir helfen kann, es wäre super, wenn du mal berichten würdest.

Eine Reha hatte ich noch nie, kann man die überhaupt bekommen, wenn man noch nie in die Sozialversicherung eingezahlt hat?

AUpy,renxa


Hausarzt und Orthopäden sagen alle, was anderes gibt es nicht für mich.

Das ist eine totale Quatschmeldung, bitte glaube es nicht, es stimmt definitiv nicht. Du musst dich auch wirklich nicht bis November mit solchen Schmerzen rumschlagen. Bitte mache einen Termin bei einem Schmerzspezialisten. Die haben lange Wartezeit, aber wenn du sagst, dass deine Ausbildung auf dem Spiel steht, dann kommst du hoffentlich früher rein.

Eine Reha hatte ich noch nie, kann man die überhaupt bekommen, wenn man noch nie in die Sozialversicherung eingezahlt hat?

Da bin ich mir nicht sicher, weil eine Reha glaube ich zur Wiederherstellung oder Erhaltung der Arbeitskraft dient.

A:rya x2.0


Da bin ich mir nicht sicher, weil eine Reha glaube ich zur Wiederherstellung oder Erhaltung der Arbeitskraft dient.

Dort wo ich vor kurzem in Reha war, waren auch viele Jugendliche und sogar Kinder gab es dort. Ich weiß zwar nicht genau wer dort dann zuständig ist (Krankenkasse oder Rentenversicherung), aber als Begründung galt, dass die zukünftige Arbeitskraft erhalten/wiederhergestellt bleiben (werden) sollte. Also scheint es - zumindest je nach Erkrankung - auch möglich zu sein, dass man eine Reha genehmigt bekommt, wenn man noch keiner sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgegangen ist.

Kannst du denn arbeiten?

Ja, ich kann arbeiten. Aber ich habe auch keinen körperlich anstrengenden Beruf. Und ob ich nun zu Hause rumsitze oder auf der Arbeit macht (fast) keinen Unterschied. Die Schmerzen sind auf der Arbeit leider stärker, aber was soll ich machen. Muss man halt durch. :-|

Ich drücke dir die Daumen, dass dein Arzt dir helfen kann, es wäre super, wenn du mal berichten würdest.

Vielen Dank :)_ Das wünsche ich dir natürlich auch. In ca. einem Monat habe ich meinen Termin, dann werde ich berichten. @:)

Dank eurer Anregungen hab ich eine Praxis für Schmerztherapie gefunden, die halbwegs in der Nähe ist und soweit erst mal sehr positiv klingt. Nachteil: Termin im NOVEMBER!

Hui :-o November. Das ist ja krass. Da könnte ich mir ja theoretisch schonmal jetzt einen Termin geben lassen um sicher zu gehen, dass das dann nach meinem Orthopäden doch ein wenig schneller voran geht. ":/

liater#_oxn


Ich bin mal mit eingeklemmtem Iliosakralgelenk rumgelaufen, fast 1,5 Jahre, alle möglichen Ärzte, Physiotherapeuten....

echt ein schmerztechnischer Graus mit Folgeschäden (Muskelverkürzungen etc..).

Eines Tages war es morgens deutlich besser, wie ausgeknipst.... das war für mich der Impuls, zum Chiropraktiker zu gehen, der das Gelenk noch mal aufmachte, Muskeln bearbeitete etc..

nach ein paar Tagen war der Spuk vorbei... vorher war keiner der Ärzte darauf gekommen, trotz MRT, Röntgen, Ultraschall...

vor ein paar Wochen das gleiche Spielchen mit Hals/Schulter.....

die Symptome so, wie bei Dir.... man kann gar nicht mehr sitzen... auch dieses Mal wieder Orthopäde, Physio, Massage, Übungen.... nada. würde immer nur für den Augenblick besser.

Also wieder Chiropraktiker, drei Tage hintereinander. Schulter bearbeitet, Wirbelsäule, Oberarmmuskulatur.....

nun ist alles wieder gut.

Warst Du schon mal bei einem (ärztlichen!!!) Chiropraktiker?

A=nNni{ka02


Hallo,

die Wartezeit bei Schmerztherapeuten ist meistens ein halbes bis ganzes Jahr, am besten immer bei mehreren anrufen. Dann klappt es manchmal schneller oder mal die Homepage der Krankhäuser in der Nähe anschauen, die bieten häufig auch ambulante Schmerztherapie an.

Sonst kann ich die Aussage deiner Ärzte nicht verstehen, dauerhafte Schmerzen sind ebenso schädlich und es gibt weit mehr Mittel als Ibuprofen. Ich habe selbst ab dem 20. Lebensjahr dauerhaft starke Schmerzmittel eingenommen und sicher gibt es sehr wenige junge Patienten, aber bevor die Lebensqualität unnötig eingeschränkt wird, ist es zumindest einen Versuch Wert.

lg

swchnue7pchexn


So, es gibt Neuigkeiten. Mitte Juni bin ich bei einem Schmerzmediziner :)^

Und, ich glaube, es ist überwiegend ein massives, muskuläres Problem. Gestern Abend musste ich aus anderen Gründen eine Tablette Tavor nehmen, was ja auch muskelentspannend wirkt. Die Nacht und den vormittag über war ich komplett schmerzfrei, obwohl ich vorher heftigste Schmerzen hatte und keine Schmerztablette genommen habe. Die Wirkung muss also vom Tavor gekommen sein. Nur ist das ja leider keine Dauerlösung.

Das ist ja schon mal ein Anfang. Klar, ich habe viele Baustellen im Hals, aber mittlerweile denke ich, dass die Verspannungen die Schmerzen verursachen. Leider kriegt man die Verspannungen nicht dauerhaft gelöst, weil die Muskeln durch die anderen Erkrankungen sofort wieder verkrampfen. Hatte wie gesagt, ein Jahr Massage, Physiotherapie, war bei mehreren Ostehopaten und Chiropraktikern (auch ärztliche). Die haben alle nur gestöhnt, als sie die Muskeln bewegen sollten und sich nichts tat, konnten mir aber nicht helfen. Einige Male wollte man die Muskulatur spritzen. Ging nicht, die Ärzte kamen mit der Nadel nicht in die verkrampften Muskeln.

An sich soll ja Wäre gut sein. Nur leider bekomme ich von Wärme im Nacken sofort noch schlimmere Kopfschmerzen.

Hat jemand noch eine Idee?

AAryaD 2.x0


Mein Vater hat mal eine Zeit lang Muskelrelaxanzen verschrieben bekommen. Vielleicht würde das ja helfen? Wäre zumindest mal einen Versuch wert. Ansonsten würde definitiv versuchen eine Reha zu bekommen. Da wird man wochenlang intensivst betreut und behandelt. Vielleicht hilft das ja was. Da würde ich deinen Arzt auch auf jeden Fall drauf ansprechen.

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