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Knieschmerzen - ratlos

B@esserknniea&lsxnie hat die Diskussion gestartet


Hallo allerseits,

Ich bin 43 Jahre alt und habe seit einem knappen Jahr Kniebeschwerden auf beiden Innenseiten - links stärker. Die Probleme habe ich, seit ich letzten Juli einige Wochen relativ intensiv Mountainbiken war. Dem gingen etwa drei Jahre mit nur sehr wenig Sport voraus (man kann also wohl davon ausgehen, dass sich in dieser Zeit der Bewegungsapparat verändert und auch Muskulatur zurückgebildet hat - früher war ich jedenfalls deutlich sportlicher).

Schmerzen hatte ich im Laufe der vergangenen 11 Monate gerne mal nachts oder morgens, und statistisch häufig an Tagen nach ein wenig körperlicher Beanspruchung (Stundenlanges Spazierengehen oder Radfahren), aber nicht währenddessen. Gefühlsmäßig hatte ich auch Tage (links) oder Wochen (rechts) ohne Beschwerden, wobei es aber auch sein kann, dass die Beschwerden einfach nur gering waren und ich nicht darauf geachtet hab.

Zwei- oder dreimal ist es mir in dieser Zeit auch passiert, dass ich eine "blöde" Bewegung gemacht und links innen einen stechenden Schmerz gespürt habe. Die Symptome haben dann ein paar Tage gedauert, sind aber allmählich wieder abgeklungen.

Der Arzt, bei dem ich dann Anfang Mai endlich war, hat mir eine beginnende Arthrose attestiert - ich soll einfach Einlagen tragen und die Seitenstrecker kräftigen (Scherenbewegungen mit den Beinen, am besten mit Teraband) bzw. grundsätzlich die Beinmuskulatur stärken (quasi alle Geräte im Fitnesscenter benutzen). Dehnen ist überholt, meinte der Arzt, und bringt eigentlich nichts, besser ist es, die Muskulatur zu stärken (Strecker vs. Gegenstrecker).

Am Meniskus liegt es nicht, hat er außerdem behauptet. Knieröntgen (beidseitig) unauffällig - "kongruente Gelenkflächen und normale Gelenkspaltweite. Regelrechte kortikale und spongiöse Strukturen. Fabella an typischer Stelle. Weichteile OB. Normalbefund, keine Degeneration, kein Tumor".

Ich habe auf Anweisung des Arztes zwei Wochen schmerz- und entzündungshemmende Medikamente genommen, der Effekt war aber gleich null.

Nun trage ich also Einlagen, wenn ich aus dem Haus gehe. Fitnesscenter habe ich bisher nicht gemacht, weil ich die Ansichten des Arztes nicht hundertprozentig teile - denn dass Dehnen nichts bringt, entspricht einfach nicht meiner Erfahrungswelt. Ich habe auch bemerkt, dass gerade das linke Knie beim Gehen in der Schlussphase des Schrittes stark nach innen rotiert, und auch beim Radfahren sind die Bewegungen nicht in einer Achse. Also habe ich mich mit meinen Bewegungsabläufen befasst und gezielt die Muskeln gedehnt, die so verkürzt waren, dass sie eine gerade, knieschonende Bewegung verhindert haben. Die Abläufe sind in meinen Augen jetzt deutlich besser, und ich dachte mir, ich kann jetzt bald wieder gezielt Radfahren gehen und so die Muskulatur stärken.

Heute habe ich jedoch wieder so eine blöde Bewegung gemacht (beim Duschen - weiß noch nicht mal, was es genau war), einen stechenden Schmerz verspürt und konnte danach stundenlang nicht mal auftreten. Hatte schon angefangen, die Sachen fürs Krankenhaus zu packen, dazwischen das Knie ein bisschen massiert und nun ist es etwas besser, also warte ich erst nochmal ab. Geschwollen ist das Knie übrigens gar nicht.

Insgesamt bin ich schon ziemlich frustriert. Hinzu kommt, dass ich in drei Monaten zu einer großen Rucksacktour aufbreche, und was ich beim besten Willen nicht gebrauchen kann, ist, dass ich dann irgendwo mitten im Dschungel sitze mit einem plötzlich schmerzenden Knie, das ich nicht mehr belasten kann. Ich weiß nicht, ob ich auf dem richtigen Weg bin und einfach mehr Geduld haben sollte, oder ob gegen meine Instinkte auf den Rat des Arztes hätte hören sollen. Das Tüpfelchen auf dem i sind die Schmerzen heute, denn für mein Gefühl entsprechen sie nicht der Diagnose, das wirkt eher nach irgendeinem Schaden der nicht unmittelbar akut ist aber sich bei falschen Bewegungen irgendwo verklemmt und Schmerzen verursacht.

Das einzige, was mir in meiner Ratlosigkeit noch einfällt, ist zum nächsten Arzt zu gehen und zu hoffen, dass sich daraus irgendeine neue Erkenntnis ergibt. Ich kenne meinen Körper allerdings schon ganz gut, und habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich ratlos bin, den Ärzten meistens auch nichts Bahnbrechendes einfällt. Strafverschärfend kommt hinzu, dass ich in Berlin lebe und man hier schon großes Glück haben muss, einen Termin bei einem ordentlichen Orthopäden innerhalb von drei Monaten zu bekommen - Zeit, die ich aber leider nicht habe (siehe oben). Die bisherige Behandlung kam ja vom praktischen Arzt.

Noch ein paar Hintergrundinfos: Mit den Knien habe ich im Grunde schon seit 25 Jahren Probleme (immer innen), und bereits mit 18 wollte mich der erste Chirurg unters Messer legen - davor hat mich allerdings dann ein Sportmediziner bewahrt, der mir Einlagen und Stützstrümpfe verpasst und mich in einen Laufshop geschickt hat, wo mir per Videoanalyse ordentliche Laufschuhe verpasst wurden, die ein Überpronieren verhindert haben. Die Beschwerden gingen damit auch prompt wieder weg. Als ich später zum passionierten Radfahrer wurde, gingen die Probleme in dieselbe Richtung, und ich habe gelernt, dass ich mit der richtigen Sattelhöhe und Shimano-Clips die Beinbewegungen soweit stabilisieren kann, dass ich da auch keine Beschwerden habe. So bin ich in meinem Leben viele Tausend Kilometer gefahren und damit eigentlich auch ganz gut gefahren (buchstäblich ;-) ).

Eben bis jetzt. So schlimm war es einfach noch nie. Ich befürchte, dass ich mir letztes Jahr zusätzlich zu den üblichen Beschwerden auch einen chronischen Schaden zugezogen habe. Nachdem auf dem Röntgen nichts zu sehen ist, wird er hoffentlich nicht groß sein, aber schmerzhaft ist er allemal. Als nächstes wäre also vielleicht doch ein MRT angebracht, um die Diagnose zu finden, die zu den Symptomen passt?

Falls jemand einen Rat hat, oder auch Kritik an meiner Vorgangsweise (samt besseren Ideen), oder seine eigenen Erfahrungen einbringen möchte, würde ich mich sehr freuen. Oder kling mein Gestammel halbwegs schlüssig? Ich bin für alles dankbar!

Antworten
BCeni^taxB.


Ich würde mich mal jemandem vorstellen, der nach Liebscher und Bracht arbeitet. Dort wird mit Triggerpunnkten gearbeitet und man erfährt genau, wo was verkürzt ist und wie man es wieder auf die Reihe bekommt.

Bmesserkbn<iea:l^snxie


Die gestrigen Schmerzen sind übrigens wieder verschwunden. Versteh ich beim besten Willen nicht, aber hilft vermutlich einzugrenzen, was das sein kann und was nicht.

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