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Rücken Nacken Bws und langsam Verzweiflung

H8eidre WitMzkcax 46 hat die Diskussion gestartet


Guten Tag zusammen,

auch wenn das jetzt vielleicht komisch klingt....ich möchte euch eine Frage stellen, weil ich langsam an mir zweifel. Wie äußert ihr bei einem Arzt (hier ein Orthopäde) eure Beschwerden? Erzählt ihr alles oder laßt ihr dem Arzt auch die Chance selbst was zu finden??

Spezieller Fall: Ich habe seit sehr langer Zeit schon Rückenbeschwerden im oberen Rücken. Seit Februar ist es permanent, fast ohne Pause. Linksseitig (ich bin Linkshänder) habe ich zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule starke Myogelosen, die zeitweise ganz schön Beschwerden machen. Ich bin permanent angespannt, meine Schulter und Nackenmuskulatur ist bretthart, ich merke selber, wenn ich mich mal "beoabachte", dass ich ständig die Schultern hochgezogen habe und auch den Bauch permanent angespannt habe....wenn ich mich dann voll drauf konzentriere locker zu lassen, funktioniert das genau SO lange, wie ich bewußt dran denke. Nachts werde ich manchmal wach, mit total angespannten Muskeln, selbst die Hände sind zu Fäusten geballt....(Dass das nicht normal ist und sicherlich auch psychische Ursachen hat, das streite ich nicht ab.) Das wird alles natürlich immer schlimmer und belastet meinen Alltag ziemlich. Es gesellt sich auch schonmal Schwindel dazu, oder auch Schmerzen die von der Schulter über den Nacken bis in den Kopf ziehen. Inzwischen habe ich manchmal das Gefühl, mein Brustkorb " ist mir zu eng".....atme ich richtig tief ein, kracht es mal am Brustbein, mal im hinteren Brustkorb und gern auch am Schlüsselbein, so richtig laut. Hin und wieder tun mir auf Druck die Knochen des Brustbeines weh...Heut gesellte sich wieder was Neues dazu. Ich erwachte mit Schmerzen am Atlas bzw drumherum und einem fiependen Geräusch in beiden Ohren...Die Schmerzen am Atlas blieben latent auch nach dem Aufstehen. Bewege ich den Kopf zu schnell, egal in welche Richtung, wird mir kurzzeitig schwindelig und ich kann dann einige Sekunden keinen Punkt mit den Augen fixieren. Es ist als wackeln die Augen hin und her....nicht lange, aber sehr unangenehm.

Am besten auszuhalten ist es, wenn ich das Kinn permanent Richtung Brust halte...und sozusagen eine gewisse Spannung in den hinteren Halsbereich bringe. Das sieht allerdings jetzt ulkig aus wenn ich so rumlaufe...

Meine Hausärztin verschrieb mir ständig, seit Jahren schon, manuelle Therapie und empfahl mir klassische Massagen. Das hab ich auch alles gemacht, und das half auch für eine Weile. Sie gab mir eine Überweisung zur Psychotherapie wegen meiner Anspannung, sprach von generalisierter Angststörung. (Andere Baustelle und hier ist kein Psychotherapeut mit freien Terminen zu finden )

Anfang Juni hatte ich nach 4 monatiger Wartezeit einen Termin beim Orthopäden. Ich hatte so gehofft, dass der mir helfen kann..... :(v Er saß mir gegenüber an seinem Schreibtisch, hörte sich meine Beschwerden an und erklärte mir, ohne sich irgendetwas anzuschauen oder abzutasten, was das ist. Ich sollte dann aus dem Stand die Hände zum Boden strecken, was mir natürlich nur unterdurchschnittlich gut gelang....und bekam daraufhin von ihm einen Zettel mit Gymnastikübungen, den Rat mir Black Rolls zu kaufen und damit Übungen zu machen,

ein Tensgerät zu verwenden, ein Wärmekissen auf die schmerzenden Stellen zu legen, ein Schmerzmittel und einen neuen Termin.

Ich frage mich ob nicht auch eine Wirbelblockade oder sowas die Ursache sein kann....oder, ein Problem der BWS. Ich mach mir Sorgen ob diese Übungen nicht mehr schaden als sie nützen, denn wenn ich meine Arme nach oben führe, im Stand, knackt es in meinem Kopf bzw. hinteren Halsbereich jedes Mal sehr stark. Selbst mein Mann hört das. Wenn ich den Kopf bewege ganz langsam von rechts nach links, was mir auch nicht wirklich weit gelingt, dann gibt es ein knirschendes Geräusch im Nackenbereich und auch in meinen Ohren knackt es dabei.....

Hab ich bei dem Orthopäden was falsch gemacht? Hätte ich einfach nur Aua sagen sollen damit er selber auf die Suche geht?? Hab ich zuviel verraten, woraus er sich eine Diagnose erstellte? Ganz ehrlich....das hätte ich mit dem auch am Telefon klären können.

Am besten hilft mir Wärme, aber ich mag auch nicht Abend für Abend mit einem Kirschkernkissen in Rücken und Nacken auf dem Sofa liegen und das Leben an mir vorbeirauschen zu lassen. Da muß es doch auch noch andere Möglichkeiten geben ":/ ":/ ":/

Liebe Grüße

Antworten
_PParvxati_


Bewegen, bewegen, bewegen... und gezielt Muskelaufbau betreiben und Muskeln dehnen. Der Tipp vom Arzt mit der Black Roll ist auch sehr gut. Ich bin auch schwer begeistert von dem Teil. Am Anfang kann die Anwendung zwar schmerzhaft sein, aber das gibt sich mit der Zeit.

Ich hatte so gehofft, dass der mir helfen kann..... :(v

Ich frag mich immer, was die Patienten vom Arzt erwarten, wenn sie mit Rückenschmerzen zu ihm gehen ":/ Rückenschmerzen in den Griff zu bekommen erfordert nun mal viel Eigeninitiative von Seiten des Patienten. Der Arzt kann nur Tipps geben, was der Patient tun kann.

Ich frage mich ob nicht auch eine Wirbelblockade oder sowas die Ursache sein kann....oder, ein Problem der BWS. Ich mach mir Sorgen ob diese Übungen nicht mehr schaden als sie nützen, denn wenn ich meine Arme nach oben führe, im Stand, knackt es in meinem Kopf bzw. hinteren Halsbereich jedes Mal sehr stark.

Wieso fällt es dir so schwer den Arzt einfach mal zu vertrauen und das umzusetzen, was er dir rät? Inwiefern sollte dir die Rückenübungen schaden? Rückenübungen machen selbst Patienten mit Bandscheibenvorfall. Es ist eher schädlicher gar nix zu tun, als einfach mal etwas mehr die Muskeln zu beanspruchen. Sinnvoller wäre es aber, die Übungen erst mal unter Anleitung eines Physiotherapeuten durchzuführen, weil es sehr wichtig ist, dass man die Übungen richtig ausübt.

Hteide nWitzxka 46


Erstmal danke für die Antwort.

Was Patienten von einem Arzt erwarten wenn sie mit Rückenschmerzen zu ihm gehen....nun, ich war in den 90er Jahren mal bei einem Orthopäden, der hat mich sehr gründlich untersucht und geröngt. Hat mich dann mit Wirbelverschiebungen und Blockaden zu einer Chiropraktikerin überwiesen, die einige Wirbel in die richtige Position brachte und danach ging es mir blendend. Zu der Zeit war ich sportlich sehr aktiv und durchtrainiert. Auch da wurde ich zuerst vom Hausarzt via "Ferndiagnose" von der der anderen Seite des Schreibtisches zum Muskelaufbau animiert. Wäre in dem Fall absolut nicht gut gewesen, da auch ein Nerv beteiligt war.

Ich gehe 3 bis 4 mal pro Woche 10km walken, so richtig mit vorher Aufwärmen und hinterher Dehnübungen.....kann das derzeit vor Schmerzen und Schwindel teilweise nicht machen.

Die Übungen die er mir empfohlen hat führe ich, seit meinem Besuch dort, täglich durch, ich setze genau das um was er mir geraten hat. Die Blackrolls habe ich ohnehin schon in Verwendung. Trotzdem werde ich eher immer unbeweglicher.

Deshalb fragte ich nach, ob ich evtl. etwas falsch gemacht hab, als ich dem Arzt meine Beschwerden allesamt aufzählte...

Viele Grüße

_CPNarvatix_


Was Patienten von einem Arzt erwarten wenn sie mit Rückenschmerzen zu ihm gehen....nun, ich war in den 90er Jahren mal bei einem Orthopäden, der hat mich sehr gründlich untersucht und geröngt. Hat mich dann mit Wirbelverschiebungen und Blockaden zu einer Chiropraktikerin überwiesen, die einige Wirbel in die richtige Position brachte und danach ging es mir blendend.

Seit dem 90ern hat sich aber auch viel geändert. Die Chiropraktik ist heute umstritten, da es gerade nach mehrmahliger Anwendung zur Beschwerdezunahme kommen kann. Letztendlich sind Wirbelverschiebungen und Blockaden auch nur ein Anzeichen, dass bestimmte Muskelgruppen "verkürzt" und/oder verkümert sind. Da müsste man mal einen Physiotherapeuten um Rat fragen, ob es da für dich, falls das Problem noch bestehen sollte, spezielle Übungen gibt. Da wird man mit normalen Rückenübungen tatsächlich nicht weiter kommen.

Hast du das mit den Wirbelverschiebungen gegenüber dem Arzt erwähnt? In der Regel können die das schon allein durchs Tasten erkennen. Da braucht es nicht zwingend ein Röntgen. Vielleicht besteht das Problem heute bei dir auch nicht mehr. Kann ja auch sein. Aber am besten mit dem Arzt noch einmal darüber sprechen.

Zu der Zeit war ich sportlich sehr aktiv und durchtrainiert.

Das ist durchaus schon mal gut, kommt aber eben auch immer darauf an, was man macht. Auch Sportler, haben ihre muskulären Schwachstellen, welche dann gezielt behandelt werden müssen.

Wäre in dem Fall absolut nicht gut gewesen, da auch ein Nerv beteiligt war.

Hat man ein MRT gemacht, oder woher weißt du, dass ein Nerv beteiligt war?

Ich gehe 3 bis 4 mal pro Woche 10km walken, so richtig mit vorher Aufwärmen und hinterher Dehnübungen.....kann das derzeit vor Schmerzen und Schwindel teilweise nicht machen

Achtest du auch darauf, dass du deine Schultern nicht permanent hochziehst beim Walken? Weil du ja oben bereits geschrieben hast, das du dies häufig tun würdest.

Die Übungen die er mir empfohlen hat führe ich, seit meinem Besuch dort, täglich durch, ich setze genau das um was er mir geraten hat. Die Blackrolls habe ich ohnehin schon in Verwendung. Trotzdem werde ich eher immer unbeweglicher.

Ich sehe hier drei mögliche Ursachen:

- Du mmachst beim Sport irgendetwas falsch, so, dass sich deine Muskeln immer mehr verspannen.

- Du machst zu viel. Manchmal ist weniger mehr. Den Muskeln auch mal Ruhe und Erholung gönnen und bei starken Verspanunngen erst mehr auf Dehnübungen als auf Kräftigungsübungen setzen.

- Wenn Muskeln verspannt sind, hat das nicht selten auch psychische Ursachen. Du hast es ja bereits oben geschrieben, dass bei dir eventuell eine Angsterkrankung vorliegt. Von daher wäre das natürlich auch noch eine Möglichkeit die du angehen könntest. Ich weiß, ein Therapieplatz zu finden ist schwierig, aber da muss man sich mal auf mehrere Wartelisten setzen lassen oder sich mal erkundigen, ob eine Kostenerstattung in Frage kommen könnte, wenn man zu einem Therapeuten geht, welcher keine Kassenzulassung hat.

A{nkan201x4


Hat der Orthopäde dich denn ausreichend angeschaut, abgetastet und vielleicht sogar geröngt? Wenn er physikalische Schäden ausschließen kann, ist das ja erstmal prima!

Ich denke nicht, dass die Psychotherapie eine andere Baustelle ist. Ich kenne mittlerweile genug Menschen (mich eingeschlossen) die aufgrund Stress, Druck, Unzufriedenheit und Ängsten ständige Rückenleiden haben/hatten. Vorallem im Nacken- und Schulterbereich.

Wenn du dein Leben betrachtest, geht es dir gut? Bist du zufrieden? Hast du viel Stress oder Druck? Würdest du gerne etwas Verändern? Fühlst du dich eingesperrt in deinem Leben? Hast du zu wenig Zeit, für das, was du gerne tust? Treibst du Sport?

Körper und Psyche gehören zusammen. Sie sind nur beide zusammen Du :-) . Stress äußert sich irgendwann körperlich. Und das ist gut. So teilt uns der Körper mit, das etwas im Ungleichgewicht ist. Das mit dem Ohrenfiepen finde ich bedenklich. Das deutet auf viel Stress hin. Vielleicht solltest du dringend was in deinem Leben insgesamt ändern.

Du solltest mit einer Physiotherapie vielleicht rausfinden, welcher Sport für dich am besten ist, damit du deine Rumpf und Rückenmuskulatur stärken kannst. Das stärkt auch deine Seele ;-).

K laups xF


Du bist in guter Gesellschaft...

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