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Reha nach Hüft-Tep sinnvoll?

KmlausniBeixmer hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Mein Opa (84J) hatte sich vor 3 Wochen bei einem Sturz eine Schenkelhalsfraktur zugezogen. Er wurde daraufhin opertiert und erhielt eine Hüft-TEP.

Die ersten Tage nach der OP lief er mit Gehwagen und dann mit Krücken. Der Physiotherapeut im Krankenhaus war ganz überrascht wie schnell mein Opa wieder auf den Beinen war. Wenige Tage nach der OP lief er an Krücken bereits wieder durchs ganze Krankenhaus. 10 Tage nach der OP wurde er entlassen.

Bei der Entlassung konnte er schon sehr gut an Krücken laufen. Zuhause benutzte er dann nur noch einen normalen Gehstock zum laufen und das funktioniert auch super. Inzwischen läuft er teilweise sogar freihändig und auch das wird von Tag zu Tag besser.

Mein Opa fährt seit der Entlassung wieder Auto, was ebenfalls sehr gut funktioniert. Er macht sogar leichte Gartenarbeit, natürlich noch ein wenig eingeschränkt, aber im Grunde kann er schon fast alles wieder wie vor der OP. Schmerzen hat er überhaupt gar keine, höchstens mal ein leichtes "Druckgefühl" an der neuen Hüfte, aber nichts schmerzhaftes. Die Klammern sind längst raus und die Naht sieht super aus.

Nun ist direkt nach der OP von der Überleitungsschwester des Krankenhauses ein Reha-Platz organisiert worden. Mein Opa wollte auch ursprünglich eine Reha machen, um schnell wieder auf die Beine zu kommen.

Die Reha soll nun nächste Woche beginnen. Früher hatte die Reha-Klinik keinen Platz.

Die Frage ist nun, ob diese Reha für einen Opa überhaupt noch sinnvoll ist. Denn er kann so gut wie alles wieder machen wie vor der OP. Es wird täglich besser und er läuft mittlerweile grösstenteils freihändig und das ziemlich gut.

Manchmal hat er noch eine leichte "Schonhaltung" beim Laufen, aber wirklich nur leicht.

Was meint ihr? Macht so eine Reha wirklich Sinn? Ich weiss gar nicht, was die mit meinem Opa da noch machen wollen? Ich meine "Lauftrainung" oder sowas braucht er ja eigentlich nicht, da er ja den ganzen Tag auf den Beinen ist und seinen ganz normalen Alltag schon bewältigt.

Ist so eine Reha nicht eher für Patienten gedacht, die nach der OP kaum richtig laufen können?

Würde mich über Meinungen/Erfahrungen freuen.

Gruss

Klausi

Antworten
WWildk8ater


Hallo KlausiBeimer

Denke das eine Reha schon sinnvoll wäre, es darf deinem Opa aber nicht zur Last werden.

Ein paar Tage zwischen OP und Reha wären meines erachtens sinnvoll, allein schon dadurch das die Narben verheilen können.

MfG

Pglüs$chbniest


Lindenstraße Fan? ;-D

PLlüsc@hbixest


Reha macht immer Sinn. Man kann aber auch jederzeit nah Hause gehen.

S7ch7miidktix70


In der Reha geht es ja auch um Kraftaufbau, Beweglichkeit, Gangschule...Ich würde das an seiner Stelle nutzen.

Und er weiß ja hoffentlich, dass er nicht alle Bewegungen am Anfang machen darf, rausgesprungene Hüft-TEPs sollen fies schmerzen...

Trotzdem toll, dass er sich so schnell erholt hat! @:)

Aber gerade, wenn er insgesamt noch so gut drauf ist, würde ich die Reha nutzen, um das Optimum herauszuholen!

Lxinzerr To}rte


Das hört sich wirklich toll an, wie schnell dein Opa wieder fit ist!

Dennoch würde ich an seiner Stelle nicht auf die Reha verzichten.

Oft wird sie tatsächlich viel zu früh begonnen, wenn die Patienten noch kaum laufen können. Aber je mehr jemand von sich aus schon gearbeitet hat und je mehr er auch bereit ist, voll mit zu machen, um so mehr kann er dann auch wirklich davon profitieren.

Der Vorteil bei einer Reha ist, dass der Kraftaufbau gezielt und umfassend gemacht wird.

Die Therapeuten haben ein Auge dafür und wissen aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung wo Schwachpunkte sind und haben einen Blick dafür, wenn sich Fehlhaltungen einschleichen. Gerade so etwas ist später sehr schwer korrigierbar und man gewöhnt es sich leicht an, weil nach der Op erst mal bestimmte Muskeln noch nicht wieder voll belastbar sind und man das dann irgendwie anders ausgleicht.

Meine Mutter hatte nach einer 2. Hüft-OP (sehr grosser Eingriff nach Unfall mit gespaltenem O-schekelknochen) eine Schonhaltung entwickelt - unbemerkt. Das hat sich im Laufe der Zeit immer mehr verstärkt, mein Vater beschrieb das so: "Sie läuft wie ein Uhrpendel hin und her schwingt".

Als sie dann nochmal zur Physio ging, wurde ihr gesagt, dass durch die Fehlhaltung bestimmte Muskeln verkümmert sind und sich verkürzt haben. Und dass es Monate oder sogar Jahre dauern kann, das wieder weg zu bekommen.

Noch heute muss sie sich konzentrieren beim Laufen, um nicht in diese Fehlhaltung zu verfallen, so ganz weg ist es immer noch nicht ....

Und du schreibst ja:

Manchmal hat er noch eine leichte "Schonhaltung" beim Laufen, aber wirklich nur leicht.

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