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Bänderriss nach Ellenbogenluxation - OP?

FYubi hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hab mir vor ca. 2 Wochen das linke Ellenbogengelenk ausgerenkt. Nach MRT und Ultraschall sagte mir der behandelnde Arzt heute, dass wahrscheinlich auch das innere Seitenband gerissen sei. Aufgrund des großen Blutergusses habe er das zwar nicht ganz eindeutig sehen können, allerdings deute Vieles darauf hin.

Nun hat er mich vor die Wahl gestellt: OP oder von selbst verheilen lassen. Ich tendiere eigentlich zur OP, da ich mit 27 Jahren noch lange mit meinem Ellenbogen zurechtkommen muss und daher so wenige Einschränkungen wie möglich haben möchte. Allerdings ist ja jede OP riskant und man liest/hört ja oft von überflüssigen OPs, die nur aus finanziellen Zwecken durchgeführt werden (was jetzt keinerlei Unterstellung soll).

Ich hab auch schon Google bemüht, allerdings keine Ratgeber diesbezüglich gefunden. Hat jemand damit schon einmal Erfahrung gemacht oder stand vor derselben Entscheidung? Für ein paar Einschätzung wäre ich sehr dankbar.

Liebe Grüße, Sebastian.

Antworten
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Ist zwar jetzt bisschen spät und dir wird meine Erfahrung nicht mehr helfen, aber vielleicht ja anderen.

Ich m, 23 hab mir im Oktober diesen Jahres zum zweiten mal den Ellenbogen luxiert. Das erste mal vor 3 Jahren beim Bouldern und nun das zweite mal beim Laufen (blöd gestolpert).

Beim ersten mal nur das ulnare Seitenband gerissen und das Radiusköpfchen angebrochen, war damals bei 2 verschiedenen Chirurgen, einer wollte auf jeden Fall operieren, der andere Schlug ein Konservatives vorgehen vor. Ich entschied mich für 3 Wochen Ruhigstellung und anschließender KG. Damals war 3 Wochen nach Schienenentfernung wieder eine uneingeschränkte Beweglichkeit da und ich war nach 7 Wochen wieder Klettern, allerdings hatte ich noch knapp ein Jahr bei manchen Bewegungen leichte (sehr leichte) Schmerzen.

Nun beim zweiten Mal bin ich beim Laufen unglücklich gestolpert und noch unglücklicher auf den Arm gefallen(ich denke ohne die vorherige Luxation wäre nichts passiert). Der Ellenbogen wurde zum Glück nach 1-2 Minuten direkt reponiert (der hing dieses mal echt schief,aber glücklicherweise war ein Arzt in der Nähe :)= ). Danach im Krankenhaus wollten die Ärzte sofort einen Fixateur einsetzen, was ich aber nicht wollte. Daraufhin wurde mir gesagt, dass ich ein MRT machen sollte und danach ggf. ein Fixateur wirklich unumgänglich wäre. Das MRT zeigte das ich mir dieses mal so ziemlich alle Bänder im Ellenbogen gerissen hatte, die diesen irgendwie stabilisieren. Ich war allerdings immernoch gegen einen Fixateur :(v. War darauf hin bei meinem "Chirurg des Vertrauens" der auch letztes mal die Behandlung begleitete (vorher nur KH Chirurg) der mir riet so einen Stabilitätstest unterm Röntgengerät machen zu lassen. Dieser zeigte letztendlich das meine Armmuskulatur den Arm für eine Konservative Therapie noch genug stabilisiert. --> wieder 3 Wochen Gips + KG und keine OP :)^

Jetzt knapp 9 Wochen nach dem Unfall ist mein Arm wieder 100% schmerzfrei beweglich. Belaste auch schon wieder aufbauend im Fitnessstudio ohne Probleme und Klettern war ich auch wieder. Allerdings vertrau ich meinem Arm momentan noch nicht 100%, aber das kommt schon noch.

Lange Rede, kurzer Sinn hör die verschiedene Meinungen an. Grade die KH Chirurgen wollen sehr schnell operieren. In einem Krankenhaus sagte man mir wenn Konservativ behandelt würde, dürfte die Ruhigstellung maximal 6 Tage sein, da sonst eine unumkehrbare Versteifung eintrete. Riesiger Quatsch hatte nun zwei mal jeweils 3 Wochen komplette Ruhigstellung und spätestens 3 Wochen nach Schienenentfernung + KG war eine uneingeschränkte schmerzlose Beweglichkeit vorhanden.

In dem KH die den Stabilitätstest machten, sagte mir der Leitende Oberarzt das ein Ellenbogen der eine Bandnaht bekommen hat nicht unbedingt stabiler ist als ein Ellenbogen nach Konservativer Behandlung.

Abschließenden bleibt der Ellenbogen, ob mit oder ohne Op, halt immer ein kleiner Schwachpunkt, aber da gibt es wirklich schlimmeres.

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