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Ist eine "Atlaskorrektur" sinnvoll?

dpre#adfulxheat hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich wollte fragen, ob eine sogenannte Atlaskorrektur sinnvoll bzw. auch eine seriöse Methode ist, um Symptome wie eine schlechte Körperhaltung (Hyperlordosis, Rundrücken etc.) oder chronische Müdigkeit zu lindern oder ganz wegzubekommen.

Ich bitte um ehrliche Meinungen bzw. Erfahrungsberichte.

Liebe Grüße

Antworten
mYuh-kGuh2k


Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die möglichen Auswirkungen durch Verspannungen katastrophal sein können und von der Schulmedizin grandios unterschätzt werden.

In das Thema Atlaskorrektur habe ich mich recht lange eingelesen. Seriös ist es definitiv nicht, wissenschaftlich auch nicht.

Musst du für dich entscheiden, ob es dir das gesundheitliche Risiko wert ist. Ich würde es definitiv nicht machen lassen, bzw. erst, wenn ich nach vielen Jahren wirklich gar keine andere Option mehr hätte.

d#erBbexs


Also meinem Vorredner muss ich doch etwas widersprechen. Ich bin kein Freund von Pauschalisierungen und deswegen sind nicht alle Atlaskorrekturen unseriös und sinnlos. Tatsächlich ist der Atlas als Verursacher vieler Symptome mittlerweile ziemlich anerkannt und spielt insbesondere bei Tinnitus und Schwindel eine zentrale Rolle. Jedoch gibt es tatsächlich einige sehr fragwürdige Methoden von denen man unbedingt die Finger lassen sollte! Ich empfehle dir das ganze bei einem "richtigen Arzt" oder gut geschulten Osteopathen machen zu lassen. Bitte nicht bei einem Chiropraktiker. Auch sollte der Atlas nicht irgendwie manuell verschoben werden, sondern eher indirekt (Arlen Therapie).

Bei mir selbst wurde das zweimal gemacht und ich habe bisher eigentlich keine Wirkung gespürt, denn eine Atlasverschiebung ist nichts was einfach so alle Probleme beseitigt. Der Atlas verschiebt sich eigentlich nur wenn in der Funktionseinheit Hals-Kiefer-Kopfegelenk eine Störung vorliegt. Bei einer solchen Störung sind ALLE Teile dieser Funktionseinheit betroffen und die Korrektur eines Teiles kann bestenfalls Symptome lindern. Erst die Kombination mit zusätzlichen Maßnahmen (CMD-Behandlung, Fehlhaltungskorrektur) führt meistens zu erwünschten Erfolgen.

AOndQrusch


Bitte nicht bei einem Chiropraktiker.

Kein Freund von Pauschalierungen, hhhmm?

Ich bin bei einem Chiropraktiker in Behandlung und der hat mir sehr geholfen! Da war nix mit "einmal Ruck" und gut ist, er hat sich langsam an die Problemzonen herangetastet. Als nach 2 Monaten endlich auch der Atlas sich "bewegt" hat, hatte ich das Gefühl, ich schwebe, so leicht fiel mir plötzlich das Gehen. Vor allem gemerkt habe ich (und auch andere) es beim Reiten, mein Sitz war von heute auf morgen sooooo viel besser. Mein ganzer Körper war nach langen Jahren Büro und zwei Unfällen in einem miserablen Zustand. Mittlerweile gehe ich regelmäßig zur Kontrolle hin, damit das nicht noch mal passiert. Ich bin absolut zufrieden, im Gegensatz zu dem Osteopathen, bei dem ich zuerst war. Der wollte nur Geld verdienen, die Behandlung dort hätte mich mit weniger Sitzungen das doppelte gekostet als beim Chiropraktiker :(v

mEuhku~h2xk


Atlastherapie nach Arlen funktioniert eigtl nur bei Kindern, von daher...

Ich kenne in Deutschland nur einen einzigen Arzt, den ich an den Atlas dran lassen würde (sitzt in Trier, bei Interesse PM bzw. [[www.mykopfgelenkblockade.com]] lesen).

Ich habe aufgrund von hartnäckigem Schwindel einiges am Atlas machen lassen (außer Atlantotec), es hat null geholfen und das obwohl der Atlas massiv schräg steht im Röntgenbild, so dass es jeder Laie direkt sehen kann. Herausgestellt hat sich jetzt jedenfalls, dass die Probleme ganz woanders herkommen (nämlich vom unteren Teil der HWS, die knüppelhart verspannt ist), was jedoch ein gutes Dutzend Heilpraktiker diverser Richtungen und ein halbes Dutzend Ärzte nicht erkannt hat. So viel zur Fachkompetenz auf diesem Gebiet...

d@erb/es


Das mit Chiropraktikern ist halt so eine Sache in Deutschland. Es brauch nicht viel um sich so zu bezeichnen und nur wenige Chiropraktiker haben die amerikanische Ausbildung genossen, die tatsächlich hervorragend ist. Auch stehen viele Chirpokraktische Methoden in der Kritik an der HWS Bandscheiben-Vorfälle auszulösen. Ich gebe hier nur wieder und möchte natürlich darauf hinweisen, dass da nicht alles Schatten ist aber ich glaube halt, dass es als Laie sehr schwer wird den einen Guten unter den vielen weniger Guten zu finden.Aber natürlich war das eine dumme Verallgemeinerung!

Also die Atlastherapie nach Arlen ist die Bekannteste und hat (wenn man den Erfahrungsberichten trauen darf) auch schon sehr vielen Leuten geholfen. Aber wie bereits geschrieben ist eine Atlaskorrektur meistens sinnlos, da die Probleme (wie z.B. bei dir muhkuk2k) eigentlich wo anders liegen und eine Atlas-Fehlstellung oftmals nur Ausdruck einer Fehlfunktion der bereits beschriebenen Funktionseinheit ist. Diese Atlaskorrekturen können dann völlig nutzlos sein, da z.B. deine starken Verspannungen in der HWS den Atlas entweder wieder verschieben oder zumindest auch andere Halswirbel negativ beeinflussen. Ist denn eigentlich geklärt woher diese Verspannungen kamen muhkuh2k ?

AvndrTusch


nur wenige Chiropraktiker haben die amerikanische Ausbildung genossen

dass es als Laie sehr schwer wird den einen Guten

Falls Interesse besteht, ich kenne einen (in SH) :)z

m"uh9kuh2xk


@ derbes

Starke festsitzende dauerhafte Blähungen (Meteorismus) die mich beim Atmen behindern und dadurch dann die HWS verspannen. Nehme ich ein bestimmtes AB ist alles weg, danach direkt wieder da.

H_ype-rio0n


dreadfulheat

ob eine sogenannte Atlaskorrektur sinnvoll bzw. auch eine seriöse Methode ist, um Symptome wie eine schlechte Körperhaltung (Hyperlordosis, Rundrücken etc.) oder chronische Müdigkeit zu lindern oder ganz wegzubekommen.

Nein. Das ist rausgeschmissenes Geld für eine unseriöse und nicht weiter belegte und anerkannte Methode. Mit anderen Worten würde ich dazu scharlatanerie sagen.

Wie muhkuh2k schon treffend schreibt:

In das Thema Atlaskorrektur habe ich mich recht lange eingelesen. Seriös ist es definitiv nicht, wissenschaftlich auch nicht.

Deine Müdigkeit müsste ärztlich untersucht werden ob es organische oder seelische Gründe ( z.b. psychische-emotionale Erschöpfung usw) gibt.

Für deine Haltung ist Rückenschule, Haltungstraining, Rehasport oder Funktionstraining sinnvoller.

Bei Hyperlordose wäre Physiotherapie angezeigt und das du ein Übungsprogramm zum eigenständigem Üben bekommst.

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