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Künstliche Hüfte

M9inxaV hat die Diskussion gestartet


Hallo, Kann mir jemand von euch beschreiben, wie es ist, wenn man sich für eine Künstliche Hüfte entscheidet.

Wie lange dauert die OP?

Kann man zwei Hüften gleichzeitig operieren?

Wie lange ist mann dann Berufsunfähig?

Wie lange bleibt man nach eder OP im krankenhaus.

Eure Erfahrungen usw.

LG

Antworten
SAunflow*er_x73


Beide Hüften gleichzeitig macht man im Normalfall nicht, weil sonst die Immobilität am Anfang zu groß ist.

Krankenhaus: 7-14 Tage, je nach Klinik, Alter, Verlauf, Rehaplatz,...

OP-Dauer: Ca. 90 Min.

Krankschreibung: Stark jobabhängig; 3 Monate Auto-Fahrverbot. Empfehlung, 3 Monate mit Krücken zu gehen.

Infos basieren auf 3 Hüften bei meinen Eltern und einer bei einer Mitarbeiterin (Sekretärin); diese hat nach 6 Wochen wieder gearbeitet (2 Wochen Klinik, 3 Wochen Reha, eine Woche noch zu Hause). Meine Eltern sind Rentner. Meine Ma hatte nach der 1. OP leider eine Nervenstörung und konnte wochenlang das Bein nicht aus eigener Kraft heben/abspreizen, dadurch zog es sich (jetzt alles top). Bei der 2. OP war sie am 3. Tag vom Stand dort, wo sie bei der 1. Hüfte nach Reha-Entlassung war. Und hatte 6 Wochen nach OP nix anderes im Kopf, als auf die Leiter zu klettern und Gardinen zu waschen. "Sind ja nur 3 Stufen".

Mein Vater war vorher nicht mobil und ist superängstlich und shcmerzempfindlich; der ist auch nach 18 Monaten nicht auf dem Stand wie vorher (und der war schon schlecht). Die 2. Hüfte kommt nächsten Monat. Ob er da auf die Beine'kommt: Keine Ahnung. Er bewegt sich nicht, sitzt falsch, boykottiert die Physio sobald es ein bisschen zwickt. Schwänzt in der Reha alle Anwendungen, die schmerzhaft oder anstrengend sind ("Ich lasse mir meine Hüfte nicht kaputtmachen..."). Dass es dann nicht gut wird...

SVchm"idtxi70


Ich glaube, die Heilung hängt von ganz vielen Faktoren ab. Manches kann man selbst durch gute Mitarbeit (Reha, Eigenübungen, Einhalten der Verhaltensregelungen) positiv beeinflussen. Anderes dauert eben, für das braucht man eben Geduld.

Meine Tante ist relativ lange mit Stützen gegangen, sie hat aber auch noch Knieprobleme dazu. In der Reha sind Manche schon stolz früh ohne Stützen gelaufen, aber teilweise mit so einem hinkenden Gang, dass ich da nur mit dem Kopf schütteln konnte. Man sollte sich die Zeit nehmen, die es braucht, auch wenn Andere "schneller" sind.

Ich würde mir auch keinen festen Zeitpunkt für den Wiedereinstieg in den Beruf vornehmen. Wenn irgendwie möglich, das setzt Einen nur unter Druck.

Meine Tante war genau eine Woche im KH, ist dann direkt in die Reha. In meinem Zimmer lag eine Hüftpatientin, die wurde am Dienstag operiert und ist am Samstag raus. Allerdings auch erst knapp Mitte 50 und sportlich und mit viel Drängelei ihrerseits.

Alles Gute! @:)

E5hemaligeDr Nutze8r (#54x5421)


Basierend auf den 3 Hüften meiner Oma .... erste Hüfte wurde einmal gerichtet.. zweite Hüfte hat über 20 Jahre gehalten. Vor den OPen ... schlechtes Laufen, Schmerzen. An die erste OP (Ablauf, Dauer) kann ich mich nicht mehr erinnern.

Bei der zweiten OP unter örtlicher Narkose.. also Hüfte abwärts. Am nächsten Tag aufstehen, laufen. Nach einer Woche entlassen nach Hause. Ich kann mich an eine vergeichsweise kleine Narbe erinnern. Dauer der OP ca 2 h. Sie ging einige Zeit an Krücken, Reha vor Ort. Sie war zu Zeiten der OPen bereits Rentner.

Fazit - nach den OPen... schmerzfrei, gelaufen wie ein junges Reh... sie hat immer wieder betont, dass die OPen das Beste waren, was sie jeh gemacht hat.

S]unflyo^werf_x73


Meine Tante ist relativ lange mit Stützen gegangen, sie hat aber auch noch Knieprobleme dazu. In der Reha sind Manche schon stolz früh ohne Stützen gelaufen, aber teilweise mit so einem hinkenden Gang, dass ich da nur mit dem Kopf schütteln konnte.

Meine Ma ist wenige Schritte zu Hause auch direkt nach der Reha ohne Krücken gelaufen. Draußen aber die 3 Monate im 4-Punkt-Gang mit Krücken. Die Muskulatur ist halt angegriffen und muss erst auftrainiert werden; vorher ist alles nicht stabil und man selber auch etwas sturzgefährdeter. Die Krücken dienen dann ja auch nicht der Entlastung, sondern dem stabilen Gangbild. Mein Vater hat - obwohl er nicht auf die Beine kommt - schnell nur eine Krücke genommen. Megaschiefer Humpelgang, ohne Worte.

Meine Ma hüpft auch wieder wie ein junges Reh durch die Gegend. Den ganzen Sommer (2. Hüft-TEP gerade mal ca. 10 Monate her) im Garten gewuselt, auf den Knien im Beet,... Im Haus auf der Leiter Gardinen putzend, den Dachboden ausmistend (Staubsauger über diese ausfahrbare Wendeltreppe hochgeschleppt). Sie ist nicht zu bremsen und ich sage immer nur: Nimm' Handy in die Hosentasche, damit Du Krankenwagen rufen kannst. ]:D

Das Einzige, was sie "beklagt" (und was ich 2 1/2 Jahre nach Knie-TEP auch merke): Bei best. Wetterumschwüngen fühlt es sich manchmal komisch an. Kühl, im Knochen ziehend. Haben wir immer in derselben Wetterlage...

S)unfl+ower_x73


sie hat immer wieder betont, dass die OPen das Beste waren, was sie je gemacht hat.

Meine Ma auch. Mein Vater nicht (bzw. er ist halt fest überzeugt, dass die Hüfte locker ist und das Material sich abreibt und im Gelenk verteilt und "wie Sand schmirgelt". Wir haben jetzt 5 andere Arztmeinungen und was er hat, sind lediglich abstruse Vorstellungen. Ist mit seinem Oberschenkel-Bypass dasselbe Spielchen. Thema für sich... :(v

SLchmridti7x0


@ Sunflower:

das ist aber genau der Punkt der notwendigen Mitarbeit, den ich meinte. Mein Schwiegervater ist ja auch so Einer. Hüfte ging noch, aber mit dem Knie wars dann schwieriger, weil er da doch hätte noch mehr machen müssen. Waren dann auch "die Ärzte", die das nicht vernünftig hinbekommen hätten.

Ich bin auch in der Reha schon teilweise ohne Stützen, aber man gewöhnt sich den Hinkegang ja auch schneller an als Einem lieb ist, wenn man nicht aufpasst. Und wenn man dann Mitpatienten hat, die selbst auf Hinweis von Therapeuten, doch lieber die Stützen noch zu nutzen, bockig "brauch ich nicht mehr" antworten, dann denkt man sich schon so seinen Teil.

Meine Bettnachbarin mit ihrer neuen Hüfte war auch direkt nach der OP fast komplett schmerzfrei, da war ich dann mit dem Knie schon fast "neidisch". ;-)

@ Mina:

sollst Du denn neue Hüften bekommen?

S5unflo8werx_73


@ Schmidti:

Ich wurde ja nach 7 Tagen schon aus dem KH entlassen nach meiner Knie-TEP. Und bin am letzten Tag beim Packen auch schon einige Schritte ohne Krücken gegangen. Es ging, aber normales Gangbild ist anders. Letztlich waren es bei mir 12 Wochen mit Krücken, und danach teilweise bei längeren Spaziergängen zur Sicherheit. Weil's halt manchmal doch weh tat.

Schmerzen:

Da ist Hüfte offensichtlich erträglicher als Knie. Meine Ma hat bei der 1. Hüfte 3 Tage Opioide bekommen und danach nur Novalgin & Ibu; hat aber nach 7 Tagen nichts mehr genommen, auch in der Reha nicht. Bei der 2. Hüfte hatte sie am 2. Tag noch leichte Schmerzen und am 3. (nachdem sei nachmittags 4 Stunden in der Klinik unterwegs war und 2 Stunden im Café gesessen hat...!). Da gab es Ibu und Novalgin und Opioide bei Bedarf. Weil sie die fest angesetzen einfach nicht genommen hat (Hilfe, ich habe sture Eltern ]:D ). Verglichen mit meinen 3 bzw. 5 Tagen mit z.T. üblen Schmerzen...

MniInaxV


sollst Du denn neue Hüften bekommen?

Ich hatte als Kind einen Autounfall gehabt und jetzt nach 39 jahren muss ich wahrscheinlich etwas machen, da ich Schmerzen empfinde. Es ist noch nicht jeden Tag extrem, aber wenn ich nicht aufpasse, muss ich mir Zeit nehmen um etwas mich zu schonen. Ich arbeite als Sport Coach und betreibe Sport. Wenn ich einen guten Tag erwische, geht es mir super, aber die schlechten Tage kommen immer häufiger, also muss ich die Ärzte fragen, ob man noch die OP verzögern kann, oder am besten bald was dagegen tut.

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