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Stechende Schmerzen hinter der Kniescheibe nach Lateral Release

hWexhexx21 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

vor 11 Tagen bin ich am Knie operiert worden.

Laut MRT sollte ich einen Meniskussriss haben und Knopelschäden hinter der Kniescheibe. Die Vermutung war, dass die Kniescheibe zu weit lateral verläuft, was aber durch Röntgenbilder (Defilee-Aufnahmen) nicht bestätigt werden konnte.

Während der OP stellte sich dann heraus, dass der Meniskus in Ordnung war, dafür befindet sich dort in der Nähe ein Knorpelschaden, der geglättet wurde. Hinter der Kniescheibe waren auch Knorpelschäden (allerdings anscheinend eher undramatisch. Geglättet wurde da meines Wissens nicht?!), und die Kniescheibe lief dann doch einiges zu weit nach außen, sodass ein offenes Release gemacht wurde.

So seit 5-6 Tagen nach der OP lassen die richtig fiesen "OP-Schmerzen" nach und ich traue mich das Bein schon mehr zu bewegen. Physiotherapie bekomme ich auch, war jetzt 2 Mal da. Im Moment laufe ich noch mit Krücken... im KH meinten sie zwar, ich könne nach einer Woche anfangen, sie wegzulassen, aber da ist gerade noch nicht wirklich dran zu denken. Nach 2 Schritten nehm ich sie ganz schnell freiwillig wieder... ;-)

Die Fäden sind heute rausgekommen, soweit sieht alles in Ordnung aus.

Allerdings habe ich, seit wir in der Krankengymnastik Streck-Übungen gemacht haben, zunehmend ein sehr fieses Stechen punkuell hinter der Kniescheibe und das verunsichert mich ziemlich. Der Arzt heute beim Fädenziehen hat das eher achselzuckend hingenommen, die Physiotherapeutin meinte auch, das könne schon mal sein.

Hat hier jemand auch diese OP gemacht bekommen und ähnliche Probleme gehabt? Mich verunsichert daran, dass es sich nicht nach diesem typischen "hier ist alles dick und geschwollen und gereizt, weil das halt ne OP war"-Schmerz anfühlt, sondern irgendwie anders.

Ich mache mir gerade einen ziemlichen Kopf drum, ob die Kniescheibe jetzt einfach vielleicht "anders falsch" läuft und die Probleme, die ich vorher hatte, sich dann nur verschieben, aber nicht weg gehen... Oder dass da doch noch ein Knorpelschaden Schmerzen verursacht. Ich weiß wie gesagt nicht genau, ob da geglättet wurde, meine aber nicht (ich hatte eine Spinalanästhesie und habe zugeschaut und die Operateurin hat auch recht viel erklärt. OP-Bericht habe ich noch keinen, der müsste das ja auch hergeben.)

Wäre für Erfahrungsberichte sehr dankbar!

Schöne Grüße!

Antworten
Suchmirdt[i7x0


Ich hatte auch ein laterales Release, allerdings schon vor 30 Jahren. Da sind durchaus Erinnerungslücken vorhanden und die Nachbehandlung war eh auch anders (kein arthroskopischer Eingriff, sondern noch mit Schnitt und 1 Woche Bettruhe im KH).

Generell würde ich mir aber nach so kurzer Zeit noch keine so großen Gedanken machen. Das Knie muss erst verheilen, Muskulatur wieder aufgebaut werden. Und auch wenn es von außen nur ein Minischnitt ist, müssen ja trotzdem die inneren Wunden verheilen.

Und gerade wenn die Kniescheibe jetzt etwas anders läuft, müssen sich Sehnen, Muskulatur etc. ja auch wieder einspielen.

Ich will nicht komplett "alles gut" sagen, aber nach 11 Tagen kann das durchaus sein, dass noch nicht alles rund läuft. Ich hatte nach meiner ASK vor knapp 2 Jahren teilweise ganz fiese stechende Schmerzen im Knie, die anfallartig auftraten (hatte ich vorher noch nie und eigentlich wurde auch "nur" etwas der Knorpel geglättet), aber die waren dann irgendwann weg.

Geduld heisst das Zauberwort! :)z

hXexahexk2x1


Hallo Schmidti,

danke für die Antwort. Das beruhigt mich schon mal sehr, vor allem weil du auch schreibst, dass bei dir auch nach einer ASK komische andere Schmerzen auftraten als vorher auch.

Dann werde ich mal einige Zeit ins Land ziehen lassen und mich in Geduld üben und hoffen, dass ich zumindest die Krücken in naher Zukunft in die Ecke werfen kann, das wäre schon mal extrem hilfreich im Alltag mit 2 kleinen Kindern ;-D

Übrigens ist mein laterales Release auch offen gemacht worden. Ich hatte am anderen Knie vor 11 Jahren schon ein arthroskopisches und danach echt lange Probleme. Letztenendes ist dann alles gut geworden, das Knie ist nicht top, aber brauchbar. Aber ich hatte mit einer ziemlich starken und langanhaltenden Schwellung zu tun.

In dem KH, in dem ich jetzt war, wird die OP wohl aus genau dem Grund fast immer offen gemacht, dass man die Blutungen besser stillen oder direkt vermeiden kann und eine größere Drainage reinpasst. Die Schwellung ist schon noch deutlich, aber ich find, es geht für 11 Tage nach OP.

Sxchmi<dti7x0


Hätte ich jetzt nicht gedacht, dass man das heute auch noch offen operiert, aber gut...

Wenn es nicht Dein erster Eingriff am Knie war, dann weißt Du ja, dass es halt auch dauert. Und zwar bei Jedem anders und selbst bei quasi identischen Eingriffen bei Einem selbst kann die Heilung völlig unterschiedlich ablaufen, auch wenn alles normal abgelaufen ist bei der OP.

Wird bestimmt bald wieder gehen ohne Stützen und dann musst Du halt abwarten, ob der Eingriff erfolgreich war. Das kann Einem leider Niemand vorher versprechen. Mein Orthopäde hat das damals so nett formuliert " In der Medizin gibt es keine Garantien". Klingt zwar hart, ist mir persönlich aber lieber als wenn Einem das Blaue vom Himmel versprochen wird.... Und es nachher nur Schulterzucken gibt.

Toi, toi, toi und gute Besserung!

h%exhexx21


Ja, dass das nun mal dauert, hatte ich wohl leider ein bisschen unterschätzt, und so präsent war das von der OP vor 11 Jahren dann doch nicht mehr.

Am Donnerstag bei der Krankengymnastik meinte meine Physiotante, ich solle den Schmerz hinter der Kniescheibe doch mal lieber abklären lassen, da der sich jetzt zu lange zu intensiv hält, nicht dass da was ist, wo wir besser nicht gegen arbeiten.

Daraufhin war ich am Freitag nochmal in der Ambulanzsprechstunde des KHs, in dem ich operiert wurde. Doof ist, dass man da immer an einen anderen Arzt gerät... diesen kannte ich noch nicht und er war auch nicht so richtig freundlich. Es war zunächst mal sehr schwer, ihm klar zu machen, dass ich mich nicht drüber wundere, dass ich 2 Wochen nach der OP noch Schmerzen habe, sondern dass diese eine punktuelle Schmerz sich für mich anders anfühlt als der Rest, der auch noch wehtut, und mich irritiert.

Um es abzukürzen: Der OP-Bericht sagt, dass ich Knorpelschäden II. Grades sowohl hinter der Patella als auch medial habe und medial der wurde geglättet, hinter der Patella der nicht - und genau da sitzt der Schmerz.

Dass der nicht geglättet wurde, wunderte den Arzt auch ("normalerweise glätten wir sowas immer"), aber die Operateurin war nicht da und insofern konnte er sie nicht fragen und auch nichts näheres dazu sagen.

Ich soll vor der KG Ibuprofen einschmeißen und gegen den Schmerz antrainieren - wenn ich mehr Muskeln habe, nimmt das auch den Druck von der Kniescheibe und dann müsste der Schmerz auch besser werden. Leuchtet ein.

Wenn es in 4 Wochen nicht besser ist, nochmal wiederkommen.

Ich quäle mich also seit Freitag munter durch die Streckübungen und es zwiebelt echt fies, aber insgesamt geht es mit dem Knie langsam bergauf. Ich kann es auch für ein paar Schritte voll belasten ohne Krücken, aber Belastung in Beugung geht noch so gar nicht, ich humpele also sehr stark und es geht auch wirklich nur kurz, dann ist rum.

Mit Krücken entlaste ich eigentlich gefühlt fast gar nicht mehr, aber für den Moment des Abrollens / in die Beugung Gehens brauche ich sie wohl schon noch.

Ein Stück weit hat mich auch jetzt in der Nachbehandlung kirre gemacht, dass die Aussage der Operateure war, ich könne nach einer Woche zur Vollbelastung übergehen, und das nun mal jetzt auch nach 2,5 Wochen so überhaupt nicht drin ist. Aber scheint ja dann doch alles im Rahmen zu sein.

S|chmidtxi70


Die Heilung ist auch bei Jedem anders und nur weil es" Normalerweise" nach 1 Woche gehen sollte, würde ich mir da nicht so die Gedanken machen.

Manchmal ist das auch nicht schlecht, wenn man was unterschätzt, dann geht man etwas lockerer ran an die Sache. Wird schon werden!

W!ildkcatexr


Hallo hexhex21,

Bei mir waren die Schmerzen erst nach einem 1/4 Jahr geringer, von weg will ich nicht schreiben.

MfG *:) :)* :)^

h}exLhe6xx21


@ Schmidti

Nee, inzwischen mach ich mir da auch nicht mehr so die Gedanken, ich wollte damit nur sagen, dass ich mir einige Gedanken überhaupt erst wegen der etwas übermotivierten Aussagen von Ärzten gemacht habe ;-)

Ich kann mir ganz ehrlich auch kaum vorstellen, dass jemand nach 1 Woche nach so ner OP ohne Krücken unterwegs sein soll.

Ich meine, da sind ja schon ne Menge Weichteile bei im Spiel, es ist ein 3 cm Hautschnitt und untendrunter der mindestens doppelt solang. Es leuchtet schon ein, dass das nen Moment braucht zum heilen.

@ Wildkater,

warum ist das bei dir gemacht worden? Und auch offen? Was hast du jetzt noch für Probleme, weil du schreibst, die Schmerzen seien nicht weg?

Ich war heute wieder bei der Physio und sie meinte, jetzt üben wir mal "richtig" beugen. Bisher war alles in Rückenlage, da komme ich seit paar Tage nach der OP schon auf gut über 100 Grad. Heute in Bauchlage, autsch, hat die mich gequält.

Aber was soll ich sagen - es ist, als hätte das nen Knoten platzen lassen, ich bin eben das erste Mal ohne Krücken durch die Wohnung und konnte das Bein beugen beim belasten. Alles im Schneckentempo und auch noch ziemlich unrund, aber mehr kann man bestimmt auch nicht verlangen :) Und so schnell hätte ich jetzt nicht erwartet, dass das geht! Das gestreckte Bein belasten konnte ich die ganzen letzten Tage schon ziemlich gut, aber sobald Beugung ins Spiel kam, war Feierabend.

Juhu, es geht voran. Und es wäre schon so extrem hilfreich, ein paar kurze Wege ohne Stöcke zu schaffen, ich hab zwei kleine Kinder und bin da mit vielen Dingen sonst echt noch der Totalausfall...

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