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Kuriose Missempfindungen und "Thromboseangst"

Bcr0eymjxa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe jetzt seit Beginn meiner damaligen Angststörung kuriose Missempfindungen im WS-Bereich.

Zuerst war es nur ein permanenter Druck in der Kniekehle links, was dann nach mehreren Monaten ohne Behandlung verschwand. Es trat dann wieder auf und zusätzlich bekam ich eine teilweise verkrampfte Wade an diesem Fuß. (Komisches "schweres" Druckgefühl, einfach fremdheit der Wade, aber KEINE Taubheit - eher "pelzig", Schmerzen und sichtbar hart) Im Liegen traten zudem Ameisenlaufen von Beginn der Wade bis zur Mitte des Oberschenkels auf. Das war ziemlich heftig, hatte nach einigen Tagen aber aufgehört. Hierzu war ich beim Arzt, der Verdacht auf Bakerzyste hatte, D-Dimer-Test anordnete und meinte, ich solle einfach Diclofenac nehmen, damit geht die weg. Das habe ich getan, hat daran aber nichts geändert, da ich keine wirklichen Schmerzen habe, bzw. Diclofenac keinerlei Änderung an der Empfindung bewirkte. Irgendwann nach drei Monaten ging auch das wieder weg. Seit dem kommt es an manchen Tagen wieder und an manchen nicht. Nach längeren Märschen scheint es fast immer zu kommen. Mittlerweile habe ich das aber an beiden Beiden. Vor einigen Tagen wurde mir das ausgerenkte Becken eingerenkt, drei Tage später (also gestern) war das mit den Beinen wieder da und der gesamte Bereich von Po bis Mitte des Bauchs hat sich pelzig, fremdartig, druckhaft angefühlt, war aber nicht taub. Ich kann das Gefühl schlicht nicht zutreffend beschreiben. Normalerweise spürt man ja nichts, der Bauch ist einfach da, hier habe ich ihn aktiv gespürt und das ist widerlich. Heute ist das wieder vorbei und stattdessen habe ich wieder einen starken Druck in beiden Kniekehlen und beide Waden sind bretthart, schmerzhaft beim Massieren und haben dieses komische Druckgefühl. Der D-Dimer-Test damals war übrigens negativ und ich kann nicht jeden Tag wenn das wieder passiert zum Thrombose-Test rennen. Ich habe ein MRT für einen etwaigen Bandscheibenvorfall selber erkämpft (weil ich manchmal Schmerzen links im Becken nach dem Aufwachen habe, die zehn Minuten anhalten und wirklich Schmerzen - aber eben nur sehr unregelmäßig), das ist aber erst Ende Oktober. Ich war bereits bei zwei Orthopäden und drei Hausärzten, die einen Bandscheibenvorfall trotz starkem Übergewichts aufgrund der Röntgenbilder für unwahrscheinlich hielten.

Da es heute wieder so stark in den Kniekehlen zieht, habe ich das Bedürfnis endlich mal einen Phlebologen aufzusuchen, damit ich mir zumindest sagen kann: Das ist "nur" ein Bandscheibenvorfall, scheiß drauf.

Die Beschwerden verändern sich übrigens dauernd. Es ist im Stehen und Laufen zuerst besonders schlimm und krampfig und wird nach weiterem Laufen dann weniger. Manchmal habe ich es im Liegen, manchmal spüre ich im Liegen nichts. Eine Hochlagerung kann auch keinen immer gleichen Effekt erzielen. Im Sitzen habe ich so gut wie immer Probleme, aber eben doch auch nicht immer. Sitze ich auf kleinen Flächen, wird schon immer mein Hintern taub. (Aber eben richtig taub und nicht fremdartig!)

Was grundsätzlich immer hilft ist Pferdesalbe. Ich schmiere jede Stunde Pferdesalbe auf die Stellen, weil das Menthol-Gefühl dieses komische Fremdgefühl völlig beendet. Mein Pferdesalbeverbrauch liegt daher bei fast einer Tube pro Tag.

Ich habe kein Bedürfnis, meine Beine zu bewegen oder umherzulaufen, das lindert die Beschwerden nicht, sofern ich keinen Gewaltmarsch mache.

Meine Mutter hatte zwei Bandscheibenvorfälle im letzten Jahr und hatte Schmerzen, die einen Notarzt nötig machten, der operiert werden musste und weswegen ein Teil eines Beines jetzt taub ist. Sie hatte aber nie wechselnde Beschwerden (außer in der Schmerzintensität) oder eine Begrenzung auf nur Kniekehle, nur Wade, Wade und Kniekehle, Wade und Oberschenkel, Becken und Wade o.ä. Für einen BSV finde ich wenige Leidensgenossen die ähnliches gehabt hätten.

Dass es wohl eher keine Thrombose ist, aufgrund des ewig langen Verlaufs und der Veränderung, dadurch dass ich keine Schwellung habe, nichts heiß ist, ist mir irgendwie klar. Leider gehöre ich zu denen, die jemanden kennen der eine ohne jede Anzeichen hatte. Gleichzeitig habe ich durchaus eine Schwellung in der Kniekehle, wenn ich Kniekehlenprobleme habe, gleichzeitig kann im Ultraschall dann aber nichts gefunden werden, was pathologisch wäre. Es scheint sich schlicht um herauswölbendes Fett zu handeln!? *schulterzuck*

Jemand eine Idee, was ich denn tun könnte? Ich bin ja bereits in Physiotherapie, aber ohne Diagnose könne die halt auch nur tun, was sie für Richtig halten, etwa mein Becken einrenken. Dadurch bin ich jetzt 3cm größer und meine Schultern sind sowohl beim Laufen als auch beim Sitzen wieder kerzengerade, aber dieses Beckengefühl von Gestern was ich darauf schiebe möchte ich gerne nicht nochmal.

Es fällt mir schwer zwei Monate darauf zu warten, dass eine adäquate Therapie eingeleitet wird. Gegen Schmerzen könnte ich ja wenigstens etwas tun, aber gegen Missempfindungen die nicht mal dem typischen taub / Ameisenlaufen entsprechen?

Antworten
BBrreqymxja


Nachtrag:

Die Angststörung begann damals kurz vor meinem Umzug.

Tatsächlich habe ich die Zeit vor meinem Umzug auf dem nackten Boden geschlafen und im Umzug viele Dinge vier Stockwerke getragen. Es ist also durchaus möglich, dass erste Probleme durch das Schlafen vor dem Umzug (da hatte ich auch schon Probleme links im Becken - nur damals hat mich sowas noch nicht gestört und es war nur selten und kurz - "Zipperlein" eben) und dann mehr nach dem Heben beim Umzug entstanden sind.

Eine psychische Ursache dafür schließe ich aus. Ich habe nur noch eine Herzneurose, die mal mehr und mal weniger zuschlägt. Manchmal zähle ich krampfhaft den Herzschlag und kann nicht einschlafen, weil der Puls nur 39 ist, manchmal habe ich gar nichts. Missempfindungen dieser Art hatte ich im Verlauf meiner Angststörung aber nie. Das waren ganz andere Sachen, die dort schlimm waren. Die Beschwerden im Knie haben sich im Verlauf der Störung auch als einzige nicht verändert, alles andere war permanent im Wandel, um mir so richtig auf den Sack zu gehen.

B7re[ymja


Falls es jemanden interessiert:

Ich war heute beim Arzt, der feststellte, dass der Physiotherapeut einen Fehler gemacht hat, der eine extrem verstärkte Muskelspannung im Bauch verursacht hat, die so stark auf den Darm einwirkte, dass Stuhlverhalt auftrat. Nach einer Spritze mit unbekanntem Wirkstoff hat sich das über den Tag aufgelöst und der Stuhl ging ab.

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