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Kniekehlenschmerzen: außen, tiefliegend posterolateral

S~parta"kusx73 hat die Diskussion gestartet


Lieber Interessent,

seit ca. 3 Monaten leide ich (38 Jahre) an schwer zu lokalisierenden Schmerzen in der Kniekehle. Ich war bereits bei mehreren Ärzten, die mir leider nicht weiterhelfen konnten.

Symptomatik:

-Schwache bis mittelstarke Schmerzen

-vor allem bei Belastungen- sowohl laufen, als auch Fahrradfahren

- Hauptschmerzort ist Kniekehle: also Knie hinten an der Außenseite (posterolateral)

- gelegentliche Schmerzen auch in Ruhe

- gelegentlich ausstrahlende Schmerzen sowohl in Unterschenkel (seltener), als auch in den Oberschenkel auf der Rückseite (dorsal)

-Schmerzen lassen sich nicht wirklich durch eine Bewegung eindeutig provozieren, allerdings:

wenn ich in die Hocke gehe und in der Stellung versuche, etwas zu heben (Belastung), habe ich oft das Gefühl, als rutscht etwas auf Kniegelenkspalthöhe kurz herum

Beim Kuppeln im Auto tritt das Gefühl ebenfalls sporadisch auf

wenn ich tief in die Knie gehe und das Bein ganz weit nach Außen drehe (>70°) springt/rutscht etwas hinten im Knie auf Höhe des Gelenkspaltes herum und fühlt sich unangenehm an

Druck auf "Triggerpunkt" an Gesäß stimuliert sporadisch die Reizung am Kniegelenk

Wenn ich etwas oberhalb des Kniegelenkspaltes posterolateral drücke, kann ich einen tieferliegenden Schmerz provozieren. Die Band/Sehenstrukturen, die ich direkt berühre scheinen nicht die betroffenen Strukturen zu sein.

Diagnostik:

MRT erbrachte keine erkennbaren Ursachen (keine offensichtlichen Bandrupturen und keine Meniskusschäden) Meine Menisken am linken Knie zeigen degenerative Veränderungen (Grad II, Risse also noch nicht an der Oberfläche).

Allerdings habe ich das Gefühl, dass die drei Ärzte auch nur sehr oberflächlich auf die Aufnahmen geschaut haben. Ich solle es mit Muskelaufbau und Krankengymnastik und Elektrotherapie versuchen.

Bis zum Auftreten der Beschwerden bin ich allerdings täglich Rad gefahren und bin ansonsten "aktiv" und die Krankengymnastik hat mir nicht weitergeholfen. Mit einem BMI von 22,5 bin ich nicht übergewichtig.

Ich mache wegen der Beschwerden seither keinen Sport mehr und bewege mich in Schonhaltung.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder Ideen, was ich machen könnte? Ich bin mittlerweile total verzweifelt, weil ich mich wie ein alter Mann bewegen muss und das Gefühl habe, dass die Ärzte auch nicht wirklich der Sache auf den Grund gehen.

Ich würde mich sehr über eine Einschätzung oder Tipps freuen.

Beste Grüße

Spartakus

Antworten
PYonxgo


Könnte eine Bakercyste sein.

Eine Bakercyste ist nichts anderes, als die Aussackung der Gelenkkapsel nach dorsal, also nach hinten eben in die Kniekehle. Wenn man IM Knie ein Problem hat, egal welcher Art, also mit "im Knie" meine ich Schäden an Menisken, Knorpel, Arthrose, Bänder, welche überanstrengt sind oder teilrupturiert....kurz, wenn sich IM Kniegelenk Flüßigkeit ansammelt, und das tut es bei allen möglichen, auch noch so kleinen Problemen, dann drückt diese Flüßigkeit die Gelenkkapsel unter Umständen nach hinten heraus und man hat Beschwerden. Mal mehr, mal weniger...je nach Füllungszustand der Gelenkkapsel mit Flüßigkeit, was auch wieder weniger werden kann, wenn ein Schaden oder eine Überbelastung weniger wird. Therapie: Arthroskopie, ein eventuelles Problem beheben, also dafür Sorgen, das sich kein Kniegelenkserguss mehr bildet, und damit hat man auch keine "Bakercyste" mehr unb die Schmerzen sind weg.

Deine Beschreibung der Problematik könnte eben auf eine Zyste hindeuten, auch die Tatsache, das man das im MRT nicht gesehen hat, weil der Füllungszustand variieren kann.

Gruß

S@parta<k?uws7x3


Hallo Pongo,

vielen Dank für deine Einschätzung!

Du rätst also zu einer invasiven Behandlung? Ich schrecke davor zurück, weil

1. das Knie anscheinend eine sehr empfindliche Struktur ist und es wohl diverse Risiken gibt.

2. das zu Grunde liegende Problem erkannt werden muss. Und ich habe Sorge, dass dieses nicht unbedingt erkannt wird. Es wäre beruhigender, wenn der Arzt im Vorfeld die Ursache kennen würde.

Ich war bei verschiedenen Ärzten mit folgenden Diagnosen:

Chondropathie patellae

Biceps femoris short head Sehnenentzündung

Meniskusläsion

Was nun tatsächlich die Bescchwerden hervorruft, weiß ich also nicht. Ich möchte aber vermeiden, dass mir mein Mensikus teilresektiert wird und sich danach zeigt, dass das unnötig war.

Mich wundert vor allem das Symptom des Herumrutschens einer Struktur in der posterolateralen Ecke des Knies (hinten/außen)

Gruß

Spartakus

PYongxo


Hallo Spartakus,

das mit dem Eingreifen operativ kann ich ja so gar nicht beurteilen, aber:

Du hast das Problem mit der Patella, was auf Dauer wahrscheinlich den Knorpel am Femur (Oberschenkelknoichen) im Gelenk zerstört.

Du hast ne Meniskusläsion. Ich nehme an, einen Risss im Meniskus. Das ist z.B. etwas, was das Kniegelenk dauernd reizen kann. Wenn es dann noch ein Korbhenkelriss ist, sowieso, weil da der Meniskus "einschlagen" kann.

Das Sehnenproblem wird wahrscheinlich zweitrangig sein, nicht soooo schlimm.

Aber mit der Chondropathie und mit dem Meniskus hast du zwei Sachen, die NATÜRLICH für einen Erguss im Knie sorgen können, welcher dann natürlich, je nach Füllungszustand der Gelenkkpsel mit Flüßigkeit, sich nach hinten in die Kniekehle ausbeulen kann und dann eben Beschwerden in Form einer "Bakercyste" machen KANN....ich stelle ja nur Veermutungen an, was es sein KANN, abewr, das müßte ein fähiger Untersucher genauso feststellen können.

Dazu passt auch das "Rumrutschgefühl" in der Kniekehle...ob jetzt aussen , innen oder wo auch immer mehr/weniger, ist schlußendlich wurscht.

Also: WENN du eine Bakercyste hast,( muss ein Arzt feststellen), dann musst du das Problem IM Knie lösen, eben am besten durch eine Arthroskopie, wo man eben den Meniskus resezieren kann, keine große Sache, wirklich nicht....man kann sich dann auch die Rückseite der Patella genau ansehen und unter Umständen "glätten", damit sie nicht mehr in vorherigem Ausmaß über den Femur rutscht.

Deine Knieergüße müßten sich dann von alleine geben, und somit die "Bakercyste", welches nun ja eben keine "echte Cyste" ist, sondern die Aussackung der Gelenkkapsel nach hinten.

Lass dir nicht erzählen, man muss nur die "Cyste" entfernen, sprich, die Aussackung abtragen und sonst nichts, ..du wirst das Problem wieder bekommen, und das ist IM KNIEGELNK, und diese Ursache muss behoben werden, sonst verschwindet auch die Zyste nicht, wenn es denn eine ist.

Ich hoffe, ich konnte alles gut erklären und du machst dir deine Entscheidung, eine Arthroskopie durchführen zu lassen, leichter, wenn denn ein Arzt auch bestätigt, was ich vermutre..

Viele Grüße

Pongo @:)

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