» »

Arthroskopischer Schultereingriff - Soll ich es wirklich tun ?

n=efertPari0x7 hat die Diskussion gestartet


Meine Schulter-OP ist in 2 Wochen angesetzt...... Aber wenn ich hier so quer lese, packt mich doch der Zweifel.... :-(

Ich hatte vor gut einem Jahr einen Unfall mit einer Verletzung der Supraspinatussehne. Da das nicht adäquat behandelt wurde, also garnicht, hatte die Schulter im Januar dann beträchtliche Schäden, schmerzte furchtbar und war ziemlich eingesteift. KG brachte nichts ausser weiteren Schmerzen.

Meine Ärztin schickte mich zu einem Schulterspezialisten, der erst mal eine 3-wöchige Cortisontherapie machte, die die Entzündung zum Abklingen brachte, und damit einen Gutteil der Schmerzen.

Die danach wieder einsetzende KG brachte aber nichts ausser wieder Schmerzen, man hat das Gefühl, dass immer andere Nerven eingeklemmt werden. Also entschloss ich mich zur OP, mit mehreren Wochen Vorlauf, die KG führte ich nicht fort.

Nun ist es so, dass ich entwischen fast keine Schmerzen mehr habe, nur die Bewegungseinschränkung nach hinten.

Und ich frage mich gerade, ob ich völlig irre bin, diese OP nur deswegen zu machen, mit dem Risiko, danach wieder schlimme Schmerzen zu haben, über Monate.

Die Berichte hier klingen wirklich schrecklich. :-(

Oder besser abwarten, ob sich mit der Versteifung doch noch von selbst etwas bessert ? Oder es ggf. in ein paar Monaten noch mal mit KG versuchen ?

Hat eigentlich irgendeiner hier eine positive Erfahrung mit so einet OP gemacht?

Bei dem Schulterspezialisten klingt das alles easy: OP - 4 Wochen Motorschiene - noch 2-3x Physio -Rezept, und alles ist palletti......

Die Berichte hier klingen anders. :-(

Antworten
BJevnitawB.


Meine Tochter hatte im April einen Unfall. Schulter verletzt. Cortison zur Entzündungshemmung.

Der Schulterguru verschrieb massiv Physiotherapie, die Schmerzen kamen bei bestimmten Bewegungen, sie konnte nicht einmal ein Tüte Milch hochheben. Für Mitte August war eine OP geplant.

Wegen eines Nebenjobs, den sie nicht canceln konnte und wollte, mußte sie körperlich stramm arbeiten. Mit zusammengebissenen Zähnen hat sie die Arbeit gemacht. Schonhaltung ging gar nicht.

Nach 3 Wochen war die Schulter wieder beweglich, der Schmerz weg und der OP Termin wurde abgesagt.

Ich würde also hier noch einmal stramm Physiotherapie versuchen.

SnchmXixdti7x0


Ob Du es machen lassen sollst oder ob es sich mit Physiotherapie doch noch bessern kann, dazu kann ich Dir keinen Rat geben, ich kann nur mit eigenen OP-Erfahrungen dienen...

Ich bin an beiden Schultern an der Supraspinatussehne operiert worden. Die Beweglichkeit war nicht mein Hauptproblem, sondern die sich nicht bessernden Schmerzen.

Ich musste jeweils 6 Wochen Tag und Nacht eine Schulterorthese tragen, hatte in der gesamten Zeit eine Motorschiene (da nur passive Bewegung erlaubt war) und hatte nach den OPs 5 oder 6 Physiorezepte. Ich habe nach einem Jahr auch immer noch Besserungen gespürt, die komplette Wiederherstellung dauert schon lange.

Fiese Schmerzen hatte ich aber eher nur die ersten 1-2 Wochen, danach waren die Schmerzen nicht mehr so doll schlimm. Heute bin ich meist komplett schmerzfrei. Gibt immer mal Tage, wo es zwickt, gerade auch nach meiner Gehstützen-Zeit nach Knie-OP, aber ich habe die Eingriffe nicht bereut. Beweglichkeit ist komplett da.

Ich hatte allerdings nach der ersten OP eine Re-Ruptur und wurde dann noch ein zweites Mal operiert. Das war nicht ganz so lustig, aber unterm Strich ist die Schulter gut geworden.

Wie gesagt: ich möchte Dir jetzt auch keine OP aufschwatzen und weiß nicht mal, ob es bei mir irgendwann auch so besser geworden wäre (hatte auch Spritzen und Physio vorher), aber ein Horrortrip war das bei Keinem der 3 Eingriffe. Nur halt langwierig und man ist durch die Orthese eingeschränkt, aber das geht ja auch vorbei.

nBefYerta%rix07


Danke für Eure Rückmeldungen.

Allerdings soll bei mir nicht die Sehnenruptur operiert- , sondern eine Kapselspaltung gemacht werden, damit die Schulter wieder beweglich wird. Mein Arzt ist der Meinung, dass man diese beiden OP's nicht in einem Aufwasch machen sollte. Die Gründe sind mir zwar plausibel - nach der einen OP soll maximal mobilisiert, nach der anderenn geschont werden - aber das eigentliche Problem bliebe damit erst mal bestehen. Das ist auch einer meiner Hauptbedenken.

Die fiesen Schmerzen im Oberarm nach der Ruptur sind mir wohlvertraut. :-(

Allerdings sind sie durch die Cortisontherapie weitgehend verschwunden.

Ich habe Angst, dass sie durch die OP und die Reizung der Schulter dadurch wieder kommen.

Slchmizdti70


Und die Sehne wird dann hinterher noch mal genäht oder bleibt das dann so? ":/

Hmm, dann vielleicht noch einmal eine Zweitmeinung einholen? Ich würde mich auch schwer tun mit einer OP Entscheidung, hinter der ich nicht voll stehe. Ich habe etliche orthopädische OPs hinter mir (Knie und Schultern) und bin immer im vollen Bewusstsein daran, dass es natürlich mal auch nicht so werden könnte wie erhofft.

Ich kann das übrigens nicht leiden, wenn Ärzte Eingriffe manchmal so runterspielen. Die Heilung ist bei Jedem anders und es kann immer was nicht so laufen wie "normal". Und Du bist dann Diejenige, die damit zu kämpfen hat.

Alles Gute, wie auch immer Deine Entscheidung ausfällt! @:)

S"cFhmhidxti70


Oder noch mal einen Termin mit dem Operateur und mit ihm noch mal Deine Befürchtungen besprechen? Ein guter Arzt sollte dafür offen sein und das auch noch mal mit Dir besprechen!

B<lanrkauge


Auch ich hatte schon einen Termin zur OP:

Vorher Cortisonspritzen bekommen.

Die Narkoseärztin erklärte mir,zu guter Letzt,wenn man älter ist,würde sie es nicht operieren lassen.

War ja eine sehr schmerzhafte Zeit.Die Phsychotherapie war sehr schmerzhaft auch die langen

Nächte.

Nach einem halben Jahr ging es von allein weg!!!!!

Da kann man KEINEN zu oder abraten----Gute Besserung!!!!

BIlanDka8ugxe


Auch ich hatte schon einen Termin zur OP:

Vorher Cortisonspritzen bekommen.

Die Narkoseärztin erklärte mir,zu guter Letzt,wenn man älter ist,würde sie es nicht operieren lassen.

War ja eine sehr schmerzhafte Zeit.Die Phsychotherapie war sehr schmerzhaft auch die langen

Nächte.

Nach einem halben Jahr ging es von allein weg!!!!!

Da kann man KEINEN zu oder abraten----Gute Besserung!!!!

naefeDrtarix07


Was versteht diese Anästhesistin denn unter "älter"? Ich bin Anfang 50, da möchte ich schon noch Sport treiben, was mit der Schulter nur eingeschränkt geht.

@ schmidti70,

wegen der Sehne schwebt ihm ggf. noch eine 2. OP vor, wo ich natürlich erst recht keine Lust drauf habe. :-(

Es ist nur eine Teilruptur, deshalb hoffe ich eigentlich, dass mit regelmäßigen Training der umliegenden Strukturen kompensieren zu können.

nDefve%rta]ri0x7


Was versteht diese Anästhesistin denn unter "älter"? Ich bin Anfang 50, da möchte ich schon noch Sport treiben, was mit der Schulter nur eingeschränkt geht.

@ schmidti70,

wegen der Sehne schwebt ihm ggf. noch eine 2. OP vor, wo ich natürlich erst recht keine Lust drauf habe. :-(

Es ist nur eine Teilruptur, deshalb hoffe ich eigentlich, dass mit regelmäßigen Training der umliegenden Strukturen kompensieren zu können.

SPchmidtKi70


Ich war ja auch gerade mal Anfang 40, da war es für meinen Arzt keine Frage, mir da die OP zu empfehlen. Ständige Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit finde ich in dem Alter (und auch mit Anfang 50) nicht akzeptabel...wenn es eine Alternative gibt.

Im höheren Alter werden in der Tat solche Dinge wie Sehnennahten nicht mehr unbedingt empfohlen, weil das oft nicht mehr hält. Aber da reden wir meines Wissens von 70 plus...

jZürgeCn333


Ich habe mich letztes Jahr im April operieren lassen die Sehne war gerissen.

Jetzt bin ich schmerzfrei und kann den Arm wieder voll bewegen.

nWeferatariR07


Wie lange hat das bei Dir gedauert, Jürgen ? Also, bis der Schmerz weg war ?

Ich habe ja derzeit gottlob keine Schmerzen mehr, nur eine steife Schulter. Die Supraspinatussehne ist laut MRT angerissen, die damit assoziierten Bewegungen kann ich aber problemlos machen, also z.B. den Arm seitlich anheben.

Hattest Du eine Sehnenruptur und frozen shoulder ? Wenn ja, wurde beides gleichzeitig operiert ? Mein Arzt meint, das sei nicht möglich. Im Netz habe ich aber gelesen, dass das durchaus gemacht wird.

nTef<erta^ri07


:-( Schmithi,

eine frozen shoulder soll sich laut Literatur innerhalb von 1-4 Jahren von selbst wieder geben, man nennt das auftauen. Auf der rechten Seite hatte ich das auch mal - ohne Unfall - da war es auch so, ich glaube, nach 2 Jahren.

Es ist also die Frage, ob man sich so eine OP mit den ggf. lang dauernden Folgeschmerzen antut, oder abwartet, ob es sich nicht einfach von selber gibt.

Am meisten schreckt mich halt auch, dass er noch die 2. OP in den Raum gestellt hat. Damit wäre das ja eine neverending Story.....

S$ch0midtix70


Damit kenne ich mich nicht aus. Mir war da aber nicht bekannt, dass man die überhaupt operiert...

Meine Sehne war ganz durch und da ich jetzt schmerzfrei bin, war die OP nicht umsonst...Aber ist eben langwierig...

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Orthopädie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH