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Deckplattenimpression nach einem Arbeitsunfall

ROolanAdonxi hat die Diskussion gestartet


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich war in meinem bisherigen Leben ein begeisterter Sportler. Fußball, Tennis und Joggen gehörte wöchentlich zu meinem sportlichen Betätigungsprogramm. Am 09.03.2014 habe ich mit Feunden zu meinem 60sten ein Tennisturnier gespielt und 2 Tage später meine Joggingrunden im nahen Wald "gedreht". Alles ohne gesundheitliche Folgen. Am 14.03.2014 bin ich bei meinem Arbeitgeber eine Eisentreppe hinuntergefallen. Prellungen, Abschürfungen, Zerrungen und eine LWS-Stauchung wurden festgestellt. Nach ca. 8 Wochen klagte ich immer noch über Schmerzen an der Wirbelsäule. Ein BG-Arzt stellte anhand von Röntgenbildern eine "degenerative Veranlagung" fest, die dann gleichzeitig einen Kampf mit der BG zur Folge hatte. Da die Schmerzen nicht nachließen und ich immer wieder krankgeschrieben wurde, veranlasste ein neuer Orthopäde zu Beginn des Jahres 2016, dass ein MRT erstellt werden müsse. Dabei wurde eine Deckplattenimpression im Bereich BWK 12 festgestellt. Lt. Aussage eines Chirurgen könnte man OP-mäßig nichts an der Deckplattenimpression machen, jedoch sicherlich eine OP durchführen, die meine weiterhin bestehenden Schmerzen "lindert" - eine Gewähr dafür gäbe es aber nicht.

Man muss sich einmal vorstellen - seit meinem Unfall waren viele Orthopäden, Chirurgen und BG-Fachärzte mit meiner Angelegenheit befasst und nach ca. 2 1/2 Jahren stellt man diese Verletzung fest!!!

Da auch mein Krankenversicherer mir schriftlich bestätigte, dass es im Vorfeld des Arbeitsunfalls nie eine Arbeitsunfähigkeit gab, die auf ein Rückenleiden zurückzuführen ist, bin nicht nur ich der Auffassung, dass es sich hier um eine Folge des Arbeitsunfalls handelt. Da die BG eine Kostenübernahme ablehnt mit der Begründung der festgestellten "degenerativen Veranlagung", von der eigentlich fast alle älteren Menschen betroffen sind, habe ich eine Klage eingereicht.

Was natürlich verwundert, in einem Schreiben erkennt die BG den Unfall als Arbeitsunfall an.

Aus den Schilderungen des Orthopäden entnehme ich, dass es sich bei einer Deckplattenimpression so ungefähr verhält, als ob man einen Bruch hätte, bei dem sich 2 Knochen ineinander schieben. Als Folge eines Treppensturzes auf einer Eisentreppe dürfte dieses nicht auszuschließen sein, oder?

Lt. meinem Orthopäden ist bei einer Deckplattenimpression in Verbindung mit einer degenerativen Veranlagung und den dadurch entstandenen Folgen - mehrmals in der Nach fehlt das Gefühl in den Beinen und Füßen - Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme (sowas gab es vorher nie!!!) - an ein Weiterarbeiten gar nicht zu denken. Seit mehr als einem Jahr bin ich mehr oder weniger fortlaufend krankgeschrieben - langsam wird man durch eine solche Situation auch anderweitig noch mehr krank, da man gegen viele Dinge kämpfen muss.

Was kann man gegen Deckplattenimpression und degenerative Veranlagung machen? Antwort eines BG-Gutachters: gehen sie einfach öfters schwimmen!

Wäre schön, wenn man mir einen besseren Rat geben könnte.

Antworten
tMhe-c7avexr


Wenn der Deckplatetn bruch von mehreren Ärzten nach dem Sturz nicht gesehen wurde, liegt der Gedanke nahe, dass er auch nicht da war. Eine 2 1/2 Jahre nach dem Unfall erstmals gesehene Verletzung wird nicht als Unfallfolge anerkannt werden, weil es wahrschinlich ist, dass sie erst später entstanden ist - Wirbelbrüche können auch ohne größeres Trauma entstehen, z.B. bei Knochenerkrankungen wie der osteoporose. Anders wäre es natürlich, wenn man die alten Bilder nochmals befundet und feststellt, dass da tatsächlich was übersehen würde.

Ansonsten ist es nach mehr als einem Jahr AU höchste Eisenbahn für eine intensive multimodale Schmerztherapie (Schmerzklinik oder Schmerztagesklinik, je nachdem wo du wohnst).

F[ireflxy86


Willkommen im Club :)_

Ich habe mir vor gut einem Jahr bei einemir Sturz eine Deckplattenimpression zweier Halswirbel zugezogen. Auch bei mir wurde es nicht gleich erkannt. Auf Röntgenbildern sieht man die Brüche wohl erst ein paar Wochen später, wenn sich der Kallus bildet. Aufgrund der schlimmen Schmerzen schickte mein Örthopäde mich bereits nach 2 Wochen zum MRT.

Stand nach einem Jahr....Trotz intensiver Physio derzeit eine Beweglichkeit der HWS von weniger als 50 Prozent und extrem zermürbende Schmerzen, besonders durch die Verspannungen.

Seitdem ich vor kurzem jedoch die Physio Praxis gewechselt habe, macht mein Hals klitzekleine Fortschritte. Insofern gebei ich die Hoffnung noch nicht auf.

Insofern mein Rat an dich....ggf. nochmals den Arzt und/ oder Physio wechseln und auch zu Hause möglichst viel zur Stärkung tun.

Sind deine Wirbel denn stark eingebunden? Durch die veränderte Statik würde es sich ja auch wieder auf andere Bereiche auswirken.

Ich bin natürlich auch über jeden Tipp dankbar, der den aktuellen Zustand erträglicher macht.

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