» »

Heilungsverlauf nach Schlittenprothese

s9chn5uck=i_4x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich bin mal wieder hier gelandet, da mir der Austausch vor ca. 10 Jahren zu einem anderen Thema doch recht gut geholfen hat. Diesmal gehts um Folgendes: Am 21.09. wurde bei mir eine Schlittenprothesenoperation vorgenommen. Am 25.09.2016 wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Nunmehr 3 Wochen nach OP hatte ich vergangenen Mittwoch die erste Krankengymnastik aufgrund der Tatsache, dass ich am A... der Welt wohne (alleinstehend) und die Krankenkasse die Transportkosten zur KG ablehnt. Jetzt finanziere ich die Hausbesuche selbst um überhaupt KG zu bekommen. Autofahren geht gar nicht weil ich das Knie nicht so weit gebeugt bekomme, dass ich in den Innenraum hinterm Lenkrad komme. Kniebewegungsschiene benutze ich 3 x täglich für ca 30 Min und komme mal grad auf 65 Grad. Letzten Samstag erneute Vorstellung im Krankenhaus. Knie dick geschwollen und heiß. Diagnose: Flüssigkeitsansammlung, die jedoch aufgrund hohem Infektionsrisiko nicht punktiert werden kann.

Ich bin totunglücklich im Moment. Ich habe permanent Schmerzen trotz Tilidin 2 x 100 mg plus 4 x 50 mg Novalgin, habe das Gefühl in dem Moment in dem ich mich hinstelle schließt jemand einen Eisenring um mein Knie. Stechende Schmerzen die wie ein Blitz ins Schienbein schießen. Reha-Antrag wurde zuerst vom Krankenhaus und dann von der Krankenkasse verpennt... ist aber dann jetzt bei der Rentenversicherung vorliegend. Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen was die Schmerzen angeht und hat Ratschläge parat die helfen. Kühlen und Quarkumschläge bringen nicht wirklich was :-( - Die Bewegungseinschränkung ist jetzt schon soweit, dass ich wieder Clexane (gegen Thrombose) spritzen muss.

Antworten
SichmiBdtix70


Oh Gott, das klingt ja gruselig.. Da gab es wohl gar keine Planung vorher, oder?

Normalerweise gibt es doch direkt danach die AHB in einer Rehaklinik. Ich sollte mich schon vorher mit der Sozialarbeiterin des KHs in Verbindung setzen, um das Thema Reha schon vorab zu besprechen (wohin ich will usw.).

Aber die Bewegungsschiene ist schon mal gut, da einfach dran bleiben! Was mir auch gut geholfen hat und auch nach einem Dreivierteljahr immer noch angenehm ist, ist die Lymphdrainage.

Schmerzen hatte ich zu dem Zeitpunkt auch noch reichlich und ich habe auch bis 8 Wochen danach noch relativ viel Schmerzmittel genommen. Kühlen war mir aber sehr angenehm, das habe ich auch als schmerzlindernd empfunden. Ich habe Novaminsulfon 500 und davon 6 Stück am Tag bekommen und 2x 75 Diclo. Und anfangs noch zusätzlich nach Bedarf IBU 600.

Hast Du keinen ambulanten Arzt, der das Ganze nachbehandelt?

Ich habe eine Vollprothese bekommen, aber ich denke, bei einer Schlittenprothese dauert das sicher ähnlich lange mit der Heilung. Da sind leider 3 Wochen noch gar nichts. Ich habe übrigens trotz der zeitigen Beantragung der Reha diese auch erst 4 Wochen nach OP angetreten, weil ich Probleme mit der Wundheilung hatte. Das hat sich nicht negativ ausgewirkt. Und ich habe in der Zwischenzeit auch nur selber Beugeübungen gemacht.

Vielleicht ist 3x am Tag 30 Minuten Schiene auch Zuviel für das Knie? Im KH habe ich die Schiene nur 1x am Tag ins Bett bekommen...

Nicht den Mut verlieren! @:)

sEchcnuc_ki_4x3


Mein Hausarzt hat sich, nachdem er gesehen hat wie miserabel geklammert worden ist, aus der Angelegenheit rausgezogen und gemeint ich solle dahin gehen wo es gemacht wurde; also zum Operateur. Der wiederum - hab ich jetzt den Eindruck - ist mittlerweile nur noch auf Kohle aus und weiß schon gar nicht mehr was er bei wem überhaupt operiert. So bekam ich schon im Krankenhaus die erste falsche AU Bescheinigung mit einem falschen Diagnoseschlüssel; nämlich Re-Arthroskopie. Hätt ich das da nicht schon gemerkt hätt ich jetzt auch noch Huddel mit dem Krankengeld weil die Re-Arthoroskopie ja in 02/16 war und ich so anrechenbare Vorerkrankungszeiten hätte. War vorhin zwei Mal an der Garage. Mal abgesehen davon dass das nur ein Weg ist wo man hinspucken kann, fühle ich mich danach wie durch den Wolf gedreht. Sofort wieder dieses eklige Druckgefühl (Stahlmanschette) im Kniebereich. Hätte ich das alles vorher gewusst hätte ich mich glaub ich nicht operieren lassen und wäre weiter rückwärts treppauf und treppab gegangen :-(

S&chmixdtxi70


Das läuft offenbar insgesamt nicht gut, aber kann es sein, dass Deine Erwartungshaltung auch etwas hoch ist?

Das Druckgefühl hat bei mir deutlich nachgelassen, aber vollständig weg ist das auch noch nicht, variiert manchmal nach Tagesform. Da habe ich auch gelesen, dass da ein Jahr nichts ist. 3 Wochen sind da leider wirklich noch überhaupt keine Zeit!

Ich glaube, die Reha wird Dich sicher weiterbringen. Gibt es nicht einen Orthopäden in der Nähe, an den Du Dich wenden kannst? Ich halte einen Hausarzt da auch nicht für den richtigen Ansprechpartner. Meiner gab schon zu, von dieser Materie keine Ahnung zu haben, obwohl er sonst ein super Hausarzt ist.

S+chmidpti70


Soll auch bitte nicht falsch rüberkommen, ich kann das schon grundsätzlich verstehen: als ich aus dem KH kam, habe ich mich erst mal hier ins Bett gelegt und ne Runde geheult. Ich habe mir das auch leichter vorgestellt, obwohl mir vorher klar war, dass das kein kleiner Eingriff wird. Da war ich auch fertig: körperlich und auch psychisch.

Und ich hatte eine offene Stelle an der Narbe. 20 Wochen hat es gedauert, bis nachher der letzte Schorfrest ab war und ich dann beim letzten IRENA-Termin endlich mal ins Bewegungsbad durfte.

s0chn}ucki_x43


Gute Orthopäden zu finden ist fast so schwer wie einen guten Zahnarzt. In der Nähe befindet sich leider hier gar nichts. Alles ca. 30 km entfernt :-( Bisschen weit zum laufen gell ;-).

Geduld ist tatsächlich nicht wirklich meine Stärke. Hatte halt nur Vergleiche mit der Re-Arthroskopie (2 x am operierten Bein und 1 x links). Aber mittlerweile denk ich ist das kaum vergleichbar. Da war ich nach ner guten Woche schon wieder soweit, dass ich zumindest fahren konnte. Die Motivation sinkt halt auch mit jeder neuen Meldung der Krankenkasse z.B. 6 Wochen Beinschiene waren verordnet, 3 Wochen wurden genehmigt. Also erstmal wieder die Verwaltungslawine in Gang bringen um zu erreichen, dass mir die Schiene zumindest nicht morgen wieder abgeholt wird. Bin jetzt mal gespannt ob tatsächlich die Rentenversicherung wirklich für die Reha zuständig ist oder dann doch die Krankenkasse. Vor OP hieß es, dass ich nach 4-6 Wochen wieder fit wäre. Davon bin ich aber derzeit noch Meilen entfernt. Sitze ich länger als ne halbe Std schwillt das Knie sofort auf ca. die doppelte Größe an und das Druckgefühl wird dadurch dann nochmal erheblich stärker. Heut früh hatte ich das Gefühl die Kniescheibe hätte sich verschoben. Jeder Schritt schmerzte noch mehr als so schon.

S"chm.izdtKi70


Bist Du berufstätig? Dann ist in jedem Fall die Rentenversicherung zuständig. Hätte ich die Reha wegen meiner Wunde noch weiter nach hinten verschieben müssen, wäre mein Antrag auf die AHB verfallen und es hätte ein neuer Antrag dann auf eine "normale" Reha gestellt werden müssen. Ich würde da versuchen, immer wieder nachzufragen und das Ganze vielleicht etwas zu beschleunigen.

Auf jeden Fall hätte das besser organisiert werden müssen bei Dir. Gerade, wenn Du alleinstehend bist und (sorry!) in der Pampa wohnst. Meine Tante ist mit ihrer Hüfte direkt vom KH in die Reha gekommen, war aber auch alles vorher geklärt. Das Problem mit den Bewegungsschienen gibt es auch bei vielen Kassen. Da würde ich auch drum kämpfen bis zum Reha-Beginn.

4-6 Wochen klingt für mich auch sehr kurz, auch wenn ich mich mit der normalen Heilungsdauer von Schlittenprothesen nicht befasst habe. In jedem Fall ist es schon mal gar nicht mit ner ASK vergleichbar. Und man lernt Geduld, da kommt man nicht umhin. Egal, wie fleißig man ist bei der Reha: die Heilung braucht Zeit, das kann man nicht (im wahrsten Sinne des Wortes) übers Knie brechen.

Für mich klingt das etwas danach, dass Du etwas Ruhe in das Knie bringen musst. Schwellung etc. kann ja auch von einer Überlastung kommen. Was sagt denn die Physiotherapeutin dazu? Die kommt doch zu Dir, das habe ich doch richtig verstanden?

s1chnuc'ki_x43


Die Physiotherapeutin war Mittwoch das erste Mal da... kommt morgen wieder. Ich muss halt dran arbeiten aus der Schonhaltung raus zu kommen. Nicht so ganz einfach denn ich lauf ja schon seit fast 4 Jahren nicht mehr richtig sondern schonend. Ansonsten waren die ersten 20 Minuten sehr kurz um da noch großartige Einschätzung abzugeben. Sie verwunderte es nur, dass ich praktisch Volllast aufs Knie geben kann indem ich mich auf die Zehenspitzen stellen kann.... in der Beugung aber nix zustande bringe.

S+chFmidtxi70


War das in der Klinik auch schon so? Wie lange warst Du denn im KH? Bei mir wurde ja Wert drauf gelegt, dass ich bis zur Entlassung (notfalls mit entsprechender Schmerzmedikamentation) die 90 Grad auf der Motorschiene schaffe. Ging dann auch, aber wirklich erst kurz vor Ende (war 10 Tage drin)des Aufenthaltes. Wieviel ich aktiv geschafft habe, weiss ich gar nicht.

Ich habe noch so Übungen gezeigt bekommen wie: auf einen Tisch oder Ähnliches setzen, Beine einfach baumeln lassen, um das Knie zu bewegen und dabei aber zu entlasten. Oder dabei das Bein mit dem anderen Bein in die Beugung zu drücken. Die Übungen habe ich dann mehrfach zu Hause gemacht, weil ich ja auch im Prinzip 2, 5 Wochen ohne Physio und Schiene hier zu Hause auf mich allein gestellt war bis zur Reha.

Ansonsten das Bein oft hochgelegt oder aber mit einer Rolle unter der Ferse, um auch die Streckung zu bekommen. Wie sieht es da bei Dir aus?

Und bei der Heilung musst Du natürlich berücksichtigen, dass so eine lange Schonhaltung auch erst mal wieder raus muss und alleine das wird dauern! Das ist dann ja auch schon ein Automatismus, den man sich abgewöhnen muss.

s^chn3ucwkix_43


Am 21.09. war die OP... am 25.09. wurde ich entlassen. 90 Grad träume ich von. Der Physiotherapeut hat im Krankenhaus bei der ersten Behandlung versehentlich den Katheder rausgezogen, bei der zweiten so an mir rumgemacht, dass sie mich nachts mit Tilidin schmerzfrei setzen mussten ... sonst hätte ich vermutlich den Putz von den Wänden gekratzt. Entlassen wurde ich mit der Maßgabe... ich muss mit Krücken die Treppe rauf und runter kommen. Mehr nicht. Übungen für zuhause? Fehlanzeige leider

SCchmimdti7x0


Ich wurde ja von meinem behandelnden Orthopäden operiert. Der kam auch 2x im KH vorbei. Und hat mich doll ermahnt, ich müsste mehr tun. Und der hat mir das auch gezeigt mit der Beugeübung. War natürlich an der Bettkante da leichter als hier zu Hause auf dem Sofa. Deswegen sitze ich bzw. saß ich dazu auf unserem Esstisch. Treppensteigen musste ich auch können, aber das konnte ich schon von den ganzen Vor-OPs.

Von den Physios habe ich da auch Übungen gezeigt bekommen, die ich im KH selbst immer mal machen sollte. Ansonsten war die Physio im KH mehr der Lacher, die waren gefühlt eher 5-10 Minuten am Bett. Und wollte ansonsten mit mir laufen, was ich an sich nicht brauchte, weil das gut ging Ich nannte das dann "betreutes Laufen".

Lymphdrainage bekam ich dann auch 2 oder 3 Mal, aber auch erst als ich danach verlangt habe.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Orthopädie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH