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Probleme mit der Knieprothese - wer hat Tipps?

oZstKseeh1969 hat die Diskussion gestartet


(Urspr. Titel: "Knieprothese")


Hallo,

ich bräuchte da mal eure Hilfe. Ich habe letztes Jahr im September eine Knieprothese bekommen und hatte von Anfang an leichte Probleme mit der Beugung. Sie schwankte immer zwischen 80 und fast 90 Grad mehr aber nie. Kurz vor Weihnachten sagte mein Orthopäde es ist alles ok und ich könnte ja wieder arbeiten gehen. Ich fiel aus allen Wolken da ich immer noch eine 80 Grad Beugung hatte das Knie war immer noch sehr dick und geschwollen und überwärmt. Ich fragte ihn wie ich so arbeiten gehen sollte. Ihr müsst dazu wissen das ich in der Pflege arbeite. Er hat sich dann noch mal darauf eingelassen mich krank zu schreiben in der Zeit habe ich mir einen neuen Arzt gesucht der die Hände über den Kopf zusammen geschlagen hat und natürlich gesagt hat das es nicht normal ist. Er hat mir eine Überweisung ins Krankenhaus gegeben das die Operateure eine Chance haben zu reagieren. Jetzt ist es so das die gesagt haben das es ein Weichteilproblem ist ( was ich nicht glaube)

Ich soll wieder stationär aufgenommen werden und dann werden sie in einer Kurznarkose das Knie durchbewegen.Hat das schon irgendeiner hinter sich? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Geht dabei nicht viel kaputt? Kann man das Problem nicht anders lösen ?

Es wäre schön wenn ich etwas von euren Knietep's höre.

Mir geht es langsam auf den Keks nicht anständig laufen zu können. Ich würde gerne wieder arbeiten und mein eigenes Geld verdienen

Antworten
S(chmiddti70


Hi Ostsee,

gehst Du denn in die Klinik, in der sie Dich operiert haben?

Dass das Knie zum Jahresende noch geschwollen war, klingt erst mal normal, war mein Knie zu dem Zeitpunkt auch noch. Mein Arzt sagte mir, Schwellung und Erwärmung sein bis zu einem Jahr nach OP noch normal, weil es ein großer Fremdkörper sei.

Ich war allerdings auch 5 Monate krankgeschrieben (auch ohne körperliche Anstrengung) und mein Arzt hätte mich auch noch länger aus dem Verkehr gezogen, wenn ich es mir noch nicht zugetraut hätte.

Hat sich denn auch in der Reha nichts getan mit der Beugung? 90 Grad sind schon wenig zum aktuellen Zeitpunkt.

Über die Narkosemobilisation habe ich schon Unterschiedliches gehört, kann aber nicht mit eigenen Erfahrungen aufwarten. Wenn Verwachsungen der Grund sind, könnte es natürlich schon sein, dass die sich auch wieder neu bilden und Erfolge nur temporär sind.

Die Arbeit in der Pflege ist mit der TEP natürlich auch nicht so das Gelbe vom Ei...

obsts4ee|1969


Guten Morgen Schmidti70, ja ich war in der Klinik wo ich operiert worden bin. Es war sogar der Operateur der mich untersucht hat. In der Reha hat sich auch nichts getan. Ich bin ehrlich gesagt etwas verzweifelt würde gerne mich wieder gut bewegen können, Treppen rauf und runter gehen können und vielleicht auch mal laufen. Also schnell laufen 😢

Ich habe die Befürchtung das bei der Mobilisation viel kaputt geht.

Gibt es denn hier keinen der sowas schon hatte?

MYessa7ggixo


Hast du nach der OP konsequent Übungen gemacht? Motorschiene z.B.? Reha?

Ich wurde im Nov. 2015 operiert

nach 6 Tagen aus dem Krankenhaus mit einer Beugung von 90

nach 10 Tagen Klammern Entfernung daheim von einer befreundeten Ärztin, nach 14 Tagen war ich schon mit 2 Gehhilfen einkaufen......

2x täglich je 1 1/2 Stunden auf der Motorschiene, Beugung 110; 6 Wochen lang bis zum Beginn der Reha.

Möchte nicht weiter aufzählen, da dir dies nicht hilft.

Vor Weihnachten wieder beim operierenden Arzt zur Kontrolle: Keine Schwellung, keine Wärme, Narbe kaum mehr zu sehen, mehr Beugung geht nicht.

Originalton Arzt→→dieses Knie ist "herzeigbar".

Ich habe die Befürchtung das bei der Mobilisation viel kaputt geht.

Es hat sich ausgezahlt, dass ich wirklich viel dazu beigetragen habe, üben, üben, gehen, gehen, gehen!

SBchmidtxi70


Leider ist es nicht bei Allen mit "nur üben" getan. Wenn was mit dem Einbau der Prothese nicht stimmt oder sich Verwachsungen gebildet haben, dann kommt man allein u.U. nicht weiter.

Auch die Vorgeschichte/Vor OPs spielen eine erhebliche Rolle.

o!stsGee1#969


Ich bin mit 85 Grad aus der Klinik entlassen worden und war 5Tage später in der Reha.Ich habe in der Reha sehr viel gearbeitet, ich war auf der Bewegungsschiene etc. Nach der Reha hatte ich 2x pro Woche Physiotherapie und 2x pro Woche Sportprogramm von der Rentenversicherung. Ich bin ein Mensch der sich gerne bewegt und läuft. Ich habe 2 Hunde und ein Pferd und bin Alleinerziehende Mutter und Krankenschwester, wenn ich eins kann ist es mich zu bewegen :-)

Ich mache jeden Tag Übungen und bin auf die verücktesten Sachen gekommen ;-)

Aber es bringt nichts.

Sdchmi9dktxi70


Ich bin ja erst 4 Wochen nach OP in die Reha, hatte zu Hause keine Bewegungsschiene und keine Physio ( war anders geplant). Ich habe nur selbst Übungen gemacht, die mir mein Arzt gezeigt hat.

In der Reha hat das erst Entsetzen ausgelöst, aber ich hatte trotzdem da schon eine gute Beugung, heute habe ich das maximal Mögliche.

Ehrlich gesagt würde ich eine andere Klinik raufgucken lassen. Nach so langer Zeit eilt eine Narkosemobilisation nicht mehr.

o]stsee1T969


Was heißt denn " nach so langer Zeit heilt eine Narkosemobilisation nicht mehr " ?

S;unflo|wer_7x3


Ich glaube, Schmidti meint, dass es mit "1x mit Gewalt durchbewegen und Verwachsungen einfach durchreißen" einfach nicht mehr getan ist. Dass man da ggf. mehr kaputt macht als an Problemen löst.

Ich habe meine TEP jetzt etwas über 3 Jahre. Da ich viele Vor-OP's hatte, wird es bei sehr ungewöhnlichen Belastungen auch mal dick. Das ist aber ein Weichteilproblem. Meine Beugung ist mit 100° auch nicht so toll wie erwartet; aber ich hatte im Vorfeld Verwachsungen und nach der OP Probleme mit der Mobilisation.

Mein Doc würde da nicht mit einer Narkosemobilisation rangehen. Theoretisch könnte man vorsichtig spiegeln und Verwachsungen lösen/entfernen. Aber er rät ab, weil er nicht so gerne erneut an das Knie rangehen würde. Ist halt ein Risiko. Einfach in Narkose mobilisieren und ggf. noch mehr Entzündungsreize setzen wodurch noch mehr Verwachsungen entstehen: Keine gute Idee.

Zumal man danach auf jeden Fall sofort viel und ordentlich durchbewegen muss. Bei mir wurden mal Verwachsungen operativ entfernt; da kam ich mit Rückenmarksnarkose für mehrere Tage für Stunden ohne Ende auf die Motorschiene: Bewegen bewegen bewegen, damit ja nichts neu verklebt. Das geht aber nur mit guter Schmerzblockade!

S*un@fl)owesrx_73


Bei mir hat mein Knie übrigens 6 Monate bis zu einer ersten Normalisierung benötigt und tatsächlich 12 Monate, bis Nebenwirkungen der OP massiv verschwanden. OP war Ende Januar; bis Juni habe ich noch arg aufgepasst und zumindest teilweise Schmerzmittel benötigt.

SKc]hmi[dtix70


Nein, ich schrieb, sie "eilt" nicht! ;-)

Was Sunflower schrieb, ist alles richtig. Ich meinte, dass Du Dir in Ruhe noch eine Zweitmeinung einholen könntest, weil diese Mobilisation auch 3 Wochen später gemacht werden könnte.

oKsts%ee19x69


Ich habe morgen den Termin bei meinem Arzt und werde den mal fragen was er von dieser ganzen Sache hält.Ich habe nämlich auch gedacht wenn es ein Weichteilproblem ist dann könnte man mit Physiotherapie und Bewegungsschiene zuhause auch etwas erreichen.Ich bin auch kein Freund von Op's und wenn es auch anders gehen würde dann lieber so.

Ich nehme seit einer Woche regelmäßig Schmerzmittel ein und bewege mich besser dadurch,vielleicht ist es ja auch nur Einbildung aber ich glaube das mein Knie beweglicher geworden ist.

S7chtmindti7x0


Das klingt vernünftig. Und es rennt Dir nicht weg. Das war auch meine Aussage, dass Du Dich nicht voreilig dafür entscheiden musst.

o`stseFe61969


So, mein Arzt hat mir nochmal alles in Ruhe erklärt und aufgemalt ;-) er hat erst gesagt das er diese Mobilisation für gut hält dann hat er mein Knie nochmal untersucht hin und her bewegt gemacht und getan.Er hat mir nochmal Aufschub gewährt, ich habe ein KG Rezept bekommen und soll es damit versuchen weil ich sehr viel verklebungen habe insbesondere Seitenbänder und Kniescheibe. Mal gucken ob es was bringt

S;cbhmidtxi70


Das klingt doch gut!

Meine Physiotherapeutin hat sich im letzten halben Jahr fast ausschließlich um die verspannte/verklebte Muskulatur gekümmert ( hatte insgesamt 9 Verordnungen mit jeweils 6 Mal, zog sich fast ein Jahr hin). Außerdem bin ich immer noch zur Lymphdrainage gegangen.

Das dauert eben, bis sich alles eingespielt hat. Ich war vor kurzem beim Arzt und er hat zustimmend genickt, als ich meinte, dass ich das Gefühl habe, der Endzustand sei noch nicht erreicht.

Nichtsdestotrotz sollte bei Dir schon Augenmerk auf eine vernünftige Beugung gelegt werden. Radfahren hat mir auch super geholfen für die Beweglichkeit!

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