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Schichtdienst zerstört mein Leben!

n~injxa


Oh je...

Das ganze Thema, Schichtdienst, verbunden mit den ganzen Problemen: Sozialer Kontaktmangel, Überforderung durch bescheuerte Dienstpläne, keine Kraft mehr auch nicht für Freizeitgestaltung ... das kommt mir super bekannt vor.

Ich bin Eisenbahner, mittlerweile seit fast Jahren, und deprimiert und ausgebrannt, leide also auch am "Burnout".

Mann, das kann es doch nicht sein, oder? Wir tragen hier unsere Haut zu Markte, sonntags, feiertags, nachts ... rund um die Uhr... und haben noch nicht mal die Möglichkeit, unsere wenige Freizeit zu planen, nach unseren Vorstellungen zu gestalten... das ist doch kein Leben.

Nun hatte ich mich entschieden, in einen Pflegeberuf zu wechseln... doch wenn ich das hier lese, bin ich wieder arg am zweifeln. Ein Pflegeberuf ist der einzige Ausweg in dieser verpfuschten Arbeitsmarktlage, die einzige Chance, mit fast 40 noch mal einen Wechsel zu schaffen.

Irgendwo weiter oben hatte ich gelesen von einer Umschulung zur Kauffrau für Bürokommunikation... bist Du sicher, daß Dir der was bringt? Ich hab den IHK-Abschluß vor 10,5 Jahren gemacht, war damals 28 und mußte leider feststellen, daß man auch in so jungen Jahren ohne Berufserfahrung keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat. Also bin ich über Umwege wieder zurück zur Bahn... Aber glücklich bin ich hier nicht.

Wer kennt nicht Situationen, wenn keine Bahn kommt ,daß die verehrten Fahrgäste wie die Geier über das Bahnsteigpersonal herfallen... obwohl alle ganz genau wissen, daß diese Person an dem Dilemma erstens nicht Schuld hat und zweitens nichts ändern kann... aber hauptsache, man kann erst mal Druck ablassen, Frust abladen und schimpfen ohne Ende, den Ansprechpartner zur Sau machen >:(

Mittlerweile bin ich auch soweit, daß ich Magenschmerzen bekomme, wenn es an meine Tür klopft oder das Telefon klingelt... ich muß dort raus. Aber soll ich es wirklich wagen, bei dem, was Ihr hier schildert?

Strafverschärfend kommt hinzu, daß die Arbeitsämter ab 01.01.05 keine Umschulungen mehr bezahlen, ich müßte meine Ausbildung also selber finanzieren. Doch soll ich erstens die Ausbildung bezahlen und zweitens so lange auf ein Gehalt verzichten, wenn ich gar nicht weiß, ob ich diesen Beruf lange ausüben kann?

Warum hat "Otto Normalschichtarbeiter" so wenig Verständnis für die, die rund um die Uhr im Einsatz sind?

Wir sind nachweisbar gesundheitsgefährdet, bekommen aber keine Zuschüsse zur Krankenkasse.

Wir haben weniger Freizeit, bekommen aber von allen Seiten nicht nur kein Verständnis entgegen gebracht, sondern vielmehr Ignoranz. Wißt Ihr, wann ich das letzte Mal auf einer Party war? Ich kann mich nicht erinnern :-( Man wird ja nicht mal mehr angesprochen, ob man kommen will, weil man ja eh immer arbeiten muß :-( Die letzten 10 Jahre hab ich jedes Mal an Weihnachten gearbeitet :-( Ich glaube fast, sollte ich überraschend mal an Weihnachten frei bekommen, ich würde mich vor lauter Langeweile graulen, weil ich gar nicht mehr in der Lage bin, zu feiern :-( Und weil es Spaß macht, darf ich dieses Jahr auch an Silvester zur Nachtschicht :-(

Manchmal möchte ich schreien: Ich bin Schichtarbeiter, holt mich hier raus ;-)

Solche Sprüche: "Such Dir einen anderen Job" sind ja gut gemeint... doch das versuch ich schon seit 15 Jahren >:(

Ich schreibe Bewerbungen... bekomme keine Antwort... und da es sich oft um Chiffre-Anzeigen handelt, kann ich nicht mal um Rücksendung meiner Unterlagen bitten >:(

Dabei wissen potentielle Arbeitgeber gar nicht, wie motiviert unsereiner einen neuen Job in Angriff nehmen würde, weil wir endlich, endlich die Schichterei an den Nagel hängen könnten.

Das soll reichen... Jungs und Mädels, Ihr habt mein vollstes Mitgefühl.

Solidarische Grüße *:)

nCi:njxa


Fehlerteufel...

sorry:

Ich bin Eisenbahner, mittlerweile seit fast ??? Jahren

da fehlt 'ne 22

dYiePoxlly


Hey Ninja!

Naja, zu dem ganzen Dilemma kann man wohl nix mehr sagen. Es ist halt für ne A***! Es wird mies bezahlt und gewürdigt wird es in keiner Form .... nein, da wird über Nullrunden und Gehaltskürzungen gesprochen, was soll man dazu noch sagen. Das mit dem Pflegeberuf würde ich mit an deiner Stelle wirklich gut überlegen ... ich würde es nicht nochmal tun, eine Ausbildung in dem Bereich!

Ich habe meine Umschulung bewillgt bekommen und kann am 1.8.2005 starten (vorrausgesetzt die Gesetze änderen sich nicht grundlegend).

Wie kommst du drauf das Arbeitsämter die Umschulung ab dem 1.1.2005 nicht mehr finanzieren? Ich war vor gut einem Monat beim Arbeitsamt zum Gespräch, davon wurde nix gesagt!

Liebe Grüsse

Polly

nri}nja


Polly

das hat mir eine Arbeitsberaterin gesagt: Das sei eine Neuerung im Rahmen Hartz IV.

n+inja


aber

wie sich das auf Bescheide auswirkt, die vor dem 1.1.05 erteilt wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich drück Dir jedenfalls die Daumen.

d>iePo)lly


HMMM Hartz 4

.... ich glaube nicht das ich davon betroffen bin, Hartz 4 trifft doch nur für Leute zu die länger als ne Jahr arbeitslos sind. Für die sog. Langzeitarbeitslosen. So habe ich das jedenfalls verstanden. Mir ist davon auch noch nix zu Ohren gekommen, das Arbeitsamt investiert auch noch weiterhin fleissig in mich (Bewerbungstrainig, Psychologische Gespräche usw.). Das würden die ja wohl nicht machen wenn ich ab 2005 nix von denen bekommen würde. Bin jetzt ganz wirr! ???

Liebe Grüsse

Polly

nmi}nja


tut mir leid, Polly,

das weiß ich nicht. Ich bin ja auch nicht von Arbeitslosigkeit betroffen und hab trotzdem diese Auskunft bekommen.

Am besten, Du fragst noch mal nach?

Viel Glück *:)

H1exXinaxa


Ich bin Betreuerin in der Lebenshilfe

Na Hallo ihr lieben :-)

Nun ja ich bin neu da und freue mich sehr das es hir so liebe leute gibt nach dem schreiben halt hihi....

Ich Arbeite mit geistig und phsychisch Kranken (Behinderten Menschen) es ist oft nicht leicht aber es macht doch spas so.

Da ich verheiratet bin und eine kleine Tochter hab arbeite ich zur zeit so 20 Stunden +Ü das gute ist ich hab keinen Nachtdienst wir arbeiten von 15-21 Uhr und WE von 9.-19 Uhr

wir sind ein 3er Team toll wenn mal wer krank ist oder in Urlaub da ist es schon arg vor allem haben wir täglich alleine Dienst das kann schon was :-/

So das war mal was über mich

dann Liebe Grüße

und haltet durch !!

Hexinaa *:)

mRurmel:tinchxen


Hallo

Ich sehe gerade, die Beiträge sind schon etwas älter...ich hoffe noch nicht zu alt !

Ich hab mich vor 11 Jahren dafür entschieden in die Dialyse zu wechseln.

1. Kriteruim : jeden Sonntag frei !!!!

2. Kriteruim : mehr Kohle, da das zum Funktionsbereich gehört !

3. Kriterium : nicht mehr so viel heben und ruhigeres arbeiten!

Ich hab das ganze sogar vor 5 Jahren noch getoppt, ich bin nämlich in die Private Dialyse gewechselt....übertarifliche Bezahlung und Zulagen und feste Dienstzeiten !!!!

Ich bereue den Schritt nicht im geringsten, es war die beste Entscheidung im Leben, zumal der Job auch interessant ist (wenn man technisch interessiert ist und keine Berührungsängste damit hat)

Aber mein Freund ist auch in der Pflege, macht grad seinen I-Kurs. Am besten verstehen es halt immer noch die Partner, die vom selben Bereich sind...ist halt so !

Ich wünsche Euch noch viel Durchhaltevermögen,

LG,

Tina *:)

Avkixa


Probleme mit dem Schichtdienst

Hallo, wie ich lese geht es mir nicht alleine so. Mich macht der Schichtdienst mittlerweile richtig krank. Ich arbeite mit Ausbildung nun seit fast 7 Jahren im Schichtdienst und habe die Schnauze voll. Ich arbeite im Krankenhaus im 3 Schichtbetrieb und versuche seit einem Jahr nebenbei noch ein Fernstudium zu absolvieren. Seit Monaten fühle ich mich dauerkrank und habe mich fast gänzlich sozial isoliert. Meine Beziehung leidet auch. Ich habe seit Monaten Dauerkopfschmerzen, Schwindelattacken, Übelkeit und Bauchschmerzen. Ist nichts organisches festzustellen. Hat jemand ähnliches durchgemacht und Tipps für mich?

g ümp,exl


unmenschlich

Ich arbeite seit etwa 4 Monaten als Pflegehelfer in einem Pflegeheim. Ich bin kaputt. Nach etwa einem Jahr Arbeitslosigkeit habe ich einen Pflegehelfer- Kurs gemacht, um im einzigen Wachstumsmarkt Deutschlands -der Altenpflege- Fuß zu fassen. Ich bin für eine Zeitarbeitsfirma als Krankheitsvertretung eingesetzt. Mittlerweile fühle ich mich wie ausgekotzt. Jeden Tag überlege ich, mich krankzumelden, wenn der Wecker klingelt. Ich arbeite in Törns von 10 oder 12 Tagen, ständig in Wechselschicht, der Personalmangel ist so krass, das ich komplette Stationen alleine "mache". Der Dienstplan ändert sich ständig, ohne das ich gefragt werde, 3-mal hintereinander Spät/Früh, Nachtschichten mit 2 Tagen Vorankündigung, geteilter Dienst, alles dabei. Wenn ich vorsichtig frage, obe es nicht auch anders geht, bekomme ich als Antwort, das solle ich mit meiner Zeitarbeitsfirma ausmachen. Es ist Ausbeutung pur. Ich habe chronische Rückenschmerzen, bin ständig schlecht gelaunt, und bekomme für den Stress grandiose 6,80 Euro die Stunde. Leute sagen mir, ich solle froh sein, das ich überhaupt einen Job habe, aber die haben echt keine Ahnung. Mittlerweile ruft mich keiner meiner Freunde mehr an, weil ich auf die Frage, was ich am Wochenende mache, sowieso sagen muss, dass ich arbeite. Wenn etwas geplant ist, muss ich oft absagen, weil der Dienstplan sich geändert hat. Meine Freundin ist von meiner ewigen miesen Laune genervt, und was am Monatsende auf der Abrechnung steht, ist einfach lächerlich. Ein anderer Job ist einfach nicht zu finden. Ich bin frustriert und oft depressiv, was ich vorher nicht von mir kannte. Ich fühle mich so scheiße, das mir mittlerweile alles egal ist. Nichts macht mehr wirklich Spaß, weil ich immer an den Drecksjob denken muß und daran, das ich da morgen wieder hinmuß. Mittlerweile ist es schon so weit, das ich mich in Internet- Foren ausheule... na ja, morgen Frühdienst (komme grad vom Spätdienst) mal wieder, also Schluss... danke fürs rumjammern.

r-eX


@ gümpel

Ihr werdet doch irgendeinen Dienstplan 4 Tage vor Beginn des Monats erhalten?! Die Ruhezeiten zwischen den Schichten hat 11 Stunden zu betragen. Wir haben zwar da auch eine Ausnahmeregelung, aber die darf nur 2mal im Monat angewandt werden.

Ich weiß nicht, wie es bei Dir mit der Zeitarbeitsfirma ausschaut, bezüglich Probezeit und Kündigungsschutz danach... Ich würde Dir halt momentan nur raten dies erste halbe Jahr durchzuhalten. Danach kannst Du dich getrost weigern, von heute auf morgen Deinen geplanten Dienst zu ändern (ohne dass sie einen anderen Kündigungsgrund finden). Gegen Flexibilität und mal einspringen oder tauschen wegen Krankheitsfälle ist ja nix zu sagen - aber bitte mit anständiger Anfrage und Möglichkeit einer Absage zugunsten des (Privat-)Lebens.

Diese Wechselschichten haben mich früher auch völlig krank gemacht - oft konnte ich nachts überhaupt nicht schlafen... dann dafür am Nachmittag des nächsten Tages... dafür wieder nachts nicht... es war eine Katastrophe. Seitdem diese Wechsel so selten sind, mache ich sogar manchmal gerne.. zb. um mit Frühschicht ins Frei zu gehen. Für mich habe ich festgestellt, dass ich heim und gleich ins Bett muss... vielleicht mit einem Gläschen Wein :-) Jede Minute, die ich länger auf bleibe, macht mich dann wieder wacher...

Momentan ist die Arbeit aber so heftig - da fall ich wirklich wie tot ins Bett - zu jeder Zeit. Zum Glück habe ich im Moment gerade paar Tage frei :-)

LG

reX

s?chokoi22x81


Hmm also ich glaub ich mach was falsch wenn ich das hier alles so lese...

Arbeite ebenfalls in der branche, seit nun schon 6 Jahren und schaffe es nebenher meine Ausbildung zur Altenpflegerin zu machen...öhm ja...ich glaub ihr seit in der falschen Einrichtung.

Ich arbeite in der Gerontopsychatrie, habe in den ganzen 3 Jahren die ich nun in denselben Betrieb bin, höchstens einmal 12 Tage am Stück arbeiten müssen....sonst ehr so 6-8...

Aber davon mal ab, ich kann euch trotzdem gut verstehen.

Was macht euch denn jetzt mehr zu schaffen, der Schichtdienst an sich, oder doch ehr das permanete Angerufe wenn ihr frei habt?

sXchlafm[ütz8ex24


beides!

Aber es liegt definitif an unsere Station! Und ich werde mich bemühen bald zu wechseln! Am besten komoplett in ein anderes Haus!

Aber wie ja alle wissen ist das nicht immer so einfach bei den heutigen Verhältnissen!

Aber ich bin doch schon sehr eingeschränkt in meiner Freizeit und ich lebe nicht nur für die Arbeit!

CKoldnAnjgelx81


Ich kann auch nich mehr

ich habe grade meine ausbildung zuende und arbeite seit einem halben jahr als "examinierte". ich habe schon vor meiner ausbildung lange lange zeit in einem heim gearbeitet.

jetzt bin ich in einer pro seniore einrichtung und ich finde es katastrophal. ich bin schon nur 70 % arbeite aber trotzdem 100%, jeden tag macht die exam. die im dienst ist überstunden weil nur sie bestimmte dinge in den akten abhaken darf 60 pro etage. ist ja auch vom prinzip her richtig, aber kann es denn wirklich sein, dass man an freien tagen angst haben muss, dass das telefon klingelt? kann es wirklich sein, wenn man dann nicht rangeht, dass man vorwürfe bekommt man sei unkollegial?? kann es wirklich sein dass mit hängen und würgen die handynummer bekannt gegeben wird so dass man noch nicht mal darauf ruhe hat ???

ätzend!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

ich überlege echt, ob ich mit meiner ausbildung nicht noch andere dinge machen kann. bin mal gespannt, wenn ich irgendwann mal ein baby kriegen sollte, ob ich dann auch vorwürfe krieg...

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