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Ich brauche hilfe, ich möchte Krankenschwester werden

MOensch#_isxt


Rex

Habe grad gelesen das du Praxisanleiter wirst. Na, da wirst dich noch umgucken. Wohin die Krankenpflege geht.

MfG

r-eX


Von wegen du hast nichts mit der Verwaltung zu tu. Keine Krankenakten, kein Papierkram bei Aufnahmen und Entlassungen, keine Pflegeplanungen u.s.w. Und wenn du dann noch die Aufgaben der Stationsleitung dazurechnest wird es sehr viel. Überstundenzettel, Dienstplan u.s.w.

Da ist die Frage, was man mit Verwaltung meint!

Entlassungen gehen bei uns mit einem Klick im PC. Mit Krankenakten haben wir nicht mehr die Welt zu tun - Befunde gibt´s auch alle über die EDV.

Die pflegerische Dokumentation sehe ich nicht als Verwaltungsarbeit, sondern als MEINE Arbeit. Das kann auch kein anderer machen, weil man dafür ja auch das Wissen haben muss.

Stationsleitungen haben Zusatzaufgaben. Es wird keiner dazu gezwungen, eine Leitungsstelle anzunehmen und pflegeferne Tätigkeiten zu machen.

Wie in Amerika

Sicherlich sind wir auf einem ähnlichen Weg. Da widerspreche ich nicht. Aber daran hat die Gesellschaft einen maßgeblichen Anteil. Ich sag bloß Service.... Klagen...

Oder ob ihr nicht wegen Mitarbeitermangel den einen oder anderen Patienten dabei überfordert oder sogar überlastet

Die Pflege neigt bei Zeitmangel eher dazu alles selbst zu machen... nur so als Randbemerkung.

Na da haben wir es ja schon wieder, bloss nichts menschliches lassen.

Ja, da haben wir es auch schon wieder. Bloß keinem in einem sozialen Beruf ein Selbstbestimmungsrecht lassen. Ich schrieb, dass ich kein Problem mit dem Begriff Schwester habe. Aber das soll bitte jede Krankenschwester selbst entscheiden.

"Distanz im positivem Sinn" Bei Patienten, bei denen man zum Teil sämtliche Schamschwellen durchbricht, und von denen man zum Teil mehr erfährt als sie bereit sind preiszugeben. Hört sich für mich paradox an.

Genau deswegen brauch man Distanz. Nur weil eine KS einen Patienten das Gesäß abwischt, muss sie ihm nicht das Du anbieten. Beim Arzt kommt da seltsamer Weise gar keine Diskussion auf. Da wird nicht Onkel Klaus gesagt, wenn er rektal abtastet .

Wo da der Unterschied ist, frage ich mich schon.

Aber das etliche Krankenhäuser geschlossen werden und immer mehr Planstellen gestrichen werden, wird meiner Meinung nach nicht rückgängig gemacht

Das glaube ich auch nicht.

Aber ich erlebe die heutige Situation ähnlich wie den Pflegenotstand Ende der 80er / Anfang 90er - irgendwann sind die Grenzen erreicht. (Nur dass heute Personal da wäre, aber nicht eingestellt wird) und dann wird es wieder besser werden - das ist sicher.

Wenn es in deinem Krankenhaus noch nicht so schlimm ist, freu dich und geniese es. Es wird sich jedoch noch ändern. Leider.

Ich kann diesen Beruf nicht empfelen, nicht für mitfühlenden Menschen.

Ich kann Dir versichern, es ist sehr schlimm im Moment. Und schlimmer kann es wirklich auch gar nicht mehr werden. Ich arbeite nun wahrlich nicht seit gestern und weiß, dass die Situation noch nie so ernst war. Jetzt verrate mir aber mal, wo zur Zeit die Lage nicht ernst ist ???

Wo sollten mitfühlende Menschen Deiner Meinung nach arbeiten? Im Labor *lol*(die sind ja nichtmal am Telfon nett) oder in die Politik gehen? "Tante" im Kindergarten werden??

Na, da wirst dich noch umgucken. Wohin die Krankenpflege geht.

*lach*, musst du mich für unbedarft halten. Ich sehe genau, wohin es geht. Deswegen habe ich mich in meinem ersten Posting sehr auf die sozialen und persönlichen Anforderungen konzentriert. Weil diese werden wichtig sein, wenn die Pflege ihre Stellung beibehalten soll.

Welcher Beruf ist zu empfehlen? Wo kann man sich heute einen faulen Lenz machen, sich nicht um Bürokratie kümmern und dabei viel Geld und Ansehen erwerben? Und dabei noch den Menschen was gutes tun ;-) ?

Krankenpflege bleibt ein Beruf, den man mögen muss und für den man unbedingt einige Eigenschaften mitbringen muss.

LG

reX

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