» »

Auf der Suche nach einer Pflegekraft aus Polen

Scunsny girxly hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben,

leider musste meine Oma nach einem Sturz ins Krankenhaus und danach auf Reha. Leider ist sie noch nicht wieder gehbereit, d.h. sie kann mit so n Wagerl schon spazieren gehen, halt nicht mehr als ca. 50 Meter.

Hierbei ist auch noch des Problem mit an und ausziehen sowie auf's Klo gehen. Sie ist 83 Jahre alt und so noch total fit & sehr freundlich.

Sie ist jetzt in einem Pflegeheim wo ich mich jedes Mal erschrecke wenn ich rein gehe, die Schwestern sitzen bloß da, machen gar nix und sie hat eine super hexe als zimmerkollegin.

Jetzt meine Frage, gibts da eine Firma die den Kontakt mit Polinen/Ausländern herstellt und sich drum kümmert das jemand da ist?

Habt ihr da Erfahrungen gemacht bzw. wisst ihr wieviel man für 24 Std. Pflege hinlegen darf?

Mag meine Oma nicht mehr in diesem sch..... heim lassen!

Antworten
F}r_ida


Deine Oma hat jetzt bestimmt einen Pflegestufe und könnte ja von einer Hauskrankenpflege betreut werden.

Wende dich diesbezüglich doch einmal an eine kompetente Seniorenberatung in deiner Nähe.

P$o@lytCrauma


Wie wäre es mit quallifizierten Arbeitskräften?

Tja,das ist immer so eine Sache. Keiner will viel Geld für fachgerechtes medizinisch geschultes Personal ausgeben, sich aber dann beschweren, wenn im Fernsehen Berichte über nicht sachgerechtes Umgehen mit Patienten in Altersheimen gezeigt wird. Auch wenn deutsches examiniertes Pflegepersonal auf den ersten Blick teurer ist, so spricht dennoch die Qualifikation für sich und man kann sicher sein, dass diese nicht mit der Situation überfordert sind.

tyibor-sWhamxu


Hallo Sunnygirl

bin auch gerade auf der Suche nach einer osteuropäischen Pflegekraft für meinen Mann. Habe eine Seite gefunden, in der

Du eine Anzeige starten kannst, alles kostenlos. Habe noch

keine Rückmeldung, da ich selbst erst vor einigen Minuten die Anzeige gestartet habe, versuche es doch auch einmal. Wir

können ja dann ggf. noch einmal in Kontakt treten. Hier der

Link:

[[http://www.arbeitsmarkt-polen.de/]]

LG

x&mal


Sehe es auch so wie polytrauma: die Bezahlung dürfte fast alles sagen, wenig Geld für eine relativ unqualifizierte Pflege. Eine polnische Pflegekraft ist für 1000,- bis 1200,-€ je Monat zu haben. Unterlaufen ihr gravierende Pflegefehler, wird wohl kaum jemand dafür haften.

Ob von diesem Geld Steuern und Sozialversicherungsbeiträge in das deutsche System fließen, mag ich zu bezweifeln. Nicht zu vergessen, dass durch diese teils illegalen Beschäftigungen wiederum in D Arbeitsplätze vernichtet bzw. vorenthalten werden, wobei die Dunkelziffern enorm hoch sei.

Wenn Du so sehr besorgt um Deine Oma bist, gehe zum zuständigen Amtsgericht und informiere Dich mal über die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung und schau Dich schon nach einem anderem Heim um.

Wenn es tatsächlich so ist, wie Du beschreibst, mache noch weitere Beobachtungen und Aufzeichnungen darüber, was aus Deiner nicht in Ordnung ist und marschier zu den verantwortlichen Personen des Heims. Oftmals hilft ein offenes Gespräch mehr als zu schweigen. Sollte Deine Oma dadurch Nachteile erleiden, würde ich mich an die zuständige Heimaufsicht wenden.

s*mcartRsuvrfxer


naja, nicht ganz...

Ich finde einige Antworten hier nicht ok. Es ist nicht so, dass alle osteuropäischen Pflegekräfte unqualifiziert sind. Viele, der meist älteren Damen, haben den Beruf der Krankenschwester in ihrem Heimatland erlernt.

Zudem braucht auch nicht jeder eine top ausgebildete Pflegekraft, es reicht oft, dass die Familie im Hausalt ( Kochen, Putzen, Waschen, Waschen des Angehörigen, usw.) unterstütz wird. Dann kann die Familie die Pfelge weiterführen.

Zudem, sind die Kosten dt. Dienste imens.Da kostet jede Wegstrecke, jeder noch so kleine Handgriff überzogen viel. Weit mehr als das monatliche Pflegegeld. Somit können sich viele Familien diese Kosten nicht leisten.Schon gar nicht eine 24h Bereitschaft für den Notfall, dadurch dass die Person im gleichen Haushalt lebt.

Natürlich werden deutsche Arbeitsplätze damit nicht unterstützt, aber sagt dass doch bitte mal den Spitzenmanagern, die tätlich tausende Jobs in Dtld. abbauen und gleichzeitig Milliardengewinne machen. (gehört nicht ganz zun Thema, ist doch aber so.)

Ich bin selbst auf der Suche nach einer Pflegekraftvermittlung in Ba Wü, wenn jemand eine zuverlässige kennt, so bitte per pn.

x^miaxl


@ smartsurfer

Sorry, aber ich empfehle mal den Artikel über Osteuropäische insbesondere polnische Pflegekräfte, der in der aktuellen Altenpflege erschienen ist. In dem wird leider auf die gesamte Problematik hingewiesen.

Beispiele: demente Alte werden von Personen betreut, die nicht mal deren Muttersprache halbwegs verstehen; schwerwiegende Pflegefehler auf Grund unprofessioneller Pflege führen zu Krankenhausaufenthalten mit entsprechenden Folgen.

Frage doch mal bei der Heimaufsicht in Deiner Nähe, was die von solchen Einsätzen halten, auch wenn sie dafür nicht zuständig sind. Wenn Du eine Geschäftsstelle des bpa in der Nähe hast, dann ruf dort an und frage, wie deren Meinung dazu ist. Vielleicht gibt es in Eurer Stadt ja auch so etwas wie ein Pflegetelefon - einfach mal unverbindlich anrufen und Meinungen einholen.

In D hat man zufälliger Weise noch nicht erkannt, dass Pflege eine Dienstleistung sein soll, die entsprechend vergütet werden muss. Ich habe noch die Zeiten mitgemacht, zu denen es keinen Pflegegelder durch die Pflegekassen gab. Da waren weitaus weniger Angehörige bereit, zuhaus zu pflegen. :-/ Liegt bestimmt daran, dass wir heute mehr Freizeit haben, oder? ;-D

s%mart su"rfxer


sicher gibt es risiken

Natürlich gibt es immer Risiken, desshalb sollte ja auch die Auswahl der Pflegekräfte sorgsam getätigt werderden.

ABER:

Auch in dt. Heimen, von qualifiziertem Personal werden Menschen schlecht gepflegt, vernachlässigt, usw. Es gibt genügend Berichte darüber, da die Heime auch ständig sparen (wobei ich mich frage, wohin die teure Heimgebühr denn hinfließt?).

Es ist ja sicherlich klar, dass Heimaufsichten etc. IMMER dt. Fachkräfte empfehlen werden. Was sollte denn nur die Heimaufsicht machen, wenn osteuropäer die Pflege in größerem Maße übernehmen? Die werden doch dann arbeitslos!

m(a[no@uch


Pflegekräfte aus Polen

Ich kann die Bedenken nicht teilen. Mein Vater wurde 18 Monate von polnischen Pflegerinnen 24 Stunden rund um die Uhr in seinem Haus betreut, und er ist wirlich ein schwieriger Mensch. Die Pflege war einfach erstklassig, die Pflegerinnen konnten alle so gut deutsch, dass eine Verständigung gut möglich war.

Kein Vergleich mit einem Pflegeheim, wo ein Bewohner manchmal bis zu einer halben Stunde warten muss, bis er zur Toilette gebracht wird. Mein Vater brauchte nur rufen und schon war die Pflegerin da.

Ich gebe gerne Adressen oder Telefonnummern weiter.

Und ehrlich gesagt sind mir gesamtwirtschaftliche Überlegungen ziemlich egal, wenn ich eine optimale und bezahlbare Pflegelösung suche.

xgmal


@ manouch

Hm, irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass das Pflegegeld doch wieder abgeschafft werden sollte.

@smartsurfer

Ich besorge mal den Artikel, den ich in meinem Posting erwähnte. Wenn jemand Interesse hat, einfach PN schicken.

Sxchyrxsa


@ manouch

wenn ich als pflegekraft einen einzelnen menschen zu betreuen habe, natürlich kann ich dann springen wenn er ruft, auch als deutsche pflegekraft.

in altenheimen sieht es nur leider anders aus, weil die stellenschlüssel wesentlich zu niedrig sind.

ein beispiel:

ich habe als exam. altenpflegerin auf einem wohnbereich gearbeitet, der hatte 40 bewohner, der verschiedensten pflegestufen.

am wochenende in der spätschicht, von zwei bis neun waren wir auf diesem bereich sage und schreibe zwei pflegepersonen, ich die alleine examiniert.

es ist also nicht die schuld der heime (meistens nicht), wenn alte menschen lange warten müssen, sondern eine teilschuld trägt der gesetzgeber, der immer noch nicht eingesehen hat, das mehr pflegepersonal gebraucht wird.

natürlich kann ich da, egal welche nationalität ich habe, besser, schneller auf einen menschen eingehen wenn ich nur diesen zu betreuen habe.

jetzt frage ich mich, ob es wirklich eine frage des geldes sein sollte, wenn man eine pflegekraft sucht.

xUmaxl


es ist also nicht die schuld der heime (meistens nicht), wenn alte menschen lange warten müssen, sondern eine teilschuld trägt der gesetzgeber, der immer noch nicht eingesehen hat, das mehr pflegepersonal gebraucht wird.

Habe ich vorher nicht gelesen. Damit bist Du eine der wenigen Pflegekräfte, die diesen Sachverhalt erkannt hat! :)^

am wochenende in der spätschicht, von zwei bis neun waren wir auf diesem bereich sage und schreibe zwei pflegepersonen, ich die alleine examiniert.

Das is ma schon haarig, wenn ich mir auf den ersten Blick nur die Anzahl der Bewohner anschaue, wobei die Pflegestufen nach SGB XI und die Anzahl nichts über die anfallenden Tätigkeiten aussagen.

@Schyrsa

Kennst Du Eure mit den Kostenträgern vereinbarten Stellenschlüssel? Ich weiß nicht, ob Du den hier veröffentlichen solltest... schick ggf. mal eine PN. ;-)

Du fragst Dich, ob es Frage des Geldes sein sollte, wenn man eine Pflegekraft sucht? Leider ist es inzwischen soweit gekommen. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass die Altenpflege sich zu einem gesellschaftlichen Problem entwickelt hat, das aber keiner so richtig angehen möchte, da es weitere Löcher in den Kassen reissen wird, wenn man den kommenden Generationen gerecht werden will.

Seit Mitte der 70er wurden die Anforderungen (zum grössten Teil absolut berechtigt) immer höher, aber niemand fragt die Alten, was sie für sich beanspruchen und an sozialer Betreuung haben möchten. Unsere Bewohner möchten sich oftmals nur zurückziehen und auch mal keine 24-Stunden-Animation.

Wenn es um Kosten geht, wird oft genug die Frage gestellt, wie die preisliche Differenz zwischen Einzel- und Zweibettzimmern sei, da für Vati oder Mutti selbstverständlich nur ein Einzelzimmer in Frage käme. Bei der Aufstellung der Kosten werden die Gesichter dann immer länger und ein Zweibettzimmer wäre auf Grund der gesellschaftlichen Aspekte plötzlich kein Problem mehr... ;-)

m[anoxuch


Pflegesituation

Natürlich ist es nicht die Schuld des Pflegepersonals in den Heimen, wenn der Stellenschlüssel so schlecht ist, dass die Bewohner oft lange warten müssen, bis sich jemand kümmern kann.

Aber was die Kosten anbelangt, so habe ich durchgerechnet, dass die häusliche Pflege durch polnische Pflegerinnen für uns nicht teuer ist als der Pflegeplatz im Pflegeheim. Ihr könnt mir glauben, dass ich mir verschiedene Heime angesehen habe. Man hat mir dort sogar z.T. gesagt, dass das Personal so belastet sei, dass außer satt, sauber und trocken für die Bewohner nichts weiter getan werden könne. Da frage ich mich doch, wo ich mein Geld lieber investiere, im Pflegeheim oder in der häuslichen Pflege. Wenn ich eine häusliche Pflegekraft engagiere, erstattet mir die Pflegekasse außerdem nur etwa ein Drittel der Kosten, die sie für ein Pflegeheim bezahlen müsste.

Eine deutsche Pflegerin hätten wir allerdings nicht bezahlen können. Bei meiner Suche wurden durchweg bis 4000 Euro im Monat verlangt zzgl. Kost und Logis. Aber wenn deutsche Unternehmen z.T. mit staatlichen Subventionen die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, habe ich keine Skrupel, ausländische Pflegerinnen zu beschäftigen.

Und wie bereits gesagt, meine Erfahrungen mit polnischen Pflegerinnen sind nur positiv, erst recht, wenn ich es mit dem vergleiche, was ich in den Heimen gesehen habe.

x'maxl


Man hat mir dort sogar z.T. gesagt, dass das Personal so belastet sei, dass außer satt, sauber und trocken für die Bewohner nichts weiter getan werden könne.

Da frage ich mich doch, ob die verantwortlichen Personen in diesen Heimen tatsächlich richtig am Platz sind und ihrer Verantwortung gerecht werden möchten oder ob sie nur des Verdienstes wegen auf ihren Stellen hocken. Mit vernünftiger Organisation und Personalstrukturen lässt trotz knapper Ressourcen vieles bewerkstelligen. Andererseits möchte ich nochmals zum Ausdruck bringen, dass der Gesetzgeber nichts weiteres als eine sichere, ausreichende Pflege verlangt.

Wird das in Überarbeitung befindliche Prüfkonzept für Qualitätsprüfungen wird nicht mehr die Ergebnisqualität in den Vordergrund stellen, sondern auch die Prozessqualität. Da wird es noch manch böses Erwachen geben, wenn die Prüfung vorüber der Bericht in´s Haus gekommen ist.

Eine deutsche Pflegerin hätten wir allerdings nicht bezahlen können. Bei meiner Suche wurden durchweg bis 4000 Euro im Monat verlangt zzgl. Kost und Logis.

Ist erklärlich, da sie aus diesen Kosten noch die Sozialversicherungsbeiträge und die Steuern alleinig tragen. Wird das für polnische Pflegekraft oder Haushaltshilfe ebenfalls gemacht?

Aber wenn deutsche Unternehmen z.T. mit staatlichen Subventionen die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, habe ich keine Skrupel, ausländische Pflegerinnen zu beschäftigen.

:)^ 100 Punkte! Da stimme ich Dir absolut zu. Nur, dass das Vorgehen der Unternehmen durchaus legal, nur moralisch bedenklich und nicht strafbar ist. Unternehmen, die im DAX notiert sind, machten in der letzten Zeit mal wieder Rekordumsätze und -gewinne :-/

RVebeLcca


1. Niemand ersetzt die eigene Pflege.

2. Keine Kraft der Welt die man kaufen kann ist wirklich 4h da.

Du kannst Dich also nur selbst um Deine Oma kümmern und für die Zeiten wo Du nicht da bist, oder zB. morgens Hilfe dazuholen.

Eegentlich sollten diese Kräfte wirklich gut geschult sein, und selbst dann ist es schwer eine Kraft zu finden die bereit ist mehr zu tun als die jetzt in dem Heim.

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Kranken- und Altenpflege oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH