08.07.05 13:21
Hallo,
meine Mutter ist an Alters Demenz erkrankt.
Wer kennt sich damit aus und kann mir evtl. aus eigener Erfahrung, Ratschläge und Tipps geben.
Ich bin damit im Augenblick etwas überfordert und habe mich leider noch nie damit beschäftigt. 
Liebe Grüße
08.07.05 19:53
www.m-stehr-altenhilfe.de/index1.html![]] ]]](http://3.med1.biz/l/t.gif)
Und ansonsten einfach mal Googeln
Wenn du spezielle Fragen hast kannst du mir gern Privat Mailen,ich arbeite in einer WG für Demenzkranke.........
08.07.05 20:28
Ich Danke Dir erst mal ganz ganz Herzlich für Deine Antwort. Werde gleich mal reinschauen.
Liebe Grüße Gabi
08.07.05 22:35
Bei mehr Fragen kannst du mich auch ansprechen. Arbeite in einem haus für Demenzkranke
03.08.05 01:12
Hallo Gabi2!
Weiß nicht wie weit die Demenz Deiner Mutter schon fortgeschritten ist, grundsätlich ist es wichtig, dass demente Menschen einen geregelten gleichmäßigen Tagesablauf haben. Falls die Demenz weiter fortgeschritten ist, schau mal im Internet oder in Buchhandlungen unter dem Stichwort 'Validation' nach. Das ist eine Methode von einer gewissen Naomi Feil zum Ungang mit dementen, älteren Menschen. Arbeite selbst als Krankenpfleger in einem Krankenhaus mit häufig dementen Patienten. Validation kann ich bei stärker Dementen nur empfehlen.
03.08.05 09:15

Wirst bestimmt noch schlafen 
Ich muß gleich wieder zu meiner Mutter und melde mich später noch einmal.
Zu erst mal Lieben Dank für Deinen Tipp 
Übrigens, Sie ist erst im Anfangsstadium.
Gruß Gabi
03.08.05 22:23
Hallo Gabi,
es gibt vier Unterteilungen, ist deine Mutter in einer von diesen Auffällig...
1.zeitliche Desorientierung - z.B. weiß nicht welcher Tag, welches Jahr ist
2.örtliche Desorientierung - z.B. weiß nicht wo die Küche ist, oder die Toilette in ihrer Wohnung
3.situative Desorientierung - z.B. weiß nicht, dass sie bei dir im Eßzimmer sitzt, sondern denkt sie wäre im Restaurant
4.personelle Desorientierung- z.B. weiß nicht, dass sie Frau Müller, 83 Jahre und verheiratet ist.
..wenn "ja" ist sie wirklich dement, wenn "nein" dann schau mal hier..
-Nachlassen der Merk- und Konzentrationsfähigkeit
-vorübergehende erschwerte Abrufbarkeit von gespeicherten Informationen. z.B. die Pin-Nr. der Bankkarte, Telefonnummern
-Mißtrauen
-verminderter Antrieb (Lustlosigkeit)
-vermehrte geistige Erschöpfbarkeit
dies waren jetzt altersnormale Veränderungen.
Auch ein Krankenhausaufenthalt kann eine vorübergehende Demenz bewirken, da alte Menschen mit einem Ortswechsel schlecht zurecht kommen.
Da Neurologen zumeist auch Psychologen sind, wäre eine Überprüfung mit einem Minimentaltest anzuraten. Zudem könnten gleichzeitig die Krampfanfälle abgeklärt werden.
Liebe Grüße
04.08.05 16:40

1.zeitliche Desorientierung - z.B. weiß nicht welcher Tag, welches Jahr ist
Dieser Punkt trifft zu!
-Nachlassen der Merk- und Konzentrationsfähigkeit
-vorübergehende erschwerte Abrufbarkeit von gespeicherten Informationen. z.B. die Pin-Nr. der Bankkarte, Telefonnummern
-Mißtrauen
-verminderter Antrieb (Lustlosigkeit)
-vermehrte geistige Erschöpfbarkeit
dies waren jetzt altersnormale Veränderungen.
Und das stimmt alles!
Als Sie, vor 8 Wochen, aus dem KKH kam, war es besonders schlimm!
Jetzt geht es etwas besser, aber immer noch schlimm genug. (Ihre Pin-Nr. ist schon gesperrt….! (Sie braucht die Nr. eigentlich nicht mehr)
Bei uns, sind fast alle Neurologen in Urlaub, vor Ende August bekommt man einfach keinen Termin 
Heute hab ich Ihr beim Duschen geholfen, die Krämpfe in beiden Händen waren wieder gaaaaanz schlimm.
Ganz Lieben Dank für Deine Info 
Gruß Gabi
15.08.05 17:10
Hallo Gabi 2,
es gibt Foren in deenen sich Pflegende Angehörige ständig treffen und austauschen. Es ist wie eine Anonyme Selbsthilfegruppe im Internet. Jeder verrät nur so viel wie er möchte.
Hier ein Link:
Gruß Roland
02.06.06 17:35
hat wer von euch denn schon erfahrungen mit einer medikamentösen behandlung gemacht, die vielleicht das fortschreiten der krankheit bremst o. ä.?
02.06.06 20:50
Ich habe den Arzt auf die zwei wesentlichen Medikamentengruppen (Memantine und Acetylcholinesterase-Hemmer) angesprochen.
Er meinte, daß diese Medikamente nur bei leichter bis mittlere Demenz sinnvoll einsetzbar seien und den Krankheitsverlauf auch nur um 1-2 Jahre verzögern könnten.
Insgeheim bin ich mir aber nicht sicher, ob es nicht doch eine Kostenfrage ist und die Ärzte auf Grund von Budgetrestriktionen diese teuren Medikamente inoffiziell nur ungern für GKV-Versicherte verschreiben. 
Erfahrungsberichte würden mich dennoch auch interessieren. 
05.06.06 16:25
Eine Möglichkeit, früher einen Termin zu bekommen, wäre evtl. die Ambulanz einer psychiatrischen Klinik. Einfach mal anrufen...

06.07.06 15:14
Ich finde es ziemlich schwierig, da eine richtige Information zu bekommen, so ist ja zum Beispiel Reminyl ein Acetylcholinesterase-Hemmer, wenn ich das richtig verstanden habe und unser Arzt hat das verschrieben. Und es gibt wohl gute Erfolge damit, aber vielleicht gibt es ja noch bessere Mittel? Oder ist das je nach Patient unterschiedlich?
22.08.06 17:40
Wir können auf jeden Fall von einer positiven Wirkung des Mittels Reminyl berichten. Das Krankheitsbild hat sich nicht verschlechter und mein Schwiegervater neigt nun auch wieder dazu, Dinge selbstständig zu erledigen. In unseren Augen hat er auch wieder an Lebensfreude gewonnen.
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