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Beim Windelnwechseln wird mir oft schlecht

dFoEn6aldxd1990 hat die Diskussion gestartet


Hi,

erst mal vielen Dank, dass ihr reingschaut habt. Ich mache zur Zeit ein Feriendiakonat in einem Altenpflegeheim und dort gehört es u.A. eben auch zu meinen Aufgaben mit noch jemandem Windeln zu wechseln. Solange sich in der Windel nur Urin befindet ist das ja O.K., kommt jedoch der Stuhlgang dazu, so wird mir meist schlecht. Was kann man dagegen tun, gibt es da irgendwelche Tipps ??? Weil ich dass eigentlich schon gerne machen möchte !!!

Danke schonmal im Vorraus

Antworten
F#rida


das ist ganz verständlich und es gibt eigentlich keine besonderen Tricks.

Das verschmutze Material sofort in einen Abfallbehälter (oder einen Müllbeutel)tun,mit einem Pflegeschaum arbeiten,dannach die Haut des Bewohners mit Wasser reinigen,schnell und konsequent arbeiten,

Nach dem Windelwechsel das Fenster öffenen und die Hände desinfizieren.....

Die einfachste Lösung ist natürlich soviel wie möglich Toilettentraining zu machen (wenn das der Bewohner körperlich noch schafft)und bei manchen Bewohnern auf "versteckte"Signale zu achten um sie auf die Toilette,bzw.den Toilettenstuhl zu setzen.

Wlehrf.isch


Pflegeschaum oder Pflegetücher sind schon mal ne gute Idee,dann stinkts nich so. Auf "mundatmung" umschalten und sich gar nicht richtig bewußt machen, WAS du da wegmachst.Dann gehts

Svchy:rsxa


mir wurde am anfang meiner ausbildung auch schlecht davon.

ich habe dran gewöhnt, mir macht es nichts mehr aus, in schweren fällen, wie gesagt "mundatmung", gehirn ausschalten, sobald der riechende müll in einer tüte verstaut ist, gehirn wieder anschalten *:)

F(aIhrexr


ich hab ein Praktikum in einem Altenpflegeheim gemcht, ich fand es m Anfang schon zimlich hart, aber auch peinlich, aber nach ein paar mal (ca.2 ) dann fand ich es etwas normal aber wenn ich jetzt nochmal dsa machen müsste, oje, dann würde mir sicher auch schlecht werden.

weiterin viel glück und wünsche dir frische luft ;-)

I:ngo, cder Gvöttlicxhe


Runterschlucken und weiterarbeiten...

so hart wie's klingt... ko..du dazu, musste es auch wegmachen. Klar dauert es ne gewisse Weile, aber man entwickelt Tricks, die Arbeit zügig und professionell abzuschließen. Der angesprochene Pflegeschaum ist teilweise ein Gottesgeschenk :)^ Dank Duftstoffe macht es das Arbeiten erträglicher.

Persönlich finde ich, daß es Schlimmeres gibt. Beispielsweise hatte ich einen Fall, eine Heimbewohnerin mit einem Dekubitus versorgen zu müssen. Der rechte Hüftknochen war dabei ca 5-7cm weder von Haut noch Bindegewebe bedeckt und eiterte in ungewöhnlichem Maße. Alle 2 Tage musste die, zur sterilen Abdeckung aufgeklebte "Platte" ersetzt und die Wunde gereinigt werden. Das tote Gewebe und der Eiter rochen fürchterlich und einer Schwesternschülerin, die mir assistieren sollte, wurde übel und ich mußte auch noch sie zur Toilette bringen und versorgen.

Da du aber diesen Beruf machen möchtest (allergrößten Respekt!!!) hast du schon einmal eine sehr gute Grundvoraussetzung. Im laufe der Zeit gewöhnst du dich an die Arbeit und auch an die unangenehmen Seiten.

Ich weiß nicht, wie es in deiner Pflegeeinrichtung personell ausschaut. Wir waren teilweise im Tagdienst zu zweit für 32 Leute zuständig (morgentliche Körperpflege, Betten, Baden, Frühstück bereiten, Geschirr abräumen, Beschäftigungstherapie, Tische decken fürs Mittagessen, Mittagessen austeilen, Hilfestellung bei Nahrungsaufnahme, Abräumen, Bewohner für Mittagsschlaf vorbereiten => Windeln&Betten, Wecken, Kaffee vorbereiten, Servieren, Abräumen und zu guter Letzt die Pflegeplanung schreiben). Das war ein normaler Dienst-Alltag von 6:00 beginnend.

Kamen Notfälle dazu, wurde der Tag stressiger.

Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte...wenn genug Pflegepersonal auf Station ist, dann scheue dich nicht (in der Anfangszeit) um Hilfe zu bitten, wenn du bei deiner Arbeit an einen Punkt gelangst, an dem es nicht weiter geht!

Liebe Grüße

s?chok4i22n81


Hmm ich kann dazu nur sagen, man gewöhnt sich irgendwie dran, früher ist mir davon auch schlecht geworden, aber es gibt schlimmeres wie z.B. oben schon geschrieben das versorgen eines dekubitus oder patienten mit einer TK, daran hab ich mich noch nicht gewöhnt.

Wir laufen derzeit zu fünft für 40 Bewohner, davon viele mit pflegestufe 3 plus 2 härtefälle (beatmungspatienten), aber wie gesagt man gewöhnt sich irgendwann dran...

eLreXktiLoMn89


Echt großen Respekt an euc hLeute, ich könnte sowas niemals! :)^

L/uzcy75


Dickes Lob!!!

Ich kann mich erektion89 vollkommen anschließen. Hochachtung vor eurer Leistung @:) und das bei den erschwerten Bedingungen unter denen ihr oft arbeiten müsst (Personalkürzungen, Überbelegung, Schichtarbeit, usw.). Die Leute, die ihr pflegt sind euch bestimmt sehr dankbar dafür und wer weiß, wer von uns mal pflegebedürftig wird...

D>er Hi!lfloxse


ich schlies mich ''erektion89'' voll und ganz an :)^ :)^ :)^ :)^ :)^

fCrg=2x5


Ja, Kompliment. Find ich unglaub "humanistisch"

C;hr`isSss


hi,

also ich will ja auch in den pflegeberuf. habe gerade ein praktikum gemacht im krankenhaus, wo man auch ab und zu patienten hat welche gewindelt werden müssen etc.

war selbst von mir überrascht, dass mir nicht schlecht wurde. der geruch wurde anfangs als eklig empfunden, das gibt sich aber. gewhnheit würd ich meinen, wie man an die sache rangeht. einfach sich nicht rensteigern :D

gutes gelingen.

Moeistexrbär


???

Hallo Donaldd,

du schreibst, du würdest diesen Beruf 'eigentlich' schon gerne ausüben wollen ?

Dann solltest Du Dich villeicht fragen, was Du uneigentlich tun würdest, wenn Du könntest.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Aussage 'eigentlich' darauf hin deutet, daß man nicht so ganz bei der Sache ist- und eigentlich ja auch was anderes tun könnte, villeicht aber auch nicht... ?

Ich vermisse in Deinem Beitrag irgendwie die Begeisterung, außerdem stellst Du wegen der Windelgeschichte Deine gesamte Pflegetätigkeit in Frage??

Villeicht ist ja die Übelkeit Ausdruck einer Art Abneigung gegen diesen Beruf?

Das Windelwechseln bei Erwachsenen ist sicher nichts Schönes, aber es sollte eine kleine Nebensache sein, wenn der Rest stimmt.

Grüße Meisterbär

E9hemal0igerv Nu&tzer D(#39?571x)


Re: Beim Windeln wechseln wird mir oft schlecht !!

Hierzu ein Hinweis: Wenn ich es richtig sehe, liegt dies nicht am Windelnwechseln an sich, sondern am Geruch der Ausscheidungen. Sofern sich ein Mensch völlig fleischlos ernährt, riechen dessen Ausscheidungen angenehm aromatisch. Dieses vermag man sowohl bei Neugeborenen zu beobachten, so lange diese ausschließlich mit Muttermilch ernährt werden; Entsprechendes gilt für Vegetarier, dann riecht es eben wie in einem Kuh- oder Pferdestall, und das läßt sich aushalten.

Es wäre zu überlegen, ob es sich durchsetzen läßt, daß genau deshalb alle Pfleglinge in Alters- und Pflegeheimen grundsätzlich vegetarische Kost erhalten sollten.

l}a7cobste+86


du wirst dich irgendwann daran gewöhnen.ich finde Mundatmung bringt nichts.Ich selber arbeite auch in einem Kh zwar nicht in einem somatischem sondern in der psychatrie und muss sagen das ich es auch komisch fand anfangs, aber jetzt mach ich das halt schon 3 jahre lang und find es irgendwie ganz normal.

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