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Schlampiger Ambulanter Pflegedienst? Oder normal?

Rxigabmuc


Hallo Angelika,

natürlich, da stimme ich Dir ausdrücklich zu, gibt es Ausnahmen, auch bei privaten ambulanten Diensten, die fürsorglich und sauber arbeiten.

Aber tatsächlich betrügen lt. einer TV Sendung, die erst vor etwa 4 bis 6 Wochen gelaufen ist, etwa 60 Prozent der ambul. Pflegedienste.

Und zwar so raffiniert und versteckt, dass die Pflegekassen einfach nicht darauf kommen (können).

Was habe ich bei einem privaten ambulanten Pflegedienst bei meinem ehemaligen jetzt dementen Kollegen erlebt:

1.Die besagte Pflegerin wird von mehreren Hausnachbarn gesehen, dass sie nur max 5 Minuten beim zu Pflegenden anwesend war (also Kommen und Gehen gesehen). Ins Dokubuch schreibt sie aber 20Minuten als anwesend ein und noch dazu schreibt sie 8 verschiedene Leistungen, davon 3 Grundleistungen als getätigt ein. Verrechnet diese auch.

2.) Sie kommt an bestimmten Tagen (obwohl sie täglich kommen soll) überhaupt nicht. Trägt alles nach, als ob sie anwesend gewesen wäre und alle Leistungen ordnungsgemäß erbracht hätte.

3.) Sie schreibt täglich bei mehreren Leistungen (Pat. verweigert) rein, verrechnet aber alles doch als ordentlich geleistet.

4.) Weil der Patient dement ist, bringt sie Unruhe in seine Person und in seine Umgebung.

5.) Sie hat Leistungen aufgeführt, die der Patient aufgrund seiner körperlichen Mobiliät niemals benötigte.

Sie hat die Frechheit, dieses Verfahren weiter zu machen, obwohl sie weiss, dass Nachbarn ein Auge darauf haben.

Der demente Patient unterschreibt ihr alles was sie will.

Sie hat sich immer auf den Datenschutz hinausgeredet, wenn man was zu ihr sagte.

Nun, das ganze hat sein gutes Ende gefunden: Der Demente bekam eine gesetzliche Betreuerin, der ambul. Pflegdienst wurde von ihr sofort gekündigt.

Der neue Pflegedienst, ein caritativer, macht die Sache gut. Es gibt keine Verweigerungen mehr, er stinkt nicht mehr, es stinkt nicht mehr in seiner Wohnung und auch nicht mehr im Hausgang.

Fazit: Der demente Kollege wurde in seinem privaten Geld und die Pflegekasse mit Beiträgen betrogen.

Also ich bleibe dabei, ich würde für meine Angehörigen keinen privaten ambulanten Pflegedienst engagieren.

Ausnahmen sind natürlich möglich.

Gruß

Richard

G;r-iesuPhx1


Schlampige Pflegedienste

Uhhh, aaaah, dann ist Richard auf gewacht. Alles was er erzählte war doch nur ein böser Traum.

Das was sie schreiben, kann sich kein Pflegedienst erlauben.

Vorstellen kann ich es mir auch nicht. So blump kann keiner sein!!!!

Wenn dem so wäre wie sie schreiben, warum haben sie dann den PD noch nicht bei der Pflege/Krankenkasse gemeldet ???

Ist es doch wohl nur ihrer Phantasie entsprungen ???

Ohne Frage, schwarze Schafe gibt es überall.

Um auf ihren Inhalt einzugehen, würde jetzt den Rahmen sprengen. Nur so viel dazu: Schauen sie unter, [[http://www.bpa.de]], nach, dort finden sie Beiträge zu den angeblichen betrügereien von PD's. ( es waren keine 60%, sondern die AOK sprach von knapp 50%). Dort werden sie erfahren, dass die AOK ihre eigenen Gesetzte und richtlinien erlässt.

Ich persönlich denke einmal, das was sie schilderten ist einzig ihrer Phantasie entsprungen.

Grüße

Rgüb^enn?aQse


Ich mache gerade Zivildienst bei einem ambulanten Pflegedienst. Bei uns sind auch einige Pflegeschwestern dabei die ihre Arbeit nicht so genau nehmen. Eine z.B. richtet einem Patienten zwar das Mittagessen her aber macht danach gar nichts mehr. Das schmutzige Geschirr steht dann am Abend wenn ich komme immer noch da. Eine andere ist letztens auf die Schnauze gefallen weil sie sich eingetragen hat obwohl der Patient zu dem Zeitpunkt im Krankenhaus war. Jetzt muss sie eine Stellungnahme an die Krankenkasse schicken. Aber die meisten Pflegeschwestern bei uns sind sehr hilfsbereit und nehmen die Arbeit auch ernst bis auf ein paar schwarze Schafe die unserer Pflegedienstleiterin aber auch bekannt sind.

Manche Patienten sind aber auch wirklich schwer zu ertragen. Einer z.B. der noch relativ fit ist und Pflegestufe 1 hat versucht permanent die Pflegeschwestern gegeneinander auszuspielen und erzählt irgendeinen schmarrn. Ich muss mit ihm immer spazieren gehen und das ist auch schwierig weil er nicht mein einziger Patient ist und ich nicht jeden Tag 3 Stunden nur für ihn da sein kann.

B)iba0butz


Hat sich nicht gebessert

Hallo,

Es hat sich in der Pflege der alten Dame nichts geändert. Es ist eher noch schlimmer geworden. Dem Betreuer scheint es nicht zu interessieren und ich versuche mich nicht mehr darüber aufzuregen. Was mir natürlich nicht immer gelingt.

Kotverschmierten Fussboden,ausgelaufene Katheterbeutel,zerissene Unterhosen,Urinbekleckerte Klobrillen,Fussboden als Mülleimer benutzen usw. Tja damit muss ich wohl Leben.

Die alte Dame bekommt zum Glück nicht mehr viel mit. Ihr macht es wohl nichts aus nicht gepflegt zu werden. Ist auch besser so denn mich würde es stören Wochenlang die Fingernägel nicht geschnitten zu bekommen oder die Haare nicht gewaschen usw.

Liebe Grüße

RCigsam uc


Griesuh1 v. 26.9.06

an Griesuh1

Von wegen, dass die von mir geschilderten Verhältnisse über die Schlampigkeit und Abrechnungsbetrug meiner Phantasie entsprungen sind!

Setz Dich mit mir in Verbindung und ich zeige Dir die gesammelten Beweise für meine Behauptungen. Das sind ganz einfach gerichtstaugliche Dokumente.

Deine Aussagen Griesuh1 kann ich wirklich nicht verstehen

"nichts wissen und solche Behauptungen aufstellen"

Das ist auch nicht richtig.

Ich denke, die meisten Leser/innen dieses Forums bemerken dies auch.

Gruss

Richard

W9ieb/k*e07x05


In jeder Einrichtung ist was anderes!

Hallo zusammen!

Ich arbeite auch in einem ambulanten Pflegedienst,wobei es aber noch ein Unterschied gibt.Denn unser ambulanter Pflegedienst ist in einem Haus.Also man eiert nicht von Haus zu Haus.Viele denken immer,wir sind eine Pflegestation und man sich immer wieder erklären.

Allgemein denke ich in unserem Beruf findet man immer irgendwo irgendetwas was einem nicht gefällt.

Entweder du kannst mit den Strukturen nicht umgehen,Kollegen entwickeln sich Wolf im Schafspelz,die Vorgesetzten würden dich lieber kündigen,finden aber kein Grund oder Arbeitszeiten sind einfach noch bescheidener.

Ich glaube viele in unserem Beruf suchen ihr Leben lang nach einer perfekten Einrichtung,aber ich glaube die gibt es nicht.Wenn man ein Platz gefunden hat,an dem so einigermaßen alles stimmt,kann man sich schon glücklich schätzen.

Oft hilft es auch mit Kollegen deines Berufes zu sprechen,denen es noch schlechter geht als dir.

x0maxl


Viele denken immer, wir sind eine Pflegestation

Ja, und der Pflegedienst ist nur gegründet worden, damit die Wohnungen bzw. der Betrieb nicht unter das Heimgesetz fällt. Demnach an sich ein verdeckter Heimbetrieb, oder? ;-)

G}riesXuyhx1


An Richard

Hallo Richard,

wie ich schon sagte, wenn ihnen diese Umstände schon länger bekannt sind, warum haben sie diesen Pflegedienst dann noch nicht der Kasse gemeldet und angezeigt?

Auch sagte ich, dass es überall schwarze Schafe gibt, bei den PD's, den Kranken - u. Pflegekassen genauso wie bei Angehörigen, denen nicht's recht zumachen ist.

Kann sein, dass der Pflegedienst etwas sagen wir mal, nachlässig mit der Pflege umgeht. So wie sie es schildern klingt es doch sehr merkwürdig.

So plump wie sie dies beschreiben, kann PD vorgehen.

Sollte es wirklich so sein wie sie es beschreiben, wird es sich schnell herumsprechen, der Pflegedienst ist dann schnell weg vom Fenster, da er keine Kunden mehr erhält.

Sollte dies hier wirklich in dem von Ihnen beschriebenen Ausmaß statt finden, wird dies sicherlich nicht der einzige Kunde sein, bei dem es so zugeht.

Sie sagen, sie haben Beweise. Reichen sie diese bei der Kasse ein, anstatt sich hier zu beschweren.

Leider können wir Ihnen von hieraus nicht weiter helfen.

Wir können unseren Unmut äussern, die Misstände anprangern und unser Mitgefühl äussern.

Aber ohne Meldung des PD's bei der Zulassungstelle für ambulante Pflegedienste wird sich wohl nichts ändern.

Deshalb, wenn es so ist wie sie sagen, zeigen sie diesen PD umgehend an.

Grüße Griesuh

xBmal


Richard

Wenn handfeste Belege für Pflegefehler oder Abrechnungsbetrug vorliegen, sollten Sie diese tatsächlich der bzw. einer Pflegekasse vorlegen, damit eine Prüfung der Vorwürfe erfolgen kann. Nur so kann den schwarzen Schafen das Handwerk gelegt werden. Ich selbst scheue mich nicht, sogenannte Haushaltshilfen und deren Vermittlungsdienste beim Zoll oder bei der zuständigen Agentur für Arbeit anzuzeigen, da nur durch offensives Handeln der Markt der Schwarzarbeit eingedämmt werden kann.

Und noch etwas: wer wegschaut und nicht handelt, macht sich selbst mitschuldig. ;-)

R0iga+muc


Griesuh1 und Xmal

So Griesuh1 gefällt mir die Diskussion schon etwas besser.

Wer meine diesbezüglichen Beiträge genauer gelesen hat, der hat festgestellt, dass mein ehemaliger Kollege mittlerweile eine gesetzlichen Betreuerin erhalten hat. Diese hat den schlampigen, abzockenden und betrügenden ambulanten Pflegedienst dann sofort gekündigt. Der neue caritative ambulante Pflegedienst macht seine Arbeit ganz ok.

Ich bin, obwohl der fragliche Pflegedienst nicht mehr aktiv ist, jetzt gerade noch dabei dies aufzuarbeiten und zwar örtlich und bei den Behörden.

Dies rein deshalb, das nicht Andere auf diesen ambulanten PD noch reinfallen und Lehrgeld zahlen müssen.

Mir geht es nicht darum, mich hier auszuweinen, sondern eine große Leserschaft auf diese Problematiken hinzuweisen.

Meine Erfahrung zeigt mir persönlich, dass ich nie für einen Angehörigen oder gar für mich einen privaten ambulanten Pflegedienst also eine GmbH etc. engagieren würde.

Xmal:

Dir stimme ich voll zu. Ich bin ja gerade dabei diese Sache aufzuarbeiten.

Gruss Richard

xRmaksxu


Umstände vor Ort

Hi,

ich arbeite auch in einem amblanten Pflegedienst und wollte mal meinen Senf zur Diskussion beitragen.

Leistungen, die nicht erbracht werden und danach abgerechnet werden, fallen wirklich unter das Thema Betrug und gehen mal gar nicht.

Ein wenig differenzierter muss man das Thema Ordentlichkeit betrachten. Im Gegensatz zur stationären Pflege ist es nicht Aufgabe des ambulanten Dienstes für Ordnung und Sauberkeit in den Wohnungen seiner Kunden zu sorgen, solange dies nicht als Leistung "gewünscht" wird. Auch bleibt einem oft nichts anderes übrig als schmutzige Wäsche auf den Boden zu werfen, wenn vor Ort keine geeigneten Abwurfbehälter bereit stehen. Diese müssen auch von den Angehörigen/Betreuern oder dem Kunden selbst bereitgestellt werden.

Nicht das mich hier jemand falsch versteht, das soll kein Freibrief für unordentliches Arbeiten sein, man hat den Arbeitsplatz mindestens so ordentlich zu verlassen, wie man ihn vorgefunden hat.

Die Pflege kranker oder alter Menschen zu Hause ist kompliziert, weil sie auf ein optimales Zusammenarbeiten aller daran Beteiligter angewiesen ist, d.h. Pflegedienst, Angehörige/Betreuer, Patient/Kunde und Ärzte.

Ferielda_Fbliede!r


@xmal

Ja, und der Pflegedienst ist nur gegründet worden, damit die Wohnungen bzw. der Betrieb nicht unter das Heimgesetz fällt. Demnach an sich ein verdeckter Heimbetrieb, oder?

Es gibt das betreute Wohnen,da leben alle Mieter in ihren eigenen Wohnungen und in diesem Haus ist der Vermieter gleichzeitig Betreiber eines Pflegedienstes (z.b.Volkssolidarität oder AWO)und es gibt WG´s in denen mehrere Mieter in einer Wohnung leben,sich einen Wohraum und mehrer Nebenräume teilen und diese WG'S werden auch von einem Pflegedienst betreut.

Der Unterschied zu einem Pflegeheim besteht darin,das es nur wenige Mieter sind (Höchstens 10) ,das alles vom Pflegedienst gemacht wird,Wäsche waschen,kochen,putzen,einkaufen,die Pflege sowieso und die Med-Gaben.

Das Pflegepersonal hat in diesen WG´s keine eigenen Räume,kein Büro ,keine eigene Toilette,keine Pausenräume (hat man ja in den Wohnungen der Klienten auch nicht)

Und auf Grund der wenigen Bewohner hat man viel mehr Zeit für diese.

Ich wei wovon ich spreche,ich arbeite in einer solchen WG und möchte niemals mehr in einem Pflkegeheim arbeiten!

SRtefSaniteWe


Hallo Richard, xmasu, frieda_flieder

anscheinend habt ihr alle unterschiedliche erfahrungen im pflegebereich gemacht. ich mache zur zeit mein vordiplom und beschäftige mich mit verschiedenen alternativen zum pflegeheim (wg...), im speziellen mit pflegediensten. mein ziel ist die pflege sowohl für die, die gepflegt werden, aber auch für die, die pflegen angenehmer zu machen. dabei geht es mir in der erste phase besonders darum herauszufinden, wo es missstände in der pflege gibt und was besonders gut ist. welche wünsche und bedürfnisse haben die alten menschen?

bei meiner arbeit geht es nicht darum zahlen und daten zu sammeln, sondern persönliche erfahrungen, stimmungen und gefühle. daher fände ich es ganz toll, wenn ihr mir von euren persönlichen erfahrungen erzählen würdet und mir ein paar fragen beantworten würdet. ich weiß nicht aus welchen städten ihr kommt, aber vielleicht kennt ihr jemanden in köln, den ich bei seiner arbeit begleiten kann, oder der mir auch helfen kann.

ihr könnt mir hier im forum antworten oder mir eine mail an stefanieweidner@aol.com schreiben.

liebe grüße stefanie

p.s.: natürlich freue ich mich auch über mails von allen anderen, die erfahrungen mit pflege von alten menschen gemacht haben, oder angehörigen, die mir etwas erzählen möchten. jede nachricht kann helfen etwas zu verbessern.

dnorothea sDchmie[dexl


Hallo liebe Mitglieder,

meine Erfahrungen sind, dass im ländlichen Bereich ( Wo ich seit geraumer Zeit wohne und einen Pflegedienst für meine Mutter brauche ) die Betreuung wesentlich persönlicher ist. Zum einen liegt das aber daran, dass die Pfleger wesentlich weniger Kunden haben, zum anderen ist man hier auf dem Dorf auch gerne bereit etwas mehr zu zahlen, weil Pflegedienste hier sehr selten sind.

JTulaHn8etcxom


Natürlich ist dies nicht normal und darf auf keinen Fall passieren!

Ich hoffe, es gibt noch Menschen, die positive Erfahrungen machen und sich wohlfühlen. So wie es bei mir und meiner Schwiegermutter der Fall ist. Sie ein wahnsinnig tolles Pflegeheim "erwischt" ;-) Und ich habe kein ungutes Gefühl.

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