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Minusstunden erlaubt?

D=orisI77 hat die Diskussion gestartet


Hallöchen!

Habe durch Zufall dieses Forum entdeckt und mich sofort registriert *:). Vielleicht hat ja auch jemand eine Antwort auf meine Frage: Ich habe eine neue PDL, welche seit Januar auch unseren Dienstplan schreibt und uns immer weiter in die Minusstunden treibt.Ich selbst habe mittlerweile 26 Minusstunden und habe sie darauf angesprochen. Sie meinte nur, daß bis 40 Minusstunden in der Dienstplanung erlaubt sind. Ich arbeite in einem privaten Pflegeheim und konnte zu diesem Thema leider nichts in meinem Vertrag o.ä. finden. Vielen Dank schonmal!

Antworten
l,acostge8x6


Ich..

...mein zu minus stunden kann es immer kommen was auch normal ist aber, ich hab noch nie gehört das bis 40std erlaubt sind!Ich arbeite auch in der pflege und hatte da noch nie damit ein problem.

E1hemaliger NNutFzer (#13x3337)


Überhaupt ist es ungewöhnlich das ihr es Euch erlauben könnt Minusstunden zu machen. Ich wäre froh, wenn ich mal einige meine 110 Überstunden abbauen könnte...

Mit welcher Begründung tut sie das? Gibt es keine Arbeit ???

lLib!ertxe


Hallo Doris!

Ich hatte auch schon einmal vor längerer Zeit zu diesem Thema hier gepostet.

Bei uns ist es das gleiche Spiel, allerdings sagte man uns, das wir keine Angst haben müssten, die Minusstunden wieder reinzuarbeiten, die Erfahrung hat aber gezeigt, das es durchaus immer wieder vorkommt, das wir 1-2 Tage mehr im Monat arbeiten.

Zudem versuchen die Stationsleitungen auch immer wieder einen zum Einspringen zu erpressen ("du hast ja soviele Minusstunden!"), das funktioniert natürlich immer bei einigen Kollegen, inzwischen lässt sich die Mehrzahl aber nicht mehr davon beeinflussen.

Ändern kann man nichts und es ist wohl auch zulässig.

@ Eiche:

Minusstunden kommen durch sogenannte "kurze" Dienste zustande, also z. B. 5-Stunden Dienst, die auch eine Vollzeitkraft bis zu einem gewissen Maß arbeiten darf. Oder bei uns auch dadurch, das wir am Wochenende nur 7 Stunden statt 8 Stunden arbeiten.

D:oriis7x7


Re: Minusstunden

Arbeit haben wir mehr als genug, wie ich finde. Es ist zur Zeit so, daß wir 3 Azubis bei uns haben und die werden wie Vollkräfte eingesetzt. Das finde ich allerdings bedenklich, weil 2 von ihnen sich im ersten Semester ihrer Ausbildung befinden. Aber sie werden wie PHK's eingesetzt und so kann man schon mal sparen. Bei uns Fachkräften ist das so, daß die PDL uns täglich mindestens eine Stunde streicht. Weil von 13 -15 Uhr müßte keine Fachkraft außer ihr da sein. Wenn sie dann auch präsent wäre, hätte ich ja gar kein Problem abermeist huschen die PHK's und Azubis allein über die Station. Naja, wie auch immer, demnächst gibt es zu diesem Thema eine Teamsitzung (wie ich gestern erfuhr) und ich hoffe, daß ich nicht die Einzige bin die sich die Schnutte verbrennt. Übrigens vielen Dank für die Reaktionen!!!! @:)

Iintae"reX


@ doris

Normalerweise steht im Arbeitsvertrag sowas wie: monatliche oder wöchentliche Arbeitszeit... uns sonstige Zeiten, in denen Stunden ausgeglichen werden sollten.

Wenn es keine mit dem Betriebsrat festgelegten Sonderregelungen gibt oder gar im Vertrag keine flexible Arbeitszeitgestaltung von Seiten des Arbeitgebers gibt (Stichwort: Arbeitszeitkonten), geht es zu Lasten des Arbeitgebers, wenn er Deine bereitgestellte Arbeitskraft nicht benötigt.

Guck doch mal bei

[[http://www.recht.de/phpbb/viewforum.php?f=6&sid=f2bfaa0ee128079ee0b5df289b064d6f]]

vorbei und nutze die Suchfunktion.

Da findest Du sicherlich was, was auf Dich zutrifft. Ansonsten kannst auch selber fragen ;-)

LG

reX

F)rida


Unsere PDL sieht es auch lieber wenn wir Minusstunden haben,so können sie uns im Notfall dann immer mit dieses Begründung aus dem Frei holen.

Ausserdem arbeite ich nur 30 Stunden in der Woche und wenn ich dann mal krank bin oder Urlaub haben sollte komm ich meist automatisch ins Minus (liegt daran das wir in ner 30 Stunden-Woche einen 7 Stunden Tag haben,etwas kompliziert zu rechen,aber schon ok.)

DcorisQ77


:)^ Vielen Dank für den Hinweis auf www.recht de!! Das Einfachste ist doch immer das Naheliegenste ;-D.

IjntjeZrxeX


so können sie uns im Notfall dann immer mit dieses Begründung aus dem Frei holen.

Naja, wenn Ihr das mit Euch machen lasst. Es gibt sowas wie einen Dienstplan und den Grund für ein "Muss" beim Einspringen, gibt es seltener als man glaubt.

In unserem Beruf ist man eh sehr kooperativ und flexibel, was Arbeitszeiten und Extra-Dienste angeht. Wenn mir mein Arbeitgeber aber auf die Tour kommt... dann spring ich schon aus Prinzip nicht ein.

Ich erwarte ein "bitte", ein "danke" und, dass es akzeptiert wird, dass auch mal ein "nein" kommen kann, weil man hat schließlich noch ein Leben nebenher.

LG

reX

Fbridxa


@Internex

Das stimmt schon aber wir sind auch ein relativ kleiner Pflegedienst und so ist das Polster an flexibelen Kräften nicht sehr dick.Ausserdem kann ich mich über meine Dienstzeiten ansonsten nicht beklagen.Höchstens 6 oder 7 Dienste am Stück,keine Nachtdienste,sehr sehr selten kurzer Wechsel und man muss bedenken das wir alle in Demenz-WG´s arbeiten wo ein Personalwechsel auch für kurze Zeit problematisch ist,so das wir Krankheitsausfälle dann mit Kollegen aus der eigenen WG abdecken.

Wir haben ein wirklich gutes Klima und da kann man soetwas auch machen.

Fbrlidxa


Ach noch etwas ...ein Muss gibt es nicht,Wunschfrei wird vorranging akzeptiert und ansonsten wägt man das schon ab,auch persönlich...denn jeder kann mal krank werden und ist dann froh wenn Ersatz aus den "eigenen"Reihen gefunden wird der sich freiwillig bereit erklärt Dienste zu übernehmen.

IJnterxeX


@ frida

Ich schrieb ja: wir sind in diesem Beruf meist bereit, flexibel und kooperativ bei den Arbeitszeiten zu sein. Wenn das so kollegial bei Euch abläuft, dann find ich das auch akzeptabel.

Bei Doris klingt das nicht so.

Und wenn man dann noch mit diesen "juristisch unkorrekten" Minusstunden "erpresst" wird (ist ja nix anderes), dann hört es bei mir auf - aus Prinzip.

LG

reX

D'orrinsx77


@ IntereX

Unter den Kollegen hab ich überhaupt kein Problem, nur die neue Chefin versucht mit aller Kraft 'ihr Ding'durchzusetzen. Mittlerweile hat sie teilweise eingelenkt und versucht mit uns zu reden, was sie vorher nicht gemacht hat. Da hat sie nämlich nur ihre neuen Dienstanweisungen und geistigen Ergüsse auf den Tisch gelegt kurz bevor sie Feierabend hatte, damit sie auch ja niemand darauf ansprechen kann.

Allgemein:

Übrigens vielen Dank für die Diskusion, es ist wirklich mal interressant wie es in anderen Einrichtungen so ist.

I>nterxeX


@ Doris

Also, ich hab nochmal ein Schreiben unseres Personalrats zu dem Thema durchgelesen.

Da wir nach BAT arbeiten und keine interne Regelung haben, sind Minusstunden nur in beiderseitigem Einvernehmen erlaubt; genauso hat der Mitarbeiter dann Mitsprache, in welchem Zeitraum er das wieder einarbeiten will.

Androhung von Dienstanweisungen (sind ja steht´s nur Androhungen) oder sonstigen Konsequenzen, wenn man nicht kurzfristig einen festgeschriebenen Dienst ändern möchte, erfüllen im Juristischen den Tatbestand der Nötigung.

Muss sich mancher Arbeitgeber mal genau vor Augen führen.

Wie gesagt, ich bin meist ja auch gerne bereit und hab alleine im Januar 4 mal den Dienst gewechselt (immer seeehr kurzfristig)... aber so selbstverständlich ausnützen lassen, find´ ich ein bisschen ein einseitiges Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis.

Und in erster Linie haben sich alle erstmal an die Regeln zu halten. Was man dann unter sich freiwillig vereinbart, bleibt jedem selbst überlassen.

LG

reX

hMans wuxrs$chxt


minusstunden gewollt

Ich arbeite als Krankenpfleger in einem privaten Pflegeheim mit 73 Bewohnern. Das Thema Minusstunden gibt es bei uns erst, nachdem die Woche bei uns auf 6 Arbeitstage und 40 Stunden aufgeteilt wurde. Rein rechnerisch ist es kaum möglich, die volle monatliche Stundenzahl bei Dienstzeiten im Früh, von 6.00 Uhr - 13.00 Uhr und im Spät von 12.45 Uhr - 20.00 Uhr zu erreichen. Der Vorteil für den Arbeitgeber ist, dass er offiziel mit weniger Personal auskommt, wir aber dafür regelmässig Überstunden machen müssen. Durch die Minusstundenplanung im Voraus verschwinden diese aber immer im Nirvana. Es ist keine Seltenheit, dass unser examiniertes Personal mal 21 Tage am Stück durchziehen muss, um die Pflege aufrecht zu erhalten. Laut Aussage der Heimaufsicht und des MDK - Schleswig Holstein ist diese Form der Dienstplanung nicht Rechtmässig. Dafür gibt es ja auch zur Berechnung der notwendigen Kräfte den Pflegeschlüssel. Lasst Euch also nicht mit diversen Ausreden der Arbeitgeber abspeisen, Ihr seit im Recht. Falls es nicht funktioniert, steht es Euch schliesslich immer noch frei, den Arbeitsplatz zu wechseln. Jeder verkauft seine Arbeitskraft ja so teuer wie möglich....

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