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Arbeitsmarkt bietet beste Chancen für Krankenschwester & Co

RSedaokteuxr hat die Diskussion gestartet


Hallo, in die Runde.

Nachstehenden Beitrag habe ich die Tage für eine Regionalzeitung geschrieben. Da ich bei der Gelegenheit ein paar Zahlen zusammengetragen habe, interessiert er vielleicht den einen oder anderen.

Herzlich aus Speyer

C. Bischoff

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"Kind, du sollst es einmal besser haben als dein Vater. Du lernst einen Beruf mit Zukunft und gehst in die Pflege." So oder ähnlich könnten besorgte Eltern künftig versuchen, ihre Sprösslinge für eine Ausbildung zu begeistern, die Fachleute schon heute mit Stempeln wie "krisensicher" und "vielseitig" versehen. Auch Katharina Seelinger ist davon überzeugt, dass die wachsende Zahl pflegebedürftiger Menschen für tausende neuer Arbeitsplätze auf dem Markt der Gesundheits- und Krankenpflege sorgen wird. Die Pflegedirektorin am Landauer Vinzentius-Krankenhaus ist mitverantwortlich für die Ausbildung von 103 Jugendlichen, die sich derzeit auf ihre Prüfung zum Gesundheits- und Krankenpfleger, bzw. zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger vorbereiten. Vor genau 50 Jahren hatte der erste Jahrgang angehender Krankenschwestern mit einer Ausbildung in der Pflegeschule der traditionsreichen Klinik begonnen.

"Seither hat sich eine Menge getan", sagt Dipl.- Pflegepädagogin Simone Andt. Nach Auskunft der stellvertretenden Leiterin der Vinzentius-Pflegeschule habe vor allem die jüngste Reform des Berufsbildes dazu beigetragen, die Attraktivität der Pflegeberufe zu steigern. Seit Mai 2005 sorgt ein verbindlicher Rahmenlehrplan für eine einheitlich hohe Qualität der Ausbildung in Rheinland-Pfalz. Erfolgreiche Absolventen lockt unter anderem die Chance, ein Fachhochschul-Studium zum Pflegewirt (Pflegemanager), in der Pflegewissenschaft oder Pflegepädagogik aufzunehmen und auch die Privatwirtschaft bietet Perspektiven, erfolgreiche Schritte in die Selbstständigkeit zu unternehmen.

"Der Gedanke an Alter und Krankheit ist für die meisten Menschen unangenehm", sagt Katharina Seelinger. Nicht umsonst aber arbeiten Pflege-Fachleute und Politiker mit Hochdruck an den Entwürfen bezahlbarer Wohn- und Lebensmodelle für Senioren, die isoliert von ihren Familien auf die Hilfe qualifizierter Pflegekräfte angewiesen sind. Dass die Zeit drängt, bestätigt eine Studie der Universität Duisburg-Essen. Die Wissenschaftler rechnen mit einem Anstieg der Kosten für professionelle Pflege von drei Prozent im Jahr. Das Wachstum des Pflegemarktes beziffert die Studie auf 37 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020. Schon im Jahr 2050 sollen rund 72 Milliarden Euro umgesetzt werden.

Was Politikern aller Fraktionen die Sorgenfalten auf die Stirn treibt, lässt die Absolventen der Landauer Vinzentius-Pflegeschule zuversichtlich in die Zukunft blicken. Entsprechend der guten Berufsausichten reicht die Warteliste von Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung am Landauer Vinzentius Krankenhaus interessieren, bis in das Jahr 2008. Die hohe Attraktivität der dortigen Pflegeschule begründet der ärztliche Leiter der Schule, Prof. Dr. Werner Kutscha, unter anderem mit der konfessionellen Bindung des Hauses. Bei einer Umfrage zur Qualität der Ausbildung an konfessionell gebundenen Pflegeschulen hatten 80 Prozent aller Befragten angegeben, sich intensiv mit dem christlichen Leitbild der tätigen Nächstenliebe auseinander gesetzt zu haben. Den positiven Einfluss dieses Gedankens auf Patienten und Mitarbeiter bestätigten die Erfahrungen von rund 44 Prozent der Pflegeschüler.

Auch nach Ansicht von Schwester Oberin Hildebranda erfahren Nächstenliebe und Fürsorge in der Pflege eine neue Wertschätzung. "Für unsere Patienten sind die weichen Faktoren, der menschliche Umgang miteinander, ebenso wichtig, wie die Qualität der medizinischen und pflegerischen Versorgung", sagt die Vorsitzende der Mallersdorfer-Ordensgemeinschaft am Landauer Vinzentius-Stift. Die Oberin ist davon überzeugt, dass der anhaltende Sparkurs im Gesundheitswesen nicht dazu führen darf, "dass Patienten nicht mehr zwischen kirchlichen Institutionen, kommunalen oder privaten Unternehmen unterscheiden können."

Diese Einschätzung teilt Vanessa Port. Seit dem September 2005 steht die junge Frau in ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Der Gedanke, ob die künftige Schule einer christlichen Kirche nahe steht oder ohne konfessionelle Bindung ist, hatte am Anfang ihrer Ausbildung keine Rolle gespielt. Das unermüdliche Schaffen der Ordensfrauen, die Arbeit in kleinen Lerngruppen und die stete Bereitschaft aller rund 750 Mitarbeiter des Hauses, den Pflegeschülern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, seien aber wohl ungewöhnlich, sagt die heute 18-Jährige rückblickend. Vanessa Port ist davon überzeugt, sich mit ihrer Berufswahl nicht nur einen persönlichen Wunsch erfüllt, sondern auch eine dauerhaft sichere Perspektive am Arbeitsmarkt eröffnet zu haben.

Antworten
SkuziheQ


ist das alles ernst gemeint?

hier im Umkreis bekommen die vielen frisch Examinierten allenfalls eine Stelle im ambulanten Pflegedienst und spätestens da wird ihnen ruck-zuck der Zahn von aufopferungsvoller Pflege gezogen.

Ein, zwei Jahre und dann fangen sie an Pflegemanagment zu studieren..... kaum Ahnung von praktischer Arbeit, und so toll wie man sich das vorgestellt hat ist es denn ja auch nicht usw........

Natürlich ist für viele Patienten die pflegerische Versorgung genauso wichtig wie die medizinische, Nähe, Zeit. Aber wo gibt es das noch außer in Hospizen?

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