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Muss ich meine Mutter pflegen?

N'iLna-Na\na hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich heiße Nina, bin 40 Jahre alt, habe zwei kleine Kinder und eine 70jährige Mutter, die kürzlich bei einem Unfall die Hüfte brach.

Sie ist nun ein Pflegefall.

Es ist so: Die ganzen letzten Jahre haben wir sie jeden zweiten Sonntag besucht, das war noch "erträglich", sie hat an allem und jedem rumzunörgeln, Nachbarn, Arzt, mein Mann, meine Kinder und auch an mir. Ich habe immer geschluckt, es ist ja die Mutter, aber es ging mir schon an die Substanz.

Wir haben jetzt für sie ein Altersheim ausfindig gemacht, das sehr schön ist (wir kennen eine der Bewohnerinnen persönlich). Es ist ziemlich weit weg, aber wir werden es wie bisher halten, Mutter jeden zweiten Sonntag zu besuchen. Öfter geht aber nicht, will ich auch nicht.

In dem Heim gibt es Spielenachmittage, Ausflüge, es wird sich gekümmert, es gibt auch viele ehrenamtliche, die halt keine Spritzen geben, aber Rollstühle schieben (und auch mal eine Windel wechseln). Wie gesagt, so berichtet eine Bewohnerin.

Nun meine Frage: Bin ich wirklich sooo egoistisch, wie manche meiner Bekannten (und meine Schwiegereltern und Schwager/Schwägerin) behaupten ?

Diese meinen, ich müsse meine Mutter bei uns aufnehmen.

Klar, wir hätten Platz im Haus und ich bin nicht berufstätig - aber ich habe auch eine Familie und dann noch... siehe oben.

Mein Mann steht hinter mir und überlässt mir die Entscheidung - so oder so.

Liebe Grüße, Nina(-Nana)

Antworten
McelliAmxaus


Nein, auf keinen Fall. Man kann nicht automatisch jedem zumuten seine Mutter zu pflegen. Du hast ja auch ein Leben und eine Arbeit.

Ich bin selber Krankenschwester und kann es vollkommen nachvollziehen wenn jemand nicht die Kraft oder die Zeit dafür aufbringt, denn einen Pflegefall zu Hause zu haben bedeute sich selber sehr stark einzuschränken.

Ich würde meine Mutter wohl auch nicht pflegen, aus dem einfachen Grund weil ich auchnicht so gut mit ihr klarkomme. Aber das muss man auch im Einzelfall entscheiden.

Ich finde jedenfalls nicht das es ein abschieben ist, denn du hast dir die Entscheidung bestimmt nicht leicht gemacht

R)u$t


Glaub mir, ich weiß, wie Dir zu Mute ist. Ich war in der gleichen Situation. Du bist keineswegs egoistisch. Glaube mir, es ist besser öfters einen Besuch im Altenheim zu machen, als daheim Tag und Nacht neben der eigenen Familie Deine Mutter zu pflegen. Du wirst ganz schnell an Deine Grenzen stoßen. Und Hilfe von denen, die Dich verurteilen, bekommst Du bestimmt nicht.

Ich habe in meinem Freundinenkreis Frauen erlebt, die regelrecht

kaputt gemacht bzw. kaputtgegangen sind bei der Altenpflege daheim.

Schwiegereltern, eigene Eltern, dazu selbst nicht mehr die Jüngsten, oftmals keine Unterstützung von den Ehemännern, vereinsamt, weil sie aus Zeitmangel keine Kontakte mehr pflegen konnten, verständnislos manche Ehemänner über ihre total ausgelaugten Frauen. Gerade jetzt hat endlich eine 74 jährige Tochter ihre 94 jährige Mutter nach jahrelanger Pflege in ein Seniorenheim untergebracht. Die Tochter hatte mehrere Wirbeleinbrüche und ist 20 cm kleiner geworden, war mehr in der Wohnung der Mutter als bei ihrem 78 jährigen Ehemann. Und der sagt, er hätte sich sein Alter anders vorgestellt, wollte reisen gemeinsam mit seiner Frau.

Meine Mutter lebte, nachdem eine Betreuung Tag und Nacht in der eigenen Wohnung nicht mehr möglich war (viele Krankheiten dazu fortschreitende Demenz) in einem Seniorenheim. Erst nach dem Einzug kam ich langsam zur Ruhe. Besuchte sie jeden Tag, ging spazieren, holte sie zu uns zum Kaffeetrinken. Aber die Pflege bewältigten ausgebildete Kräfte wesentlich besser. Ich war in den Augen meiner Mutter immer die unmündige 14 jährige Tochter.

Handele im Einklang mit Deiner Familie so, wie Du es für richtig hälst. Du, Dein Mann und Deine Kinder haben ihr Leben noch vor sich.

Ich wünsche Dir Kraft und meine Gedanken sind unbekannterweise bei Dir

A/schenpxuttel


Eltern oder einen Elternteil zu pflegen ist sehr problematisch, da stimme ich allen Schreibern zu. Es gibt zwar Fälle, bei denen das Verhältnis zwischen Kindern und Eltern so gut ist, dass es zu verstehen ist, wenn ein Kind - meistens ja wohl die Tochter - die Pflege übernimmt. Zumindest, wenn man mal von der dauerhaften körperlichen Überanstrengung absieht und den vorzeitigen Verschleiß sowie die gewaltige persönliche Einschränkung außer acht lässt.

Aber wenn das Verhältnis sowieso gespannt ist, dann wird eine - mehr oder weniger moralisch erzwungene - Pflege mit der Zeit zum Alptraum. Mütter ändern sich im Alter nicht mehr, eine Mutter, die nörgelt, wird das bis ans Lebensende tun.

Ich verstehe, dass niemand gern ins Heim geht. Aber ich sehe es als einen Missbrauch an der Tochter, wenn man von ihr erwartet und akzeptiert, dass sie ihr Leben der Pflege opfert und sich ständig überfordert. Man stelle sich vor, eine pflegebedürftige Mutter ist - wie in diesem Fall - erst 70. Sie kann also gut und gerne noch 20 Jahre leben. Dann ist die Tochter am Ende, garantiert. Besuchen - ja, sich kümmern - ja. Aber pflegen - nein.

T|aps


Nein Nina-Nana,

auch ich finde dich nicht egoistisch. Du sprichst das aus, was ich schon lange denke. Denn ich fürchte, ich habe bald dasselbe Problem. Ich weiß nicht, wie lange meine Mutter noch allein in ihrer Wohnung bleiben kann, da sie geistig immer mehr abbaut und ich mache mir ständig Gedanken, was werden soll. Der Rest der Verwandtschaft (z.B. Geschwister meiner Mutter) zuckt die Schultern, es sei nicht ihr Problem. Nach jedem Besuch bei ihr, nach jedem Telefonat (wenn es denn zustande kommt) bin ich fix und fertig. Selbst einen Zettel mit meinen Daten, die sie bei ihrem Ausweis mit sich tragen "soll", damit man mich im Notfall benachrichtigen kann, lehnt sie strikt ab.

Wenn Rut schreibt:

Ich war in den Augen meiner Mutter immer die unmündige 14 jährige Tochter

kann ich das völlig nachvollziehen. Genauso komme ich mir vor, mit meinen fast 50. Sie nörgelt auch an allem rum und das, solange ich zurückdenken kann. Bis an mein Lebensende werden mich ihre dummen Sprüche verfolgen, meiner Schwester (die tausende km entfernt wohnt) geht es ebenso.

Es wird nie gut gehen, meine Mutter in meiner Wohnung zu pflegen. Ich habe meinen Beruf und meine Familie.

Ich habe oft ein schlechtes Gewissen und vielleicht bin ich egoistisch, aber ich will mir mein Leben, das ich mir trotz ihrer jahrzehntelangen Ablehnung aufgebaut habe, nicht kaputt machen lassen.

Rxut


@ Taps,

auch 5 Jahre nach dem Tod meiner Mutter habe ich noch im Hinterkopf ein dumpfes Gefühl, sie ins Heim gegeben zu haben. Und sie war in einem neuen Haus mit einem besonderen Konzept und hohem Personalschlüssel untergebracht. Man lebte dort zu 8 in einer Wohngemeinschaft, mehrere Wohngemeinschaften im Haus. Lebensraum war eine Wohnküche, in der eine Haushälterin kochte und buk. Wer wollte, konnte mithelfen, Salate schnippeln, Kartoffeln schälen, Tisch decken usw. Musik aus der "guten, alten" Zeit erklang zur Kaffeezeit aus den Lautsprechern - Joh. Heesters war der Star.

Und jeder hatte ein eigenes Zimmer, Pflegepersonal kümmerte sich um sie - und alle wurde aus ihren Zimmern rausgeholt, eingebunden in die Gemeinschaft. Ein ganz tolles Projekt, leider viel zu selten und auch etwas teurer für Selbstzahler als die anderen Domizile, Residenzen und wie sich manche Häuser nannten.

Bevor meine Mutter dort einzog, bin ich seelisch durch ein Fegefeuer gegangen. Hilfe vom Bruder und dessen Familie mal im Urlaub sich zu kümmern - bekamen wir nicht. Schöne Worte gabs zwar. Und ich war vor Ort, die anderen 500 km entfernt.

Nein, so will ich nicht werden und werde zu gegebener Zeit wissen, was ich tun muss um meinen Kindern solche Gewissenszwänge zu ersparen.

Unbekannterweise drücke ich Dich

a-lf-xb


In so einem Fall, in dem deine Entscheidung ja offensichtlich schon gefallen ist, und nur das, von den Verwandten geschürte schlechte Gewissen, dich noch hindert, ist wohl wirklich eine Heimunterbringung, die beste Alternative. Manchmal tut man den nahe stehenden Menschen den größeren Gefallen, wenn man sie in professionelle Hände gibt und sie bei diesem Schritt bestmöglich unterstützt. Das heißt, wie du es schon getan hast, sich über die Einrichtung vorher umfassend informieren, vorher gemeinsam das Zimmer anschauen, die Einrichtung besprechen und möglichst viele private Gegenstände und Bilder mitnehmen. Und insbesonde in der ersten Zeit nach dem Einzug, bei Bedarf zur Verfügung stehen, nicht aufdrängen, aber anbieten.

Gute Heime bieten übrigens auch Probewohnen an.

Sollte die Entscheidung sich noch etwas hinziehen, gäbe es auch die Möglichkeit, es mit einer häuslichen Pflege mal zu versuchen. In ihrer Wohnung oder in deinem Haus. Beprecht jedoch vorher, dass auch dies nur als "Test" läuft!

t_riniStyx-24


dazu habe ich doch auch einige fragen.....

das thema beschäftigt mich z.zt ziemlich...

ich denke das passt gut in diesen faden hier....

also.. folgendes:

meine mutter ist psychisch erkrankt.... sie hat keine ausbildung und nie in ihrem leben gearbeitet geschweige denn sich um mich kümmern können.... ich bin bei pflegeeltern aufgewachsen... sie erhält schon ihr leben lang sozialhilfe und hat auch nie unterhalt für mich gezahlt.... die beiden (meine mutter & ihr lebensgefährte) haben dieselbe gesetzliche betreuerin....

seit meinem 21. lebensjahr habe ich "schleifenden" kontakt zu ihr (soweit es für mich erträglich ist) jetzt bin ich 24 jahre alt und mache gerade eine ausbildung zur sozialhelferin (will aber kommenden sommer meine fachhochschulreife nachholen und später wohl NICHT mehr im sozialen bereich tätig sein)

da sich der kontakt zwischen mir, meiner mutter & ihrem lebensgefährten zuspitzt (mehr wird, also meine möbel etc werden im sommer in der wohnung von ihrem lebensgefährten untergebracht, kommen für mich viele fragen auf....

- muss ich, wenn sie irgendwann mal nicht mehr selbstständig sein kann und in einem altenheim untergebracht werden muss, für sie aufkommen?

- oder muss ich sie u.U zuhause pflegen ??? ??? ich meine die ämter wollen doch sparen wo sie können! kann das ein amt oder vllt sogar der gesetzgeber mir vorschreiben ??? (weil ich dann ja auch in dem bereich gelernt habe -sozialhelferin-)

gut, dass es der gesetzgeber irgendwie vorschreiben kann, bezweifle ich.

ich möchte auf keinen fall für sie aufkommen geschweige denn sie u.U irgendwann mal pflegen müssen!!

(sie war/ konnte sich ja auch nicht um mich kümmern!)

ich wäre wirklich sehr sehr dankbar für eure hilfreichen antworten.

das thema beschäftigt mich mom wirklich sehr.

Vlg trin

F%rie3dalinxa


@trinity-24

Mach dir nicht so große Soregn.

Kein Mensch muss eine anderen pflegen.

Wenn sie einmal in ein Heim kommt,dann ist es auch recht unwarscheinlich das du für sie aufkommen musst.

Bei normalem gehalt und erst recht wenn du studieren willst,wirst du nicht so viel Einkommen ahben,das du etwas abgeben kannst.Ausserdem wirst du ja eventuell später einmal Familie und Kinder haben.

Dann erst Recht nicht.

Schau mal hier

[[http://forum.jurathek.de/showthread.php?t=1533]]

S(is0iHle


Re: muß ich meine Mutter pflegen

Hallo,

also für mich ist das unvorstellbar meine Mutter in ein Pflegeheim zu geben. Ich selber pflege meine Mom seit Monaten trotz meiner Fam.

Ich habe selber 5 Kinder und betreue meine Mutter von 18.00 UHr bis 10.00 Uhr in ihrem eigenen Haushalt. Den Tag teilen sich 2 Schwestern von mir. Ich gebe zu, es kommt immer auf das Verhältnis an ob man dies tut gerne tut oder nicht. So etwas kann man nicht mit halbem Herzen machen, denke ich... und trotzdem gibt es mir einen ziemlichen Stich ins Herz wenn ich lese das man die Mutter ins Heim gibt. Vielleicht weil ich mir das bei dem Verhältnis das ich selber zu meiner Mutter habe einfach nicht vorstellen kann. Trotzdem sollte niemand vergessen was die Mutter für uns selber schon alles gemacht hat, und.... das jeder selbst in so eine Lage kommen kann. Wäge alles ab... dieser Schritt kann auch später nicht rückgängig gemacht werden.

tCrivni*ty-24


hallo friedalina

erstmal danke ich dir für deine antwort...

ich werde aus dem kaudawelsch nicht so ganz schlau :-/

ich denke auch eher weniger, dass ich sie irgendwann mal zuhause pflegen muss.... zumal zwischen ihrem und meinem wohnort 400 km liegen.. aber ich habe echt die befürchtung, dass es vllt in 15, 20, 30 jahren mal so sein könnte... meine mutter ist jetzt erst 49 jahre alt....^^ und wie gesagt psychisch krank!

das größte problem sehe ich darin, dass sie ja eine gesetzliche betreuung hat. und ich meine so jemand hat ja eher die "macht" zu bewirken das ich in angenommen vllt 20 jahren für sie aufkommen muss! verstehst du was ich meine??

ich weiß ja das ich gegenüber meinen eltern grundsätzlich unterhaltspflichtig bin... und sowie jeder weiß, ist der staat pleite!

im jahr 2004 hat sich das sozialamt auch bei mir gemeldet und wollten geld von mir kassieren! da ich aber noch in ausbildung war, musste ich natürlich nicht zahlen.

mir geht es eher weniger um jetzt und in vllt 5 jahren sondern schaue ich ein wenig in die zukunft so in ca 10- 30 jahren!

wenn ich bis dahin einiger maßen geld verdienen sollte.

denn mein ziel ist es z.zt noch weiter zur schule zu gehen, noch eine ausbildung zu machen oder evtl sogar zu studieren.... aber das ganze ist ja auch irgendwann vorbei! wie sieht es dann aus ??? wenn es wirklich der fall sein sollte das meine mutter ins heim muß...? und ich bis dahin einiger maßen geld zur verfügung habe!???

ich habe all die jahre keinen kontakt zu ihr gehabt und gezahlt hat sie auch in keinster weise irgendwas an mich! daher will ich auf keinen fall für sie aufkommen, auch wenn ich nun ein bissl kontakt zu ihr habe!

meine mutter ist ja auch geschieden von meinem vater und mein vater hat ein gerichtliches urteil das er NICHT an sie zahlen muss! ich frage mich wie er das hingedreht bekommen hat..? (mein vater kann bzw wird mir das auch nicht wirklich sagen)

gut, er ist auch schon, aufgrund eines schlaganfalles seit über 20 jahren berufs- und erwerbsunfähig.. vllt liegt es ja daran....?

wie ihr seht, denke ich viel darüber nach und habe sorge... :-(

ich will auf keinen fall für sie aufkommen!

hat nicht jem einen ähnliche erfahrung und mag mir berichten ???

dafür wäre ich wirklich sehr dankbar

grüße trin

tVrinitAy-24


.....

ach ja, und ich möchte grundsätzlich keine kinder haben!

@ sisile

Ich gebe zu, es kommt immer auf das Verhältnis an ob man dies tut gerne tut oder nicht. So etwas kann man nicht mit halbem Herzen machen, denke ich... und trotzdem gibt es mir einen ziemlichen Stich ins Herz wenn ich lese das man die Mutter ins Heim gibt. Vielleicht weil ich mir das bei dem Verhältnis das ich selber zu meiner Mutter habe einfach nicht vorstellen kann. Trotzdem sollte niemand vergessen was die Mutter für uns selber schon alles gemacht hat, und... das jeder selbst in so eine Lage kommen kann. Wäge alles ab... dieser Schritt kann auch später nicht rückgängig gemacht werden.

yap, genau. da gebe ich dir vollkommen recht... da ich bis zu meinem 21. lebensjahr nie kontakt zu ihr hatte und sie mich in meiner pflegefamilie nicht einmal besucht hat geschweige denn eine karte zugesandt hat, sehe ich unser verhältnis als eher schlecht!

gut, mag vllt sein, dass ich meine meinung in 20 jahren mal ändere wenn guter kontakt besteht bis dahin... hängt für mich auch davon ab, was zwischen mir und meiner mutter in zukunft passiert... aber da müsste glaub ich sehr viel passieren, bis ich umpole... mir ist es ehrlich gesagt egal, ob sie vllt später irgendwann mal in ein heim muss und ich sie dort einmal in der woche besuche, ich muss gestehen, das wäre mir wirklich lieber (da kontinuierlicher kontakt zu ihr für mich sehr anstrengend ist!)

und ich weiß wovon ich rede, denn ich habe schon in altenheimen gearbeitet...

für mich ist fakt, sie war ja auch nicht für mich da

tSrinity)-24


.....

und sicherlich kann ich diesen schritt rückgängig machen und meine mutter ggf. aus dem heim holen. (zu mir nachhause)

Siisixle


Für trinity-24

Also ich habe nun glaube ich was falsch gemacht, mein Beitrag galt Nina-Nana. Deine Situation sieht anders aus, und ich würde mir nicht anmaßen unter solchen Umständen Dir irgend einen Rat zu geben. Zu einem guten gesunden Mutter Kind Verhältnis gehört sicher was anderes als "Kein Kontakt oder sich nicht kümmern". Da haben Deine Pflegeeltern wohl die besseren Karten :-)

s/o[undsxo


Ich seh das etwas anders, als die meisten hier.

Denn ich bin selbst ein Pflegefall.

Als meine Mutter zum Pflegefall wurde, war ich selbst schon krank und deshalb gab es für mich keine Alternative.

(Sie war nicht im Pflegeheim, sondern starb vorher im Krankenhaus.)

Aber so angespannt das Verhältnis zu meiner Mutter auch manchmal war, ich hätte sie zu mir genommen.

Ich sehe das so: meine Mutter hat sehr viel für mich getan und das sollte ich ihr irgendwie danken.

Ich denke, fast jeder hier kommt mal in eine Situation dass er ein Pflegefall wird und würde sich freuen, wenn er nicht ins Pflegheim müsste.

Als meine Tochter noch ganz klein war wurde meine Schwiegermutter krank. Sie war halbseitig gelähmt und musste künstlich ernährt werden. Da unsere Wohnverhältnisse nicht so waren, dass wir hätten zu uns nehmen können, kam sie ins Pflegeheim. wo sie dann 4 Tage später starb. Ich bereue es heute noch, dass wir sie in das Heim gegeben haben und sie dort allein sterben musste.

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