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Oma nach Op (Teilnarkose) verwirrt im Krankenhaus

J5anRet58S0 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wir sind ziemlich ratlos und hoffen hier ggf eine Erklärung zu bekommen, was mit der Oma meines Freundes los ist.

Diese wurde letzte Woche Donnerstag mit 77 Jahren ins Krankenhaus eingeliefert wegen einer Knie OP.

Die Oma welche geistig fit ist, nach dem Tod des Mannes vor über 15 Jahren sämtliche Arbeiten im Haus und Grundstück alleine durchführt, hatte seit längerer Zeit Beschwerden in den Knien.

Die OP hierfür ist super gelaufen. Es erfolgte auch nur eine Teilnarkose.

Seitdem treibt die Oma nur Unfug im Krankenhaus und redet verwirrende Sachen.

Sie ist total überfordert mit der Umgebung obwohl ihr doch bekannt ist, dass sie wegen der geplanten OP im Krankenhaus ist.

Die Zimmerbewohner erzählen wie sie morgens um 5 sich die Kanülen von dem Arm reißt und aufsteht, weil sie nach Hause will.

Beim gestrigen Besuch macht sie einen vernünftigen Eindruck, weiß dann auch wieder, dass sie ja im Krankenhaus ist.

Heute nacht aber wieder das gleiche. Trotz Gitter vor dem Bett, ist sie rübergestiegen und den Flur langgelaufen.

Was hat das zu bedeuten?

Wie kann eine geistig fite Person solche demenzvergleichbaren Dinge tun?

Antworten
KA e 9k xs


Das war bei meiner Oma genauso als sie im Krankenhaus war. Sie war total verwirrt und hatte manchmal sogar vergessen, wo sie eigentlich ist. Als sie dann wieder daheim war, war wieder alles normal.

Ich denke mal, dass wird bei deiner Oma genauso sein, denn du solltest auch nicht vergessen, dass sie nicht mehr die Jüngste ist ;-)

GLrajuamsexl


Schlaftabletten?

Ich könnte mir vorstellen, dass Oma im Krankenhaus Schlaftabletten bekommt (die werden ja freigiebig verteilt) und darauf so "verquer" (unerwünschte Wirkungen) reagiert, weil sie möglicherweise zuhause keine Schlafmittel braucht.

Vor ein paar Jahren lag ich selber im Krankenhaus (Hüftprothese) und jeden Abend machten die Schwestern die Runde mit dem ganzen Schlafmittelangebot. Sie glaubten kaum, dass ich NICHTS derartiges will und brauche; hab' noch nie im Leben Schlafmittel genommen. -WAS, hiess es jeweils, Sie schlafen gut in IHREM Alter ??? (Ich war damals 56!!!!)

Grauamsel

-}Ha=se-


Sie glaubten kaum, dass ich NICHTS derartiges will und brauche; hab' noch nie im Leben Schlafmittel genommen. -WAS, heißt es jeweils, Sie schlafen gut in IHREM Alter

Absolut richtig! Bei meiner GM-Entfernung (mit 30) waren die ganz stinkig, dass ich die Talbetten verweigert habe %-| Ich habe denen gesagt, dass ich prima schlafen kann ;-D

Meine Oma hat immer welche genommen und ist dann Nachts, auf dem weg zur Toi, hingefallen. Erst am nächsten Morgen hat man sie gefunden :-/ Da würde ich mal nachfragen!

nPice-woman


meine Oma bekam letztes Jahr eine neue Herzklappe und Bypässe, nach der Narkose hatte sie auch Verwirrtsheitszustände, wollte dauernd ihren Koffer packen und erfand Phantasiewörter, verlangte dauernd nach "Opstihoni" usw.

Dieses sogenannte "Hirnorganische Durchgangssyndrom" tritt vor allem bei Herz-OPs und da speziell bei älteren Leuten auf.

Meine Großtante hatte vor einigen Jahren die gleiche OP, da dauerten die Verwirrtheitszustände mehrere Monate, bei meiner Oma waren die Symptome nach einigen Tagen wieder weg.

An ihre "Kuriositäten" konnte sie sich nicht mehr erinnern.

Am besten die Ärzte mal fragen, ob dieses Durchgangssyndrom auch bei einer Teilnarkose auftreten kann.

@:)

M/arinxa26


Hallo,

ohja das kenne ich mit den Schlaftabletten im KH, ich lag im Dez. wegen einer Thrombose drin und wurde auch öfter gefragt. Habe aber auch immer abgelehnt.

Was ich aber des öfteren noch nachts brauchte waren Schmerzmittel, da ich durch Schmerzen öfter wach wurde.

Ich denke da hätten mir sie Schlaftabletten auch nicht geholfen.

LG

J^ane7tx80


Durchgangssyndrom

Danke für die Beiträge. Also es ist das Durchgangssyndrom gewesen.

Seit gestern morgen ist die Oma wieder ganz die alte.

Sie selbst kann sich nicht an ihre Aussetzer erinnern.

Laut Wikipedia hat das mit dem Stress, der ungewohnten Umgebung etc. zu tun. Die Schmerztabletten werden dann sicher ihr übriges getan haben.

wollte mich nur nochmal melden, dass alles nun wieder okay ist :-)

G<ra;u+amsel


DANKE

für Deinen Bescheid. Bin so froh für Euch, dass der "Spuk" vorbei ist!

Grauamsel

n}icewIoman


Sie selbst kann sich nicht an ihre Aussetzer erinnern.

wie sich die Omas gleichen :-)

Alles Gute @:)

Axzrael- Alk!asar


bingo, hier hat es sich um ein durchganssyndrom gehandelt. dies kommt durch die verschiedenen medikamente und die ständig wechselnede umgebung und die vielen fremden gesichter,

es wird einfach alles zuviel und das gehirn verabschiedet sich vorrübergehend. ist eigentlich garnicht so selten. einige sind einfach nur etwas verwirrt, andere werden richti bösartig das sie um sich schlagen. habe es auch schon erlebt das wir um eine fixierung nicht herumkamen.

(dieser patient hat mich übrigens gebissen und als nazi beschimpft, die krönung war das er den chefarzt der intensiv anschrei er würde ihm in die fresse hauen und die schwester zu mir flüsterte... mach ihn mal los.... ich musste vor lachen das zimmer verlassen)

aber qualifiziertes pflegepersonal weis damit umzugehen.

m;arJysue


Ich könnte mir vorstellen, dass Oma im Krankenhaus Schlaftabletten bekommt (die werden ja freigiebig verteilt) und darauf so "verquer" (unerwünschte Wirkungen) reagiert, weil sie möglicherweise zuhause keine Schlafmittel braucht.

es ist nicht unbedingt so das die tabl. so frei von der leber weg verschenkt werden.vielmehr ist es so das tatsächlich seeeehr viele patienten (altersunabhängig) kaum im bett liegen und schon schlafmed verlangen.mittlerweile wird es bei uns schon standartmäßig in die BEDARFS(!)medikation aufgenommen.wer will,kann haben.wer nicht,nicht.

und wenn einem eine angeboten wird,heisst das nicht das man die armen patienten abschiessen möchte,sondern das man nicht warten möchte bis um 24 uhr die klingel geht und man dann den satz "kann ich ne schlaftablette bekommen" hört.dann ist es nämlich zu spät ;-) es wird keinem eine schlaftablette aufgedrängt,der sie nicht will und nicht braucht.

und ein durchgangssyndrom ist bei älteren leuten wirklich keine seltenheit und hat auch nichts mit falscher medikation zu tun.

azrael hat es ja schon beschrieben. *:)

S2oulxti


Hmmm das klingt so seltsam vertraut...

Als mein Vater vor einem halben Jahr starb, hatte er das auch kurz vorher im Krankenhaus nach einer Augenoperation genau das gleiche, zuerst dachten wir auch wegen der Narkose, Verwirrung, ist auch nachts auf und hat sich die Kanülen rausgerissen usw...

Etwas später stellte sich raus, dass er sich eine Staphylokokken-Vergiftung in der grauenhaften Uni-Klinik in Kiel (die ganze Klinik ist von der miserablen Pflege und Hygiene und einigen arroganten und überforderten Ärzten usw. her eine Katastrophe, geht da bloß niemals hin...auch viel zu wenig Personal generell) zugezogen hatte...ein paar Tage später Krankenhauswechsel (Notaufnahme), Dialysen, Intensiv, tot...udn endlich erlöst :-| .

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