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Private Pflege

x]xseEnecaxxx hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

habe mich am 01.01 diesen Jahres selbständig gemacht und wollte euch mal das Konzept in ein paar Worten vorstellen.

Es handelt sich um eine Art Pflegedienst.

Allerdings OHNE Kassenzulassung.

Ich bin der Meinung ein Umbruch in Sachen Pflege, und speziell ambulanter Pflege, muss her.

Deshalb biete ich unter anderem auch Behandlungspflege an.

Der Haken ist natürlich, dass ich das nicht mit den Kassen abrechnen kann, was natürlich bei "Professionellen Pflegediensten" anders ist.

Die Kosten sind Peanuts. Es geht mir hauptsächlich darum, dass in dieser schwierigen Situation, nicht fünf verschiedene Schwestern (pro Tag) von verschiedenen Pflegediensten an den armen Patienten herum zerren. D.h. wenn ich bei einem Diabetes Patienten die Grundpflege mache, dann kann auch ich ihm gleich sein Insulin spritzen und es muss nicht noch eine Schwester von einem anderen Pflegedienst kommen. Das zu entscheiden bleibt natürlich dem Patienten und seinen Angehörigen überlassen, aber ich biete zumindest die Möglichkeit.

Ich nehme mir mehr Zeit Für meine Patienten und bin nicht nach 16,3 Minuten (nur als Beispiel) schon wieder auf dem Sprung.

Die Abrechnung ist eigentlich sehr einfach.

Der Patient oder die Angehörigen erhalten je nach Pflegestufe Pflegegeld, das ist zwar wesentlich geringer als die Sachleistungen, die der professionelle Pflegedienst von den Kassen erhält, aber unterm Strich zahlt der Patient bei mir wesentlich weniger.

Bis jetzt kommt die Sache gut an.

Ich möchte noch sagen, dass ich zum Glück große Unterstützung im Familien und Bekanntenkreis hab (zum Glück sind da auch ein paar Fachleute drunter  )!

Jetzt würde mich natürlich eure Meinung dazu interessieren!?

Lieben Gruß, xxsenecaxx!

Antworten
s<andy26x5


Hallo

Hast du denn Pflegeausbildung, oder eine soziale oder medizinische Ausbildung?

x]xsenencagxx


Hallo

ja, ich bin Krankenschwester.

GAriexsuh1


Private Pflege

herzlichen Glückwunsch xxsenecaxx,

deine Werbung ist dir geglückt.

Du schreibst du möchtest uns dein Konzept kurz vorstellen.

Hm, ein konzept sieht etwas anders aus. Was du hier beschreibst ist eine grobe Schilderung einer eher fraglichen Geschäftsidee,

die noch wesentlich ausgebaut werden musss.

Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass ein pflegebedürftiger die Behandlungspflege privat bezahlt, wenn ein zugelassener PD diese Leistung mit der Kasse abrechen kann.

Ebenso sieht es mit der Grundpflege aus.

Das Geld sitzt nicht mehr locker, warum also privat bezahlen, wenn die PK bei eingestuften pflegebedürftigen im Rahmen der Kombi/Sachleistung einen höheren Satz leistet und der PD direkt mit der PK abrechnen kann. Der Kunde Zahlt dann nur den Betrag der über die Leistungshöhe der Kombi/Sacheistung geht.

Wie machst du das, 365 Tage im Jahr tgl. 24 std, für deine Kunden da zu sein??

Du hast doch sicherlich keine Angestellten oder??

Was ist mit deinen Kunden wenn du krank wirst??

Du machst Urlaub und dann ???

Du schreibst :Die Kosten sind Peanuts.

Das halte ich für ein gerücht!!

Was ist mit deinen Fahrzeugkosten, deiner Dokumentation - denn auch du musst dokumentieren.

Du bist dir schon im klaren, dass du mit dieser Tätigkeit ein Gewerbe anmelden musst?? Du bist auch Umsatzsteuerpflichtig, auf deinen rechnungen musst du die mehrwertsteuer ausweisen, da deine Einnahmen aus privaten Zahlungen resultieren, ab einer bestimmten Umsatzhöhe ist auch Gewerbesteuer fällig, ist dir das bewusst??

Hast du auch an deine Rente gedacht, dich privat Rentenversichert?

Denke auch an deine Einkommenssteuer.

Hast du auch Versicherungen wie z.B. Betriebshaftlicht, Betriebsrechtsschutz usw. für den Fall des Falles??

Ich denke mal die "Betriebskosten sind doch etwas höher als du dir so gedacht hast.

Einanhme ist nicht gleich gewinn!!!

Sotest du das alles nicht berücksichtigt haben, wovon ich einfach einmal ausgehe (Die Kosten sind Peanuts) wird es für dich ein fürchterliches erwachen geben.

dennoch wünsche ich dir bei deinem Vorhaben viel Glück.

grüße Griesuh

xpxse6nZeNcaxxx


Hallo Griesuh

Erstmal möchte ich mich für die unglückliche Formulierung "Konzept" entschuldigen, aber ich hatte nicht vor meinen Businessplan hier rein zu stellen, das wäre ja auch ein wenig zu ausführlich gewesen.

Also, wie schon gesagt, ich bin seit ersten Januar selbständig, also habe ich auch ein Gewerbe angemeldet.

Ja, ich dokumentiere auch, auf richtigen Dokubögen. ???

Ich habe eine Betriebshaftpflicht, eine private Rente, eine BU, bin freiwillig gesetzlich krankenversichert, ich habe einen Rechtsschutz für alle vier Bereiche, zahle weiterhin Arbeitslosenversicherung, und auch alles was es sonst so gibt. (Auto, Telefon, etc.)

Außerdem bezahle ich monatlich 250 Euro für Werbung.

Ich habe meine Geschäftsidee langfristig und intensiv geplant und auch von einem Gründerzentrum prüfen lassen.

Und ich habe einen Steuerberater, sowie eine Art Versicherungsberater, der mich auf dem laufenden hält, falls ich etwas ändern müsste.

Für den Fall dass ich krank werde, habe ich jemanden.

Die Person ist für diesen Fall gemeldet und eingetragen. (ja, sie hat auch eine entsprechende Ausbildung)

Mit den Peanuts meinte ich nicht meine Kosten, sondern die Kosten die der Patient aus eigener Tasche zu zahlen hat, da hab ich mich vielleicht ungeschickt ausgedrückt.

Die Patienten können das Geld verwenden, dass Sie von den Kassen als Pflegegeld erhalten, wie es auch pflegende Angehörige oder Freunde erhalten. Natürlich deckt das nicht die ganzen Unkosten, aber weit mehr als die Hälfte! Und keine Sorge, ich habe meine Preise auch nicht zu günstig gewählt, ich habe sie meinen Ausgaben gegenüber gestellt und auch mit dem worst case gerechnet.

Was hat ein Patient von den tollen Leistungen der Kassen, wenn man leicht zwischen 600 bis 1000 Euro aus eigener Tasche drauflegt für einen sogenannten "professionellen Pflegedienst" der seine Arbeit so schnell verrichtet wie es nur geht.... denn wie wir alle wissen... wer schnell ist steigert den stundenlohn.

Doch darum geht es in diesem Beruf nicht, nicht für mich.

Für mich ist es ein Versuch etwas zu verändern. Natürlich muss ich auch damit rechnen, dass ich vielleicht in ein paar Monaten wieder aufgeben muss.

Achja, die Behandlungspflege muss nicht bei mir in Anspruch genommen werden, aber ich lasse meinen Patienten die Wahl das für sich selbst zu entscheiden, was ja ansonsten bisher nicht unbedingt der Fall war!

Griesuh, ich bedanke mich für die offene Kritik, auch wenn es mich ein wenig schockiert, dass ich mich so stümperhaft ausgedrückt habe.

Grüße

CdlaraHicmmexl


ich verstehe da was nich

wenn ich patient bin, und plegegeld kassiere, wieso sollte ich mir dann ejmand nehmen,d e rnich mit den kassen arbeitet?

ich emine, fürs insulin gibts verordnungsscheine und ich zahl da sdoch nich selber,w enns die kasse übernimmt.

und genauso mitm pflegegeld- wenn ich kombileistungen beantrage, hab ich doch letztendlich mehr geld für die pflege zur verfügung... denn da wird ja fast das doppelte draus,w enn ich mir pflege hole.

ich persönlich würde denken,d aß da irgendein linkes ding dabei is

und wieso arbeitest du ohen kassen? und ahst du dann überhaupt die lizenz zu spritzen? ich kann doch nich einfach dahergehen und leute spritzen- irgendwie kapier ich dieses ganze konzept nich....ö

GeriesuUhx1


Private Pflege

Hallo xxsenecaxx,

ja das waren so ganz spontan meine Gedanken als ich deinen Beitrag gelesen habe.

Denn die meisten die sich in der Pflege selbstständig gemacht haben ( viele kenne ich auch persönlich), hatten sich ordentlich verkalkuliert. Denn sie wollten genau wie du dem Zulassungswahnsinn entgehen.

Eines ist mir immer noch nicht klar.

Wie willst du alleine ca. 8 Kunden tgl. versorgen, evtl. manche Kunden 2-3 tgl anfahren, ich denke einmal das ist die mindest Anzahl die du benötigst um plus//minus Null aus dem Geschäft heraus zukommen. Nehme einen mtl Schnitt von 400€ pro Kunde.

Dann hättest du 3200 Brutto, minus - 19% Umsatzsteuer =

( 510€) Dir blieben dann 2700 Brutto. Davon gehen noch deine Betriebskosten ab, sagen wir mal niedrig geschätzt 500€ ( du schreibst alleine 250 € Kosten für Werbung).

Bleiben dir noch 2200€. Davon gehen noch je nach Steuerklasse bis zu 35 % Lohnsteuer ab ( 770€,) 12 % KV/PV = 264€

sowie deine Rentenbeiträge ( 19%) = 418€.

Sumasumarum sind das 1452€ zur sozialen Absicherung und Steuern. Somit verbleiben dir sage und schreibe 748€ mtl zum Leben und das für 365 Tage im Jahr bei 24 Std. täglicher Erreichbarkeit.

Wie das gehen soll ist mir ein Rätsel. Ich Denke mehr als 10 Kunden kannst du alleine nicht versorgen.

Aber du musst es wissen, so wie du schreibst sei es kalkuliert worden. Hm, auf welcher Basis Kalkuliert?? Rein spekulativ?? Vermutlich denn du hast ja noch keine Anhalts u. vergleichszahlen

Bitte nicht übel nehmen: Dieses " Konzept" der Billigpflege wird nicht auf gehen. Ich denke schon, dass ich das beurteilen und einschätzen kann, da ich auf ich auf eine jahrelange Selbstständigkeit in der ambulanten Pflege zurück schauen kann.

Grüße Griesuh

xmxsenGecaxxx


Hallo Griesuh

Ich nehme dir das gar nicht übel, ich bin dankbar für Kritik von jemandem mit deiner Erfahrung.

Hab gestern auch deine Website besucht.

Also, ich geb dir vollkommen recht, ich kann am Vormittag circa 8 Patienten versorgen... noch sind es ja noch nicht soviele... ;-)

Sollten es aber so viele werden und das hoffe ich immer noch, dann hab ich für den Anfang jemanden der mich etwas unterstützt und dann müsste ich mir natürlich dauerhaft jemanden ins Boot holen.

Im Schnitt wären es pro Patient 600- 800 Euro, ja nach dem.

Es ist so, dass das mit der Behandlungspflege nur ein Versuch ist, wenn das nicht ankommt, beschränke ich mich natürlich auf Grundpflege, das ist mal klar. ( Und ich weiß auch, dass ich dann meine Preise noch einmal neu kalkulieren muss )

Am Anfang einer Selbständigkeit ist vieles nur spekulativ, wie du ja sicher weißt, so ist es also auch bei mir.

Warum denkst du, dass die Idee nicht aufgehen wird? Wegen der finanziellen Kalkulation?

Würde mich über eine Antwort freuen.

Grüße xxsenecaxx

Gorie=suh1


Privat Pflege

Hallo ganz einfach,

weil dich die Kosten auffressen werden.

Grüße Griesuh

C!laraNHimmxel


was mir noch nich ganz einleuchtet is. welchen vorteil hat der patient bei deinem konzept gegenüber einem modell mit kassenzulassung?

Y3a5miraes


Private Pflege

Wie das steuertechnisch usw läuft, das weiß ich nicht.

Aber grundsätzlich finde ich die Idee gut. Hatte das selber schon mal überlegt, aber ich denke nur mit Basiskurs kann ich das vergessen.

Den Vorteil für die Patienten sehe ich in der persönlicheren Betreung.

Hab jetzt die Zeiten nicht im Kopf, aber es ist in der Ambulanz

immer ein Kampf gegen die Zeit und so wie ich Seneca verstanden habe, will sie die Patienten nicht nach Stoppuhr pflegen?!

Außerdem ist es gerade für ältere Menschen sehr vertrauensfördernd, wenn immer die gleiche Pflegekraft ins Haus kommt.

Liebe Seneca, ob´s machbar ist, keine Ahnung, aber ich wünsch es dir

Liebe Grüße

GVrIies#uh#1


Hallo xxsenecaxx,

du schreibst die durchschnittshöhe der Rechnung pro Kunde wäre

600-800 Euro bei dir.

Jetzt kommt genau der Punkt, der das Unternehmen warscheinlich scheitern lässt. Das Geld sitzt nicht mehr locker.

Ist jemand eingestuft erhält er Leistungen der PK. Wird privat gepflegt ( wo runder auch du zählst- keine Kassenzulasung) sind das in PS I 205€, PS II 410€, PS III 665€.

Das bedeutet in deinem Fall bei PS II, bei einer Rechnung von 800€ muss der Kunde 390 privat zuzahlen. Kommt ein zugelassener PD so erhält der Kunde 921 € Kombileistung. Somit muss er nichts mehr privat zu zahlen. Kommt noch Behandlungspflege hinzu sind dies bei dir nochmal ein paar Hundert Euro mehr. Ein zugelassener PD rechnet die Behandlungspflege direkt über eine VO mit der Krankenkasse ab, der Kunde hat in diesem Fall nur die 10 Euro VO Gebühr zu zahlen.

Weiterhin halbiert sich bei gleichzeitiger Erbringung von SGB XI u. SGB V Leistungen die Hausbesuchspauschale was bedeutet es können ein paar Pflegeleistungen mehr erbracht werden.

Jetzt meine erneute Frage: Warum soll ein eingestufter pflegebedürftiger bei dir so viel privat zu zahlen?? Das ist genau der knackpunkt ohne Zulassung.

grüße Griesuh

CxlearaiHiTmmexl


grisuh, das isses eben- ich seh den vorteil für den patienten nicht..

und

yamiras

ich arbeite inner HKP- in einer privaten mit kassenzulassunf- es is ne frage der struktur, ob dauernd verschiedene pflegekräfte kommen, oder in der regel die selbe. wir haben zum beispiel die bezugspflege, jede angestellte hat ihre eigene tpour und der springer hüoft eben dazwischen rum, wenn die andern mal frei haben.

und mein chef is sehr bedacht drauf, daß wir eben nich nur rein-pflege-raus- arbeiten, sondern uns auch zeit nehmen, wenns von nöten is.

und wenn seneca selbstständig is, dann kannse auch mit kassenzulassung sich die zeit nehmen und bezugspflege isses auch,w ennse nur selbst arbeitet bzw mal n springer einsetzt- ich verstehs nich das ganze ding, echt...

CGlartaHim.mel


mich würde schon nochmal interessieren,w ie es nun läuft und wo der vorteil für den patienten is, schreib doch nochmal, hm?

@:)

SgilikMon8me,nsch


Falls du mal jemanden einstellen musst,hast du folgendes bedacht?

Ein Mitarbeiter verursacht im Monat Kosten von ungefähr +/-5000€

Ein Mitarbeiter wird mal krank,und dann?

Ein Mitarbeiter will Urlaub,und dann?

Ein Mitarbeiter kann Schäden verursachen(Fahrzeug),und dann?

Ich war auch selbständig(9Jahre)und hatte 2 Jahre lang einen Mitarbeiter.Der hätte mich fast in den Ruin getrieben.Bevor du einen Mitarbeiter einstellst,solltest du für 2 Jahre(120.000€) den Lohn +Nebenkosten bar auf dem Konto haben.Und das krieg mal hin...

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