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Arbeit im Pflegeheim - was darf man?

ACver0elll


Es würde erst vor kurzem eine Pflegerin verklagt weil sie wärend sie das essen anreichte eine Bewohnerin/Patientin sich massiv verschluckte und daran erstickt ist weil sie gehamstern hat und das nicht bemerkt wurde.

Averell wenn du das verantworten möchtest bitte

Catan

Deine Frage ist zu schön, darum will ich sie Dir ausführlich beantworten.

Eine Bewohnerin ist erstickt.

In einen Altersheim.

Wo soviel gelernte Kräfte zugange sind?!

Aber warum wohl.

Meine Schwiegermutter hat jahrelang fast ehrenamtlich ambulant gepfegt. Vor zwanzig Jahren war sowas noch möglich.

Ihr ist keiner erstickt.

Warum wohl?

Weil sie Zeit hatte und Neigung. Sie hat vorher aufopferungsvoll 10 Jahre ihre beinamputierte Mutter gepflegt.

Neigung!

Nicht wie die ausgebildeten (manchmal) kalten Hundeschnauzen die den Beruf nicht aus Neigung ergriffen haben, sondern weil ihnen das Arbeitsamt die Ausbildung wegen Arbeitslosigkeit bezahlt hat!!!

Und Zeit!

Die hat in den Altersheimen scheinbar keiner mehr.

Noch Fragen Kienzle

Soüntfje


wir kommen sowieso dahin, dass die sogenannte Grundpflege in Zukunft von Ungelernten Kräften ausgeführt wird, alles andere leistet man sich nicht mehr.

Ich bestreite gar nicht, dass Fehler passieren, Ungelernten vielleicht noch eher als Gelernten, aber mich nervte es, auf der Wortwahl rumzureiten.

Wenn ich nachts die Leute wecke und ihnen sage, ich möchte mal ihre Schutzhose wechseln, dann ernte ich regelmäßig große ??

SUüntxje


und gegen die kalte Hundeschnauze möchte ich mich bitte wehren Ave ;-)

A_verXel{ll


es ist keine Verallgemeinerung

:-)

FxrottePefurixe


Natürlich wurde früher fast jeder alte Mensch von seinen Angehörigen gepflegt,und auch heute ist es noch oft so.

Aber heutzutage helfen oft die ambulanten Pflegedienste noch mit,es ist ein Unterschied,ob ich meine eigene Oma pflege oder einen "fremden" Menschen,der mir anvertraut wurde.

Und wer weiß wie die Menschen früher zuhause gepflegt wurden?Lagern?Decubitusprophylaxe ???

Wir haben letzten Monat eine Bewohnerin zu uns bekommen die bis dato zu Hause gepflegt wurde.Nach bestem Wissen und Gewissen.Am Trochanter eine riesengroße Nekrose,saß den ganzen Tag auf einem Toilettenstuhl,und wog noch ganze 30 Kilo!!!

Wenn jeder Pflegen kann....wieso mußte ich dann 3 Jahre Ausbildung machen ??? ?

SKüjntjxe


ich habe keine 3 Jahre waschen, betten, lagern und füttern gelernt.

Das war das Wichtigste im ersten Vierteljahr, dann kamen viele Monate andere Dinge.

F|r1o#tteefu\rixe


Natürlich lernt man das nicht alles in den 3 Jahren!

Aber es hängt irgendwie alles zusammen. Was muß ich bei welchen Erkrankungen oder Einschränkungen beachten z.B.

Ich krieg bei uns nen Krampf wenn ich seh wie ne Bewohnerin mit Hemiparese am betroffenen Arm hochgezogen wird;Nahrung an ne PEG angehängt wird,aber das Kopfteil nich hochgestellt wird,Symptome für ne Hypoglykämie nicht erkannt werden usw. In Zweifelsfall halt ich als Fachkraft für sowas nämlich den Kopf hin!!!

S4ünTtVje


ich glaube, wir sind uns einig darin, dass man keine Leute, die von nichts eine Ahnung haben, auf alte- oder alte und kranke Menschen loslassen darf.

Mir ging die überhebliche Zurechtweisung bezüglich der Ausdrucksweise der Fadenerstellerin auf die Nerven.

Ich kenne Pflegehelferinnen, die ebenfalls "füttern" sagen, sich jedesmal erkundigen, was es zu beachten gibt beim Patienten und diesen dann liebevoll versorgen.

Bei uns muss von Zeit zu Zeit 20 Patienten das Essen angereicht werden von etwa 4 Leuten, da ist Hilfe willkommen und bitter nötig.

Aber wie gesagt, darum ging es mir gar nicht.

h\elfeMrlein6a6x6


SORRRRRRYYYYYY !!!

Ich wollte keinen Kampf auf "gelernt, geprüft" oder "nur mal gezeigt" entfachen.

Ich arbeite nun seit 3 Monaten in einem Altenpflegeheim, und mir wurde in der ersten Zeit sehr viel gesagt, gezeigt, beigebracht...

Worauf ich genau achten muss,

- wann ich jemanden holen muß,

- ich bin auch nie allein

- ich werde ständig kontrolliert etc, etc.....

Wir haben im Haus gelernte Pflegehelferinnen, denen schon die Nerven reißen, wenn jemand die "Schutzhose" (hab ich vorher nie gehört -- Einlage sagt man bei uns ???) voll macht.

Ich muss schon sagen, gründlichere und liebevollere Reinigung ohne Stress haben sie sicher bei Menschen denen die Würde" im Vordergrund steht, und das kann auch jemand sein, der nur angelernt ist.

Das ich mich nicht ganz im rechtlichen Rahmen bewege ist mir bewusst, aber was solls - ich geb mein Bestes - möchte auch die Ausbildung machen, aber ohne Praxis wäre ich bei uns in Ö nicht mal versichert.

Hoffe ich hab Euch nicht allzusehr gestresst, Danke für die Antworten.

LG Helferlein666

hBelfre'rl1ein6x66


Ahhhhh

und nochmals sorry betr. "Füttern", hab beim ersten Eintrag nicht nachgedacht, aber mir wird es so gesagt, das ist sicher nicht abwertend gemeint. Neben den Bewohnern sagen wir das eh nicht...

A]verHellxl


sag ruhig füttern.

Säuglinge füttert man, alte Leute füttert man.

Alles andere sind Scheissbegriffe

:)^

Viel Glück und Erfolg für die Zukunft :)*

haelfwerleinQ666


==>Averelll D A N K E ! ! !

Ich geb mein Bestes !

LG

mIiss&marp9le#9


na ja... klar sagt man in der umgangssprache " füttern". klar füttere ich säuglinge und alte menschen. aber ich weiss auch nicht, dieses kleine wörtchen löst bei mir persönlich ein bitterer beigeschmack aus. wenn ich kollegen höre, die diese klitzekleine wörtchen sagen, schaue ich erstmal :-o aber wie gesagt, hat jeder ne andere einstellung dazu!

A2zracel-4Alkasar


bei wörtern wie füttern, wickeln, windel, patient waschen bekomme ich echt nen zustand. es klingt sowas von abwertend.

auch wenn es umgangssprachlich so heißt hat es was gewaltig entwürdigendes und beleidigendes an sich.

das fehler passieren liegt an der überlastung. immer weniger pflegekräfte müssen immer mehr patienten/bewohner versorgen.

zudem ist es nicht einfach mit dementen menschen zu arbeite. für mich ist es die höchste herausforderung an der ich oft verzfeifle.

die arbeit in senioreneinrichtungen sehe ich auch als besondere belastung. viele dort haben chronische erkrankungen (diabetes, herz- lungenerkrankungen, demenz) die pflegekräfte kämpfen gegen windmühlen. egal was sie machen es ist keine besserung in sicht.

irgendwann erreicht mn einen punkt an dem es einem egal wird.

das entschuldigt es natürlich nicht, aber dort sehe ich die gründe.

mtissmVarplZe9


ja genau! so sehe ich das auch. burnout lässt grüssen. ich hatte schon kollegen, die sich in keinster weise darüber im klaren waren, was sie verbal von sich gaben. wickeln..., füttern... was weiss ich nicht noch alles! trotz aller überbelastung: ich denke, das hat auch was mit der persönlichen grundhaltung eines einzelnen zu tun. so wie man dieser arbeit gegenüber eingestellt ist, was für eine sichtweise man hat. aber das soll es wirklich nicht entschuldigen. ich gehe von mir selbst aus; wenn zu mir ne pflegekraft käme und sagen würde, hei ich fütter und anschliessend wickel ich sie. da möchte man echt nicht alt werden und in einem heim landen, oder?? aber zum glück ist es nicht überall so.

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