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Welches Medikament ist am besten gegen Demenz, Alzheimer & Co?

D6arksi5dexr hat die Diskussion gestartet


Es geht um meine Großmutter (86). Meine Familie und ich möchten sie eigentlich noch nicht in ein Heim geben, aber es wird immer schwieriger bzw. sie ist körperlich ganz rüstig, nur ihr Geist schwindet zunehmend.

Diagnose lautet vaskuläre Demenz, nächtliche Harninkontinenz und man muß auf ihren Natriumspiegel achten.

Dagegen nahm sie bisher den Cholinesterase-Hemmer Exelon 1,5mg 2x/täglich.

Da das aber ja eine zu geringe Dosis und sie keine Dosiserhöhung verträgt, müssen wir etwas anderes suchen.

Ich mußte neulich mit ihr ins Krankenhaus und ein sehr kompetenter und netter Neurologe meinte überhaupt: Vielleicht hat sie gar keine Demenz, sondern leidet quasi unter latenter Hyponatriemie (Natriummangel). Tatsache ist, daß es ihr nach NaCl Infusionen sehr viel besser geht, aber der Natriumspiegel im Blut ist im Moment ok.

Dieser Neurologe meinte, wir sollen Aricpet ausprobieren. Haben wir, doch nach 4 Tagen kamen Nebenwirkungen und meine Oma verträgt diese Mittel leider auch nicht (es war nur die 5mg Dosis).

Heute war ich bei einem andere Facharzt mit ihr: Jetzt Ebixa 10mg verschrieben bekommen.

Lange Rede kurzer Sinn: Welches Mittel ist besser?

Ich mein Exelon halte ich für ganz gut und gibst als Pflaster auch, wäre das nicht besser? Und Reminyl? Habe davon nur Gutes gehört. Andererseits sind ja all diese Medikamente im Verdacht kaum zu helfen. Kann mich bitte jemand beraten?

Danke im Voraus!

Antworten
D0arks\idexr


Kurzer Nachtrag:

Ich war mit der heutigen Neurologin sehr unzufrieden. Vielleicht verstehe ich ja was falsch, aber Ebixa 10mg (Memantine) wird doch nur bei Alzheimer verwendet...und diese Diagnose steht aus oder ist das wie bei Exelon bzw Rivastigmin?

e~leixbag


Vertrau der Neurologin! Ebixa ist auch sehr gut bei vaskulärer Demenz, ein guter Arzt weiss das.

eleibag

C8arsoxn


Für die Frage nach dem richtigen Medikament bei Demenz und Alzheimer gibt es leider keine einzige richtige Antwort.

Die Wirkung&Verträglichkeit ist von Fall zu Fall verschieden, bin durch einen Alzheimer-Fall in der Familie recht gut informiert und da gab es dieses Jahr eine Studie namens PAULA , die Reminyl als das effektivste Medikament beschreibt...

hiermal ein Auszug aus der Studie:

Bei der Bewertung der vier für die Therapie von Alzheimer-Patienten zugelassenen Wirkstoffe sei Galantamin (Reminyl) von den meisten beurteilenden Kollegen als die bei mittelschwerer Alzheimer-Demenz insgesamt am besten wirksame Medikation bewertet worden, so das Unternehmen.

hier auch der Link dazu:

[[http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/?sid=495929]]

hoffe es geht deiner Oma den Umständen entsprechend gut...

alles Beste!

Aemmeglly


Hallo Darksider,

nicht immer geht eine optimale Einstellung mit Alzheimermedikamenten von heute auf morgen. Manchmal muss man eben ein wenig testen, jeder Patient ist anders. Meine Schwiegermutter hatte auch Ebixa verschrieben bekommen, allerdings waren die Nebenwirkungen so erheblich, dass das Medikament wieder abgesetzt werden musste. Inzwischen bekommt sie Reminyl und es sind auch keine Nebenwirkungen mehr aufgetreten. Wir sind mehr als froh darüber! Ich hoffe für dich und vorallem für deine Großmutter, dass ihr noch eine gute medikamentöse Behandlung findet. Hab Geduld!

Dvarks?ider


So die Zeit verfliegt leider...meine Oma (jetzt 88) ist seit 2 Wochen im Heim und ich bin ganz ehrlich nicht besonders zufrieden, wenngleich es sicher ein sehr gutes Heim ist. Leider ist die Krankheit sehr weit fortgeschritten...selbst mobil ist sie zB kaum mehr und anscheinend hat man es im Heim auch aufgegeben sie in diese Richtung zu ermutigen.

Meine Oma hat die letzten Jare Aricept 10 mg genommen...das hat die Krankheit wirklich gut hinausgeschoben...dann haben wir die Kombinationstherapie mit Ebixa ausprobiert, wobei ich nicht sagen kann, ob beide Medikamente nicht mehr wirken oder was los ist...eine Besserung gabs nicht.

Im Heim bekommt sie plötzlich nur mehr 5 mg Aricept.

Mit Galantamin (Reminyl) haben wir gar keine Erfahrung gemacht.

Mir ist schon klar, dass man diese Krankheit nicht aufhalten kann, aber ich gebe sicher nicht auf alles medzinisch Mögliche zu versuchen...

DMarktsIidexr


Übrigens hat jemand Erfahrung mit dieser Flüssigkeit aus Schweinehirn, die angeblich ein wenig bringen soll: Cerebrolysin

Wir haben das nie ausprobiert, aber es wird wohl keine bedeutenden Erfolge erzielen.

Ein weiteres Problem ist, dass meine Oma seit einigen Wochen ziemlich dicke Beine (Ödeme) hat und aufgrund ihres Natriummangels nur leicht entwässert werden darf.

dfaniflxex


Zu den Bein-Ödemen: habt ihr den Arzt mal auf Kompressionsstrümpfe angesprochen? Solche "physikalischen Methoden" sind oft viel besser als Medikamente.

DharkOsilder


Sie bekommt die Beine eingebunden, aber es hilft nur wenig...

Kann mir bitte jemand erklären, was die Reduzierung von Aricept von 10 auf 5 mg bringen soll?

S_ün_tje


hat sie andere Medikamente dazu bekommen?

Gewicht abgebaut?

Ist sie nachts vermehrt unruhig? Oder tagsüber?

Nur so ins Blaue hinein wird dir hier wohl niemand sagen können, warum es reduziert wurde.

Kann der Arzt dir da keine Auskunft geben?

D6arks|idhexr


Ich habe noch nicht mit dem Arzt sprechen können, aber grundsätzlich finde ich es einfach merkwürdig, weil man diese Medikamente bei guter Verträglichkeit (was bisher gegeben war) ein Lebenlang nehmen kann/muss. Also ich würde sagen sie ist ganz normal außer, daß sie jetzt aktiver und ein wenig agiler ist als zu Hause und sehr viel (unverständliches) plappert.

Grundsätzlich ist die Aufnahme im Heim eine enorme Entlastung für meine Familie und mich, allerdings hätte ich sie weiter nebenbei gepflegt, auch wenn das eine immense Herausforderung war und sein würde.

Ach...echt schwierig...

R:eBdAjppxle


Kann mir bitte jemand erklären, was die Reduzierung von Aricept von 10 auf 5 mg bringen soll?

Reine Kostenersparnis? Jetzt mal ganz bitter nachgefragt? %-|

M5oVn]ikax65


Darksider

Meine Mutter hat ähnliche Probleme, sie bekommt allerdings überhaupt kein Medikament gegen die Demenzentwicklung. Nur gegen Unruhezustände. Mich würde mal interessieren, hat dir der Arzt erklärt, wie der Natriummangel zustande kommt? Bei meiner Mutter besteht dieses Problem auch und ich fürchte, dass ihr Natriumspiegel nicht oft genug kontrolliert wird.

Dmarskskidxer


Dass mit den 5 mg dürfte nicht stimmen, allerdings kann ich das nicht kontrollieren.

Hat jemand Erfahrung mit Remedyl?

Meine Oma hat früher Exelon bekommen...das hat sie in hohen Dosen aber nicht vertragen (gibts ja mittlerweile als verträgliches Pflaster, haben wir aber nie ausprobiert)

Auch die Kombination mit Aricept und Ebixa hat anscheinend nix gebracht...

Die Ärzte tun natürlich gar nichts, weil alten Menschen mit vaskulärer Demenz ist eben nicht mehr zu helfen...ich akzeptiere durchaus die wissenschaftlichen Fakten, bin aber bemüht alle Register zu ziehen.

Woher der Natriummangel tatsächlich kommt ist ungewiß...

D(arksi'der


Ich meine natürlich Reminyl in Satz 2.

Was wirklich zermürbend ist, dass Ärzte gar nicht mehr helfen wollen...nicht mal was ausprobieren, obwohl es viele Dinge gibt, die man sich wenigstens anschauen kann.

Am Besten nicht alt und besonders krank werden...

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