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Lebenserhaltende Maßnahmen

a8maxl


man verzögert es halt...ohne die massen an flüssigkeit, die die meisten patienten erhalten,wären sie physiologischerweise innerhalb von 2-3tagen tot.

Sbüntj2e


Heißt im Prinzip, dass die menschen, die im KKH künstlich ernährt werden, nicht "natürlich" sterben dürfen.

ist schon ein wenig so.

Durch die unzähligen Magensonden, die gelegt werden, häufig von Ärzten mit genau dem Argument des nicht "verhungern lassen" den Angehörigen angeraten, werden viele alte Menschen unnatürlich lange am Leben erhalten.

was Amal hier schreibt

natürlich ist die vorstellung ihn"verhungern zu lassen" grausam aber man darf sich das m.e. nicht so absolut vorstellen. der menschliche körper ist an die unterschiedlichen lebenszyklen angepasst (also auch an den des sterbens) d.h. jeder der eines "natürlichen todes"stirbt durchläuft den weg der nahrungs-und später auch flüssigkeitskarenz. dies hat den einfachen sinn, dass man mit zunehmender austrocknung einen zustand geistiger dämpfung erreicht,die einem das "sterben wohl erleichtern soll".

ist so wichtig.

Keine Nahrung bedeutet vielfach weniger Schmerzen.....

Und die Nahrungsverweigerug, früher ein ganz natürliches Verhalten, wird künstlich umgangen.

Was steht in der Patientenverfügung?

Eine Wischiwaschierklärung "keine lebensverlängernden Maßnahmen" nützt heute vielfach gar nichts.

In meiner steht sehr ausführlich drin, was ich will und was nicht und das ist letztlich wichtiger, als eine notarielle Beglaubigung

W@ehrWffisxch


Sehe ich genauso wie einige von euch.

Ich arbeite in einem Pflegeheim,und viele Bewohner verweigern irgendwann die Nahrung und Flüssigkeit.Mit einer Magensonde wird diesen Personen die einzige Möglichkeit,selbst zu entscheiden das sie sterben möchten genommen.

Mehrere Bewohner bekamen nach mehreren Schlaganfällen eine Magensonde,weil die Angehörigen sie nicht "verhungern" lassen wollten.Haben diese Menschen,die steif im Bett liegen,sich nicht bewegen,nicht sprechen,nicht selbst entscheiden "gehen zu wollen",sich nicht mal kratzen,drehen,irgendetwas äußern können ein lebenswertes Leben?

Ich würde in einer solchen Situation bei einem meiner Angehörigen IMMER gegen eine PEG entscheiden,aber vielleicht einfach aus dem Grund,das ich schon SO viele Menschen "vor sich hin vegetieren" gesehen habe.

SxüIntje


@ Wehrfisch

ich auch. Aber ich arbeite im Krankenhaus, wir bekommen dann häufig eure Heimbewohner mit der Diagnose "Nahrungsverweigerung" und ich bekomme ab und an die Diskussionen mit zwischen Ärzten und Angehörigen und das Argument "nicht verhungern lassen" wird noch von vielen Ärzten benutzt.

Mir tut es auch immer in der Seele weh, wenn man die Alten so entmündigt.

R2ut


Maeusle,

ich kann verstehen, wie Euch zu mute ist. Ich habe es zweimal mitgemacht und es fiel mir sehr schwer, diese Verfügungen vorzuzeigen. Wir haben jedesmal in der Familie beraten.

Bei meiner Mutter, bei der der Krebs wieder ausgebrochen war und eine Behandlung wegen ihres schlechten Allgemeinzustandes (86 Jahre, hatte schon einen künstl. Ausgang, mehrere Wirbelbrüche - Osteoporose) kam dann noch ein schwerer Sturz mit Fraktur im Schultergelenk hinzu. Ich hörte aus dem Schwesternzimmer als ich auf den Arzt wartete: die Tochter ist schon wieder da, die müsste doch wissen, dass es inoperabel ist. Dann das Zögern des Arztes am Bett meiner bereits bewusstlosen Mutter. Die Fraktur umgeben von einem riesigen Hämatom, konservativ gerichtet - da zog ich die Patientenerklärung (Unterschrift notariell beglaubigt) hervor. Meine Mutter ist schmerzfrei eingeschlafen. Ich saß 16 Stunden an ihrem Bett.

Frage, ob es im Krankenhaus nach Unterstützung durch die Hospizbewegung. Die können Euch seelisch zur Seite stehen.

Ich wünsche Euch Kraft für die schweren Stunden. Jeder muss einmal gehen. Euer Opa hat sich viel mit dem Tod beschäftigt und entschieden, diese Patientenverfügung zu unterschreiben. Nun müsst Ihr seinen Willen respektieren, denn er kann sich nicht mehr helfen.

M%aeusnle/78


So, vorbei ist es

Und sie haben ihn tatsächlich verhungern lassen :°(

Meine Oma hat vergangenen Freitag die Patientenverfügung im KKH abgegebn, daraufhin wurde ihm die Magensonde entfernt und er wurde entlassen.

Also zurück ins Pflegeheim, dort bekam er dann nur noch Kochsalzlösung und gestern morgen ist er einfach nicht mehr aufgewacht, wobei er ja die ganze Zeit nicht mehr richtig wach war.

W-ehrfRiscxh


Erstmal herzliches Beileid meinerseits,aber...

halte dich nicht an dem Gedanken fest,das er "verhungert" ist,sondern das er ganz ruhig und würdevoll eines natürlichen Todes sterben durfte!

MRaeudsl]e7W8


Ich denke auch das er nicht mehr viel mitbekommen hat... und innerhalb von 4 Tagen verhungert ja auch niemand :|N Im Endeffekt ist es auch egal wie es schließlich passiert ist, für ihn war es mit 88 nach 3 Schlaganfällen echt eine Erlösung :)*

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