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Demenz und Halluzinationen

P\inkMavfYia8x6 hat die Diskussion gestartet


ich habe folgendes problem: meine oma leidet seit ca einem halben jahr an demenz. am anfang war es wirklich nur so, dass ihr namen entfallen sind oder sie nicht mehr wusste, wer gerade angerufen hatte. heute ist es so: sie weiß gar nichts mehr. sie glaubt, sie wohnt in einem altenheim, dabei wohnt sie in ihrem eigenen haus, sie ist der meinung, ihre tochter ist eine krankenpflegerin. sie bekommt eine reihe von medikamenten 9 stück an der zahl. seit einer woche kamen nun halluzinationen dazu. sie sieht menschen die nicht da sind, redet mit denen und hat teilweise große angst vor ihren "besuchern". wir wissen ehrlich gesagt nicht weiter. ich zähle hier ein mal auf, welche mittel sie alle bekommt:

bisoprolol 5mg, eferox 25, ass 100tah, levocarb 100mg, lexostadt6, risperidon 1mg, citalopram 10mg, ranitic 150mg.

mir ist hierzu folgendes aufgefallen: levocarb ist gegen parkinson, risperidon hat als hauptnebenwirkung die verschlimmerung von parkinson. ist das nicht etwas merkwürdig?

Antworten
e>iOkon


hey ich bin leider kein arzt aber wikipedia hat mir folgendes ausgespuckt:

Wahnhafte Störungen können bei allen Demenzformen auftreten. Relativ typisch sind sie für die Lewy-Body-Demenz, die Demenzform beim Parkinson-Syndrom. Es handelt sich vor allem um optische Halluzinationen. Typischerweise sehen die Betroffenen zunächst vor allem im Zwielicht der Dämmerung nicht anwesende Personen, mit denen sie mitunter sogar Gespräche führen. Die Patienten können sich in diesem Stadium meist von ihren Halluzinationen distanzieren, das heißt sie wissen, dass die Personen, mit denen sie sprechen, nicht anwesend sind. Später sehen sie Tiere oder Fabelwesen, Muster an den Wänden, Staubfussel. Schließlich erleben sie groteske, meist bedrohliche Dinge, zum Beispiel Entführungen. Diese szenischen Halluzinationen sind in der Regel sehr angstgefärbt. Die Patienten werden nicht selten aggressiv, wenn sie die sich in besten Absichten nähernden Angehörigen und Pflegenden in ihr Wahnsystem einbauen.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Demenz#Symptome]]

lg

S hudki


Zu erst eine Frage: Wieso gebt ihr sie nicht in ein Pflegeheim??!

Ich arbeite auch dort, in der Dementenstation, und kann dir sagen dass es völlig normal ist wenn sie mit "anderen" Menschen redet. Dort wäre sie auch gut aufgehoben!

Die Demenz ist ja eine Krankheit die in 4 Stadien aufgeteilt wird. Je nach Zustand, vererbung usw. kann sie sich anders entwickeln. :(v

Wir haben auch Leute bei uns die extrem "weg" sind. Man kann sie zwar ansprechen jedoch erzählen sie wirres Zeug, oder können nicht mal die einfachsten Dinge beim Namen benennen... :-o

Es ist wirklich eine Krankheit und all diese aufgezählten Medikamente können ihr vielleicht etwas helfen, sich zu beruhigen und was auch immer, aber mit dem Zustand den sie jetzt hat, wirst du dich abfinden müssen. :)z

Liebe Grüsse

S<huxki


ach ja da fällt mir auch ein: Unsere Abteilung ist komplett geschlossen!

Es kam früher vor dass sich die Dementen-Bewohner aus Angstzuständen oder Psychosen aus dem Fenster sprangen. :°( Nicht zuletzt weil sie glaubten, von UNS entführt worden zu sein, oder nach Hause zu müssen.. Ja ist nicht ganz ungefährlich..

P1inkMa;fsia8^6


also sie ist nicht in einem pflegeheim, da sie erstens vier kinder hat die sich um sie kümmern und eine davon mit im haus lebt. ich glaube nicht das wir es übers herz bringen könnten sie in ein pflegeheim zu geben, denn körperlich ist sie ja noch fit. also sie zieht sich an, geht alleine zur toilette usw.

Sbhu4kxi


naja dann ist es ja oke, wenn ihr Zeit habt und mit ihr zurecht kommt.. ihr müsst einfach nicht erschrecken, wenn sie plötzlich "geistig" etwas nachlässt..

Haltet ihr gut Sorge!:)^ ;-)

Sahan%tis Gkefühlxschaos


also sie ist nicht in einem pflegeheim, da sie erstens vier kinder hat die sich um sie kümmern und eine davon mit im haus lebt. ich glaube nicht das wir es übers herz bringen könnten sie in ein pflegeheim zu geben, denn körperlich ist sie ja noch fit. also sie zieht sich an, geht alleine zur toilette usw.

:)^ :)^ :)^ :)^ :)^

Dazu kann ich nur sagen allergrößten Respekt. Ich habe selbst jahrelang so gut es geht meinen Opa betreut zusammen mit der Diakonie, weil er Pflegestufe 3 war. Leider ist er vergangenen Monat verstorben. Hausarzt, Pflegerinnen, etc. haben mich oft darauf angesprochen dass es gerade für mich doch das sinnvollste wäre ihn in ein Heim zu geben. Aber das hätte ich nie übers Herz gebracht. Sicher wars anstrengend und mein Privatleben hat sehr darunter gelitten weil ich mehr bei ihm war als zuhause bei meinem Mann. Aber ich wusste er ist nicht alleine und verlassen in irgendeinem Heim, sondern er ist zuhause bei seiner Frau und weiß ich bin jederzeit da um mich um ihn zu kümmern. Irgendwie funktioniert das immer! Leider handeln viele Leute sehr schnell was Heime angeht! Find ich beängstigend!! Deswegen allergrößten Respekt davor dass es bei euch nicht darum geht dass ihr genug Privatleben und eure Ruhe habt sondern erstmal darum dass es Oma gut geht!!!

Zu den Halluzinationen während der Demenz kann ich nichts sagen. Meine Oma hat aber auch Parkinson und bei ihr war es jedesmal nach einer Narkose, sie hatte 3 Oberschenkelhalsbrüche, so dass sie sich nach dem Erwachen nicht mehr zurechtfinden konnte.Und zwar nicht nur kurzfristig sondern für lange Zeit. Das letzte mal ging es die 3 Wochen KRankenhaus so, und 4 Wochen Reha danach. Sie schlug um sich, weil sie sich von dem Pflegepersonal bedroht fühlte, und wusste gar nicht wo sie ist. Sie erkannte mich nicht mal! Das war wirklich schlimm und ich hatte große Angst davor was da auf mich zukommt wenn sie zuhause ist, aber man kanns kaum glauben, sie war wieder daheim und war allseits orientiert. Sie hat kein Wort mehr drüber verloren! Ich will dir damit sagen dass sowas auch oftmals von den kleinsten Veränderungen kommen kann. Hat sich im Leben deiner Oma irgendwas verändert? Ist jemand der ihr nahe stand verstorben, hat sich ihr Umfeld verändert, ihre Wohnung, etc ???

P-inBkMga7fia8x6


also der arzt war heute abend bei ihr und hat eine reihe von medikamenten gestrichen. sie bekommt jetzt nur noch ihre ganz normalen blutdruck- und schilddrüsenarzneimittel sowie ein arzneimittel zum schlafen. alle anderen wurden gestrichen :-) das macht mich schon mal sehr glücklich, denn ich hatte so das gefühl das diese verwirrtheit und das haluzinieren von den vielen verschiedenen medikamenten kam. denn die hatten genau dies als nebenwirkung. nun hoffe ich das es bald besser wird

pmhoexbe


das ist aber komisch..das ein arzt erst so etwas verschreibt ..um dann die medikamente wieder abzusetzen.

es ist sehr schwer eine solche person zu pflegen -aber ..sie ist natürlich in ihrem privaten familienkreis am besten aufgehoben.

schaut nur zu, dass ihr selbst nie zu kurz kommt..sonst reicht die kraft nicht mehr für die pflege aus.

demenz ..dabei verlieren die leute ihr kurzzeitgedächtnis -meist bleibt das langzeitgedächtnis sehr gut haften..sorgt dafür das ihr euch viel unterhaltet ..und zwar über früher..macht regelmässig ein paar spiele mit ihr ..mit der zeit findet ihr heraus was ihr spass macht ..und was sie noch kann ..holt euch ein buch über besondere anwendungen und spiele. -nehmt sie mit -so lange sie es kann..und fordert sie..so bleibt sie so lange wie möglich noch fit. (wenn man es mal so nennen will)

lasst sie malen -lasst sie basteln ..lasst sie kartoffeln schälen ..und all diese kleinen dinge..sie muss gebraucht werden.

fahrt mit ihr zu orten die sie von früher kennt..und lasst sie nie aus den augen ..denn es kann sein, dass sie sich verselbständigt. schaut auch drauf, dass sie immer genügend trinkt..damit steht und fällt das gehirn auch...es muss immer genügend versorgt werden..das geht nur mit flüssigkeit die der körper weiterleitet.

am besten ist wasser oder verdünnte fruchtsäfte.

lg

pLhoeFbxe


ach so ..damit sie sich auch jetzt noch immer auskennt..könnt ihr einige türen für sie kenntlich machen ..mit einem großen roten punkt oder so ..wichtige räume zu kennzeichnen ist eine große hilfe.

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