» »

Füttern im Krankenhaus: Aufgabe von Personal oder Angehörigen?

PWoVixnty


Ich will hier gar nix entschuldigen,aaaaaaaaaaaaber :

- Der Personalschlüssel wird reduziert

- Stellen werden einfach nicht mehr besetzt.Es geht ja auch irgendwie mit weniger

- es werden von Jahr zu Jahr immer mehr Patienten

- Patienten sind aufwändiger

- die Aufgabe einer Krankenschwester bezieht sich nicht auf das,was die meisten Leute in der Öffentlichkeit glauben

- es geht schon lange nicht mehr darum, das Pflegebedürftige gewaschen, gebettet, gelagert und gefüttert werden


- Ich verzichte auf meine Pausen,nicht aus Nächstenliebe sondern weil ich einfach nicht dazu komme

- Ich gehe völlig unzufrieden nach Hause

- Ich habe kaum noch etwas mit den Patienten direkt zu tun

- Früher saß ich noch entspannt am Patientenbett und konnte mich unterhalten,erklären und auf Wünsche eingehen

- Heute hetze ich nur noch von einen zum anderen und schaff es trotzdem oft nicht

- Ich bin gerne Krankenschwester,aber keine glückliche mehr

- Ich arbeite oft 3 Wochenenden im Monat


Immer mehr Krankenschwestern steigen früh wieder aus....Völlig ausgebrannt....Viele haben Schlafstörungen..Die Unzufriedenheit steigt zunehmend.


Wie es genau im Krankenhaus abläuft,bekommt kaum ein Aussenstehender mit.

Das ist traurig,aber wahr.

Aber wir sind auch nur Opfer....Opfer vom Gesundheitssystem und Opfer der Verwaltung.

PIointxy


So,und jetzt nehmt mich auseinander ;-)

S_ünt~jxe


ein, wir sind doch deiner Meinung.

Ich hab immer den Spruch einer Krankenschwester im Ohr, die ich einmal im Fernsehen sah und von den Missständen in ihrem Krankenhaus berichtete.

Sie sagte, "ich war eine gute Krankenschwester, deshalb bin ich gegangen"....

Hätte ich eine andere Möglichkeit mein Geld zu verdienen, ich wäre auch längst raus aus dem Beruf

P3oint_y


Hi Süntje,

aber ist das nicht traurig?Es war mein größter Wunsch Krankenschwester zu werde und es entwickelt sich zum Albtraum.

Mit 16 hab ich mein Praktikum gemacht...Mit 17 durfte ich vorzeitig meine Ausbildung beginnen..Mit 20 hab ich mein Examen gemacht...Ich bin jetzt fast 32,arbeite also die hälfte meines Lebens im Krankenhaus.

Oft sage ich mir : Wäre ich doch Floristin geworden,dann beglücke ich alle mit meinen Blumen.

Mit meinen Beruf kann ich kaum noch wen beglücken.

Nichtmal mich selber.

S5ün%tjxe


ich bin 40 und mache den Beruf seit mehr als 20 Jahren, hab ihn so gelernt, dass er mein Traumberuf war.

Ich gehe auch nur noch hin, weil ich das Geld brauche.

Ab und zu gibt es Momente in denen ich Zeit habe und zum Beispiel eine gute Sterbebegleitung machen kann. Da weiß ich dann wieder wofür ich es einmal gelernt hab......

M2elSi}ndorxa


Ich muss auch meinen Senf dazugeben. Als Patientin.

Ich muss dazu sagen, dass ich sowohl gute als auch sehr, sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe was Pflegepersonal als auch Ärtze betrifft.

als ich in meiner Schwangerschaft im Kh lag, war ich in meinem *Wunschkrankenhaus* in dem ich auch entbinden wollte. Die Ärzte und SChwestern waren dort so lieb, und hilfsbereit. Ich fühlte mich dort am besten aufgehoben, und wenn was in Zukunft noch sein sollte, geh ich nur dort hin. In ein anderes KH bekommt mich kein Mensch mehr!

Leider wurden meine Kinder 7 Wochen zu früh geboren, sodass ich zur Entbindung in ein anderes KH musste (Uniklinik) Die Ärzte waren unter aller Sau, sorry für die Beschreibung, aber was ich da erlebt hab, das geht echt nicht mehr!! Mich wollten die Ärzte mit einem Blasensprung solange ziehen bis es die Umstände nicht mehr erlaubten :(v vielleicht ist das so üblich aber meiner Meinung zu gefährlich. Das sollte mindestens zwei Wochen so gehen. Ich hab so lang geteufelt, bis sie am nächsten Tag geholt wurden-gut so! Die Kinderklinik war gut. So ne Woche später bekam ich schlimme Schmerzen im Rücken und Oberschenkelbereich, ich ging nochmals in die Frauenklinik, dort machte man Ultraschall, nix. sie schickten mich in die Neurochirurgie, dort wurde MRT gemacht, die sahen nix.... Ich hab mich eine Woche gequält, ging zu meinem damaligen HA, der meinte überdehnte Mutterbänder IM KREUZ... ( wo ist der smilie mit Vogel?) Welcher Mensch hat seinen SS-Bauch aufm Rückem ???... Naja ok, der meinte nix, obwohl ich zu dem zeitpunkt nicht mehr richtig laufen konnte, Fieberschübe hatte.. Abends wurden diese Schmerzen unerträglich, wir riefen wieder in der Frauenlinik dieser Uniklink an und schilderten dies. wir fragten ob ein Krankenwagen oder vielleicht nicht ein Arzt vorbei kommen könnte ( wir waren in soner Familieneinrichting im Krankenahuszentrum, direkt neben dieser Klinik) die Nachtschwester die an diesem Abend Dienst hatte, sagte nein. Mein Mann sagte darauf, dass ich nicht aufstehen könne, vor SChmerzen und wir nicht wissen was wir tun sollten. Die meine wortwörtlich "Pech, ich kann ihnen einen Rollstuhl anbieten, bringen Sie sie irgendwie her"... Nunja der holten diesen Rollstuhl, wir trommelten Männer zusammen und die trugen mich zwei Treppen runter damit mich mein Mann in diese klinik kutschen konnte, dort musste ich erstmal zwei Stunden warten, ok so ist das üblich, aber ich war wirklich ein Notfall.... Die SChwester war sehr pampig, irgendwann fing ich nur noch an zu heulen ich konnte diesen Druck in mir nicht mehr aushalten, ich konnte mich nicht mehr bewegen, es ging nicht mehr, ich bekam keinerlei SChmerzmittel, da die Blutwerte nicht da waren, bzw. dieser Arzt. Irgendwann ist mein Mann raus und schrie die SChwester an, sie soll jetzt endlich einen Arzt holen, seine Frau könne nicht mehr.. Welch ein Wunder 10 min war der da!! Da ist der aber gesprungen, als er dann die Blutwerte sah die komischerweise auch ganz schnell da waren. Mit einem CRP von 280 und Thromboswerte ie alles andere als normal oder etwas übern Normalwert waren.... Er hat sich dann wirklich die Mühe gemacht und hat in allen Häusern angerufen, ob ich nicht nochn CT bekommen könne, aber die sahen mich nicht als Notfall...

M~el*indo4ra


Geht noch weiter...

MNelinNdorxa


Am nächsten Tag wurde ich dann auf die Frauenklink verlegt, also auf Station ich verbrachte die Nacht irgendwo im leeren Privatzimmer von einer Patientin. Naja es bestätigte sich dann bei der Untersuchung, dass ich eine sehr schwere thrombose hatte, die vom Oberbauch abwärts in die Oberschenkel reichten. Meine Beine wurden dann gewickelt, da ich null Gefühl hatte, merkte ich auch nicht dass die Bandagen zu feste waren. zurück auf der Station, durfte ich natürlich nicht aufstehen, durfte mich auch nicht aufrecht hin setzen wegen der Th. in meinem Bauch, Fieber hatte ich immer noch, aber die Ärzte konnten sich nicht erklären warum...

Naja auf jeden Fall war da eine SChwester die tagelang Spätdient hatt, sie war absolut nicht freundlich. man merkte dass sie den Beruf hasste. Sie war sher unhöflich zu jeder Patientin. Eine lag neben mir die ss war und bekam plötzlich Blutungen, als dann diese Schwester noch rein kam, und sie ihr das mitteilte, sagte sie einfach, das wäre normal, anstatt dass sie einen Arzt verständigte... Nun ja diese kam auch zu mir, ich konnte mich mit deser SCheiß Bettpfanne nicht anfreunden durch die SChmerzen die ich hatte konnte ich auch nicht wie normal. Sie legte mir also netterweise einen Katheter. Abends waren meine Füße aufs dreifache angeschwollen und meine Zehennägel ganz blau, als diese besagte Schwester dann abends das Essen austeilte, fragte ich sie ( meiner Meinung nach sehr höflich) ob sie nach der Essensausteilung etwas Zeit hätte mir die Beine neu zu wickeln, da das doch anfängt sehr weh zu tun, ich es aber die ganze Zeit wegen des taubheitsgefühl nicht gmerkt hätte. Da finf diese Schwester an mich anzuschreien, was das solle, sie hätte dafür weder jetzt Zeit noch später, und dass sie mich das genau schonmal gefragt hätte... Ich sagte ihr dann, dass es mir leid tut, ich versteh dass sie sehr viel zu tun hätte, aber ich merke das nicht richtig... Sie fang dann an wiene Beklobbte an den Bandagen zu zerren und aufzuwickeln. Ich fing da an zu weinen, ich konnte mir ja nicht selbst helfen. Da meinte sie noch so dumm, warum ich jetzt heulen würde ( ich war im Wochenbett....) da gäbe es nix zu heulen. ich sagte ihr dann, wie unfreundlich sie wäre, und wie sie mit mir umginge, ich konnte mir ja nicht richtig helfen. und das ihre Kolleginnen min. genauso viel Stress hätten wie sie und trotzdem nett wären. :-o Dazu konnte sie nichts sagen.... Sie meinte dann nur bin ich denn nicht freundlich?? Gucken Sie mal ich hab Ihnen doch exrta einen Katheter gelegt... heut muss ich irgendwie drüber lachen...

Naja ich war froh als ich verlegt wurde auf die Nierentransplantierte, da waren alle Pfleger so nett und lieb x:)

ich muss dazu sagen, dass ich es sehr verstehen kann wieviel Stress dieser Beruf mitsich bringen kann, aber ich verstehs absolut nicht wenn man das an den Pat. auslässt. Diese Frauenklinik hat von mir auch keinen VCent für die Kaffeekasse gesehen.

in der Medizinischen Station, hat man dann mal die Thrombose richtig untersucht, und festgestellt, dass mein ganzer Oberbauch, meine komplette Hüfte, also Becken, meine Oberschenkel koplett zu waren , und ich eine Lungenembolie hatte und eine septische Ovarialvenenthrombose mit 40 C Fieber hatte die man in 5 Wochen erst bekämpft hatte...

Naja ich will nicht alle Schwestern bzw. Pflegekräfte über einen Kamm scheren, es war ja auch nur die eine, bzw. zwei die so schlimm waren. Aber wenn man keinen Bock hat sich um Pat. zu kümmern, der solls lassen :(v

Sqopultxi


Melindora das klingt sehr schlimm und nach genau den Erfahrungen, die wir auch im Unikrankenhaus gemacht haben.

Dort sind Patienten nur geduldete Versuchsobjekte und das Personal ist total überfordert, weil hoffnungslos unterbesetzt. (Ich gehe jetzt mal von keinem "Schwarzen Schaf" aus.)

Einen Arzt bekommt man IN so EINEM KRANKENHAUS am Wochenende nicht zu Gesicht. NICHTMAL als Notfall.

Es ist einfach nur unglaublich. >:( :-o :(v

S%oulxti


Stellt man sich in den Flur und fängt an zu brüllen bekommt man wenigstens Beachtung.

Meine Mutter ist einfach so zum Chef der Klinik in sein Büro aus Verzweiflung einfach an der Sekretärin vorbei, der wollte die Polizei rufen der Fall war ihm scheissegal. Widerwärtige feiste Chefarztsau.

STourltmi


Paul entschuldige bitte den Missbrauch deines Fadens aber nach dme was du erzählt hast kommt mir die ganze Scheisse vom letzten Jahr wieder hoch. :-(

M)el!indxora


@ Soulti,

beruhig dich mal :°_ Magst erzählen was war?

Es ist leider so, heute hat man Glück, wenn man an jemand richtigen dran kommt. tut mir leid, aber meine Meinung an Ärzten lässt mitlereile zu wünschen übrig, ich könnte soeviel erzählen was mir, Freunen und vor allem auch Verwandte in den letzten jahren so passiert ist.

mein HA hatte sich damals geweigert mir in der SS Heparin zu verschreiben, wegen den Kindern, und danach hatte er den Salat, meine Schwester hatte da angerufen, sie wurde zu ihm nicht durchgestellt, also hatte sie damal seine Frau so zur Sau gemacht... Ich hätte den verklagen müssen...

Mde9lindxora


sorry für die vielen Fehler, ich musste mich beeilen |-o

SBüntxje


Schlimm deine Erzählung, wobei mich ehrlich gesagt auch die andere Seite interessieren würde....

Hiermit nur

Naja ich will nicht alle Schwestern bzw. Pflegekräfte über einen Kamm scheren, es war ja auch nur die eine, bzw. zwei die so schlimm waren. Aber wenn man keinen Bock hat sich um Pat. zu kümmern, der solls lasse

dürfte es schwer werden, denn dann bleiben nicht genug. ;-) Und ich kann meine Arbeit ordentlich und gut machen, auch ohne sie zu lieben, oder glaubst du, eine Putzfrau macht ihren Job gern?

MUelindo]rxa


@ Süntje,

also vergleichst du deinen Beruf mit Putzen? find ich echt toll!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Kranken- und Altenpflege oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH