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Füttern im Krankenhaus: Aufgabe von Personal oder Angehörigen?

S:ün_tje


ich habe einen Beruf und muss damit mein Geld verdienen. Wäre ich Putzfrau ebenso.

Insofern für mich durchaus vergleichbar.

filoweArgirlxy08


nein eigentlich nicht, als ich praktikum im krankenhaus gemacht habe, wurde gefuettert oder halt geholfen, aber angehoerige haben das NIE gemacht

S*ilbetrmoLnBdaugxe


Hallo Ihr Lieben,

meine Oma lag mehrmals im Krankenhaus. Immer noch mindestens eine weitere hilflose ältere Person. Zwar nicht mit eingegipsten Händern aber zittrig, nicht fähig, Tee einzugießen (die Hälfte floß daneben), nicht fähig, Brot zu schmieren...

Schwestern stellten Essen hin und räumten später wieder ab !

Daraufhin waren waren (außer beim Frühstück) immer mindestens 2 von unserer Verwandtschaft da, eine fütterte Oma (oder strich wenigstens Brot und schenkte Tee ein usw) und die andere kümmerte sich um die andere Dame. EINMAL erlebte meine Mutter sogar, dass sie angeschnautzt wurde: "Sie sollen die Frau nicht füttern !"

Das war vor über 20 Jahren ! Ob es heutzutage besser ist ?

Nein, ich möchte keinen ganzen Berufsstand schlechtmachen aber die Schwestern in DEM Krankenhaus...*hust* naja...

LG Silbermondauge

stchweb6e-b%ienchxen


das kann man nicht vergleichen. Vom Prinzip des Geldverdienens ja, aber nicht von der Tätigkeit. Der Boden braucht keine liebevolle Behandlung, Menschen jedoch schon! Wenn man sich für einen solchen Beruf entscheidet, dann sollte man vorher wissen, dass hilfsbedürftige Menschen auf einen etwas nachsichtigeren Umgang hoffen und ihn denen auch zuteil werden lassen.

Das ist nicht explizit auf dich bezogen, ich kenne deine Arbeitsweise ja nicht, es ist allgemein gesprochen. Es ist ein Unterschied, ob ich im Büro sitze und Akten wälze, oder ob ich im Kundenverkehr tätig bin. Es ist ein Unterschied, ob ich im Kinder in der Schule unterrichte oder am Fließband stehe und es ist ein Unterschied, ob ich alten Menschen die Windeln wechsle oder die Post austrage!!

j/akki


Ich hatte mir mal das rechte Handgelenk gebrochen. Trümmerbruch, musste operiert werden und lag dann im Krankenhaus. Soviel Streß und Hektik wie da hätte ich zu Hause nie gehabt.

Montag morgen wurde ich operiert, Montag abend habe ich mein erstes Essen bekommen. Eine Pizza (glaub ich) ... jedenfalls saß ich davor und schaute die Schwester groß an als sie wieder gehen wollte. Ich konnte damals direkt nach der OP nicht mal das Messer halten, geschweige denn schneiden.

Ich hab dann gefragt, ob sie's mir schneiden können und sie haben's gemacht. Ich denke mal, den Mund aufmachen muss man schon selber.

Aber einfach abräumen bei jemanden, der definitiv nicht die kleinste Möglichkeit hat, Essen von selbst aufzunehmen, geht ja nun wirklich nicht.

MoelIinsdora


süntje lies was schwebe-bienchen geschrieben hat, das mein ich damit.

mVissma@rplex9


hallo ihr lieben... *:) also ich denke es ist auch eine persönliche einstellung, egal ob ich ( wie schwebe bienchen schon sagte) post austrage oder eben den pflegeberuf ausübe. auch eine putzfrau kann ihren job mögen. wie gesagt, es kommt auf die eigene persönliche einstellung an. klar, der angenehme nebeneffekt ist nun mal das geld verdienen. ich bin selbst krankenschwester, manchmal komme ich einfach nicht dazu meine pause einzuhalten, bezw, muss ständig aufstehen, weil es irgendwo klingelt. auch muss man sich von den angehörigen manchmal allerhand anhören. aber nochmal auf den TE zurück zu kommen: es ist aufgabe vom PP dem pat. das essen zu geben, wenn er es nicht selbst kann. wenn angehörige da sind, und die es übernehmen wollen, ist ja auch gut. *:)

-KStNarSPcrexam-


Und ich kann meine Arbeit ordentlich und gut machen, auch ohne sie zu lieben, oder glaubst du, eine Putzfrau macht ihren Job gern?

Oh ja, es gibt sogar sehr viele Putzfrauen die ihren Job gern machen. :)^

Nämlich die, die wie missmarple9 schon sagt, die richtige Einstellung zu Ihrem Beruf haben.

Meine Mutter war ihr lebenlang Putzfrau und ist stolz darauf. Sie hat mehr verdient als die meisten anderen in Pflegeberufen etc. , war selbstständig in ihrer Arbeit und hat andere "ausgelacht" die sich in vermeintlich GUTEN Jobs einen abbuckelten .... und sie 2x im Jahr mit ihrem Mann und den 2 Kindern in Urlaub fahren konnte.

Soviel dazu ... :-)

Auch ich habe schlechte Erfahrungen mit Pflegepersonal im Krankenhaus gemacht. Mein sterbenskranken Vater, der durch Chemos so stark geschädigt war, dass er nicht mehr selbst essen konnte, war jeden Tag froh wenn endlich meine Mutter kam um ihn zu füttern :-/

Ich möchte deshalb aber nicht auf die Krankenschwestern "einschlagen" !!! Sie sind, wie schon einige geschrieben haben, extrem überfordert. Ich möchte mal einen Beamten sehen, der jeden Tag die Arbeit von 2 Tagen bewältigen soll ..... ;-)

Solche Menschen die schon überfordert sind, anzuzeigen, halte ich für die falsche Wahl. Es gäbe eine Schwemme von Anzeigen, die die Klinikleitungen aber nicht weiter zu fürchten bräuchten, da sie ja unsere Gesundheitsreformen im Rücken hätten.

Wobei ich mich in dem Thema nicht so gut auskenne o:)

Ich komme mehr aus dem Bereich Altenpflege und wundere/ärgere mich immer wieder über die horrenden Preise der Altenheime >:(

Die Altenpflegerinnen schuften sich einen ab für einen Hungerlohn und die Angehörigen müssen 3500 Euro und mehr bezahlen für eine relative miese Pflege.

Irgendwas kann an unserem System nicht mehr stimmen :|N

Pbaul-K-linxg


Rückmeldung: mittlerweile wird unser Freund auch gefüttert. Mund aufmachen hilft, die sind sicher nicht böswillig dort. Nur kann es offebar einreißen, dass Bedürftigen, die nicht bitten mögen, auch nicht spontan geholfen wird.

Saünotjxe


@ Starcream

bestimmt gibt es Putzfrauen, die ihren Job gern machen und sei es nur, weil sie davon 2x im jahr in den Urlaub fahren können, wie es auch bestimmt immer noch Pflegepersonal gibt, dass seinen Beruf liebt.

Ich persönlich kenne nur wenige von beiden.

Angehörige zeigen viel zu selten ihren Unmut öffentlich auf. Wenn mich ein Angehöriger anschnauzt, dass er es unmöglich findet, dass seine kranke Mutter 15min warten muss bis ich auf ihr Klingeln reagieren kann, dann kann ich ihm nur zustimmen. Und ihn gleichzeitig bitten, seinen Unmut weiter oben in der Hirarchie und nicht an mir auszulassen. Denn es ist in den allerwenigsten Fällen meine Faulheit, die seine Mutter so lange warten lässt.

@ Schwebe-Bienchen

für mich ist beides eine Berufstätigkeit, die ich ausübe, damit ich mein Auskommen hab.

Natürlich bedeutet der Umgang mit Menschen dabei, ich kann mir meine schlechte Laune nicht anmerken lassen, ich muss freundlich sein zu Menschen, mit denen ich am liebsten gar nicht reden würde.

Ich kann das, und deshalb muss ich meine Arbeit nicht lieben und die meisten meiner Kollegen können das ebenso.

Wenn man sich für einen solchen Beruf entscheidet, dann sollte man vorher wissen, dass hilfsbedürftige Menschen auf einen etwas nachsichtigeren Umgang hoffen und ihn denen auch zuteil werden lassen.

wenn man sich für einen solchen Beruf entscheidet ist man in der Regel jung und hat eine Menge Idealismus, der häufig nicht mal die 3 Jahre Ausbildungszeit übersteht. Da fragen die Schüler schon im 2. Jahr nach Aufstiegsmöglichkeiten, fangen dann ein Aufbaustudium an und wollen alle in die Leitungspositionen, bloß weg aus der Pflege.

Und dann gibt es die, die ihren Beruf immer noch lieben und du kannst dich freuen, wenn du an so jemanden gerätst.

Und dann gibt es die meisten wie mich, die ihren Beruf nicht lieben und ihn dennoch sehr gut ausfüllen und dann gibt es die, die ihr hier schildeert, von denen ich nicht einen kenne.

-uStarSmcjreamx-


bestimmt gibt es Putzfrauen, die ihren Job gern machen und sei es nur, weil sie davon 2x im jahr in den Urlaub fahren können, wie es auch bestimmt immer noch Pflegepersonal gibt, dass seinen Beruf liebt.

Sie hat ja nicht NUR geputzt weil sie 2x im Jahr in den Urlaub fahren wollte ..... auch heute als Rentnerin geht es ihr überdurchschnittlich gut.

Gerade Urlaub ist wichtig für die Seele :-) .... und man kann dabei neue Kraft tanken für das alltägliche Leben, das einen manchmal droht zu überrollen :)*

Und dann gibt es die meisten wie mich, die ihren Beruf nicht lieben und ihn dennoch sehr gut ausfüllen und dann gibt es die, die ihr hier schildeert, von denen ich nicht einen kenne.

Schade, das du niemanden kennst der seiner Arbeit nicht ein positives Teilchen abgewinnen kann und deshalb seinen Job gerne macht.

Ich kenne doch einige Menschen denen ihr Job gefällt. Egal aus was für einen Berufsbereich.

Und dann gibt es die meisten wie mich, die ihren Beruf nicht lieben und ihn dennoch sehr gut ausfüllen

Keine Frage, die gibt es ohne Zweifel :)^

S]üntjxe


Schade, das du niemanden kennst der seiner Arbeit nicht ein positives Teilchen abgewinnen kann und deshalb seinen Job gerne macht.

Ich kenne doch einige Menschen denen ihr Job gefällt. Egal aus was für einen Berufsbereich.

ich les und les und versteh den Satz trotzdem nicht |-o

-GStarScareamx-


Was verstehst du denn nicht ?

Ich meinte damit, dass es schade ist wenn man nicht mit Leuten zusammensein kann, denen ihr Job gefällt und sich daraus ein pos. Feedback holen kann.

Es ist doch einfach angenehmer sich mit Menschen zu umgeben die nicht dauernd nur nörgelnd über ihren Beruf sprechen.

So ähnlich hab ichs gemeint, oder was war unklar ?

-UStLarbScr/eam-


Shame on me ;-D |-o

Ich habs grad selber nochmal durchgelesen und es ist für Aussenstehende in der Tat schwer zu verstehen was ich gemeint habe.

Leider schreibe ich oft während der Arbeit zwischen Tür und Angel und hab nicht die Zeit mir meine Beiträge nochmal durchzulesen. Sollte ich vllt. öfters mal tun :-/ :=o

Sry @:)

m#is#smarxple9


starscream also, eigentlich ist es verständlich ;-D

@ süntje:

allerdings kann ich dich auch verstehen. was man sich nicht alles anhören muss, also ich meine nicht nur von den angehörigen oder den patienten selber, auch von ärzten, kollegen, die denken, sie könnten die welt verbessern :|N ich persönlich für mich habe mein mittelmaß gefunden. ich habe auch nicht immer lust, vor allem, wenn ich nachtdienst schiebe und dann kaum frei habe. wer denkt denn an meine gesundheit? ( ausser ich selbst natürlich) eigentlich finde ich meinen beruf doch " ganz nett", auch wenn ich nicht immer alle zufrieden stellen kann. dafür bin ich auch da ( meine jetzt angehörige oder kollegen, ärzte ) beim patient sieht es dann doch anders aus... ich versuche nach meinem besten wissen und gewissen zu arbeiten, der rest juckt mich eigentlich dann nicht. hoffe, es ist verstänlich zu euch rübergekommen. *:) miss......

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