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Füttern im Krankenhaus: Aufgabe von Personal oder Angehörigen?

Aizrael>-Alkiasar


das muss ich jetzt noch loswerden... letztes wochenende wurde unser krankenhaus abgemeldet (rettungsdienste fahren uns dann nicht an). innere war nur zu drei viertel belegt. und warum... ärztemangel. muste echt grisen... was wohl passiert wenn wir mal von pflegekräftemangel sprechen... ups tun wir ja schon...

é+piynxe


@ Süntje

aber viele Verändeerungen am Patienten siehst man eben erst mit langjähriger Erfahrung (auch wenn du das jetzt vielleicht nicht glauben kannst ;-) )

Oh doch, das glaub ich sofort - das macht den Beruf halt einfach aus, wobei es das Phänomen wohl in allen Berufen gibt. Nur nirgendwo endet ein Erfahrungsmangel so fatal wie in der Medizin bzw. Pflege!

Ab Mitte des zweiten Kurses hat jeder halbwegs fitte Schüler bei uns seinen Bereich mit 12-16 Patienten aller Pflegestufen.

Im dritten Kurs wird vielleicht an den ersten 2 Tagen noch kurz geguckt, ob was katastrophal schiefläuft, wenn nicht, wirft da keiner mehr einen Blick drauf. Ich bin das so leid!

Ich als Schüler federe ja ebenso ab - bei Patienten, Ärzten, sonstigen - nur fehlen mir wie Du sagst sowohl Erfahrung als auch Fachwissen. Mehr als Grundwissen erlangt man meiner Ansicht nach in der Ausbildung nicht.

Und das kann so nicht angehen!!

Aber es läuft ja nicht nur bei uns so... Ein Unding ist es dennoch, zumal das tolle Krankenpflegegesetz die Ausbildung ja komplett anders verlangt. Die Patienten leiden drunter - und ich hab oft genug etwas übersehen, war aber bisher heilfroh, solche Sachen wie ein Niervenversagen zu erkennen, wenn die Ärzte das schon nicht mitkriegen. :|N

Selten habe ich es so extrem erlebt wie in den letzten Wochen - da sterben wirlich Menschen.

Ich bete, dass meine Prüfungen gut laufen - und dann bin ich endlich raus aus dem Zirkus... Und das, obwohl ich mir jahrelang nie einen anderen Arbeitsplatz als ein Krankenhaus hätte vorstellen können... :-|

S/üntxje


erstaunlich, bei uns meinen die Schüler meist, sie seien uns mit ihrem großen Fachwissen deutlich überlegen, deshalb meine Anmerkung, dass du es vielleicht ganz anders siehst.

was wirst du machen mit der Ausbildung? Irgendwas drauf ausbauen? Oder was ganz anderes?

é pine


@ Azrael

Schätze Dich glücklich, ich hatte seit Monaten nicht mal mehr ein Gespräch. Feedback bekommt man nicht - wobei das bei mir hübsch verpackt wird als "Na, Du machst das so toll, da brauch ich doch gar nix zu sagen!"

Allerdings kann man auch keinerlei Lernwünsche anbringen - allerdings meinte meine Praxisanleiterin gestern 10 Minuten vor meinem Examen auch "Naja, ich war ja in den letzten Wochen komplett weg - aber ein schlechtes Gefühl hatte ich dabei nicht, ich weiß ja, dass Du das alles drauf hast!"

Nun ja. Ich bin auf einer Neurologie, die sich natürlich mit Bobath brüstet - rate mal, wer das dort anwenden kann... Wenigstens in der Theorie, Zeit hat man dazu eh nicht - jawoll, nur diese eine Praxisanleiterin. Die ist auch wirklich super, nur hatte ich halt nix davon...

é^p}inxe


@ Süntje

ehrlich? :-o

Okay, vielleicht läuft bei denen die theoretische Ausbildung besser... Unsere hatte in etwa so viele Missstände wie die Praktische. ;-) Ich kenne Keinen aus meinem Kurs, der sich jetzt wirklich fit fühlt und sagt "Jau, endlich Examen, dann kann ich all mein Wissen anwenden..."

Dadurch, dass man jahrelang so vor sich hinwurschtelt, wird finde ich das Selbstbewusstsein nicht größer. Man merkt ständig, was falsch läuft, was man vergessen hat, was man einfach nicht weiß - und ist froh, wenn man größeren Schaden rechtzeitig abwenden konnte.

So geht es mir - und mein letzter Jahresschnitt lag bei 1,3 im Mix aus Praxis und Theorie... Ich gehöre also schon zu den Kursbesten. Nunja...

Ich habe dem Himmel sei Dank ein Stellenangebot, dass wie der Himmel auf Erden klingt... :)z

Dialysezentrum. Ich bleibe nicht auf meinem Status quo, werde viel dazulernen, kann dann selbständig arbeiten, habe 4-5 Patienten zu betreuen - und die Rahmenbedingungen klingen wie ein 6er im Lotto. Seit der Zusage kann ich mir wenigstens wieder vorstellen, länger im Pflegeberuf zu bleiben. Für mich stand fest, die durchschnittliche Verweildauer in dem Beruf (5-6 Jahre) deutlich zu unterschreiten und hatte auch eine Zweitausbildung in Betracht gezogen.

Mit der Lösung bin ich aber erstmal super zufrieden. Wenn da das Team noch halbwegs passt, bekommen mich da keine 10 Pferde weg - unbefristet ist das Ganze nämlich auch noch ;-D

P0aulh-Kl)ing


bitte, bitte, nicht füttern schreiben... das sind menschen und keine tiere

Ich fütter meine einjährige Tochter auch. Wenn ich ihr Essen anreiche, ist das Ergebnis ein anderes.

Ansonsten läufts im Fall unseres Freundes inzwischen sehr gut, supernette Schwestern und Pfleger, alles prima. Zu so einer Situation kommt es wohl vor allem, wenn der Patient sich eben gar nicht "füttern" lassen will bzw. das nicht ansprechen mag oder kann.

CrlarajHiMmmxel


u so einer Situation kommt es wohl vor allem, wenn der Patient sich eben gar nicht "füttern" lassen will bzw. das nicht ansprechen mag oder kann.

das heißt, du nimmst deine anfängliche "wut" zurück, weil du gemerkt hast, es liegt tatsächlich nich nur am personal?

PDaul-=Klinxg


Ja. Hatte ich oben irgendwo auch schon geschrieben. War übrigens nicht Wut, sondern eher Misstrauen.

Mein Verdacht, so im Allgemeinen, richtet sich übrigens weniger gegen das Personal in Krankenhäusern als gegen die Art und Weise, wie sie organisiert und finanziert werden. Dass da einiges im Argen liegt, zeigen ja einige Beiträge hier.

Cilar"aH]immexl


:)z

Ltilxa


Als ich Anfang des Jahres eine Woche im KH war, hörte ich einen Pfleger folgende "Anekdote" erzählen:

Chefarzt zur Verwaltung: Mit unserem Personalschlüssel in der Pflege kann ich eine ordnungsgemäße Pflege meiner Patienten nicht gewährleisten. Antwort der Verwaltung: Herr Professor, mit Verlaub, das geht sie nichts an!

Ohne Kommentar.

CZlara/Hi)mmexl


:|N

nee da fällt einem nix mehr zu ein, aber es is tatsache genau so

jwakki


Du hast eben keine Akten und Schriftstücke, die du nacheinander wegarbeiten kannst.....

Oh man, ihr stellt euch das ja easy vor im Büro zu arbeiten :-o

Im Prinzip ist alles genauso (bis auf die körperliche Arbeit und die psychische Belastung durch die Kranken). Selbst wenn man nicht hart körperlich arbeitet, spielt die Bandscheibe nach mehreren 10-12 Stunden Sitzenmarathonen verrückt, die Augen brennen vom Bildschirmstarren, der Nacken ist total verspannt und der Kopf hämmert.

Und alles sollte am Besten gestern erledigt sein. Allerdings gibt es im Büro im Gegensatz zur Pflege auch mal ruhigere Tage. Deswegen kann man das wohl eher aushalten.

Wie ich das geschafft habe, meine Projektleiterin voll zu ersetzen?

150 % gegeben, nicht unbedingt notwendige Arbeit einfach liegen lassen, nicht mehr alles zu 100 % vorbereiten und dafür Schelte kassieren, Mut zur Lücke beweisen und trotz völliger Unwissenheit aus der Hüfte schießen. Das erfordert wiederum ein gewisses Maß an Kreativität, Dickfelligkeit und schauspielerisches Können.

Natürlich hatte ich auch nicht die Leitungsfunktionen inne und musste nicht an ihren Sitzungen teilnehmen, soweit gingen meine Kompetenzen dann natürlich nicht :=o

Anz`rael-+Alkaxsar


@ jakki ... jeder beruf ist auf seine art einzigartig. ich habe selber 6 jahre büroarbeit hinter mit und wil es nie wieder machen. dieser behörden und vorschriftenwahn hat mich irre gemacht.

es ist leider nun in allen berufen so das man immer mehr leisten mus mit weniger mitteln für weniger geld. einige werden richtig ausgenutzt.

bei uns haben wir einen ganz gewitzten stationsleiter. wenn er eine überlastung sieht meldet er es grundsätzlich schriftlich. wenn dann wirklich wegen überlstung was daneben geht ist er und sein team aus dem schneider.

das problem in medizinischen bereichen ist das man fehler nur schwer verzeihen kann da man nicht mit papier. irgendwelchen lieferterminen oder werkstoffen arbeitet... sondern mit menschen.

Awzrae>l-7Albkasxar


@ Paul-Kling ... es ist dir wortwahl die mich stört... es ist einfach unpassend bei einem erwachsenen menschen ausdrücke zu benutzen wie...wickeln, pempas, füttern, popo abwischen, pipi machen, heute schon uf dem klo gewesen...

ich bevorzuge eine etwas angemessene sprache. schutzhose anlegen, essen anreichen, gesäß säubern, wasser lassen, heute stuhlgang gehabt...

es hat was mit würde des patienten zu tun und die art wie man seinen beruf sieht.

ich weis nicht was für einem beruf du nachgehst, aber du wirst es sicher auch nicht mögen wenn man etwas aus deinem fach mit "wischiwaschi" ausdrücken belegt.

g]wendoolynn


Ich hatte Anfang des Jahres ein Praktikum in einem Altenheim als Pflegehelferin gemacht und war heilfroh, als die 2 Wochen endlich um - schon nach einer Woche war mir absolut klar, dass das absolut kein Beruf für mich hast - hatte viel Glück und fand einen Bürojob - und ich finde, es ist der Himmel auf Erden im Vergleich zur Arbeit in einem Altenheim ;-)

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