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Als (deutsche) Krankenschwester in der Schweiz arbeiten

Pxointwy hat die Diskussion gestartet


Hallöchen,

eine Freundin und Kollegin von mir geht in die Schweiz um dort zu wohnen und zu arbeiten.Ihr Mann ist bereits seit 2 Monaten dort.Beide haben komplikationslos eine Stelle im Inselspital in Bern bekommen.

Da ich mich mit den Arbeitsbedingungen hier in Deutschland nicht mehr arrangieren kann, habe ich auch vor in die Schweiz zu gehen.

Bisher habe ich nur positives gehört.

Ich habe eine reine Berufserfahrung von etwas über 11 Jahren im Funktionsbereich.Ich denke das ich damit wenig Schwierigkeiten haben werde, einen neue Stelle zu bekommen.

Ich werde meine Freundin im nächsten Sommer in der Schweiz besuchen um mir vor Ort ein Bild zu machen.Natürlich auch für einen Austausch der aktuellen Situation hier in Deutschland und in der Schweiz.

Man wird hier einfach nur noch ausgenutzt und versklavt.Man wird wissentlich Opfer des Gesundheitssystems.Devise hier : Funktionieren und Fresse halten.

Wer nicht spurt, der kann gehen.

Ich sage : Nein!

Wer von euch spielt auch mit den Gedanken ins Ausland zu gehen ( nicht unbedingt Schweiz ).Wer hat schon Erfahrungen sammeln können?Vielleicht gibt es auch Schweizer Pflegepersonal hier die sich mit einbringen möchten.

Eine Zukunft/Perspektive sehe ich für mich hier in Deutschland nicht.

Gruß

Pointy *:)

Antworten
T2he Dlreaxmer


*:) und ;-)

Zum Thema kann ich nichts beitragen (wen wundert's?).

Aber verstehe ich das richtig: Du hängst eher an Deinem Job als an Deiner Heimat?

Ein anderer Beruf in Deinem Heimatort käme nicht in Frage?

Gruß

Dreamer

Ploinxty


So ist es richtig.Es war mein großer Traum Krankenschwester zu werden und den habe ich mir verwirklicht.Ich kann nichts anderes und ich will nichts anderes.

Wenn ich einen Job im Büro machen möchte,kann ich auch hier bleiben.Ich arbeite eh schon mehr mit Papier als mit den Patienten.

Ich bin unzufrieden mit meiner Arbeit obwohl ich völlig fertig vom Dienst komme und auf meine Pause verzichtet habe.

Ich frage mich nach der Arbeit : Habe ich auch wirklich alles und nach der mir vorgeschriebenen Norm dokumentiert ?

Habe ich auch nicht vergessen im PC Menü etwas anzuklicken.Vielleicht habe ich etwas falsch angeklickt.

Es geht hier nicht mehr um den Patienten.Und das stört mich.

Qxueeanyx1


Ich bin zwar aus Deutschland, allerdings bin ich in der Schweiz operiert worden (in der Nähe von Bern, in nem ganz kleinen, schönen Spital :) ) und dort waren soo viele deutsche Schwestern und auch Ärzte..

Die haben mir dann erzählt, sie verdienen hier einfach mehr, das Leben ist hier auch schöner und es ist wohl nicht so stressig wie in Deutschland..

@ the dreamer

vielleicht ist der Job ja ihr Leben, aber eben nicht in Deutschland?

Ich könnts mir ja schon vorstellen, in der Schweiz zu leben.. x:)

Tehe# Drgeamxer


Also einmal geht es doch um das Ideal oder die Berufung, nämlich die Arbeit mit den Menschen, zum anderen um die Arbeitsbedingungen.

Bei den Arbeitsbedingungen kann ich mir vorstellen, dass sie in der Schweiz besser sind, aber glaubst Du, dass dort noch "näher am Patienten gearbeitet" wird?

P7oi6nty


Dreamy,das Aussenbild wird hier in Deutschland einfach falsch vorgegaukelt.Auf Kosten des Pflegepersonals.

QTuexeny1


Bei den Arbeitsbedingungen kann ich mir vorstellen, dass sie in der Schweiz besser sind, aber glaubst Du, dass dort noch "näher am Patienten gearbeitet" wird?

Auf der Station, wo ich war, wars so... Also ich muss sagen, im Vgl zu Deutschland... Echt.. Da kann sich Deutschland ne Scheibe von abschneiden! Und ich bin Kassenpatient.. und wars dort auch... :-)

TFhe hDreaxmer


Das ist mir durchaus bewusst, ich kenne das noch aus meiner Zeit, als ich beruflich mit Krankenhäusern zu tun hatte.

Dieses Ideal gibt es nicht (mehr), aber die Frage ist, ob es das in der Schweiz gibt. Die Frage solltest Du Dir stellen und wenn die Antwort ja ist, dann nichts wie hin ;-)

PyoiKnxty


Ich werde es nächstes Jahr entscheiden.So hoppla hopp geht das nicht.

Tphe VDrea0mer


Klar, aber ich würde in diese Informationen sammeln: 1. Berufsideal, 2. Arbeitsbedingungen.

Mir ging es darum, Dir durch die Fragen eine Entscheidungsgrundlage zu geben, nicht etwa, Dich in eine bestimmte Richtung zu drängen.

Ich halte Dir die Daumen :)^

P)oin^ty


Von meiner Freundin sind Bekannte schon 3 Jahre dort.Und die sind bei weitem " entspannter " und haben mehr Freude in Freizeit und Beruf.Ich bin nur noch unzufrieden.

Ich bin eine gute Krankenschwester.Aber das zählt hier nicht.Hier bin ich nur eine Maschine die zu laufen hat.

TXhZe Dre3amer


Also Arbeitsbedingungen an erster Stelle. Verwirklichung im Beruf, etc.

Jepp, das ist nachvollziehbar.

dVer-b#ergsMteixger


Pointy

Auch hier ists stressig (jemand könnte dir ein Lied davon singen ;-)), das Personal ist eng bemessen und die Tage lang. Aber am besten hörst du wirklich mal, was deine Bekannten über das betreffende Spital sagen - denn von Krankenhaus zu Krankenhaus kanns recht grosse Unterschiede geben. Hast du dich eigentlich damit befasst, innerhalb von D eine andere Stelle zu suchen? Du wärst hier sicher willkommen, aber wenn du dann dasselbe hier erlebst, ist dir dann auch nicht geholfen, verstehst du was ich meine? *:) @:)

mTon,i[kxap


Ich arbeite jetzt seid 1993 in verschiedenen Funkionen und Bereichen in der Pflege (Schweiz). Auch für mich war und ist Krankenschwester ein Traumjop. Auch wenn wir ja schon länger nicht mehr so heissen.

Die Ausbildungen wurden in den letzten 10 Jahren zwei mal revidiert. Berufspolitisch ging auch einiges und viele sogenannt alte Ausbildungen zählen heute schon gar nichts mehr. Dafür sind unsere Ausbildungen jetzt EU angeglichen.....oder so. Für meine Praxis heisst das, die Büroarbeit hat sich verdoppelt in den letzten Jahren. Ich arbeiten nicht im Inselspital. Kenne aber einige Menschen die dort arbeiten und ein Teil meiner Ausbildung hab ich auch dort gemacht.

Die Arbeitsbedingungen sind bestimmt nicht viel besser als bei Euch in D. Das Gehalt aber wird im ersten Moment bestimmt super sein. Du wirst bestimmt das doppelte verdienen.

Rechne zuvor aber gut aus, die Lebenshaltungskosten bei uns sind auch höher. Die Steuer nicht zu vergessen.......

Es kann auch sein das Du noch ein paar Fachliche Dinge lernen musst. Die Kompetenzen einer dipl Pflegefachfrau HF aus der Schweiz und einer Krankenschwester aus D waren lange nicht die Selben.

Informiere Dich gut.

Wir freuen uns immer auf Unterstützung, die Somatischn Spitäler in Bern wie auch die Psychiatrie.

s^cqhicxkan


Ich habe auch viel schlechtes hier aus Deutschland gehört. Ich lebe in der Nähe der Schweizer Grenze (etwa 40km von Schaffhausen), zwar verdient man in BaWü mehr als in den meisten anderen Bundesländern, aber leider werde auch hier viele Kostenersparungen auf dem Rücken der Krankenpfleger ausgetragen. In unserem neuem weit über 100 Millionen teuren Schwarzwald-Baar-Klinikum wurde an nichts gespart bei der Konstruktion (Allein die Kunst hat über 200.000 Euro gekostet) aber nun müssen viele Ärtzte und Krankenpfleger durch mehr Arbeitseinsatz und noch höhere Flexibilität die Kostenstruktur "im Rahmen" halten. Ich finde, dass dies ethisch verwerflich und nicht korrekt ist!!! Man wird nicht Krankenpfleger des Geldes wegen, aber man sollte die Anerkennung und Jobkonditionen bekommen die dieser verantwortungsvollen Arbeit entsprechen. Ich studiere Wirtschaft und muss mich manchmal schämen für die Ignoranz und das Unverständnis von Krankenhausmanagern!

Ich habe einen Kumpel der in der Schweiz arbeitet allerdings nicht in dem Gesundheitsbereich. Er wurde von einem Headhunter abgeworben, nachdem er vergeblich versucht hat sich einen Job in der Schweiz zu suchen. Dies ist oft einfacher. Vielleicht helfen auch Einträge bei LinkedIn für eben diese Headhunter, aber ich glaube, dass dies eher für Fachärtze interessanter ist...

Ich möchte an dieser Stelle noch sagen, dass ich jeden bewundere, der sich für seine Mitmenschen im Gesundheitsbereich einsetzt. Mein Bruder will Kinderartzt werden, obwohl man nicht unbedingt sehr viel verdient im Verhältnis zur Länge und Schwierigkeit des Studiums, ich schätze solche Einsätze sehr und denke unsere Gesellschaft sollte dies auch tun am besten mit besseren Arbeitsbedingungen!!!

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