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Demenz-Schub durch Krankenhausaufenthalt?

E"TCFEaxn


Hallo

Das Hauptproblem,was Du beschreibst,kommt mir sehr bekannt vor.Ich selbst bin Krankenpfleger und arbeite in einem Altenpflegeheim mit 50 Bewohnern(also eine angenehme relativ kleine Einrichtung).Bin jetzt schon viele Jahre vom KH weg und in der Altenpflege tätig.Ich möchte auch nicht in ein KH zurück.Ich finde ,das ich in diesem Bereich meine Berufung,nämlich Menschen zu begleiten und zu pflegen,viel besser erfüllen kann als im KH,wo man kaum Zeit für die Pat.hat.Es passiert oft,das wir Bew.in einem schlechteren Zustand(Dekubiti,Orientierungslosigkeit,Bettlägerigkeit)wieder bekommen,als vorher,wo im KH nur an der Einweisungsdiagnose gearbeitet wurde.Dem Pflegepersonal,kann man nicht immer einen Vorwurf machen,die würden sich auch mehr Zeit nehmen.Aber wenn die KH-Ärzte jetzt mehr verdienen,werden die KHsdas bei der Pflege und dem Pflegepersonal einsparen.Es ist eine Schande,das der Dienst am Menschen so viel schlechter bezahlt wird, als andere Arbeiten.

Zu Deiner Oma ist zu sagen,das ein hochbetagter Mensch,und wie der Arzt auch sagt multimorbider (viele Krankheitsbilder)Mensch,immer in Gefahr schwebt in eine vorrübergehende Demenz(Verwirrung)zu kommen.Der rappide Flüssigkeitsverlust,wird die Hauptursache sein.

Da ich viel mit dementen Menschen (Alzheimer ist nur eine Form an Demenz)zu tun habe und eine lange Zusatzausbildung in Gerontopsychiatrie (Lehre von den Erkrankungen der Psyche im Alter)absolviert habe,kann ich sagen,das bei dementen Menschen jede Änderung vom Alltag z.B.Besuche von Verwandten,KH Aufenthalte zu einer Beeinträchtigung führen können.

Es gilt immer:Gleiche Alltagsgewohnheiten gehen vor Abwechslung!

Hoffe es hat etwas geholfen

LG

dyresusuprcra+cxk


hallo!

klar, ich bin für jede antwort dankbar ;-) und deine hat mir wieder ein stück weitergeholfen. das problem mit der einweisungsdiagnose kenn ich auch, nur hoffe ich diesmal, dass durch die kontakte ihres behandelnden rheumatologen im kh nun auch noch auf was anderes geschaut wird, als auf die einweisungsdiagnose lungenentzündung. bei der ist ja eh fraglich ob es überhaupt stimmt, wir vermuten, dass es nur eine verlegenheitsdiagsose unseres hausarztes war. am montag hat er sie untersucht, da war angeblich noch alles in ordnung. und mittwoch früh soll sie ne ausgewachsene lungenentzündung haben? einfach so? ...

jetzt wird sie halt (mal wieder) mit antibiotika vollgepumpt. und ich traue mich schon wetten, dass es mal wieder nichts ändert, und sie nach den 7 tagen antibiotika immer noch erbricht und durchfall hat. ist ja klar, oder seit wann kommt erbrechen von ner lungenentzündung?

für mich ist das eigentlichnur noch eine riesengroße sauerei was da abläuft, und ich für meinen teil würde die ärzte aus dem ersten kh am liebsten verklagen. nur gehen die chancen auf erfolg da wohl leider auch gegen null.

vielleicht seh ich die welt noch zu rosig, ich mach im mai mein abi und will danach medizin studieren. bisher dachte ich, ich kenn aufgrund meiner sehr langwierigen kniegeschichte bereits genug KHs von innen. aber das was hier momentan abgeht ... :|N da kann man nur noch den kopf schütteln.

noch was zum thema alltagsgewohnheit. ich hatte nie ein sonderlich inniges verhältnis zu meiner oma, aber ich bin die lieblingsenkelin. als sie noch im ersten KH war, und grade mit ihren gedanken in dem russischen arbeitslager gefangen war, konnte ich sie, allein durch die tatsache dass ich das zimmer betreten habe, wieder in die gegenwart zurückholen. obwohl ich wirklich nie zu ihrem alltag gehört habe.

bin gespannt, was mein dad erzählt, wenn er heut abend nach hause kommt. dann war er bestimmt schon im KH und weiß hoffenltich neuigkeiten.

lg cracky

E*TCGFan


hallo,wie geht es denn deiner oma jetzt?

Ich finde es gut,das du dir so viele gedanken um sie machst.Omas und opas sind eben nicht nur die liebsten menschen (nach den eltern),bei denen man gern ist,die einem immer mal was zustecken u.s.w.Nein sie können eben auch krank und pflegebedürftig werden,eben anders als man sie vorher kannte.da ist es ,find ich,schön,das du dir sorgen machst obwohl oder grade weil du noch sehr jung bist und krankheiten und gebrechen (evtl.)noch nicht kennst.

Finde das du medizin studieren solltest,wir brauchen menschliche ärzte!!

Alles gute dir und deinen großeltern

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