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Wir brauchen Hilfe wegen Pflege und Haushaltshilfe-wer hat Info?

Ashaxb hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

folgende Situation:

Meine Oma (74) und mein Opa (73) leben in einem gemeinsamen Haushalt. Mein Opa hat seit ca. 17 Jahren Morbus Parkinson, und wird von meiner Oma seitdem zuhause gepflegt. Mein Opa hat Pflegestufe 3, seit ca. 9 Jahren. Seine gesundheitlichen Probleme stellen sich wie folgt dar:

- Er kann nicht mehr selbstständig laufen, sich irgendetwas holen, anziehen, ausführen

- Er kann nur morgens noch einigermassen essen, mittags und abends muss gefüttert werden

- Er kann nicht mehr Stuhl und Harn kontrollieren, benötigt Windeln

- Er hat oft "Panikattacken" mit ganz schlimmen Schüttelanfällen

- Er kann sich nicht im Bett umdrehen, hat Schmerzen in Gelenken und Muskeln vom ständigen sitzen und liegen

- Er kann so gut wie nicht mehr sprechen

- und vieles, was mit Parkinson noch zusammenhängt.

Das positive: Er nimmt zwar viele Tabletten (L-Dopa, Marcumar), etc., ist aber ansonsten eigentlich gesund. Meine Oma pflegt ihn halt, in letzter Zeit immer mehr schlecht als recht, weil sie es einfach nicht mehr kann. Allerdings blieb sein Zustand die Jahre über halbwegs stabil. Wenn er allerdings in die Kurzzeitpflege kam, baute er massiv ab: Nur noch Schüttelanfälle, enorme Angst, starker Gewichtsverlust, keine Nahungsaufnahme mehr möglich, etc etc.

Nun das eigentliche Problem: Meine Oma hat den Rücken total kaputt, weil laut Arzt die Bandscheiben fast nicht mehr vorhanden sind. Sie hat die letzten Wochen immer schlimmere Schmerzen, und ist gestern zusammengebrochen weil sie nicht mehr konnte.

Nun haben ihr heute gleich zwei Ärzte unabhängig voneinander verboten, diese Pflege weiter zu betreiben. Das Thema Heim kommt nicht in Frage - beide leben seit über 50 Jahren zusammen, in ein und derselben Wohnung.

Im Prinzip bräuchte meine Oma eine Haushaltshilfe - das ist organisiert (Putzfrau, wir helfen Einkaufen und so weiter).

Was aber noch gebaucht wird: Jemand, der meinem Opa morgens beim Aufstehen hilft, ihn wäscht, anzieht, und beim Frühstücken hilft. Dann mittags ihn ins Bett bringt, aus- und wieder anzieht, die Windeln wechselt, evtl, ihn mal stützt und mit ihm ein paar Minuten steht, und abends dann wieder wäscht, auszieht, und ins Bett macht. Die erste halbe Stunde muss er oft umgedreht werden, weil er Schmerzen hat.

Die Caritas war einen Monat lang abends bestellt - und es war eine Katastrophe. Zum einen waren immer nur 20 Minuten vorgesehen, und zwar für das Waschen, Ausziehen und ins Bett bringen. Mein Opa ist aber abends sehr schlecht zurecht, und es kann manchmal schon 10 Minuten dauern, bis er es geschafft hat, sich hinzustellen. Als dann der Zeitdruck der Caritas dazukam, wurde er so nervös, dass er selbst einfachste Sachen wie Stehen nicht mehr geschafft hat. Fazit der Caritas: Als entweder müsste er, der Opa, ein bischen kooperativer sein, oder meine Oma müsste dann doch schon etwas vorbereiten und oder mithelfen.

Dass das keiine Lösung ist, ist klar.

Dazu kommt noch, dass er manchmal bis 17.30 sitzen kann, an manchen Tagen aber schon so fertig ist, dass er um 15.00 Uhr ins Bett muss. Caritas hatte nur feste Zeiten.

Es muss nichts medizinisches gemacht werden. Gesucht wird eine Person, Firma oder sonst irgend eine Lösung, wie die oben beschriebenen Aufgaben bewältigt werden können. Wünschenswert wäre folgendes:

- kräftige Person, die sich Zeit nimmt

- jemand, der Geduld hat und erfahren ist um umgang mit Körperpflege bei Kranken

- insgesamt ca. 2,5 - 3 Stunden pro Tag, allerdings verteilt auf morgens, mittags und abends bei flexiblen Uhrzeiten (nur abends)

Hat irgend jemand eine Lösung für das Problem? Oder Ansprechpartner? Adressen? Erfahrungen? Tipps? Ähnliche oder gleiche Situationen erlebt?

Ich bin für jede Hilfe dankbar!

Viele Grüße,

M.

Antworten
L#ila


Das mit den flexiblen Zeiten wird wohl eher schwierig. Dass die Pflegedienste die Zeiten sehr knapp kalkulieren (müssen, weil sie mehr nicht bezahlt bekommen), ist mir bekannt.

Habt ihr schon mal über eine Wohnung in einem Seoniorenheim (für beide) nachgedacht? Es gibt welche, bei denen man die Pflege (je nach Bedarf) dazubuchen kann. Trotzdem ist eine gewisse Eigenständigkeit möglich, es ist z. B. eine Küchenzeile vorhanden und es können in begrenztem Umfang eigene Möbel mitgebracht, Bilder aufgehängt werden. Außerdem wären Oma und Opa nicht getrennt, die Pflege könnte (vermutlich, das müsste man im Einzelfall erfragen) flexibel gehandhabt werden. Ist natürlich auch eine Kostenfrage. Denn selbst das Pflegegeld in Stufe 3 dürfte da nicht ausreichen. Haben deine Großeltern denn Renteneinkünfte?

F+riQeda^lina


Auch wenn es euch sicher sehr schwer fällt....

Ih empfehle eine Unterbringung in einer Demenz-WG oder in einem Pflegeheim mit einer Demenz-Station.

Nehmt euch die Zeit gukct euch einoge Einrichtungen an.

Für die Oma wird es auf keinen Fall leichter wenn sie ihren Mann weiter zu Hause pflegt.Über kurz oder lang wird er total immobil,muss in den Rollstuhl transferiert werden,usw.

Es gibt Heime und auch WG´s,in denen auch Ehepaare untergebracht werden.

Wo wohnen denn Oma und Opa?

Vielleicht kann dann jemand hier mit Adressen helfen........

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