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Blasenkatheter in der Altenpflege

sLv@e`n7_7x5a hat die Diskussion gestartet


Hallo

Meine Oma ist seit einigen Jahren in einem Altenheim in letzter Zeit baute sie gesundheitlich immer weiter ab. Wegen Ihrer Inkontinenz bekam sie vor einem halben Jahr einen Blasenkatheter(schreibt man das so ??) gelegt. Wenn meine Oma im Rollstuhl saß wurde der Urinbeutel immer unter dem Rollstuhl befestigt und der Schlauch wurde "unsichtbar" durch die Hose geführt. Seit einiger Zeit (Oma wird jetzt von jemand anderem Betreut) kommt der Schlauch immer Sichtbar am Hosenbund raus und läuft dann "sichtbar" nach unten. Meine Oma hat auch in letzter Zeit oft über schmerzen im Unterbauch geklagt. Auf Unsere Frage hin warum der Katheter nun so "verlegt" wird ( Oma ist das auch ziemlich peinlich , soll ja nicht jeder sehen) bekamen wir zur antwort das das so vorschrift ist und das das bisher dann immer falsch gemacht wurde.

Weiß hier jetz jemand bescheid wie das nun richtig sein soll ? Wir überlegen uns schon unsere Oma in ein anderes Heim zu verlegen !

Antworten
s#chnuypfenx08


also bei uns bekommen die katheterträger einen sogenannte beinbeutel, das ist ein kleinerer beutel mit 1000ml fassungsvermögen der einen gurt mit klettband hat, damit man ihm am bei befestigen kann, dieser wird natürlich UNTER der hose versteckt, oder rock...je nachdem...wenn der schlauch ÜBER blasennivau hängt ist das ein pflegefehler, er sollte da nicht sein..der schlauch führt nach unten :-/

spven_>75xa


In wie fern ist das ein Pflegefehler. Die Pflegekraft hat ja zu uns gemeint das der Schlauch laut Vorschrift immer über die hose gelegt werden muß. Dies sei Standart im Krankenhaus und so könne man im Notfall schneller handeln.

Ich weiß garnicht was ich nun noch glauben soll. gibt es da eine schriftliche Quelle in der das belegt ist ?

sSchnu&pf#en08


der DK muss unterhalb des blasenniveaus liegen, damit der urin besser und leichter fliesst, hängt er aus dem bund raus, ist er über dem niveau muss er ja bergauf fließen, was ungünstig ist...v.a. ist das ein eingriff in die intimsphäre deiner oma...aber wenn du magst frag doch mal einen arzt was der dazu sagt...ich hab es so gelernt und (bin Altenpflegerin :=o) und in der prüung wäre das ein GROBER fehler gewesen...deswegen gibt es ja beinbeutel

S5ilbexrmYond`auge


Hallo,

also ich bin ein totaler Laie, gucke nur aus Neugierde hier rein...aber das was schnupfen08 sagt hätte ich auch geschrieben, wenn der Urin erst hoch muß und dann wieder runter, wie soll das gehen ? Wasser fließt doch auch nicht (oder nur schwer) nach oben !

Außerdem: besteht nicht leichter die Gefahr, dass der Schlauch irgendwie abklemmt bzw abknickt wenn er erst hoch, dann runter geht ?

Des weiteren - vielleicht können da die Fachkräfte auch was dazu sagen:

es gibt doch auch einen Katheter der durch die Bauchdecke geführt wird, wäre das eine Alternative ?

und @ Sven_75a, WILL deine Oma den Katheter oder wurde er ihr "angeraten" ?

LG Silbermondauge (die hofft, keinen Unsinn geschrieben zu haben)

Mkoe,rus1


...ich lese das auch per Zufall über "aktuelle Diskussionen".

Offen sichtbarer Blasenkatheter-Schlauch...das dürfte doch ein praktisches Beispiel für den allgemein beklagten Pflegenotstand sein. Ich würde einem Angehörigen das nicht zumuten. Könnte aber auch als (theoretischer) Pfleger solch ein Leid nicht ansehen...

was schupfen sagte, dürfte absolut und einzig korrekt sein.

myau%sebawcks


Wegen Inkontinenz bekommt bei uns kein Bewohner einen Dauerkatheter gelegt. Es muß schon etwas krankhaftes vorliegen, was durch einen Facharzt Urologen untersucht und bestätigt wird.

Bei und gibt es bei Bettlägerigen die Beutel, die am Bett befestigt werden, bei mobilen Bewohnern/Aufsteher werden Beinbeutel verwendet. Beinbeutel werden am Unterschenkel fixiert, entweder mit Klettverschlüssen, die am Beinbeutel diekt festgemacht wrden (gibt es extra dafür) oder aber der Beinbeutel kommt in eine Art Aufbewahrungsbeutel aus Stoff. Diese wird wie eine Socke angezogen, nur hat er unten halt kein Loch und wird bis zum Unterschenkel hochgezogen. Daran ist dann eine Art Tasche in die dann der Beinbeutel gesteckt wird.

Der Beinbeutel und auch der Schlauch sollte nicht zu sehen sein, was für das normale Leben des Bewohners angenehmer ist. Lange Hosen sind da besser als Röcke, wir legen den Shlauch immer in der Hose nach unten undpasen auch auf, dass er nicht abknickt. Etwas längere weichere Socken, die man auch über das untere Teil des Beinbeutels noch schieben kann, werden gerne angenommen, weil Mitbewohner dann den Beinbeutel nicht gleich sehen, wenn er durch die Fülle und dem Tragen dann mal etwas herunterrutscht.

Ein Pflegefehler (!) ist es, wenn der Dauerkatheter/Schlauch über Blasenniveau ist. Er gehört immer darunter.

Wegen der Unterbauchbeschwerden sollte mal der Hausarzt Visite machen und sie dann mal zum Urologen schicken mit der Frage: ist der Dauerkatheter aus medizinischer Sicht notwendig.

éwpNine


Huhu,

ich sehe das wie der Rest hier... Und wie Sildermondauge schon schrieb - WENN ein Arzt (Urologe) eine dauerhafte Urinableitung für notwendig erachtet, dann ist ein Dauerkatheer keine Option. Hierfür gibt es die suprapubischen Katheter durch die Bauchdecke...

Das ist natürlich eine ärztliche Entscheidung, aber state of the art - und als Pflegekraft kann man da durchaus etwas erreichen, wenn man sich weigert, das so weiterzuführen. Die High-End-Versionen der Dauerkatheter können maximal 6 Wochen verbleiben... Und diese Materialien werden faktisch so gut wie nie gelegt.

Viel Erfolg bei dem Ganzen...

éxpinxe


Sorry, Silbermondauge |-o

s\chnlecke609


Hi!! Also der Schlauch des Sackes gehört IMMER unter Blasenniveau!! Ansonsten kann der Urin zurücklaufen und es kann zu einer Infektion kommen!! Der Katheter soll keine Druckstellen zB. auf dem Oberschenkel verursachen, aber der Schlauch kann dennoch unter der Hose verstaut werden. mausebacks hat recht wenn sie schreibt, dass inkontinenz keine indikation für einen Blasenverweilkatheter ist. Im Gegenteil, dann wird zB. zunächst Blasentraining durchgeführt usw.....

SGilbe!rmonidaxuge


Im Gegenteil, dann wird zB. zunächst Blasentraining durchgeführt usw.....

Mmmh...stellt sich natürlich die Frage, ob die Altenpflegerinnen Zeit genug haben für Blasentraining...wenn nicht mal Zeit genug ist, einen Katheter richtig zu legen...

Sven, liest du noch ? Was ist aus dem Problem deiner Oma geworden ?

LG Silbermondauge

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