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Burnout, wer hat es erlebt?

LCachmxöwe


Ja, man muss aber auch dran glauben, dass es irgendwann vorüber ist. Dann ist es eine Hilfe.

Schön, dass es dir wieder gut geht Galaxys. :-)

S6mvaddxy


Ich habe leider auch schon soetwas erleben müssen, zum glück nur die vorstufe davon.

Habe im Aug. 2009 mein examen gemacht, und habe dan in einem Pflegeheim vollzeit angefangen.

Die ersten 2 monate liefen wirklich gut, habe mich schnell eingewöhnt, verantwortung übernommen, die Kollegen und die leitung war zufreiden.

Bis ich dann ende Nov aus dem Urlaub zurückkam. Meine gewohne sation hatte sich verändert, neue patienten, viel mehr schwerstpflege, und weniger personal.

pflegehelfer wurden durch 2 Praktikanten( aus der schule!!!) ersetzt. Durfte mir dan anhören-> na personal hast du ja genug!!

trotz alledem bleib viel liegen, einzigste exam. im ganzen Haus, auf 55 bew, musste über alle stationen medis verteilen, insulin, wie das halt so ist und nebenbei meine station ( 20 pat.) schmeißen!!

Ständig auseinanderetzungen mit der WBL, Kollegen haben mist über mich erzählt, mich nicht ernst genommen, Pat. wurden nicht richtig versorgt, sahen ungepflegt aus, einer ist sogar ausgezogen weil er zu wenig pflege bekommen hat.

Ende vom lied war->mitte Jan hab ich gekündigt, völlig fertig.Mein Doc sagte-> klarer fall von Mobbing, nur mir selber war es nicht bewusst.somit auch vorstuft vom Burn-out. War dann für 4 wochen krankgeschrieben und habe jetzt einen neuen job gefunden, nun im ambulanten dienst. Ich muss sagen, es ist wirklich angenehm, ruhigeres arbeiten, alleine unterwegs, leichte arbeit....

Jedoch werde ich nicht ein leben lang in dem job bleiben. versuche noch für diesen sommer einen ausbildungsplatz zu bekommen, und so eine andere richtung einzuschlagen.

Es ist wirklich schade, das altenpflege so einen schlechten ruf hat. man kann wirklich viel verändern, wenn die leitung auch mitmacht. Aber manche heime sind auch selber schuld dran, wenn die gärtnerinnen als helferinnen ohne chreshkurs einstellen. Scheinbar kann jeder den job machen, aber wehe es ist andersrum, da brauchst du ne ausbildung etc. Man hat kein geregeltes wochenende, muss immer damit rechnen , dass man angerufen wird , damit man einspringt, wo bleibt den da die freizeit?? das privatleben?

Ich muss sagen, ich bin wirklich unsicher, den wenn meine eltern und schwiegereltern später pflegebedürftig werden, weiß ich nicht, ob ich sie in ein pflegeheim geben würde, oder ob ich sie selber pflegen soll, nachdem was ich erlebt habe.

npajanvagut


*meld* ich kann mich hier auch einreihen.

Mich hats im Mai 09 zerlegt, zwei Tage nach meiner Scheidung und mitten in der Doktorarbeit. Das sind auch die zwei Bereiche, in denen ich mich überfordert hatte: meine Ehe lief schon lang ziemlich bescheiden, davor bin ich in meine Arbeit geflohen, und irgendwann war der Punkt erreicht, wo nix mehr ging.

Ich war dann ein halbes Jahr zuhause, bin auf Citalopram eingestellt worden und hab ganz langsam angefangen, umzudenken. Inzwischen arbeite ich wieder halbtags und bin immer noch auf dem Weg, gesund zu werden.

@ galaxys & dscho-dscho mit Frau:

Super, dass ihr es geschafft habt! :)^

@ sunflower:

psychosomatische Reha steht bei mir auch noch an.

@ skyeflower:

ja, wenn der Partner einen nicht unterstützt, ist das echt Mist. Ich erinnere mich auch noch an Situationen aus meiner Ehezeit, wo ich abends vor Erschöpfung heulend auf dem Sofa lag. Von meinem Mann kamen dann solche Kommentare wie "stell dich nicht so an, du heulst jeden Abend und am nächsten Tag gehst du wieder hin, also kanns ja wohl nicht so schlimm sein." Sehr hilfreich.

Mal aus der Perspektive deines Mannes gesehen: Er ist es gewohnt, dass du alles annimmst und übernimmst, was man dir so an Belastung draufhängt. Er kennt dich nur als Lastesel. Für ihn ist es auch neu, dass du Schwächen hast und nicht mehr kannst. Deswegen muss man ihm das wesentlich deutlicher mitteilen als die Ansagen, die er kennt und die in sein Weltbild passen.

aber nimm dir Zeit und Ruhe, das brauchst du definitiv zum Gesundwerden.

LG

d5schoX-d$schxo


Es ist sehr schwierig ,ja unmöglich sogar, für einen Partner zu verstehen , was in diesen Berufen geleistet werden muß,wenn er nicht im selben ist . Vielleicht erkennt er ,oder Sie , wie oft man im Dienst ist , aber die Leistung die man erbringen muß - egal ob in der Pflege oder in der Psychiatrie . Meine vorige Beziehung ist daran zerbrochen . Immerhin waren wir 12 jahre zusammen . Als ich dann in die Gerontopsychiatrie wechselte und mich öfter mit meinen kollegen traf ,um auch mal Erlebtes zu verarbeiten ,fühlte Sie sich zurückgesetzt . Ich hätte nur noch Zeit für andere ,rede nicht mehr mit ihr .Bei unseren ( mittlerweile regelmäßigen ) treffen ,langweilte Sie sich .

Dabei ist er doch schon sehr wichtig sich auszutauschen ,was ich im nachhinein als selbstverständlich empfinde .

Wenn ein Bewohner aus dem Fenster springt ( tatsächlich passiert ) , dann nutzt es niemandem die Aktion nochmal zu erzählen ( dem Partner ) sondern dann muß man fragen : Was ist da verkehrt gelaufen , hat der Bew. suizid gedanken gehabt , wie hat er sich in letzter Zeit verhalten ,hätte man durch gespräch die aktion verhindern können etc.

Das kann außer Kollegen niemand beantworten,wenn man es überhaupt beantworten kann . Schon gar nicht jemand ,der nicht aus diesen berufen ist .

Da fehlt das Verständniss aufgrund von unwissenheit .

mtissmGarplex9


hei dscho dscho *:)

da hast du absolut recht :)z :)z :)z :)z

Als ich dann in die Gerontopsychiatrie wechselte

bist du auch in der psychiatrie ??? geronto ist sehr anstrengend, kriege das immer mit, unsere nachbarsstation ist auch ne gerontopsychiatrische station. akut. da ist vor einem jahr auch ein mann aus dem fenster gehüpft. genau in unseren stationsgarten :-/ :|N :|N :|N

lg *:)

H~ajnncao-Marxia


Hallo ihr Lieben! *:)

Nach über einem Jahr kann ich euch sagen: Gott sei Dank, es gibt einen Weg aus dem Burn-out! Ich habe es geschafft. Nach einem halben Jahr krank, 6 Wochen psychosomatische Reha, Verhaltenstherapie und kontinuierlicher aktiver Aufarbeitung bin ich heute an einem Punkt, wo ich sagen kann: da hat sich mein Leben um 180° gewendet - ZUM GUTEN!!! :-D :)^ :)*

Ich habe vieles über mich erkennen müssen und auch, dass ICH es bin, die ihr Leben gestaltet und nicht meine Umstände. Falsche Verhaltensmuster, die man über Jahre hinweg mit sich trägt, bringen einen selbst immer wieder in ähnliche Situationen. Es war vor allem nötig, zur Ruhe zu kommen, in sich hineinhören, sich dann selbst zu erkennen wie man wirklich ist, sich dann neu anzunehmen und wenn auch unter seelischen Schmerzen einen konsequenten Neuanfang zu machen... es lohnt sich!!! Ich lebe heute freier, selbbestimmter, zufriedener, ausgeglichener, glücklicher... und bin noch auf dem Weg. Ich wünsche euch viel Kraft, viel Mut, viel Zuversicht und, dass ihr euren Weg findet!!!! :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

K.ran$keSxr


Ich fühle gemobbt und dem Burn-out sehr nahe....

ich arbeite seit >10 Jahren im selben Team und bin gesundheitlich sehr angeschlagen.. nicht nur physisch sondern auch psychisch....

jedesmal wenn ich mich krank meld heißt es nur noch "was hast´n jetzt scho wieder.. bist ja noch soo jung,, das ist ja bedenklich " usw..

ich bin momentan so weit dass ich mir eine neuen Arbeitsplatz suchen möchte.... hab schon angefangen Lebenslauf zu schreiben.....

Heut war in der Zeitung leider nix passendes dabei...

einerseits möcht ich eigentlich dort bleiben wo ich bin.. vllt. Abteilungswechsel.. andererseits sehne ich mich nach was anderem ...

zyitro"nce40


Hallo, ich arbeite seit fast 30 jahren als krankenschwester im ambulanten Pflegedienst. Bin nun schon seit ende Oktober 09 krankgeschrieben, ich soll jetzt wieder versuchen arbeiten zu gehen. Seit ich das nun weis, geht es nir wieder total schlecht, ich weine wieder sehr oft und würde mich am liebsten nur noch zu Hause ein igeln. Ich war schon zur Stationären Behanlung und habauch schon ander therapien hinter mir. Zur Zeit gehe ich noch zu einem Therapeuten, der meint das wäre ganz normal das ich jetzt wieder Panikataken bekomme und ich müßte versuchen mich abzulenken. Ich versuche es, aber es ist sehr abeschwierig. Ich würde am liebsten nicht mehr arbeiten gehen, aber ich ernähre eine 4 Köpfige Familie. Was soll ich nur machen. :°(

HHanna-Mrarixa


Kannst du nicht irgendwie umschulen? Also auf meiner Reha wurde mir auch Umschulung/Weiterbildung im Rahmen einer beruflichen Reha angeboten! :)*

In einem Beruf, der einen nur noch auslaugt und keine Freude mehr bringt, kann man auch nicht überleben... :|N

z;ietr?oneB40


Ich weis nicht, ich bin ja schon fast 50 jahre alt, da wird mich woll so schnell keiner mehr Umschulen. Mein Therapeut meint ich soll erst mal wieder versuchen arbeiten zu gehen, vielleicht würde es ja wieder funktionieren. Ich hab auch Tage, wo ich denke das die Arbeit auch wieder eine gute ablenkung ist, von meinem jetzigen Familienleben. Ich versuche bis zu meinem ersten Arbeitstag, mir mal nicht so viele Geanken zu machen und lenke mich mit verschiedenen Dingen ab. Ich versuche einfach mal positiv in die Zukunft zu schauen. :-)

BgOT-SaUmsoxn


Hallo zusammen,

auch bei mir war es ein langer Weg in das BurnOut und auch wieder heraus. Lange habe ich nicht verstanden, was da passiert. Angefangen hat es schon 1999 mit 22 Jahren (!!), allerdings wusste ich mit den damaligen Symptomen noch nichts anzufangen. Die ersten Panikattacken traten auch schon auf, obwohl weder ich noch die Ärzte die Panikattacken als solche erkannten.

Schließlich kam es 2006 zum finalen Zusammenbruch und nichts ging mehr. Durch einen glücklichen Zufall erkannte ich, wie wichtig es ist, gegen Stress vorzugehen, denn dieser ist der Schlüssel zum und aus dem BurnOut-Syndrom. Ich möchte allen Mut machen und ihnen sagen, dass es sehr wohl einen Weg aus dem BurnOut gibt. Das geht wohl nur selten ohne Hilfe, aber auf jeden Fall ohne teure Coaching-Angebote. Neben guter ärztlicher Betreuung (ich würde zum Facharzt raten) ist der Kontakt mit anderen Betroffenen sehr wichtig. Wir haben vor einigen Jahren ein [[http://www.burn-out-forum.de/forum Selbsthilfe-Forum]] gegründet. Wer Lust hat, kann ja mal rein schauen.

Viele Grüße!

EGywa


Mir wurde von meinem hausarzt gesagt das ich ein depressives erschöpfungssyndrom habe......

Ich fühle mich nur noch müde.....schlecht......ausgelaugt und kann mich nur noch schwer über dinge freuen oder mich motivieren.

Mein Antrag auf Kur wurde abgelehnt.......hab jetzt einspruch eingereicht,aber obs hilft.....wer weiß...

Wie seit ihr aus diesem teufelskreis raus gekommen?

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