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Kurzzeitpflege, keine Pflegestufe, aber wer zahlt?

Pmedxdi hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Mama ist nach einem Sturz bedingt durch einen Schwächeanfall mit gebrochenem Sprungelenk, drei Rippenfrakturen und etlichen Prellungen vom Krankenhaus direkt ins Pflegeheim zur Kurzzeitpflege.

Schon seit 4 Jahren versuche ich für sie die Pflegestufe zu kriegen, erfoglos. Es wär mir einfach lieber gewesen, wenn ein Pflegedienst, nach ihr geschaut hätte, denn nicht nur, dass mir die Pflege zu viel wird, sie ist ja auch schon alt und hat zusätzlich Diabetis, kann aber nicht selber messen, da blind, und ausserdem gehbehindert, das schon vor dem Unfall.

Sie hat kein Einkommen, keine Rente, lebt vom Sozialamt. Ich selber arbeite nicht, mein Mann kann uns zwar ernähren, aber wir haben echt nicht die Reichtümer. Meine Brüder beide geschieden, zahlen für Frau und Kind.

Der Eilantrag auf Pflegestufe wurde abgelehnt.

Und der Sachbearbeiter meiner Mama ist in Urlaub, die Vertretung sagt, das würde erst bearbeitet, wenn der Kollege wieder da ist, also nächste Woche.

Müssten wir theoretisch einen Kredit aufnehmen, wenn keiner zahlt? Hier pflegen ist unmöglich, ich habe keinen Platz, kein Pflegebett, und selbst im Heim können sie meine Mama nur mit zwei Leuten in den Rolli hieven. Von der Krankenkasse wurde mir gesagt, das in so einem Fall die Kurzzeitpflege selber getragen werden muß (also ich ??? ?)

oder Sozialamt, da ist nur kein Ansprechpartner, wegen Urlaub, und ein Teil muß immer getragen werden, naja, nun bin ich stark verunsichert.

Hat da jemand mit Erfahrungen?

Antworten
sGabihnex23


hat zusätzlich Diabetis, kann aber nicht selber messen

Eine Möglichkeit ist, dass der Hausarzt eine Verordnung für Behandlungspflege ausstellt. Diese Verordnung an die Krankenkasse schicken, wenn alles gut läuft, dann genehmigen die das.

Wenn ihr z.B. beantragt, dass täglich jemand vom Pflegdienst den BZ deiner Mutter messen und entsprechendes Insulin spritzen muss und der Arzt stellt eine entsprechende Verordnung aus, wird die Kasse das auch zahlen.

So habt ihr schon mal geschafft, dass jeden Tag ein Pflegedienst vor Ort ist.

Lass dir auch das Gutachten des MDK´s schicken, auch wenn die Pflegestufe abgelehnt wurde. Im Gutachten steht wo deine Mutter Hilfe braucht, z.B. täglich Teilkörperwäsche und An-/Ausziehen. Diese Tätigkeiten werden vom Sozialamt bezahlt. Wie das geht?

Einen formlosen Antrag auf "Hilfe zur Pflege" stellen, mit diesem das MDK-Gutachten einreichen und von einem Pflegedienst euerer Wahl einen Kostenvoranschlag dazulegen. Wenn deine Mutter nichts verdient, zahlt das Sozialamt diese "Posten" die der MDK festgestellt hat

Viel Glück - ich hoffe ich konnte dir helfen *:)

P(eddxi


Hallo Sabine, danke erst mal für die Antwort

Das Krankenhaus hat meine Mama aber direkt zur Kurzzeitpflege in ein Pflegeheim gebracht. Die haben mir auch gesagt, dass ich meine Mama nie und nimmer alleine zu Hause pflegen kann, stimmt ja auch.

Sie muß gott sei dank nicht spritzen, ich muß in Abständen immer mal wieder messen, und alle 4 Wochen wird Langzeitwert gemacht.

Am Anfang hatten wir 3 Wochen lang einen Pflegedienst auf Verordnung des Arztes, der Zucker gemessen hat. Aber mehr eben nicht,

Wie gesagt, vor 4 und vor 2 Jahren hab ich schon mal Pflegestufe beantragt, die realen 2 Stunden täglich wurden von dem MdK auf ca. ich glaube 30 Minuten umgerechnet. Und somit Pflegestufe abgelehnt. Ja, und der Eilantrag vor einer Woche wurde am dann letzte Woche auch abgelehnt.

Nun haben wir normalen Antrag mit dem Pflegeheim gestellt, aber das dauert sicher wieder,

entschuldigung, wenn ich nicht sofort deutlich schreibe, aber ich habe 2 sehr harte Wochen hinter mir, und muß noch so viel Behördenkram erledigen. Ich hab da richtig Angst vor und mir schwirrt von dem ganzen der Kopf.

Ich hab so das Gefühl, dass wirklich kranke Leute einfach im Stich gelassen werden, bzw, dass der eine die Sache an den anderen verweist.

sEa-binex23


ehrlich gesagt handelte das Krankenhaus nicht logisch.

Einerseits sagen sie, deine Mutter kann nicht mehr alleine bleiben und sie muss auf KZPfl, andererseits beantragen sie keine vorläufige Pflegestufe, habe ich das richtig verstanden?

Das Krankenhaus selbst kann nämlich eine vorläufige Pflegestufe erteilen, bis der MDK dann kommt, das dauert in der Regel ja länger. Wenn der MDK in 6 Wochen die Pflegestufe ablehnt, muss die Krankenkasse die ersten 6 Wochen aber zahlen.

PHexddi


Der soziale Dienst hat einen Eilantrag auf Pflegestufe gestellt.

Und die Sachbearbeiterin der Krankenkasse sagte mir heute am Telefon, dass es keine kurzzeitige (meinst Du das mit

vorläufige Pflegestufe

) also, dass es keine kurzzeitige Pflegestufe mehr gibt, dass sei abgeschafft worden.

Und die Kosten müsste dann ich tragen, wenn das Sozialamt nicht übernähme. Einen Teil müsse ich eh tragen, die Frage ist nur, wovon.

scabinex23


dass sei abgeschafft worden.

hab ich noch nie gehört und ich hab mit solchen Fällen eigentlich öfters zu tun...

P~eddxi


Meine Tante hat mir das gestern auch erzählt, das muss auch neu sein.

Und wie gesagt, die Sachbearbeiterin der Krankenkasse sagte das auch so. Also, dass es keine Kurzzeitige Pflegestufe mehr gibt.

Die Kurzzeitpflege gibt es nur, wenn jemand Pflegestufe hat. Die ist ja bei meiner Mama letzte Woche abgelehnt worden.

Aber irgendwie muß es doch eine Lösung geben ???

ablfithexaa


Was ich nicht verstehe, ist die Aussage der Ärzte, dass Du Deine Mutter nicht allein pflegen kannst...und dann die Aussage der Krankenkasse dazu.

Ich rate Dir, zum Sozialverband zu gehen und Dich dort beraten zu lassen. Du kannst dort auch eine Vollmacht geben, damit der Verband sich mit dem MdK auseinandersetzt- das ist oft viele effektiver, weil einfach viel Erfahrung mit solchen Fällen vorhanden ist.

Außerdem kannst Du beim Sozialamt für Deine Mutter den sog. "Inverstitionskostenzuschuss" für die Kurzzeitpflege beantragen- der hat nichts mit einer Pflegestufe zu tun und müsste aufgrund der Verordnung des Krankenhauses auch gewährt werden.

PGflzegletusxsi


Einfach hartnäckig bleiben - nochmal beantragen - der letzte Antrag ist 2 Jahre her und in der Zwischenzeit ist ja offenbar viel passiert. Schreib in einem Pflegetagebuch auf, wieviel Pflege deine mutter täglich wirklich braucht (also mit dAtum, Uhrzeit, Pflegetätigkeit die du verrichtest für sie, Dauer) wenn sie zuhause ist. Die KK/Mdk muss bei der Einstufung das Pflegetagebuch zu Hilfe nehmen zur Beurteilung.

Sprich mit den Schwestern in der Kurzzeitpflege und bitte sie, ob sie dich evtl unterstützen könnten bei der Beantragung der Pflegestufe. Der Mdk/KK-Mitarbeiter kommt auch oft in Heime und begutachtet dort. Die Schwestern dokumentieren ja hoffentlich gut, so dass man sehen kann, wieviel Hilfe deine Mutter tatsächlich braucht und demnach eingestuft werden kann.

s|ulim88


Peddi

ohne den Arzt deiner Mutter wirst du keine Pflegestufe bekommen, der Arzt deiner Mutter muss das in die Wege leiten

und dann gehtst du mal zu einer renomierten Pflegedienst ( DRK oder Caritas ) und lässt dich beraten,

denn du musst doch bestimmt auch die Vormundschaft und Post und Bankvollmacht beantragen

ANlcpxia


Einfach nochmal einen Antrag stellen. Der erste Antrag wird doch meist abgelehnt.

GRriexsuh1


Hallo, sabine23 , das Krankenhaus, ein Arzt oder der Sozialdienst der Klinik darf KEINE Vorläufige Pflegestufe vergeben. Das macht die Pflegekasse erst auf Antrag. Auch das reine BZ-Messen wird von der Krankenkasse nicht bezahlt. Es werden nur bei einer Insulin-intensivtherapie bis maximal 14 Tage die Kosten für BZ-Messen von der Krankenkasse übernommen. Aber das entfällt hier ja, da sie kein Insulin spritzen muss.

Auch ist deine Ausssage: Das Krankenhaus selbst kann nämlich eine vorläufige Pflegestufe erteilen, bis der MDK dann kommt, das dauert in der Regel ja länger. Wenn der MDK in 6 Wochen die Pflegestufe ablehnt, muss die Krankenkasse die ersten 6 Wochen aber zahlen,

ist leider so nicht richtig.

Wird der Eilantrag abgelehnt, wird auch nichts gezahlt. Wird der Eilantrag bewilligt, zahlt die Kasse solange bis der MDK feststellt, dass keine Pflegebedürftigkeit besteht.

Wurde der Eilantrag abgelehnt und Widerspruch eingelegt, kommt der MDK zur Begutachtung ins Haus. Wird dann eine Pflegestufe festgestellt, zahlt die PK rückwirkend ab Datum der Antragstellung des Eilantrages das Pflegegeld.

Hallo Peddi , eine kurzeitige Pflegestufe hat es noch nie gegeben. Das was du meinst ist eine Vorläufige Pflegestufe. Um überhaupt in eine Pflegestufe zugelangen müssen mind. 46 Min. tgl für reine Hilfen am Körper des Pflegebedürftigen erreicht werden und der Pflegebedarf muss für mind. 6 Monate ersichtlich sein. Die Hauswirtschaft ist nicht Pflegestufenrelevant. Was im Rahmen der HW bewertet wird ist das mundgerechte zubereiten der Nahrung.

Im Krankenhaus hätte der Sozialdienst einen Eilantrag für eine Pflegestufe (PS) bei der Pflegekasse stellen müssen. Wurde dies bewilligt , so nennt sich das dann vorläufige-Pflegestufe bis zur begutachtung durch den MDK.

Denn So wie du deine Mutter beschreibst hätte es auf jeden Fall eine vorläufige PS geben müssen, vorausgesetzt es wäre der Hilfebedarf aufgeführt worden. Die Angabe der Diagnosen im Antrag ist nicht ausreichend.Ist ein Eilantrag gestellt und abgelehnt worden, hättet ihr Widerspruch bei der Pflegekasse einreichen müssen.

dann wäre der MDK in ca. 3 -4 Wochen nach Antragstellung zu einer Begutachtung ins häusliche Wohnumfeld zu deiner Mutter um die Pflegestufe zu ermitteln gekommen. Sicherlich habt ihr ein Schreiben von der Pflegekasse da zu erhalten. Unabhängig davon, habt ihr schon richtig gehandelt, dass ihr nochmals einen Einstufungsantrag gestellt habt. Nur in der Kurzzeitpflege (KZP) erfolgt keine Begutachtung.

Wird bei der Begutachtung im häuslichen Umfeld eine Pflegestufe ermittelt, so wird diese mind. rückwirkend ab datum der Antragstellung gewährt. Das würde bedeuten, dass euch die Pflegekasse maximal 1470,-€ zur KZP zahlen würde. Kostet diese mehr so ist das privat zu bezahlen. In sofern hat die Dame der Kasse recht.

Die Gesetzeslage und euere Möglichkeiten zu erläutern würden den Rahmen des Beitrages sprengen.

Frage einen ambulanten Pflegedienst in deinem Wohnort, bzw. dem Wohnort deiner Mutter ob sie euch durch den §§§§§ Wirrwar helfen können. Viele Pflegedienste bioeten solche Beratungen an.

Schaue auch einmal unter [[www.mdk.de]] nach. Dort findest du auch Angaben zu den Begutachtungsrichtlinien.

Grüße Griesu, pflegedienstleitung und MDK Gutachter.

GkrZies>u<h1


Hallo suli88 ein Arzt ist nicht für eine Einstufung verantwortlich. Selbst ohne Arzt werden Pflegestufen vergeben. Siehe meinen vorherigen Beitrag.

LG

Griesuh

P1edxdi


alitheaa

Danke erst mal für Deine Antwort und die vielen Tips dabei, ja, ich verstehe es selber nicht, denn meine erste Idee war ja, irgendwie zu Hause selber zu pflegen, nur wie sie da jetzt im Pflegeheim liegt, und nur mit 2 Pflegerinnen in den Rolli bugsiert wird, ist auch mir klar, das könnte ich nie.

Pflegetussi

ja, die Pflegeeinrichtung wird mir auch behilflich sein, ich hoffe sehr, zusammen mit ihnen kann ich es schaffen die Pflegestufe zu erhalten. , aber ich weiß auch, dass es dauern wird.

suli88

Bankvollmachten und Post, sowie Behörden mache ich seit Jahren, meine Mutter hat seit 5 Jahen kein Geldinstitut mehr von innen gesehn, sie schafft ja keine 10 Meter zu Fuß mehr. Genauso mache ich die Einkäufe und das alles. Ich fahre sie auch zum Arzt, Augenarzt und so weiter.

Als ich vor 2 Jahren das letzte Mal die Stufe beantragte, hatten wir das Pech, dass die Beraterin des Roten Kreuzes auch noch verspätet zu dem Termin erschienen ist, da war die Gutachterin / Ärztin des Mdk schon lange weg, da war ich richtig sauer. Es war damals auch so, dass meine Mutter nicht wollte, dass ich Widerspruch einlege, für sie waren die ganzen Untersuchungen so entwürdigend.

Danke für alle Antworten und ich bin auch dankbar für jeden weiteren Tip.

A5lepia


Es war damals auch so, dass meine Mutter nicht wollte, dass ich Widerspruch einlege, für sie waren die ganzen Untersuchungen so entwürdigend.

Also bei aller Liebe, aber DAS hat deine Mutter wohl nicht zu entscheiden. Schließlich bist du diejenige, die für alles verantwortlich ist, die ganze Arbeit hat und die zahlen muss.

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