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Arbeit im Pflegeheim...wie arbeite ich 1000 %....

msaram5ella hat die Diskussion gestartet


hallo. arbeite seit zwei monaten im pflegeheim als pflegehelferin. habe schon einige vorerfahrungen in der pflege und habe mich sehr gefreut diese stelle zu bekommen. nun war am anfang alles noch neu und ich habe mich versucht einzuarbeiten. doch irgendwie habe ih das gefühl das die kollegen meine arbeit nich gut genug finden, sprich sie kommen jeden tag und meinen das ich beobachtet werde und ich ja alles richtig machen muss...

ich habe das gefühl das mich dieser druck sehr belastet, vieles wird einem nicht gesagt und wenn man fragt wird einem gesagt das man das wissen müsste. ich habe eine einjährige ausbildung bei der caritas gemacht, wir haben sehr viel gelernt und viel selbt machen müssen, dort wurde ich immer gelobt. nun frage mich woran dies liegt, dass bei der neuen stelle sie nicht zu frieden sind. weiß jemand einen rat, der als exam. Fachkraft das vielleicht besser sieht als ich?

ich möchte hier noch schreiben: ich weiß um den druck in den Pflegeheimen, ich weiß auch dass fehler schwere folgen haben kann, dass wurde uns in der ausbildung immer gesagt, zum Beispiel Aspirationprophylaxe, darum bin ich sehr bemüht mich fachlich zu verbessern, doch habe ich das gefühl ich soll selbständig arbeiten wie die anderen es wollen, und wenn es bedarf den buhmann spielen. Ich schätze meine Kollegen und ich habe persönlich keine probleme mit ihnen,

doch erscheint mir nicht alles logisch.

neija, vielleicht kann mir jemand helfen.

Denn ich liebe denn Beruf und ich gehe darin so richtig auf.

Grüße

Antworten
s4isterx1999


Hallo maramella,

ich arbeite seit 10 Jahren in einem Pflegeheim, davon seit 6 Jahren als WBL. Ich möchte dir Mut machen, nach 2 Monaten kannst du nicht alles wissen, und erst recht nicht, wenn du gerade erst deine Ausbildung beendet hast. Die Sicherheit kommt doch erst mit der Zeit. Du musst schließlich die Besonderheiten eines jeden Bewohners erstmal kennenlernen. Dazu brauchst du jemanden, der dir viel über die Bewohner erzählen kann. Du kannst aber auch mal die Doku intensiv lesen. Wichtig sind die Berichte, die Krankheiten und auch die Medikamente. Auch das Stammblatt, mit den persönlchen Daten enthält für dich wichtige Informationen. Das wird sicher Freizeittätigkeit sein, denn es gibt auch Einrichtungen, die das von dir erwarten. Eigentlich müsste es aber Arbeitszeit sein (und nicht erst nach 2 Monaten).

Hast du das Gefühl, dass auch die Bewohner deine Arbeit nicht gut finden?

Von Erfahrungsaustausche her weiß ich, daß kirchliche Träger (dazu gehört auch die Caritas)

oft toleranter mit neuen Kollegen sind (einfach schon von der Grundeinstellung und den Werten die zählen) . Ich selbst bin nicht in einer kirchlichen Einrichtung tätig, aber die Toleranz neuer Kollegen oder auch der Lehrlinge (habe 4 im WB) war zu Beginn sehr schwierig. Viele erwarten von neuen Mitarbeitern gleiche Leistung, gleiches Wissen - ist ja unmöglich. Wenn du was nicht weißt, dann frag den Kollegen, der dich eingearbeitet hat. Wenn er meint du müsstest es wissen, sag ihm, daß er es dir bei der Einarbeitung nicht gesagt oder ausreichend erklärt hat.

Wichtig, setz dich selbst nicht so unter Druck, glaub an Dich!

Ich wünsche dir Durchhaltevermögen und das du einen Ansprechpartner findest.

m8ara+mellxa


Hallo,

erst einmal vielen Dank für deine rückantwort. Mit jemanden darüber zu reden tut einfach gut.

Habe heute mittag noch einmal Gedanken darüber gemacht.

Für mich war die Berufung für die Seniorenarbeit eine echte Berreicherung für mein Leben ich gehe in der Arbeit auf, ich habe über die Nachbarschaftshilfe viele Leute betreut und viel mit ihnen darüber geredet wie sich vorstellen, wünschen betreut gepflegt zu werden. Immer wieder wurde mir gesagt, dass ich es genau richtig mache.

Das letzte halbe Jahr habe ich in einem anderem Heim gearbeitet, dort wollte ich nicht bleiben, da es dort wirklich drunter u drüber zu ging. Daher war ich so froh im März die Stelle an fangen zu können.

Das Heim hat eine wundervolle Einstellung und auch ein gutes Kkonzept.

Du bist WBL, das ist gut, so kannst mir bestimmt weiterhelfen.

Nun ich möchte mal mit einem Beispiel anfangen:

Die Woche über hatte ich morgens bei der GP die gleichen Bewohner. Eine Bewohnerin äußerte den Wunsch nicht eingecremt zu werden. Ich erklärte ihr dass es wichtig sei, besonders n ihrem Alter auf die Haut zu achten, da man weniger trinkt.... Wir vereinbarten dass ich weniger Creme drauf mache, jedoch achtete ich dass aber an den Händen, Füßen und im Gesicht Creme hinkam. Später kam eine Kollegin zu mir und meinte ich die Frau nicht eincremt, sie sagte ich stehe unter beobachtung und sie würde jeden Tag jetzt jeden Bewohner den ich versorge anschauen ob ich ihn vom Ohr bis zum großem Fußzehen eingecremt habe.

Ich stand da und konnte nicht sagen. Außer ein Ja ok. Ich möchte mich dann nicht rechtfertigen, da ich ja erst kurz da bin und sie mehr Erfahrung hat.

Das war jetzt mal ein Beispiel. Mich frustieren solche Erfahrungen, würde gerne mal positives hören.

ich denke dann ich habe mir doch auch was dabei gedacht, darf ich das nicht? Wie soll ich so selbständig arbeiten, was von mir erwartet wird?

Ich hoffe wir bleiben im gepräch und du kannst mir weiterhin tolle Ratschläge geben!

Danke!

LEila


In dem von dir geschilderten Fall hätte ich an deiner Stelle wohl einfach gesagt, dass die Bewohnerin dich darum gebten hat, keine Creme zu verwenden. Und dass du mit ihr einen Kompromiss ausgehandlet hast, weil du ja weißt, dass eincremen wichtig ist (und ihr das auch erklärt hast). Denn ohne diese Erklärung sieht es so aus, als seist du zu faul gewesen, die Bewohnerin "vorschriftsmäßig" einzucremen. Deine Kollegen können nicht wissen, dass du dir was dabei gedacht hast, wenn du's ihnen nicht sagst!

m0aram)ellxa


Ja, da hast du Recht. Nur in dem Moment fällt es mir schwer, da etwas zu sagen. Hinterher würde ich gerne was sagen. Vielleicht muss ich mir mehr zutrauen.

In meinen Gedanken denke ich in solchen situationen: Hallo, wer denkst du das ich bin ??? ? Es ärgert mich einfach, dass jemand von mir annimmt ich wäre faul und würde so etwas nicht tun. Klar, weiß ich darum dass es solche gibt, die es nicht tun. Neija, muss da noch etwas an mir arbeiten.

Schön, mit euch darüber reden zu können.

z!unge8nmailexr


@ maramella

also wenn du das nexte mal in so ne situation kommst, dokomentierst du das einfach..."bw wollte hute nicht eingecremt werden, habe auf die notwendigkeit hingewiesen und folgendes ausgemacht...."

das is immer gut :-)

kopf hoch :)_ :)_

m\aramLella


Danke, dass ihr mir alle soviel Mut macht.

Das hilft unheimlich.

Habe noch eine Anmerkung zum aktuellen Stand:

Also ich denke ich habe ein Hauptproblem unserer Teams erkannt. Ab Mai werden wir vier weniger sein und zwei (also ich und noch jemand) snd neu gekommen. Im Juni kommt noch ein exam. Mitarbeiter dazu.

Unser Team wird demnach einmal auf den Kopf gestellt.

Einige sind schon seit der Einweihung dabei und haben das Haus u das Konzept mitgestaltet.

Nun werden sich wahrscheinlich negative Befürchtungen eingestellt haben, wie das mit dem neuen Team weitergestaltet. Daher bin ich sehr froh, hier in diesem Forum Ansprechpartner gefunden zu haben, die mir als neue Mitarbeiterin Hilfestellungen und Tips geben können.

Ein grundliegender Faktor wird der Druck und der Stress sein, der auf langjährigen Mitarbeitern lastet, die bisherige Qualität zu erhalten und vorallem zu steigen. und tappen da ein paar Neue auf den Gängen rum die keinen Plan schieben :-) Neija so schlimm ist es nicht.

Es braucht Zeit in ein Team rein zufinden, dass habe ich erfahren und ich werde in dieser Zeit versuchen die Arbeitsabläufe zu verinnerlichen und mich einzubringen.

Nochmals vielen Dank.

Morgen habe ich Frühdienst. Eine neue woche gestärkt von euch.

Danke.

Sqünxtje


zunächst......

ich bin dedr Meinung, niemand, wirklich niemand kann immer 100% geben bei der Arbeit, also brauchst du keine 1000 anstreben.

Ich denke auch, dir fehlt einfach das nötige Selbstbewusstsein. Abgesehen davon, dass es völlig unnötig ist jemanden täglich von Kopf bis Fuß einzucremen, es sein denn er hat Schuppenflechte oder eine andere Hauterkrankung, hättest du da wirklich dein Handeln erklären sollen, oder die Kollegin fragen sollen, warum es ihr so wichtig ist.

Andersrum, sie beobachten dich, das ist logisch. Du bist keine examinierte Kraft und deine Fehler müssen sie mit ausbaden.

Drück dir die Daumen, dass es gut laufen wird

THhe2Bxeats


Ich kann all meinen Vorrednern nur Recht geben - die Zeit, die du nun dort bist, ist noch recht kurz, es kann durchaus noch ein wenig dauern, bis du dich wirklich sicher im Tagebetrieb bewegst. Da braucht es ein wenig Geduld, insbesondere in diesem Berufsfeld, bei dem man eine vergleichsweise hohe Verantwortung trägt und dennoch stets im Wettlauf mit der Zeit steht.

Was mir noch auffällt: du arbeitest als Pflegehelferin, ja? Aus deinem sehr ansprechenden Schreibstil und deiner Sicherheit in Orthographie und Grammatik leite ich jedoch ab, daß du damit vermutlich weit unterhalb deiner Möglichkeiten liegst.

Ich denke mal, deine Kollegen merken das auch. Und du wirst deinen Beruf wohl auch sehr sicher und kompetent ausüben. Kann es sein, daß dir die Platzhirsche vor Ort einfach etwas abneiden? In dem Fall wäre mehr als nur Anpassung gefragt, da wäre ein wenig Nachdruck gefragt, um nicht dauerhaft kleingehalten zu werden.

J8asBminwda75


Ich kann jetzt nicht viel zum Thema sagen, nur soviel: Ich habe Respekt vor Pflegekräften in Pflegeheimen. Vor euch ziehe ich meinen Hut und bewundere euch. Macht weiter so.

Ich habe vor 2 Jahren meine Oma mit meinen Eltern zusammen pflegen müssen und erst da erkannt, was das für eine Arbeit ist. Für mich (uns) ist es eine Arbeit, die ich nicht kann.

Darum ein großes Lob an alle, die mit Hingabe und Spass in dem Beruf arbeiten und Leutchen wie meiner Omi einen würdevollen Tod ermöglichen.

lg

m1aravmexlla


Hallo,

möchte mal schreiben wie es mir inzwischen geht.

Habe mich so langsam in der Einrichtung eingelebt.

Hatte die letzten Wochen auch ein echt gutes Gefühl bei der Arbeit.

Heute bekamen wir unsere Bewertungsbögen und ich habe im Durchschnitt eine vier.

Das hat mir erst mal den Boden unter den Füßen weggezogen.

Bin gespannt auf das Auswertungsgepräch am 22.06.09.

Hat jemand Erfahrung mit diesen Bewertungen ??? ??? ???

So werde mir auf den Schock erst mal etwas kochen.

Viele Grüße

PYseud&onxym


Heute bekamen wir unsere Bewertungsbögen und ich habe im Durchschnitt eine vier.

:-o

also eine 4 zu bekommen ist echt hart...was meinst du denn woran das liegen kann?

bist du zu unselbstständig?

zu ungenau?

zu langsam?

wer hat dich bewertet?

kommst du gut mit deiner WBL aus?

Kann es sein, daß dir die Platzhirsche vor Ort einfach etwas abneiden?

das war auch mein erster gedanke als ich las das sie angeblich beobachtet wird... :-/

dazu hätte ich auf der arbeit gar keine zeit!

ich kann doch nicht immer allen hinterher rennen und gucken ob sie ihre arbeit richtig machen!

und wir cremen auch nicht jeden tag alle von kopf bis fuss ein, es sei denn, die bewohner bitten uns darum. und wenn jemand gar nicht eingecremt wird, respektieren wir das

*:)

mZara@melxla


Bewertet wurden wir von der Wohnbereichsleiterin und deren Stellvertreterin.

Habe heute mit einer Kollegin telefoniert, die in einem anderen Wohnbereich in unserem Haus arbeitet. Sie meinte ebenso das es eine harte Bewertung sei.

Ich komme mit beiden sehr gut aus und hatte die letzten Wochen das Gefühl vermittelt bekommen, dass sie mit meiner Arbeit zufrieden sind. Beide kamen auch immer persönlich zu mir und zeigten mir Fehler auf und ich wurde auch mal gelobt.

Besonders überrascht haben mich die einzelnen Bewertungen.

Zum Beispiel: Fachkenntnis, Methodenkompetenz (notwendiges wissen, anfallende Aufgaben sachgerecht ausführen), da bekam ich vier Punkte (somit eine vier).

Fand diese Bewertung sehr schlecht, da diese Aussage einem vermittelt man kann seine Aufgaben nicht erfüllen.

Vielleicht finde ich hier Fachkräfte die mir Antworten geben können.

Vielen Dank im Voraus.

P.seudo&nxym


Vielleicht finde ich hier Fachkräfte die mir Antworten geben können.

auf welche fragen denn?

was können wir dir für antworten geben? wir wissen ja nicht wie du arbeitest...

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