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Ambulanter Pflegedienst

PWeddi


Ps, zeitglich hat duftyasmin gepostet, mein Posting bezieht sich auf Griesuh *:)

éOpinxe


@ Griesuh

Epine schreibt Pflegehelfer sind auf dem Vormarsch. Ja, was die Schönung der Arbeitslosen- zahlen betrifft. Pflegedienste suchen ex. Kräfte mit 3 jähriger Ausbildung, da Pflegehelfer bestimmte Behandlungspflegen ( medizinische Versorgung) nicht erbringen dürfen.

Ja, das meinte ich ja :-)

All die tollen "Pflegeassistenten" sind raus aus der bösen Statistik. Das ist absoluter Blödsinn... Ebenso, wenn man Unwillige aller Art zu gerade diesem Job "zwingt", indem man mit Leistungseinbußen droht. In solchen Fällen ist m.E. Straße kehren sinnvoller, aber doch bitte nicht auf die Menschheit loslassen!

Zu der Unterscheidung zwischen Job und Berufung wollte ich nur sagen: Ich habe erlebt, dass sicherlich 2 Drittel meines Kurses den Job als Berufung gesehen hat. Die Bedingungen schon in der Ausbildung führten allerdings dazu, dass ein großer Teil schwor, diesen Job - Berufung hin oder her - nicht mehr lange zu machen. Ich gehörte dazu, habe aber zum Glück meine Nische gefunden.

Ihr sprecht von humanen Arbeitszeiten. Was versteht Ihr darunter?

Wünscht ein Kunde schon morgens um 6.30 versorgt zu werden, muss ich Ihm dann absagen: Tut mir Leid so früh fangen wir nicht an. Wir haben humane Arbeitszeiten unser Personal beginnt erst um 8.00 Uhr. Genauso wenn Kunden wünschen erst nach 21.00 Uhr zu Bettgebracht zu werden. Ne machen wir nicht wir haben um 20.00Uhr Feierabend.

Ich bin ja nun Krankenschwester und wollte nie 9 to 5 arbeiten. Was in meinen Augen aber indiskutabel ist, sind die von einigen PDs praktizierten Teildienste - nicht nur in Ausnahmefällen.

Mir ist klar, dass die Stoßzeiten eben morgens, nur selten mittags und abends wieder sind. Gerade kleine PDs werden das Problem haben, eben nicht so schichten zu können, dass Teildienste vermieden werden. Ich hatte selbst ein Angebot in einem PD, wo ich bei einer 35-Stunden-Woche an den Dienstwochenenden Teildienste hätte machen müssen, sonst aber nur in größten Ausnahmefällen. Wenn examinierte Kräfte aber 13 Tage Dienst haben, einen Sonntag frei und von 6-11 Uhr und von 17-22 Uhr unterwegs sind, Fahrtzeiten nicht gerechnet werden und man so mit Ach und Krach nicht in die Minusstunden rutscht, dann ist das in meinen Augen für Vollzeitkräfte nahezu unmöglich zu leisten.

Und ja, da möchte ich humanere Arbeitszeiten ;-) Ich rede nicht von Arbeitsbeginn um 6 oder etwas eher, von späten Spätdiensten, Nachtdiensten oder gelegentlichen Rufbereitschaften...

Mir ist klar, dass es eben oft, gerade bei kleinen PDs, nicht anders geht und dass es Pflegedienste gibt, die so etwas vermeiden. Aber eben nicht alle...

Ich willl keinen Pflegedienst oder gar eine Leitung schlecht machen, aber erklären, warum es eben für Viele unattraktiv erscheint. "Schuld" hat in meinen Augen eben die Politik... Und die Tatsache, dass in der Pflege durch die Leistungskomplexe kein großer Raum bleibt, Geld herzuzaubern.

Alles in Allem - ich persönlich möchte keine Arbeitsstelle mit Teildiensten, Wind und Wetter, oftmals üblen Zuständen in den Wohnungen, Schadensbegrenzung, weil für Pflege nach bestem Wissen und Gewissen keiner zahlen kann und den oftmals seltsamen Versicherungsbedingungen haben.

Es muss Einem eben auch liegen...

Wie die Ausbildung, Umschulungen und andere ABM-Angelegenheiten gefördert werden, geht mir auch zunehmend auf den Keks. Bei solchen Dingen fragt man sich ja schon, warum die Politiker nicht begreifen, was jeder Azubi versteht...

Pflege ist kein besonders attraktiver Beruf, ist mit Ekel, Anstrengung und psychischer Belastung verbunden, die Ausbildung ist sehr anspruchsvoll und alle Schnellkurse sind eigentlich eine Gefährdung der zu Pflegenden. Er ist im Verhältnis auch zu anderen Ausbildungen schlecht bezahlt, die Arbeitszeiten sind spätestens nach dem 40. Lebensjahr echt anstrengend. Der Berufsstand hat keine Lobby, viele Kollegen leiden unter einem Helfersyndrom und Einspringen ist Voraussetzung, Widerworte eine Frechheit. Azubis werden ausgenutzt, bis sie untergehen und kaum eine Pflegekraft erleidet in den Berufsjahren nicht irgendwann einen Zusammenbruch.

Wenn ich hier nicht ansetze, sondern allerlei Unwillige in die Materie schicke, dann löse ich doch nichts! :|N

Ich hatte einige Kollegen, die "nur" Hauptschule hatten und einen supertollen Job gemacht haben. Die fanden aber auch alle, dass die vorherige Ausbildung die Zeit wert war...

Rjlmlmp270x7


Hie Rlmmp2707,

die 30,-€ Std. für Verhinderungspflege waren dir zu teuer, du freust dich, dass du einen Verein gefunden hast, der die Verhinderungspflege für 14.00€ die Stunde anbietet.

Schreibst aber ein paar Zeilen weiter: trotzdem ist das meiste Personal unterbezahlt, ...

Was glaubst du denn wieviel Stundenlohn diese Kraft erhält, die hier die VHP erbringt??

Ja woher soll denn das Geld für eine bessere Bezahlung kommen, wenn du nur 14.00€ die Stunde Zahlen willst??

Überleg mal, du wieder sprichst dir doch selbst.

Wenn ich für eine Leistung nur 14€ die Stunde vom Kunden verlange, kann ic h dem Personal keine 16€ oder 17€ die Stunde zahlen. Merkste was??

Hallo Griesuh1,

ich schrieb doch schon, 7,50€ bekommt die ungelernte oder Fremdfachgelernte Kraft. Aber ich zahle doch lieber für diese Leistung 14€ als 30€ während die Arbeitskraft das gleiche bekommt. Lustigerweise kann die 14€ Kraft aus dem Rollstuhl gut umsetzen, die 30€ Kraft hat sogar Fallenlassen und mit der Zeit über Rückenweh geklagt. PDL sagt, für Kinestätischen Arbeiten sei keine Zeit ....

und warum wir nur 14€ Zahlen... weil man ja selber nicht über unendliche Geldmittel verfügt und die Pflegestufe 2 eine Rundumbetreuung noch lange nicht abdeckt und wenn niemand aus der Familie aus Beruflichen Gründen Zeit hat....

vorallem das Problem, wer nen Beruf hat, kann selten sagen, nee, grad kann ich nicht weil zuhause,

aber wenn ich für die Zeit jmd. holen muss, der die Stunde teurer ist als ich netto verdiene..... AUA

und das ist auch bei 14€/h bei vielen der Fall..... und hier ist meiner Meinung nach das Gesundheitssystem wieder gefragt

da bei uns das Verhinderungspflegebudget nach 4 Monaten schon alle ist!

G[riesnuhx1


Hallo Rlmmp2707, genau das ist ja der Punkt.

Ein Unternehmen hat ja nicht nur den Stundenlohn der Mitarbeiter zu zahlen, sondern es sind über die Einnahmen alle Betriebskosten abzudecken.

Stelle dir vor, die Pflegekraft bekommt 16€ Stundenlohn, dazu muss der Arbeitgeber nochmals 30% zulegen für die Sozialabgaben, was dann schon 20,80€ sind. Somit ist es schon vorbei mit 14,-€ die Stunde an Honorar. Ansonsten ist die Firma Pleite.

Jetzt kommen noch alle fix - und variabelen Betriebskosten dazu, rechne mit 50 % von den 20,80€, das sind nochmals 10,40€. Womit wir schon bei 31,20€ Betriebskosten/Std. sind. Das muss der Betrieb an den Kunden weitergeben sonst ist nicht lange mit Lustig und der Laden macht dicht und ihr seit Arbeitslos!.

Ihr sagt alle bessere Bezahlung, bedenkt jedoch nicht, dass der Schuss nach hinten los geht und alle Lebenshaltungskosten sich dadurch verteuern.

Eure denkweise ist leider nicht richtig.

Wenn du für 5.-€ die Stunde bei mir als Fachkraft arbeiten würdest, könnte ich dir die Verhinderungspflegeleistung für 10,-€ die Stunde anbieten.

Merkste wieder was?? Auch hier kostet die Stunde das doppelte als du Stundenlohn erhälst. Jetzt ist wieder einmal BWL gefragt um das zu verstehen.

Aber sicherlich wird keine Fachkraft, egal aus welchem Beruf auch immer, für 5,-€ arbeiten gegen wollen. Deshalb müssen wir um denken und auch die gute Bezahlung ( Entlohnung) durch höhere Honorare bei den Leistungen anerkennen. ( Aber das will ja auch keiner. Die Katze dreht sich im Kreis.

Es kann nicht angehen für eine Leistung kaum was bezahlen zu wollen und zu sagen du bist zu Teuer und gleichzeitig sagen, das Personal ist bei dir unterbezahlt, du ausbeuter Betrieb.

Aber genau durch dieses Konsumenten Verhalten entstehen eben diese Niedriglöhne, damit der Betrieb überhaupt noch Kunden bekommen kann.

Die Pflegeversicherung wird immer als eine Vollkasko verstanden. Das ist sie aber nicht. Die Pflegeversicherung ist eine Teilkasko mit hoher Selbstbeteiligung.

Würden die Vergütungen für Pflegeeinrichtungen so erhöht, dass das Personal 30% mehr Gehalt bekommen könnte, müssten die Kassenbeiträge zur Pflegeversicherung deutlich erhöht werden und es wäre wieder weniger Netto im Geldbeutel. Das wollt ihr aber auch nicht. ( Nur zur Info: Die Vergütungen, sprich wie teuer ist eine Leistung, für Pflegeeinrichtungen werden zwischen den Leistungserbringern (Pflegedienst) und den Kostenträgern (Kranken- und Pflegekassen) verhandelt und vereinbart. Ein Pflegedienst kann bis auf wenige Ausnahmen nicht die Preise frei kalkulieren und der Kasse in Rechnung stellen, wie es in der freien Wirtschaft üblich ist.) Den Pflegeeinrichtungen sind durch die niedrigen und gedeckelten Vergütungsvereinbarungen die Hände gebunden.

Wir Pflegeinrichtungen können leider nicht so wie wir gerne wollten. Wir müssen sehen, wie wir mit den niedrigen vergütungen durch die Kassen den Betrieb nicht in die Pleite fahren.

LG

GFri8esuxh1


Hm, jetzt sind wir aber weit vom Ursprungsthema abgekommen.

Pflegekraftsuche, glaube ich war es?.

Aber eure und meine Ausführungen gehören auch dazu, um das System ein wenig zu verstehen.

Was die humanen Arbeitszeiten und die geteilten Dienste in der ambulanten Pflege anbelangt, ist es eben so, dass es Stoßzeiten gibt.

Die Hauptarbeitszeit ist zwischen 6.00 bis ca. 11.00/12.00 Uhr. Dann wieder von 12.00 bis 14.00/15.00Uhr. Dann ist erst mal nix mehr los.

Personal wird dann wieder so ab 16.00 Uhr / 16.30 benötigt für die Abendrunden.

Wer in der Pflege arbeiten will und sich diesen Beruf ausgesucht hat, gezwungen da zu wurde keiner, der weis, dass zu ungünstigen Zeiten gearbeitet werden muss. Ert weis auch, dass geteilter Dienst zu erbringen ist. Ebenso ist bekannt dass an Feiertagen, Samstagen und an Sonntagen Pflegebedürftige zu versorgen sind.

Dementsprechend muss sich die Pflegekraft damit auseinder setzen und sich darüber im Klaren sein, was auf sie zu kommt. Wr damit nicht klar kommt und Probleme hat sollte sich überlegen ob er sich nicht besser einen anderen Beruf aussucht.

Hi, jetzt kommt Ironie:

Wer damit nicht klar kommt der soll Bänker werden oder Finazbeamter. Die Arbeitszeiten dort sind geregelt, du hast jeden Feiertag und jedes Wochenende frei. Ganz wichtig der Lohn ist auch höher. ]:D

Lg

S?üntjxe


Dementsprechend muss sich die Pflegekraft damit auseinder setzen und sich darüber im Klaren sein, was auf sie zu kommt. Wr damit nicht klar kommt und Probleme hat sollte sich überlegen ob er sich nicht besser einen anderen Beruf aussucht.

als ich mit 18 Jahren in die Krankenpflegeausbildung ging war das alles kein Problem für mich, wollte ich gern in Kauf nehmen für meinen Traumberuf.

Aber wie Epine sagt, der Traum wird schnell ausgeträumt und spätestens wenn du Kinder hast, dann werden die Dienstzeiten und Wochenenden und Feiertage ein Problem, was du mit 18 noch nicht bedacht hast.

G/rie~suh1


Eben. Deshalb sind quereinsteiger, die mit höherem Lebensalter in diesen Beruf einsteigen, auch als zweit Beruf, sich der Tatsache bewusster was auf sie zu kommt und worauf sie sich einlassen.

Sie verbleiben auch länger im Beruf.

Die durchschnittliche Verweildauer einer Pflegekraft im Pflegeberuf liegt zur Zeit bei ca. 10 Jahren.

LG

Grisuh, PDL

SHüntoje


na da gehör ich mit meinen 41 Jahren (19 Jahre im Beruf) ja deutlich zum Durchschnittheber ;-D

é-pinxe


Meines Wissens liegt die Verweildauer bei nur 5 Jahren... Das ist nach meiner Erfahrung auch die realistischere Zeit - auch wenn die Ausbildung bei dem Wert vermutlich nicht dazuzählt.

Sorry Griesuh... Aber

Wer in der Pflege arbeiten will und sich diesen Beruf ausgesucht hat, gezwungen da zu wurde keiner, der weis, dass zu ungünstigen Zeiten gearbeitet werden muss. Ert weis auch, dass geteilter Dienst zu erbringen ist.

Ganz bestimmt nicht.

In ambulanten Diensten Gang und Gebe, in Pflegeheimen gelegentlich der Fall (und da eher bei Hilfspersonal, geht es morgens und abends primär "nur" um "Waschen und Füttern" - und das ist bewusst so provokant formuliert, keine Sorge ;-) )...

Nicht im Krankenhaus und nicht in Ambulanzen, je nach Dienstzeiten. Ich selbst arbeite gerne nachts, gerne an Feiertagen, wenn es so vergütet wird und auch gerne 12 Stunden am Stück, wenn ich die Chance hätte.

Teildienste sind für mich (je nach Einsatzort knapp 50 km einfache Strecke) mit Spritkosten und Fahrtzeit indiskutabel. Wenn es dazu kommen sollte, weil ich rausgeworfen werde, dann werd' ich lieber Immobilienmakler.

"Ungewöhnliche Arbeitszeiten" ja, auf die stellt sich auch Jeder ein - aber Teildienste gehören da m.E. nicht zwangsläufig dazu.

é_piFnxe


*nachfüg*

Ich habe jetzt übrigens hochgradig "humane" Arbeitszeiten... 6.30-14.30 Uhr Frühdienst, 12.30 Uhr-20.30 Uhr Spätdienst. Nachtdienst ist derzeit leider keiner zu leisten. 5 Tage Woche, 38,5h , Sonntags grundsätzlich frei, gelegentlich vergütete Rufbereitschaft und ab und zu Überstunden, die man tatsächlich bezahlt oder ausgeglichen bekommt. Und das Ganze zu 30% mehr als in meinem Alter im TvöD... Rein auf das Grundgehalt bezogen, Zuschläge und Sonderzahlungen noch on Top.

Von daher... Es gehr schon auch anders, wenn man Glück hat. Nur muss man dann verstehen, wenn die Bedingungen in vielen PDs eben nicht mehr besonders attraktiv erscheinen. ;-)

Dass daran nicht die PDLs Schuld haben, haben wir ja geklärt :-)

s:tklixttle


Ich arbeite in Berlin in einem Ambulanten Pflegedienst. Hier gibt es ca 470 Pflegedienste und jeder sucht examiniertes Personal. Im Jahr 2008 gab es soviele arbeitslose examinierte wie es freie Stellen in den Pflegediensten gab. Das muß man sich mal vorstellen.

Da aber die Herrschaften sich meist zu fein sind für die Häusliche Pflege werden dann von vornherein Bewerbungen geschrieben wo eine Absage klar ist. Wie z.B. kann nur von 8- 12 Uhr arbeiten, am WE garnicht, Gehaltsvorstellung 30std/woche für 2500€ Brutto usw. Die Liste läßt sich ewig so weiter führen. da bleiben Sie lieber arbeitslos.

So was ist echt traurig. Und so eine Einstellung regt mich auch. Diese Leute haben einfach nur ihren Beruf verfehlt. Hätten Ihre Lehrstelle lieber jemanden anderen geben sollen.

iYchbin]ich09


echt?

sowas gibts es?

ich bin APH und es damals war es sau schwer einen job zu finden, weil keiner gesucht hat

RClmmHp270x7


damals war wohl 2003 oder kurz danach? Da war ja gerade Stationär nix zu machen, da durch den neuen Tarifvertrag kein Geld für neue Stellen war. In der Ambulanten Pflege sieht das ja eh anders aus, da ist es nicht möglich, dass einer den Job für 2 Leute macht!

iUchb^inic"h0b9


damals vor einem jahr und 2 moanten ;-D

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