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Facharbeit: Das Sterben gehört zum Leben dazu

K[lar0a4477 hat die Diskussion gestartet



Hallo alle zusammen!

Ich schreibe gerade an meiner Facharbeit im Rahmen eines Praxisanleiterkurses.

Thema: Das Sterben gehört zu Leben dazu, Praktische Begleitung des Schülers beim Umgang mit Sterben und Tod.

Eine Frage mit der ich mich beschäftige ist wie der Praxisanleiter den Schüler im (praktischen) Umgang mit dem Thema unterstützen kann.

Ich würde mich sehr freuen wenn ihr mir berichten würdet wie ihr eure Schüler an das Thema heranführt, bzw. wie ihr als Schüler damit konfrontiert worden seit.

Schonmal lieben Dank, Gruss,

Claire

Antworten
Mhue&18x37


hallo claire,

da ich selber kein problem mit dem thema sterben und tod habe/hatte,

war es für mich auch keine überwindung damit umzugehen.

das einzige was mir leider in der heutigen zeit fehlt für die bewohner,

ist die zeit für eine "würdevolle" sterbebegleitung.

als ich damals in einem neu eröffnetem haus gearbeitet habe,

hatte ich die zeit und auch das material dafür.

wir haben also alles erdenklich mögliche getan,

damit unsere bewohner in "frieden" gehen können.

dies fing an bei der arbeit mit düften, licht usw.....

und hörte damit auf, das wir die angehörigen mit einbezogen haben.

aus dieser zeit ist mir kein bewohner in erinnerung,

der nicht ohne ein "lächeln" im gesicht "entschlafen" ist.

.

und auch der "abschluss" der sterbebegleitung, das letzte waschen,

kämmen und ggf noch ein frisches nachthemd haben wir durchgeführt.

.

aber auch wir im kollegenkreis haben uns untereinander gestützt,

was eigentlich nicht die gängige praxis sein soll,

so kam es vor, das auch mal jemand zur "bereitschaft" da geblieben ist,

weil die diensthabende kolleging, seit dem tod ihres vaters die "versorgung/begleitung" in der nacht nicht mehr alleine vollziehen konnte.

.

auch den anderen bewohnern/angehörigen haben wir die möglichkeit gegeben

abschied zu nehmen.

wir haben wenn jemand verstorben ist einen kleinen tisch als "altar" aufgebaut,

mit einer kleinen kerze (ggf elektronisch) und einem kondolenzbuch

sowie mit dem bild des verstorbenen bewohners und einem schönen trauerspruch.

.

.

ich denke das sind alles solche kleinigkeiten, mit denen man zeigen kann,

wir respektieren den menschen der gestorben ist,

sein sterben gehört zu unserem leben.

.....

in einem anderen haus habe ich dann das krasse gegenteil erlebt.

bewohner ist eingeschlafen, "leichentrage", "abschiedsraum", "arzt",

"angehörige", "bestatter" fertig.

so als ob das thema sterben in diesem haus nix zu suchen hat,

hat man die leute von station gebracht.

würde fast sagen kaltherzig :-/

.

.

hoffe konnte dir etwas mit meinem beitrag helfen

LG mue :)*

s(yri;en


Ich bin weder Schüler, noch Anleiter oder sowas...

Aber ich finde das Thema sehr wichtig. Ich hab vor etwa einem Monat meine Oma, die pflegebedürftig war, beerdigen müssen. :)- Was mich unglaublich und nachhaltig beeindruckt hat, war der Umgang des Pflegepersonals mit dem Tod, dem sterben und uns Angehörigen. Meine Oma hat viele Jahre, gemeinsam mit meinem Opa in einem Wohnheim für alte Menschen gelebt.

Bisher kannte ich den Tod und das sterben nur aus dem Krankenhaus, dort habe ich mit als Angehörige und als Mutter eines gestorbenen Kindes sehr allein gefühlt. Diesmal war es ganz anders. Wochenlang sind wir begleitet und gestützt worden. Zum Ende hin ist besonders mein Opa immer wieder beteiligt worden, was er möchte, ob er sich einbringen möchte, ob er Abstand braucht... Wir wurden entlastet und gehalten. Am letzten Abend ist der Pastor gekommen und wir haben gebetet. Auch wenn ich vorher nie so den bezug zur Kirche hatte, hat es uns als Familie sehr geholfen. Der Todestag selber war natürlich traurig. Meine Oma ist um etwa 9 uhr morgens gestorben. Was danach kam, war mir sehr fremd. Der gesamte Tag war für Opa und uns zum Abschied nehmen. Im krankenhaus, hatte ich immer nur ein paar Minuten und dann musste ich gehen. Diesmal habe ich eine wunderbare Erfahrung machen dürfen. Das gesamte Personal, die anderen bewohner und sogar das Büropersonal, hat meiner Oma unendlich viel respekt gezeigt, keine Berührungsängste und unendlich viel Wärme. Oma wurde gewaschen, angezogen, das Zimmer wunderschön hergerichtet, aber ganz dezent, nichts übertriebenes... Mein Opa (und wir natürlich) hatte so viel zeit wie er brauchte, ihm wurde so viel gegeben an diesem tag. Wärme, Nähe, Distanz, Ruhe, Abstand, Pausen, Gemeinsamkeit, Trauer, tränen, Hoffnung, zukunft, vergangenheit...

Alles in allem kann ich mich immer nur bei allen bedanken, die uns diesen Abschied ermöglicht haben.

Wenn ich mir für die Ausbildung von jungen Menschen etwas wünschen dürfte, dann würde ich mir wünschen, dass sie auch einmal so eine Erfahrung machen dürfen.

Ich weiß nicht, wie es ist, Sterbende zu begleiten.

Aber ich weiß wie es ist als Mutter sein kind gehen lassen zu müssen und Menschen zu erleben, die den Tod fürchten, die nicht nachvollziehen können, wie es Angehörigen geht und was die brauchen. Aber jetzt weiß ich auch, wie wichtig und heilsam es sein kann, Menschen, nicht nur Fachpersonal, sondern zB auch eine Putzfrau kennenlernen zu dürfen, die den Tod als Teil des Lebens erkennen und jemanden, den sie nichtmal kennen beistehen können.

Sei es, einfach die Schulter zu drücken, in den Arm zu nehmen (ich steh normalerweise nicht so auf fremden Körperkontakt, aber an dem Tag passte es einfach) , eine Blume zu bringen, eine Kerze anzuzünden, einen abzulösen, damit man eine Pause nehmen kann ( Oma ist genau in so einer Pause gegangen, als wenn sie darauf gewartet hätte, dass Opa eine Pause macht), einfach vorbeizuschauen und fragen, ob man sich auch verabschieden darf (der Heimleiter mit Sekretärin kam, hat kurz bei Oma verweilt und durch diese Geste Opa sehr gut getan), ein Gebet sprechen oder einfach im selben Raum mit einem Angehörigen zu schweigen.

Achja, das halte ich auch für wichtig Schülern zu vermitteln. Manchmal gibt es keine tröstenden Worte. Das ist so, und das ist auch OK. Manchmal kann und sollte man nur miteinander still schweigen. Schweigen auszuhalten kann man lernen ;-) Und anfassen... kann helfen, kann aber auch völlig unangebracht sein. Dieses zu erfühlen ist sicher auch nicht leicht.

Ich finde es toll, dass du so eine Arbeit schreibst :)^ Ein ganz wichtiges Thema. :)z

Alls Gute dafür @:) @:)

M{ue1x837


an was ich gerade gedacht habe war ein gedicht aus der ausbildungszeit,

welches mir fast eine art leitfaden war:

Bitten eines Sterbenden

Lass mich in meiner schwersten Stunde nicht allein

Bleibe bei mir, wenn mich

Zorn, Angst

Trauchigkeit und Verzweiflung

heimsuchen und hilf mir,

zum Frieden hindurchzugelangen.

Denke nicht,

wenn du ratlos an meinem Bett sitzt,

dass ich tot sei.

Ich höre alles was du sagst,

auch wenn meine Augen gebrochen scheinen.

Darum sage nicht irgendetwas,

sondern das richtige.

Das Richtige wäre, mir etwas zu sagen,

was es leichter macht, mich zu trennen.

So vieles fast alles,

ist jetzt nicht mehr wichtig.

Ich höre, obwohl ich schweigen muss

und nun auch schweigen will.

Halte meine Hand.

Ich will es dir mit der Hand sagen.

Wische mir den Schweiß von der Stirn.

Streiche mir das Lagen glatt.

Wenn nur noch Zeichen sprechen können,

so lass sie sprechen.

Dann wird das Wort zum Zeichen.

Und ich wünsche mir das du beten kannst.

Klage nicht an, es gibt keinen Grund.

Sage Dank.

Du sollst von mir wissen,

dass ich der Auferstehung näher bin,

als du selbst.

Lass mein Sterben dein Gewinn sein.

Lebe dein Leben fortan etwas bewuster.

Es wird schöner, reifer und tiefer,

inniger und freudiger sein,

als es zuvor war,

vor meiner letzten Stunde,

Die meine Erste ist.

-unbekannt-

K:lanra4:47x7


@ all

Vielen lieben Dank schonmal, eure Antworten haben mir sehr weitergeholfen! Über weitere Erfahrungberichte oder Anregungen würde ich mich natürlich freuen :-).

Lieber Gruss,

Claire

MYue1x837


claire,

hier ist auch noch ein faden, der dir vlt weiterhelfen könnte,

zumindest für ein paar anregungen

[[http://www.med1.de/Forum/Trauer/404974/]]

:)*

Kqlara44x77


@ Mue1837

Lieben Dank, ich werde mir das gleich mal durchlesen. Was ich auf jedenfall verwenden werde ist das Gedicht welches Du mir in Deinem letzten Posting geschickt hast. Das ist toll und passt wie die Faust auf's Auge in meiner Arbeit.

Lieber Gruss,

Claire

S\ünetJjxe


wenn es um die Begleitung der Schüler geht und nicht in erster Linie um die Angehörigen finde ich folgende Dinge wichtig und so lern(t)en Schüler es von mir.

Mit Sterbenden, die nicht mehr ansprechbar sind, wird leise gesprochen. Man sagt ihnen genau was man mit ihnen tut, waschen, lagern etc. In seiner Gegenwart sprechen wir nicht über deutliche Sterbezeichen, marmorierte Haut, Munddreieck etc, dies wird gezeigt und dem Schüler anschließend vor der Tür erklärt, es wird nicht über den Sterbenden hinweg gesprochen, sondern wir reden zu ihm.

Wahrung der Intimspäre sollte selbstverständlich sein, ist es aber leider nicht.

Dem Schüler erklären, dass ein Gedanke der Hospizbegleitung ist, den Sterbenden nicht mehr soviel berühren, ihn nicht immer wieder "zurückholen" und dann je nachdem wie man den Menschen kannte, individuell entscheiden.

Ist jemand gestorben, dem Schüler möglichst vorher erklären, dass auch ein Toter manchmal noch Geräusche von sich gibt z.B. beim Lagern. Eine Schülerin des OK kannte das nicht und obwohl sie schon mehrere Tote gesehen hat, war sie furchtbar erschrocken und es hat sie ganz schön lange verfolgt.

Mit dem Toten wird ebenso respektvoll umgegangen wie mit dem Lebenden, beim Zurechtmachen auf Dinge achten, die den Angehörigen wichtig sind, Kerze oder Blumen, bei manchen ein Kreuz. Haare kämmen ganz wichtig! Allerdings darf bei uns auch geschmunzelt werden wenn wir beim Mundschließen nicht sofort ein angemessenes Ergebnis erzielen.

Ihn bei den Gesprächen mit den Angehörigen zuhöen lassen, Beispiel sein, wie dann mit deren Trauer umzugehen ist.

Nachher den Schüler nicht allein lassen. Ihm für Fragen zur Verfügung stehen, eine Zigarette mit ihm rauchen, einen Kaffee trinken, ihm einen Moment Ruhe gönnen, bevor er in den Alltag der Stationsarbeit zurück muss.

K]larYa447x7


Ihr habt echt tolle Antworten für mich, Danke :)_...

Wenn ich fertig bin stelle ich meine Arbiet vieleicht mal irgendwo ein falls sich jemand dafür interessiert.

Lieben Gruss,

Claire

P.S. Über weitere Antworten würde ich mich natürlich nach wie vor freuen ;-D

M\ue18x37


ist leider etwas später geworden liebe claire,

aber ich hatte dir ja noch ein zwei beispiele versprochen.

.

Das eine mal ist eine Ältere dame bei mir verstorben, welche sich mit über 90,

noch mehrere Wochen nach einer Hüft-TEP-OP "über wasser hielt".

Diese Frau betete in den Wochen von frühs bis spät in die nacht den "Rosenkranz".

An ihrem letzten abend, ich hatte nachtschicht, verstimmte ihr gebet,

ich ging zu ihrem zimmer, wo die türe immer einen spalt geöffnet war.

sie sah mich mit großen, erwartungsvollen augen an, man spürte förmlich,

nun ist "ihre zeit abgelaufen, sie macht sich auf den weg".

also setzte ich mich zu ihr, nachdem ich noch etwas duftöl aus dem dienstzimmer holte

und ihr zimmer mit rosenduft füllte.

ich sah sie an, nannte ihren namen, nam ihre hände, und sagte zu ihr:

"frau x. ich weiß sie können nicht mehr beten, sie wissen auch das ich das ave maria nicht kann, aber ein vater unser bete ich gerne mit ihnen."

sie drückte daraufhin kaum spürbar meine hand und schloss ihre augen.

ich betete für sie das vater unser wie versprochen.

leider ertönte als ich das gebet abschloss die klingel,

so das ich zu einem anderen bewohner musste,

ich entschuldigte mich bei ihr und versprach so schnell wie möglich wieder zu kommen.

als ich jedoch zurück kam, lag diese frau, welche in den letzten wochen ihres lebens nur mit einem schmerzverzogenem gesicht zu sehen war mit einem lächeln im bett.

also wurde sie nochmals "hergerichtet", neu gekleitet, frische bettwäsche.....

zum abschluss nochmal für sie ein vater unser und in ihrer komode lag ein heft von der kirche

in dem die kleine geschichte "vergiss nicht das deine seele flügel hat" stand.

ich hatte noch etwas zeit also setzte ich mich zu der ebend verstorbenen ans bett und las ihr diese geschichte vor. als ich fertig war öffnete ich das fenster.

.

ich hatte für mich in diesem moment einen weg gefunden von dieser bewohnerin an aller ruhe abschied zu nehmen und mit dem gefühl aus dem zimmer zu gehen "ich habe alles mir mögliche für sie getan"

.

.

.

ein anderes schönes beispiel war frau y,

welche sich meherere stunden mit dem abschiednehmen "quälte" irgendetwas fehlte,

keiner von uns und auch nicht die angehörigen haben über viele stunden daran gedacht,

bis bei uns durch die angehörigen von frau y. die tochter jener aus amerika anrief und bat zu ihr an bett gebracht zu werden.

diesem wunsch haben wir dank schnurlosen telefonen entsprechen können.

und frau y. welche eigentlich die letzetn tage keinen ton mehr von sich geben konnte,

"schrie" nochmal auf, als wie wenn sie sich gerade von dieser tochter verabschieden wollte.

keine 1/4 stunde später ist frau y verstorben.

ihre ortsansässigen verwanden haben den ganzen tag von früh um 8 bis zum späten nachmittag gegen 16 uhr an ihrem bett gewacht. bei ihr gegessen, getrunken, sich unterhalten, zusammen geweint, über alte anektoten geschmunzelt und gebetet.

.

.

bei einem anderen bewohner, mitte 50, wollte die mutter ihn in der nacht nicht alleine lassen,

da der arzt ihr bestädigte, das es nun so weit sei, also wurde der ca 75-jährigen kurzfristig ein zimmer mit bett zur verfügung gestellt so das sie die ganze nacht bei ihrem sohn verbleiben konnte.

(die mutter des bewohners [und angehörigen von faru y] wurde wie von süntja oben schon beschrieben betreut.)

.

.

es sind meines erachtens die kleinen dinge, die eine würdevolle sterbearbeit ausmachen,

für die aber in manchen häusern leider immer mehr die zeit fehlt :°(

.

.

lg mue :)-

Kxla.ra44x77


Hallo Mue,

vielen lieben Dank für Deinen Beitrag!

Vor allem die erste "Geschichte" finde ich wirklich schön. Ich werde im Zusammenhang mit Sterben immer schief angeschaut wenn ich von schön rede, aber Du bist vom Fach und weisst bestimmt wie ich's meine ;-).

Meine Arbeit ist fertig ;-D... ich muss noch ein paar Stilfehler ausbügeln und dann geht's zur Abgabe. Wenn's soweit ist werde ich sie Dir mal schicken wenn Du noch Interesse hast. Ist sicherlich kein Meisterwek geworden, aber ich denke doch ganz akzeptabel.

Ich danke euch allen! Für meine Arbeit brauche ich nun keinen Stoff mehr, aber vieleicht mag der ein oder andere hier trotzdem noch was zu schreiben!? Ich finde das ist nämlich ein recht interessantes Thema.

Lieber Gruss,

Claire

M;u)e183x7


Ich werde im Zusammenhang mit Sterben immer schief angeschaut wenn ich von schön rede, aber Du bist vom Fach und weisst bestimmt wie ich's meine ;-).

ja, ich weiß wie du das mit dem "schön" meinst,

ich war ein paar mal am überlegen ob ich "schöner tod" schreibe ;-)

und ja ich habe noch interesse.

alles gute für die prüfung :)* @:)

mpisFsmarxple9


*:) claire.

da komme ich mal wieder zu spät ;-) du hast ja schon wirklich gute beiträge bekommen. mein damaliger kurskollege hatte auch seine facharbeit im rahmen einer psychiatriefachpflegeweiterbildung über den tod und das sterben geschrieben. zitat von ihm : " nichts ist so sicher im leben wie der eigene tod".

in dieser facharbeit ging es auch um das eigene sensibilisieren, auch die verschiedenen blickpunkte, wie aussenstehende mit dem tod umgehen, da es ein sehr heikles thema ist und nicht jeder damit umgehen kann. ich wünsche dir alles gute, und: super thema :)^ :)^ :)^ :)^ sowas ist auf jeden fall praxisbezogen. viel glück bei deinem kolloqium :)* :)^ ihr müsst doch eins halten ??? ???

KFlar+a4477


@ Mue

Schickst Du mir bitte nochmal Deine email Addy? Dann schicke ich Dir die Arbeit. Und ja, Du hättest ruhig schreiben können schöner Tod. Gehört nunmal zum Leben dazu, und es gibt ihn durchaus, den "schönen Tod". Aber ich glaube das verstehet wirklich nur jemand vom Fach...

Ach ja, und Danke für's Daumen drücken. Habe noch ein bischen Zeit, muss erst Mitte August ran. Wird schon...

@ MissMarple

Ich danke Dir! Ja, ich fand das Thema auch toll, denn ich arbeite im Hospiz/Langzeitpflege und ich merke immer wieder das daß Thema "Sterben und Tod" selbt bei uns manchmal schwierig ist. Und wenn ich sehe wie manche Kollegen Schüler an das Thema heranführen... brrr, grauselig.

Auch Dir Danke für's Daumen drücken :-)! Eigentlich habe ich ja Prüfungsangst, aber auf mein Kolloquium freue ich mich irgendwie schon. Naja, was kann einem da auch schon passieren wenn man über seine eigene Arbeit sprechen kann...

Ich Danke euch allen vielmals! Und ich würde mich nach wie vor freuen wenn hier noch jemand etwas erzählen mag.

Lieber Gruss,

Claire

fdrog gy-mxami


Hallo Klara,

erstmal kann ich es nur bestätigen, das man auch von einem schön Tod sprechen kann. Ich habe selber mehrere sehr enge Angehörige pflegen und begleiten können und es gibt ihn wirklich, den "schönen Tod".

Was ich persönlich auch wichtig finde ist, das man auch Kindern die Möglichkeit gibt, Abschied zu nehmen. Es wird schnell gesagt "die sind noch zu klein, die bekommen Angst oder verstehen das nicht"....

Klar, ich käme auch nicht auf die Idee, Kindern einen Toten zu zeigen, der "entstellt" (durch einen Unfall o.ä.) ist, oder aber total schmerzverzerrt... das muss nicht sein. Aber einen "friedlich schlafenden" Menschen dürfen und müssen auch Kinder sehen um Abschied nehmen zu können. Das ist sehr wichtig, damit auch sie die Möglichkeit haben zu verarbeiten, warum der Opa, die Oma oder sonst ein naher Mensch plötzlich nicht mehr da ist. Dazu altersgerechte Erklärungen und ein ständiges Zuhören und Fragen beantworten. Ich denke, das Kinder so auch lernen können, das der Tod dazu gehört und das es zwar sehr weh tut (also den Hinterbliebenen) aber eben auch eine Erlösung für den Gestorbenen sein kann.

Die anderen Punkte, dem Sterbenden mit Respekt und Würde gegenüberstehen, ihn einbeziehen, in seiner Gegenwart nicht mit Ärzten über die Lebenswahrscheinlichkeit sprechen, und ihm das Gefühl geben, das er nicht alleine ist, wurden ja schon genannt. Wenn jeder so gehen könnte, dann wäre vll. die Angst vor dem Sterben und das Tabu, darüber zu sprechen auch nicht so groß.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Arbeit und dem Kolloqium!

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