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Mdk: Entscheidung nach Aktenlage

L`-Ma;rie hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin grade sehr schockiert.

In Kürze. Meine Mutter hat schon seit vielen Jahren Pflegestufe I. Im März kam sie ins Krankenhaus... ihr ging es immer schlechter... von dort aus wurde Pflegestufe 2 beantragt... aber DANN kam noch ein Schlaganfall dazu und vieles andere. Sie wird jetzt künstlich ernährt, hat seit über vier Monaten keinen Fuß mehr aus dem Bett setzen können.

Seit vier Wochen ist sie jetzt zu Hause. Unser Pflegedienst sprach davon, dass sie vielleicht nicht nur Pflegestufe 3, sondern sogar 3 + sein könnte. Wir bekamen zwischenzeitlich Briefe, dass die Pflegestufe erst zu Hause nach einem Besuch des MDK ermittelt werden könnte.

Jetzt haben wir ohne eine solche Begutachtung einen Brief der Pflegekasse bekommen: Pflegestufe 2. Habe sofort dort angerufen und hatte eine ahnungslose Sachbearbeiterin am Telefon: jooo, der MDK hätte wohl nach Aktenlage entschieden... jooo, und wir könnten ja dagegen vorgehen, wenn es uns nicht passt.

Wir haben aber andere Sorgen als uns jetzt noch mit der Pflegekasse rumzustreiten :-(.

Könnte da auch nur ne vorläufige Einstufung sein bis zum Besuch des MDK hin?? Das kann in diesem Fall ja wohl nicht sein, dass man nur aufgrund von Papieren vermutet wie es sein könnte. Außerdem gehen die davon aus, dass wir nur Pflegegeld wollen. Wir hätten nicht davon gesprochen, dass ein Pflegedienst involviert sei. Dabei hat unser Pflegedienst einen Kostenvoranschlag eingereicht etc.

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wir teilen uns in der Familie gerne die Mehrkosten... aber mit Pflegestufe 3 hatten wir schon gerechnet. Und jetzt - einfach so, ohne Begutachtung?!

Hat jemand da Erfahrungen gemacht? Habe unserem zuständigen Sachbearbeiter ne ziemlich böse Email geschrieben :-/

Antworten
S.chaYumXblüte


Hi,

bei meinen Großeltern hat das mit der Einstufung auch nicht gepasst. Du musst in dem Fall hartnäckig bleiben. Auch wenn du den Kopf mit anderen Dingen voll hast, bleib an der Sache dran. Bei Behörden muss man meistens etwas rumnerven.

Am besten ist hier ein Brief, da du die Kopien von den Briefen sammeln kannst/musst für eventuelle Rückfragen. E-mail ist bei solchen Sachen nicht der richtige formale Weg.

LY-Mnaxrie


Danke für Deine Antwort.

Und klar werde ich kämpfen - es ist nur heftig im Moment....und dann noch diese Sorge zusätzlich.

Die Email war ja quasi nur als Ankündigung gedacht ;-)....wollte den Herrn ein bisschen aus der Reserve locken. Ich bin mir nämlich immer noch nicht so ganz sicher, ob dies die endgültige Entscheidung ist. Haben nur die paar Zeilen bekommen: sie sind jetzt Pflegestufe 2.

Zuvor wurde ja gesagt, dass man alles erst nach einem Besuch beurteilen könnte - nach einer Untersuchung. Und heute ist meine Mutter bereits 4 Wochen zu Hause - soviel ich weiß, muss innerhalb von 5 Wochen nach Heimkehr irgendwas passieren....und da gibt es wohl auch das Institut der vorläufigen Entscheidung (bis zur Begutachtung, der eine endgültige Entscheidung folgt). Allerdings war nicht von einer nur vorläufigen Entscheidung die Rede. Ich bin einfach fassungslos :|N. In so einem Fall?? Ohne Begutachtung....

S(chaumFblxüte


Also hast du ein Schreiben der Pflegekasse? Schau noch mal genau nach, wegen Einspruchfristen etc. Bei Fragen wende dich an den Hausarzt/Pflegedienst etc die haben Erfahrung mit solchen Sachen.

Wenn du das erste Mal mit so etwas konfrontiert bist, kannst du leicht etwas übersehen. Kommt kein Besuch, dann an die Kasse schreiben. Nur nicht klein beigeben. Ich weiss, dieser Kampf ist manchmal mühsam und Nerven aufreibend. Aber es muss leider sein. Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass a) die Sache mit der Pflegekasse "positiv" ausgeht und b) dass deine Mutter auch Fortschritte macht.

suouan"dso


Das ist gerade üblich, dass die nach Aktenlage ohne persönlich Begutachtung die Pflegestufe festlegen.

Das war bei mir auch so, als ich eine Höherstufung beantragt hatte.

Ich habe sofort Einspruch eingelegt.

Das solltest du auch tun.

Bei mir hat letztendlich ein Schreiben an die Krankenkasse geholfen, in dem ich peinlich genau den Tagesablauf und die Minutenzahl der einzelnen Hilfeleistungen aufgelistet habe.

Daraufhin wurde die Höherstufung ohne weitere Begutachtung genehmigt.

Beim Verfassen dieses Schreibens hat mir ein soziales Unternehmen geholfen.

G:riehsxuhx1


Hallo, ich merke dass hier ein gewaltiger Erklärungsbedarf erforderlich ist.

Generell bedeutet Bettlägerigkeit und Sondenernährung und viele Schläuche nicht gleich Pflegestufe 3. Warum?

Bei Bettlägerigkeit, Sondenernährung und Dauerkatheter entfallen etliche Hilfebedarfe.

Die Einstufung erfolgt nach dem Hilfebedarf der anfällt.

Bei Sondenernährung fällt die zeitaufwändige Hilfe bei der Nahrungsaufnahme weg. Somit sind das mind. 45 min. die nicht berechnet werden können. Laut den Begutachtungsrichtlinien werden für Sondenernährung maximal 20 Min. anerkannt. Ist auch nachvollziehbar, du hast die Nahrungs - und Flüssigkeistbeutel schneller an und abgehängt als wenn du die Nahrung reichen müsstest. Weiter hast du mit der Ernährung bei Sondenkost keinen aufwand. Erhält sie noch zusätzlich zur Sondenkost orale Nahrung wie z. B. Brei oder Flüssigkeitsgabe? Wenn ja, so ist das zu bewerten, wie z. B. anreichen von Flüssigkeit -trinken lassen--. da für gibt es pro Verrichtung maximal 2 min. Hat sie eine Schluckstörung, so wäre dann eine erschwerniss an zu rechnen und es können maximal 4 Min pro Verrichtung Trinken anerkannt werden. Auch entfällt bei euch die mundgerechte Zubereitung der Nahrung, da sie so wie du schreibst nur Sondenkost erhält.

Ist sie inkontiontinent und trägt Windeln? So gibt es für Inkontinnezversorgung bis Maximal 10 Min. pro wechsel. Hat sie einen Dauerkatheter so gibt es den Zeitbedarf nur für Inkowechsel bei Stuhlgang. Urinbeutelleeren wird pro Leerung mit maximal 3 Min. anerkannt. Teile dem MDK mit, dass tgl. auch wenn sie einen Dauerkatheter hat, wegen der Hygiene und Genitalpilzprophylaxe mind. 3 x tgl. ein Windelwechsel erfolgt, da sie viel schwitzt.

Weiter entfallen bei Ihr sämtliche Hilfen bei den Transfern, wie gehen, Stehen und Hilfen in Dusche oder Wanne da sie Bettlägerig ist. Was angerechnet wird ist die 2 stündliche Lagerung, dafür gibt es maximal 3 Min pro Lagerung. Natürlich wird die Körperpflege, Mund/ Zahnpflege und kämmen anerkannt. Finger und Fußnägelschneiden sind keine pflegerellevanten Tätigkeiten. Auch das eincremen mit Hautmilch wird nicht pflegerellevant anerkannt. Angerechnet wird eine Versorgung mit vom Arzt verordneter Dermatika z. B. bei Ausschlägen oder Pilzbefall im Genitalbwereich.

Dass der MDK eine Entscheidung nach Aktenlage abgab liegt daran, dass sicherlich vom Sozialdienst der Klinik eine Höherstufung beantragt wurde. In diesem Fall wird erst einmal nach Aktenlage eine Vorläufige Pflegestufe vergeben. Eine Begutachtung bei ambulanter Pflege erfolgt grundsätzlich im häuslichen Umfeld und nicht in der Klinik.

Dass ihr jetzt Pflegegeld erhaltet lag sicher daran, dass beim Antrag das Kreuz nicht bei Kombileistung sondern bei Pflegegeld gemacht wurde. Ist aber kein Problem. Ihr ruft bei der Pflegekasse an, sagt, dass die Leistung auf Kombileistung umgestellt werden soll und schon ist das erledigt.

Der MDK kommt garantiert noch zu deiner deiner Mutter um die Pflegestufe zu ermitteln, dauert ca. 3-4 Wochen nach Klinikentlassung. Solange hat sie die Vorläufige pflegestufe, bis die endgültige ermittelt wurde. generelll besteht eine Widerspruchsfrist nach Eingang des Bescheides der Kasse von 4 Wochen. Der Widerspruch muss schriftlich bei der Pflegekasse erfolgen. Darauf achten, dass der Widerspruch nicht gegen das Gutachten sondern gegen den Bescheid der Kasse gerichtet wird. Lese aber zuvor nochmals den bescheid der Kasse genau durch, ich denke mir, dass es darin steht, dass eine Vorläufige Pflegestufe vergeben wurde und eine Begutachtung nach Klinikentlassung zu Hause ausgeführt wird.

Anzumerken wäre noch, hauswirtschaft ist nicht Pflegerellevant und findet daher keinen Eingang in die Höhe der Pflegestufe.

Es ist nicht so wie !"soundso" schreibt, dass es generell üblich ist nach Aktenlage eine Pflegestufe zu vergeben.

Schaue im Internet unter [[www.mdk.de]] nach. Dort gehe auf Begutachtungsrichtlinen. Dann findest du die 165 Seiten umfassenden Richtlinen. Ab ca. Seite 80 werden die anrechenbaren Tätigkeiten und die Zeitrichtwerte für die Verrichtungen aufgeführt. Dann kannst du anhand dieser Auflistung selbst feststellen welcher Hilfebedarf bei deiner Mutter erbracht wird und welche Maximalzeiten dafür anerkannt werden können.

Ich hoffe ein wenig Licht in das Dunkel einer begutachtung gebracht zu haben und dir etwas geholfen zu haben.

LG Griesuh, Pflegedienstleitung, MDK Gutachter.

PS: Schlimm finde ich immer wieder, wenn in Beiträgen mit Halbwissen Panikmache verbreitet wird.

G{rie"suh1


Nachtrag.

Der Hausarzt ist die schlechteste Adresse für einen Widerspruch. Er kann zwar die Diagnosen bennen, weis aber nicht um den Hilfe bedarf bescheid. Halte die Klinikberichte und wenn sie in Reha war auch diese Berichte für die Begutachtung bereit.

Merke: Es ist ein Widerspruch, KEIN Einspruch, bei der Pflegekasse zu stellen.

Wenn euer pflegedienst auf zack ist, dann hat er die Einstufungsbögen zur hand und kann anhand dieser den Hilfebedarf nach den Ertfassungsbögen ausfüllen. Diese wären dann dem Widerspruch beizufügen.

LG

Griesuh, pflegedienstleitung, MDK Gutachter

Lq-MNarixe


Hallo Griesuh1,

danke für Deine Antwort.

Nein, ich glaube kaum, dass der MDK bei uns noch vorbei schaut.

Wir sind in der sechsten!!! Woche nach der Klinik....und ich bin durchaus in der Lage, Bescheide zu lesen...von einer Vorläufigkeit ist da definitiv nicht die Rede. Das war meine Hoffnung am Anfang - dass aus purer Schlampigkeit der Bescheid (der auch mit einer Rechtsbehelfsbelehrung ausgestattet war) nicht als vorläufig markiert war.

Mir ist alles bekannt, was Du geschrieben hast (kann man ja auch unschwer im Netz nachlesen). Mir war auch schon im Vorfeld klar, dass es wegen der Ernährungspumpe Ärger geben wird.

Aber ich wehre mich partout gegen diesen Automatismus: Künstliche Ernährung = weniger Pflegebedarf....höchstens Pflegestufe 2.....also für was dann noch ne Begutachtung?! So scheint das in der Realität in unserem Falle abzugehen - und erlaube mir, dass ich nur meine eigene Realität sehe; auch wenn das vielleicht in allen anderen Fällen besser läuft.

Weißt Du, Richtlinien sind schön und gut. Bloß passen so viele Einzelfälle und Lebensgeschichten nicht in Richtlinien.

Wie ist es bspw. zu bewerten, dass meine Mutter die Sondenkost immer wieder überhaupt nicht verträgt? Wie es es zu bewerten, dass ich mit meinem Vater diesen Samstag ca. 12 h abwechselnd an ihrem Bett saß, weil sie sich in dieser Zeit ca. 10 Male übergeben musste? Davon dass alles ständig neu bezogen werden muss, rede ich ja gar nicht. Es geht um die GEFAHR für sie, dass sie erneut wieder eine Lungenentzündung bekommen könnte.

Wie ist es zu bewerten, dass sie seit MONATEN nonstop Duchfälle hat? Den Mehraufwand für die Pflege könnte man sich vielleicht denken. So angenehm ist das auch für uns nicht.....

Sooooo.... 12 mal 3 Minuten fürs Lagern in 24 h. Warum stellen mein Vater und ich uns nur so doof an, dass wir meistens zu zweit mindestens ne Viertelstunde brauchen (meine Mutter ist auch nicht gerade ein Leichtgewicht). Aber vielleicht hat auch die Klinik mit 36 Minuten in 24 h kalkuliert - auf diese Art und Weise hat sie sich nämlich einen Dekubitus Grad 3 eingefangen! Während der Deku bei uns in den letzten Wochen auf die Hälfte der damaligen Größe geschrumpft ist. Vielleicht ist die Intensität unserer Pflege doch nicht so komplett unverhältnismäßig, wenn man sich überlegt, dass eine Deku auch durchaus mal lebensbedrohlich werden kann?! Ach ja, deswegen kontrollieren wir das mit dem Durchfall auch ständig, ständig, ständig....schauen "vielleicht hysterisch oft" in die Einlage....denn der Deku ist an einer Stelle, an der der Duchfall ständig in die Wunde läuft. Der Erfolg gibt uns allerdings Recht.

Warum pendle ich eigentlich jeden Tag 80 km zur Arbeit und zurück, weil wir nachts zu zweit im Haus seine müssen? Warum schmeiße ich mir dazwischen Schlaftabletten, damit ich die Stunden dazwischen nicht mit Rumwälzen verbringe? Die paar Minütchen, die bei Deinen Rechenspielchen rauskommen, könnte mein Vater doch auch alleine leisten......Wieso war ich eigentlich keinen einzigen Abend mehr aus seit meine Mum aus dem KH zurück ist? Und warum ziehe ich überhaupt wieder bei meinen Eltern ein.......ich muss ja komplett verrückt sein....notwendig ist das nach den RL zumindest nicht.......

Warum könnte meine Mutter noch nicht einmal einen Notknopf drücken, wenn sie doch nur Schwer- und nicht Schwerstpflegebedürftig ist? Warum artikuliert sie nur nie, wenn sie Schmerzen hat oder wenn sie schlecht liegt? Warum spricht sie an manchen Tagen bloß überhaupt nicht mehr?

Warum beneide ich inzwischen eigentlich Omas mit Rollator oder im Rollstuhl? Warum massieren wir meine Mutter eigentlich so viel. Warum bewegen wir sie durch? Nicht dass sie wieder auf die Beine kommt und wir so zeitintensiv mit ihr Treppen Steigen müssen......Gleiches gilt für logopädisches Gedöns, unsere angstvollen Versuche teiloraler Ernährung (sie schluckt nämlich eigentlich wieder ganz "gut", aufgrund großer Schläfrigkeit etc. besteht nur eine große Gefahr, dass sie sich verschluckt).......Könnte ja alles dazu führen, dass meine Mutter noch pflegebedürftiger wird.....nicht dass sie wieder essen lernt, ohjee.....

Reha vor Pflege ??? Heißen müsste es dann ja vielmehr: bloß keine Reha, damit nicht mehr Pflege notwendig wird.

Warum hängt eigentlich dieser Pflegedienst stundenlang täglich bei uns rum? Warum ist der denn so teuer für die paar nötigen "Minuten"? Pflegestufe III würde vielleicht die Hälfte unserer Kosten abdecken. Und wir zahlen den Rest GERNE, weil wir meine Mum menschenwürdig zu Hause pflegen möchten. Bei uns gibt es keine "Geiz ist Geil"-Pflege! Auch wenn vieles jetzt nach Gejammere klingt - ich bin dankbar für diese intensive Zeit mit meiner Mutter! Dankbar, dass ich sie überhaupt noch habe......

Weißt Du, wenn Gutachten vom Schreibtisch aus, so dermaßen an der Realität vorbei gehen, man sich keine Zeit nimmt für den Einzelfall, dem Kranken keine Chance auf Rehabilitation gegeben wird (dass zu gewährleisten - auch dafür wäre der MDK da!), darf man sich auch nicht wundern, dass der Ruf eines Berufsstandes leidet. Und dass wirklich Panik herrscht! Scheuklappen sollte man in diesem Job jedenfalls nicht haben. Schema F passt nicht immer.....

Ich möchte Dir ja nicht unterstellen, dass Du Deinen Job so ausübst und nicht auch die Eigenheiten jedes Einzelfalles betrachtest. Bei uns geschieht das jedoch definitiv nicht. Wir werden vom Schreibtisch aus verwaltet. Ja, ich habe natürlich Widerspruch eingelegt (habe auch schon lange Vollmacht) - und erstmal die Akteneinsicht beantragt.

Ich habe weder die Kraft noch die Lust auf Auseinandersetzung. Aber notfalls ziehe ich damit auch vors Bundessozialgericht....Du hast Deine Sicht der Dinge - erlaube mir, dass ich aus meiner Sicht der Dinge das Vorgehen in unserem Falle als menschenverachtend empfinde.

Der Pflegedienst hatte übrigens im Vorfeld die Kombileistungen beantragt - wir haben jedenfalls unterschrieben, dass wir einverstanden sind, dass die Pflegekasse zunächst mit dem Pflegedienst abrechnet und wir nur einen etwaigen Rest als Pflegegeld bekommen würden (bzw. den Prozentsatz davon). Übrig bleiben wird jedoch eh nie was. Verdienen wollen wir daran ja auch nicht. Wir wollen nur die Rechte meiner Mutter gewährleistet sehen. Nicht nur, was die richtige Pflegestufe betrifft, sondern auch ihr Recht auf Reha.

Schöne Grüße!

LQ-Ma;rixe


Danke natürlich auch für die anderen Beiträge @:) @:) ;-D. Tschuldigung, da war ich grade etwas "fixiert".

G"rie~suxh1


Hallo L-Marie,

du hast sicherlich einiges vor lauter Aufregung in meinem Beitrag überlesen oder missverstanden.

Wenn Ihr euerer Mutter orale Kost gebt und sie hat eine Dysphagie-Schluckstörung- so wird dies bei der Ernährung mit erschwerniss, natürlich im Gutachten bewertet. Hatte ich auch so geschrieben.

Auch der Windelwechsel bei Inkontinenz mit Durchfall wird dann dementsprechend gewertet und ihr bekommt dann zusätzliche Zeit.

Wenn Sie erbricht und muss deshalb tgl. mehrfach umgezogen und gewaschen werden, so ist das zu erfassen und zeitlich mit Teilwäsche und teilwechsel der Kleidung mit auf zunehmen. Das aber hattest du in deinem 1. Beitrag alles nicht geschrieben. Es ist immer schlecht eine Aussage über eine Ferndiagnose zu stellen, wenn man den betreffenden selbst nicht gesehen hat.

Was definitiv nicht bewertet wird sind euere psychozozialen Betreuungsdienste, das heist einfach da sein, aufpassen es könnte was pasieren. Das zählt nicht zur Pflege laut SGB XI.

Also eines merke ich, du bist völlig fertig und auch überlastet mit der Situation, machst dir evtl. sogar mehr Stress als sein müsste.

Sicherlich hängt der Pflegedienst nicht nur so rum und ist wahrlich nicht teuer. Ein PD

erhält umgerechnet ein Stundenhonorar von 27,50€.

Gehe mal in deine Autowerkstatt, dort steht mind. 60-70 € an Stundenlohn auf der Rechnung drauf.

Ein Pflegedienst erhält ein festes Honorar für eine Leistung. Egal ob er 10 min. oder eine Stunde für die erbrachte Leistung braucht. Es ist nicht gleich zu setzen mit der zeitlichen Erfassung bei einer Begutachtung.

Also erstmal ruhe bewahren. Sollte es mit dem Widerspruch nicht klappen, ein Tipp, dann stelle nach 2 Monaten einen Höherstufungsantrag. Da hast weniger Stress und zu 99 % Erfolg.

LG

Lc-eMarixe


Sicherlich hängt der Pflegedienst nicht nur so rum und ist wahrlich nicht teuer. Ein PD

erhält umgerechnet ein Stundenhonorar von 27,50€.

Gehe mal in deine Autowerkstatt, dort steht mind. 60-70 € an Stundenlohn auf der Rechnung drauf.

Sorry, aber das war ironisch gemeint ;-D. Wie so ca. 2/3 meines Beitrages.

Ich bin sehr froh, dass wir den Pflegedienst haben und die sich die nötige!!! Zeit nehmen..........

Viel Geld ist es für und natürlich schon was da zusammen kommt, aber das bezahlen wir gerne.

Setzt man natürlich die MDK 3 Minuten an, ist es schon teuer ;-)...darum meine Ironie..aber die nehmen sich definitiv mehr Zeit für meine Mutter!

Danke für Deine Mühen.......!

Bdien7e8x1


Hallo, wir haben denselben Krempel mit der Pflegeeinstufung meiner Oma gehabt.Was unssehr geholfen hat beim Widerspruch etc. war, dass wir über Wochen hinweg ein sog. Pflegetagebuch geschrieben habe in dem jede Minute die wir für die Pflege gebraucht haben aufgelistet habe. Wenn ihr könnt sucht einen Beratungstermin bei einem Anwalt der sich mit Sozialrecht auskennt evtl. über das Versorgungsamt zu bekommen. Leider hat Grihsu aber auch recht mit dem was sie schreibt. Aber der MDK ist bei so einem Fall auch mehr oder weniger verpflichtet sich ein Bild von der Lage vorOrt zu machen, manchmal aber leider nur, wenn man sehr sehr hartnäckig bleibt und mehrfach dazu bittet.

LG

Lg-Maxrie


Es ist nicht gleich zu setzen mit der zeitlichen Erfassung bei einer Begutachtung.

Genau das ist ja das Problem :-/. Mit der Realität hat das nichts zu tun.......

Aber woher soll man das auch wissen, wenn man sich die Realität nicht einmal anschaut.

Also erstmal ruhe bewahren. Sollte es mit dem Widerspruch nicht klappen, ein Tipp, dann stelle nach 2 Monaten einen Höherstufungsantrag. Da hast weniger Stress und zu 99 % Erfolg.

Danke für den Tipp @:). Die Pflegekasse wird noch einiges von mir hören ]:D. Für mich hat das alles den Anstrich von "wir versuchen es halt mal".

LX-Ma|rie


Wir haben heute früh einen Brief der Pflegekasse erhalten.

Aufgrund meines Widerspruches hat man sich dann doch dazu entschieden, den MDK zur Klärung des Sachverhaltes zu einem Hausbesuch zu animieren. Den Termin erfahren wir noch. Der MDK hätte sich wohl aufgrund eines Bedarfsbogens (wohl vom Sozialdienst der Klinik ausgefüllt, der meine Mutter ja definitiv nie gesehen hat und der die gesundheitlichen Aspekte überhaupt nicht einschätzen kann) zur Entscheidung nach Aktenlage imstande gesehen. Frage mich nur, warum wir dann die Auskunft erhalten habe, dass nur zu Hause entschieden werden kann NACH einem Hausbesuch.......und vor allem, warum man für diesen Bescheid dann über einen Monat brauchte...

Da bin ich ja mal gespannt. Ich bin bereit zum Kampf ]:D.

G5riespuh1


Hallo L-Marie, genau darin liegt ja der Fehler bei der Antragstellung durch den Sozialdienst der Klinik.

Ich verstehe nicht, warum sich das bei den Mitarbeitern der Kliniksozialdieste noch nicht herum gesprochen hat, dass eine Diagnose und eine Erkrankung nicht die höhe der Pflegestufe bestimmt, sondern der daraus resultierende Hilfebedarf. Deshalb nützt es nichts, wenn nur die Diagnosen auf dem Antrag stehen, es muss auch der erforderliche Hilfebedarf aufgeführt werden. Fehlt die Angabe des Hilfebedarfes wird wie bei euch nach Aktenlage entschieden.

Nur mal so zum Verständnis für den MDK.

Lg

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