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Mdk: Entscheidung nach Aktenlage

L#-Ma(rie


Hallo Grieshuh,

und gerade da fehlt mir das Verständnis.

Fehlt die Angabe des Hilfebedarfes wird wie bei euch nach Aktenlage entschieden.

Wenn notwendige Angaben fehlen, ist eine Entscheidung nach Aktenlage m.E. nicht zulässig. Schon gar nicht, wenn irgendein Sozialdienst etwas ausfüllt und wir (zumindest bewusst) keine Kenntnis vom Inhalt genommen haben. Entscheidung nach Aktenlage darf nur in eindeutigen Fällen ein probates Mittel sein.

Das ist ja als AUSNAHME geregelt und nicht als Regelfall. Für Verständnis musst Du also woanders werben ;-D.

Ich kann nur hoffen, dass der Gutachter jetzt unvoreingenommen ist.....und nicht nur alibimäßig "reinschneit", damit wir nicht mehr vorbringen können, dass nicht einmal eine Begutachtung stattgefunden hat.

Im gestrigen Brief stand noch etwas Unglaubliches. Aber ich mag ja nicht erkannt werden. Man weiß ja nie ;-).

sPist3afslyx76


Hallo,

ich arbeite selber im kh auf einer Station, wo öfters der MDK vorbeikommt, um Patienten einzustufen. Wir werden immer gefragt wie wir den Patienten versorgen. der MDK liest immer die Pflegeberichte in den Akten. Von daher ist es wichtig das wir gut dokumentieren, und entsprechende "Ankreuzbogen" täglich ausfüllen.

Der Sozialdienst, der solche sachen wie MDK in die Wege leitet, fragt auch grundsätzlich das pflegepersonal und studiert sie Pflegeberichte, ausserdem wird ein Bogen vom Arzt und der pflege ausgefüllt.

Was natürlich oft "doof" ist, wenn man so halbmobilie patienten hat, die man im bad versorgt (was viel aufwendiger ist, vor allem wenn man sie anleitet sich selber zu pflegen, bzw teilweise). Man dem MDK sosnt was erzählt, und der patient dann sagt, ich versuche das und das alleine, heute hat die schwester mir nur den Rücken gewaschen und die beine...... (obowhl Schwester ihr geholfen hat die zahnbürste zu nehmen, und sie angeleitet hat die Zähne zu putzen, ihr den Waschlappen mit seife vollgemacht und nassgemacht hat anreicht und sie anleitet den bauch zu waschen, als Beispiel jetzt) und prompt fällt die Pflegeintensität nur halb so gross aus. obwohl es nicht so ist.

Es ist wirklich so, das bettlägerige passive patienten weit aus weniger Pflegeintensiv sind (in der Regel, nicht immer). Ich finde es traurig in unserer zeit, das alles nur Minuten dauern darf, oder kann laut MDK oder wer auch immer diese Zeiten festgesetzt hat.

warum wird zum beipsiel das eincremen nicht angerechnet? das dauert genauso lange wie waschen und ist notwendig.

Was wird für umziehen bzw an und ausziehen genommen? das ist viel zeitaufwendiger als waschen,es ist manchmal reinste schwitzarbeit den patienten ein hemd anzuziehen.(arme rein, über den Kopf ziehen etc.....)

Wir sind auch angehalten nicht nur zu schreiben IKS versorgung, sondern auch wie oft pro schicht und ob wegen Urin oder Stuhl. Leider ist es oft so, das du so wenig zeit für etwas hast, weil alles mehr wird, oftmals kommt es vor das wir Dokus erst nach feierabend machen können.

Warum zählt den psychosoziale Pflege nicht dazu? es ist super wichtig das gespräch mit den patienten zu haben und ihnen zu zu hören,einfach mal da sein sich neben setzen oder sie mal in den Arm zu nehmen. es trägt doch zur Genesung bei. Ich finde es sehr schade, das man oft garkeine zeit hat mal mit ihnen einfach nur zu reden, immer ist man in zeitdruck, oder der Kollege steht schon da und hält dich an weiterzu gehen, "keine zeit für quatschen....." Ich weiss ja nicht wie hoch der schlüssel patient zu PP liegt, aber definitv ist er zu gering. Meine persönliche Meinung. und definitv ist die Pflege unterbezahlt.

Ich bin krankenschwester geworden um menschen zu helfen, und nicht sie in massenabfertigung zu behandeln. Zur Genesung gehört auch das reden, das Umfeld, die Familie,Das man nicht nur weiss was der patient an Diagnosen hat, sondern auch persönliche Dinge kennt.

Und oftmals habe ich nachts festgestelt das 5 bis 10 Minuten quatschen den patienten helfen kann, besser zu schlafen anstatt rastlos die nacht wachzuliegen.

L\-Marixe


Also uns hat man im KH immer vorgehalten, dass meine Mutter zu pflegeintensiv sei.......grade auch wegen des Durchfalls, dem ständigen Übergeben etc..

Man hat und letzendlich quasi rausgeschmissen, obwohl es meiner Mutter sehr dreckig ging, u.a. mit den Worten (des Oberarztes): "wir sind hier kein Pflegeheim".

Und beim Pflegepersonal gibt es eben solches und solches.....sehr engagiertes und nettes.....und manche, die man vor allem aufgrund ihrer Kommentare als menschenverachtend empfindet. Meine Mutter ist bspw. geistig voll da, sehr intelligent und sensibel.....und sehr häufig habe ich es erlebt, dass das Pflegepersonal verächtlich sprach, nicht gerade aufbauende Kommentare abgelassen hat......und machmal so mit ihr sprach, als wäre sie nicht ganz dicht. Sie ist psychisch natürlich sowieso angeschlagen, da braucht man sowas nicht auch noch!

Des Weiteren wurde an unserem Arbeitskampf betrieben.....So wurde uns etwa gesagt, dass man zu wenig Zeit für meine Mutter hätte, wir sollten uns beschweren, damit sich etwas ändert etc.....Die Zustände im deutschen Gesundheitswesen sind tw. echt nur gruselig.

Zeit war wahrscheinlich auch dafür nicht da, den Antrag richtig auszufüllen.......Ist ja echt schon ein Treppenwitz, dass man sich über den zu hohen Pflegebedarf mokiert, aber dann den Bedarfsbogen so ausfüllt, dass das offensichtlich nicht zum Ausdruck kommt.......

LZ-Marrie


Warum zählt den psychosoziale Pflege nicht dazu? es ist super wichtig das gespräch mit den patienten zu haben und ihnen zu zu hören,einfach mal da sein sich neben setzen oder sie mal in den Arm zu nehmen. es trägt doch zur Genesung bei.

Genau @:). Aber irgendwann kommt es wahrscheinlich noch soweit, dass man dafür Minuten abgezogen bekommt.....Nach der offensichtlich vorhandenen Logik, dass teilmobile Personen gleichzusetzen sind mit noch mehr Pflegebedarf, ist ja jede VERBESSERUNG quasi ne VERSCHLECHTERUNG. Da werden die ursprünglichen Begrifflichkeiten Schwer- (der Betroffene kann auch noch etas selber machen) und Schwerstpflegebedürftigkeit ja ad absurdum geführt.

Lg-MXarixe


Tjaaaa, eigentlich hat die Pflegekasse uns gesagt, dass jetzt ganz bestimmt einer vom MDK kommen wird und wir bald einen Termin bekommen.

Aber man hat uns nur einen Bedarfsbogen geschickt, den wir jetzt ausgefüllt haben (habe auch noch einen Brief dazu gelegt).

Überarbeitet, lustlos.......wer weiß das schon........meine Mutter ist ja auch ERST zwei Monate aus dem KH zurück.

LT-Ma2rie


vor Kurzem wurde uns jetzt die Pflegestufe 3 zugestanden; der Widerspruch hatte also Erfolg....gute 4 Monate nachdem meine Mutter aus dem KH entlassen wurde. Ich finde das echt einen Skandal! Wir haben in der Familie genug Verdienste, so dass wir auch zwischendurch klargekommen sind....aber was machen Familien, in denen das Geld knapp ist?? Familien, die sich vielleicht auch nicht so zu helfen wissen (was die rechtliche Vorgehensweise betrifft). Da fällen irgendwelche (ich schreibe es lieber nicht aus) FALSCHE Entscheidungen am Schreibtisch......die Idiotie, die ich da kennen gelernt habe, ist echt nicht zu toppen. Mitleid mit dem MDK habe ich wirklich nicht - und auch nicht mit der Pflegekasse, die sich einen Dreck gekümmert hat (dabei sollen -zumindest auf dem Papier - Reformen Verbesserungen für Pflegebedürftige gebracht haben (Pflegestützpunkte etc. ).....

aIffejnko=tse


Also ich bin in der Altenpflege tätig und kann auch aus persönlicher Erfahrung sagen: mit dem MDK ist Ärger schon vorprogrammiert. Es sieht so aus, als wäre da was schief gelaufen.

Erstens muss beim Antrag schon peinlich genau gearbeitet werden. Das Pflegeprotokoll des Pflegedienstes sollte dann kopiert werden und die Pflegezeit insgesamt errechnet werden. Falls also persönlich auch noch Dienste geleistet werden, müssen die präzise aufgelistet werden nach Ablauf und Zeitumfang. Dann müssen sämtliche Erkrankungen aufgelistet werden, da gibt es nur eine segensreiche Hilfe: überall Kopien von Berichten einholen und die dem Antrag beifügen!!! Davon ab ist es ratsam, den Zustand des Kranken genau zu beschreiben mit allen Beschwerden und Gebrechen. Man sollte auch Zusatzblätter beifügen, auf denen man mehr Platz hat für Ausführung und sich KEINESFALLS mit dem spärlichen Platz auf dem Formular zufrieden geben!!!!

Auf jeden Fall innerhalb der Frist Widerspruch einlegen. Ganz einfach formuliert: hiermit lege ich .... gegen ihren Bescheid vom .... zum Aktenzeichen ...... wegen ....... WIDERSPRUCH EIN. Begründung: ODER: Begründung wird mit separater Post nachgereicht. Man kann auch erst mal den Widerspruch einlegen und darauf verweisen, dass die Begründung später erfolgt. In der Begründung sollte man die Pflegeprotokolle des Pflegedienstes beilegen, die Aufstellung der selbst erbrachten Pflegeleistungen ebenfalls, alles zusammen rechnen, Berichte beifügen, damit den Überblick über alle Diagnosen hat, diese aufzählen, den Zustand evtl. vom Arzt per Attest bescheinigen lassen, dem Pflegedienst evtl. bescheinigen lassen, wie der Zustand der Patientin ist. And last but not least, sollte man irgendwann vorhaben, einen Pflegegeldantrag zu stellen, sollte man ca. rechtzeitig eine gute Rechtschutzversicherung abschliessen bis alles durch ist. Ich kenne leider keinen einzigen Fall, wo es auf Anhieb gleich glatt durchging. Im Gegenteil. Die Beurteilung ist teilweise schon als skandalös zu bezeichnen. Da fehlen einem die Worte. Man sollte und muss für sein Recht kämpfen! Hier zählt sich nur Hartnäckigkeit aus. Mal den Abteilungsleiter sprechen und sich über den Sachbearbeiter beschweren! Der nette Hinweis, man kann die Angelegenheit auch mal in einer größeren Tageszeitung mit vier Buchstaben veröffentlichen ist auch nett.

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