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Alzheimer: künstliche Ernährung ja oder nein?

Pufl&egHetuxssi


@ die Kruemi:

Medikamente wurden komplett abgesetzt vom Arzt, als die Angehörigen die Magensonde ablehnten

aTgnexs


sie konnte nicht zwinkern, aber schreien und um sich schlagen?

Pbfl.eget%ussxi


Und trotzdem ist es halt letztendlich ein verhungern - jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er das für sich will und ob er es aushält einen Angehörigen verhungern zu lassen (man muss anschließend mit der Entscheidung ja leben).

Deshalb habe ich erzählt, wie es damals bei uns abgelaufen ist. Und ich wünsche jedem, dass er die für sich richtige Entscheidung trifft. :)_

Pvfleaget.usBsi


agnes: ja ... sie hat auf niemand reagiert - aber um sich schlagen und schreien ging - aber halt nicht gezielt oder zielgerichtet oder dass sie direkt auf jemand reagiert hätte ... sie schlug und schrie auch, wenn sei allein im zimmer war.

krleineB#ert<a83


und bei meinen eigenen Eltern/Schwiegereltern würde ich immer pro Magensonde entscheiden, weil ich auch selber nicht verhungern möchte (das hat für mich nichts mit würdevollem Tod zu tun).

:)^ Genau so sehe ich das auch.

aignes


Sie war vollkommen glücklich bis man sie nicht mehr ernährt hat und fing dann, zu schlagen und zu schreien, wollte aber nicht essen?

P&fle}get/us$si


@ agnes:

sie war vorher ruhig - reagierte auch auf niemand direkt, aber schrie und schlug nicht ... dann konnte sie nicht mehr schlucken (aufgrund apoplex, vorher schon dement) und deshalb die Überlegung mit einer Magensonde - die Angehörigen verneinten, weil die Dame es selbst nicht entscheiden konnte, weil dement und auf niemand reagiert ... dann bekam sie eben nichts mehr zu essen (schlucken ging ja nicht), wir befeuchteten aber die Lippen, cremten, pflegten sie natürlich ... dann nach 2 Tagen fing sie an unruhig zu werden .. und danach fing sie an zu schreien, zu schlafen, zu schreien, um sich zu schlagen, dann wieder Dämmerschlaf, dann schreien ... etc ... bis sie tot war.

War das jetzt ausführlich genug?

P>flegettusxsi


@ Agnes:

darf ich fragen, ob du auch in der Pflege tätig bist?

L3-MaQrie


@ Schneemann64

So wie Du schreibst, hast Du Dich doch eh schon entschieden?!

Lieber ihre Qualen/ihr Dahinvegetieren verlängern, oder würdevoll sterben lassen?

Die Formulierung der Frage sagt ja schon alles.

D_ieKr[uemi


Medikamente wurden komplett abgesetzt vom Arzt, als die Angehörigen die Magensonde ablehnten

Das halte ich für einen Fehler- der auf Kosten von euch Pflegenden und der alten Dame ging.

Meine Omi war auch dement, sie ist völlig friedlich eingeschlafen, als es soweit war. die letzten Tage konnte sie nichts mehr essen....

Mein Onkel, schwer krebskrank, hat sich ab einem Punkt im Krankenhaus entschieden, nichts mehr zu essen und jede Medikation abzulehnen, auch er ist im Schlaf gestorben ohne Kampf.

Meine Alzheimerkranke Mutter, die noch mobil ist, hat für sich seit mehreren Monaten beschlossen, nichts mehr zu essen, nur noch wenig zu trinken. sie hat 26kg abgenommen, ist im Moment per Gerichtsbeschluß in einer geschlossenen Einrichtung und wird festgebunden, um Infusionen zu bekommen- ein gruseliges Bild. Jedoch habe ich mit dem Krankenhaus die Einigung: keine PEG. Denn meine Mutter sagt: ich will sterben.

wer bin ich, mich gegen ihren letzten artikulierten Willen zu stellen.

aber es ist hart!!!!:°(

krleineBRerxta83


Es ist eigendlich nur noch eine lebensverlängernde Maßnahme

Was sind dann eigentlich all die Medikamente, die ein Mensch über die Jahre lang nehmen muss? (und ältere Menschen [auch jüngere] müssen heutzutage sehr viele Medikamente schlucken). Seien es Blutdrucksenker, Blutverdünner, Herztabletten uvm. mit all ihren Nebenwirkungen. Manche nehmen über den gesamten Tag verteilt 20 Pillen ein!!

Das ist ist doch im Grunde auch nichts anderes, oder? Warum sagt man hierbei nicht:

das ist ok, so ist der Krankheitsverlauf

Wenn die entsprechende Medikation vorhanden ist (in dem Fall auch eine PEG Sonde), warum nutzt man sie dann nicht? Verhungern ist mindestens genauso schlimm, wie die Folgen MIT Sonde. Und es muss doch nicht immer schlimm ausgehen, oder? (siehe Liebidos Beitrag) Aber dieser wurde ja irgendwie ignoriert, weil nur wenige hier "pro Sonde" sind.

Ich finde es nicht fair, zu sagen, dass jemand keine künstliche Ernährung bekommen darf. Vielleicht will es der Patient ja? Und wenn nicht, wird er dies schon bemerkbar machen, oder?

Jedenfalls müssen so viele ältere Menschen ihr Leben lang Medis nehmen und mit Nebenwirkungen leben. Im Grunde wie ich schon sagte "lebensverlängernde Maßnahmen". Wieso sollte man es mit solchen nicht auch zuende bringen? (d.h. wenn eine eindeutige Qual für den Patienten ausgeschlossen ist) :-/

Bei meinem Opa z.B. kam eine Sonde gar nicht mehr in Frage. Er ist erstickt, da nützte auch eine Sonde nix. :°(

SOchnevemannx64


Das ist, wie die Entscheidung zwischen Pest und Cholera.

Ich will nicht, daß sie leidet. Ich will auch nicht, daß sie jetzt leidet. Leider weiß ich nicht mal, ob sie jetzt leidet. Schon gar nicht will ich (und meine Familie), daß sie ewig leidet. Daher wäre uns ein Ende mit Schrecken "lieber", als ein Schrecken ohne Ende. Eine Woche leiden ist schecklich, aber 3 oder gar 10 Jahre leiden sind doch im Einiges schlimmer, oder ???

Isn>ini


Eine Woche leiden ist schecklich, aber 3 oder gar 10 Jahre leiden sind doch im Einiges schlimmer, oder

Ja. Wirt hatten das mit PEG und es war der Albtraum. :°_

PQri?nze%ss84


@ kleineBerta

Du bist dann noch (zumindest meistens) in der Lage, dich für die Tabletten selbst zu entscheiden. Du kannst dich auch gegen die Tabletten entscheiden. Tabletten haben sicherlich eine lebensverlängernde Wirkung, jedoch bringen sie zum Teil auch mehr LebensQUALITÄT.

Hat Schneemanns Mutter noch Lebensqualität? Das Thema ist mehr als schwierig und ich möchte nie in so eine Zwickmühle kommen!

STcthneem_annx64


@ kleineBerta83

Ich danke Dir für Dein Engagement zu dem Thema, aber ich persönlich empfinde es als großen Unterschied, meine Schwiegereltern zu sehen, die zwar mit allerlei Medikamenten über den Tag müssen, aber doch recht fitt im Kopf und im Leib durch's Leben wandern.

Bei meiner Mutter ist das nicht der Fall, da schmerzt es zu sehen, wie sie nur noch ein Schatten ihrer selbst ist und ich denke nicht, daß sie das so wollte und schon gar nicht, daß sie selbst es wollte, so auf ewig am Leben erhalten zu werden, wenn sie doch im Grunde nicht mehr lebt. :|N

Ich denke schon oft, daß bei einem Hirntoten doch auch irgendwann die Maschinen abgestellt werden. Viel unterscheidet meine Mutter heute nicht mehr von solch einem hirnlosen Körper, einem zwar lebendigem Körper, aber leider ohne Geist und auch ohne Seele.

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