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Kurzzeitpflege - was muss man selbst zahlen?

S}hantis \Gefühls]chaxos hat die Diskussion gestartet


Meine Oma war im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt 3 Wochen in Kurzzeitpflege. Dort wurde sie wieder hochgepäbbelt!! Hat alles gut geklappt, sie hat sich gut erholt

Nun haben wir heute vom Pflegeheim eine Rechnung erhalten:

Diese setzt sich wie folgt zusammen:

Investitionskosten 22 Tage 286 Euro

Unterkunft 22 Tage 168,74 Euro

Verpflegunug 22 Tage 253 Euro

Summe 708, 74 Euro

Kann das sein, dass dies wirklich der Eigenanteil ist den meine Oma selbst bezahlen muss, oder kann man diese Rechnung irgendwie bei der Pflegekasse einreichen ??? Das sind ja horrende Summen!!! Ich habe heute leider niemand mehr erreicht, weder bei der PK noch im Pflegeheim! Vielleicht kennt sich hier jemand damit aus!!! Wäre nett wenn ich eine Antwort bekomme! Ach ja, meine Oma hat derzeit Pflegestufe 2!!

Antworten
dVani7flxex


Das dürfte schon der Eigenanteil sein.

Die Kosten setzen sich zusammen aus: (1) Pflegekosten, (2) Kosten für Unterkunft und Verpflegung und (3) Investionskosten der Einrichtung. Unterkunft und Verpflegung werden normalerweise zusammengefaßt. Wenn ich das überschlage, komme ich auf €13,00 Investionskosten und €19,17 Kosten für Unterkunft und Verpflegung pro Tag. Das ist durchaus im Rahmen des üblichen. Die reinen Pflegekosten rechnet die Einrichtung meist direkt mit der Pflegekasse ab. Hier übernimmt die Pflegekasse maximal 28 Tage und maximal €1470,00 pro Jahr unabhängig von der Pflegestufe. Sofern die reinen Pflegekosten also maximal bei €66,82 pro Tag liegen, wäre das abgedeckt (vorausgesetzt, daß das die erste Kurzzeitpflege in diesem Jahr war). Das ist offenbar der Fall.

Jetzt wäre aber eine Frage äußerst wichtig: hat deine Oma Anspruch auf Zusatzleistungen gemäß § 45b SGB XI für Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (also Demenz und ähnliches) und ist da noch Geld vorhanden? Falls ja, würde das die Situation erheblich verbessern, da diese Gelder bei der Kurzzeitpflege in erheblichem Umfang eingesetzt werden können, auch wenn das den allermeisten nicht bekannt ist. Falls das so ist, bitte Bescheid geben, ich kann dann mehr schreiben.

Nebenbei: habt ihr denn vor dem Aufenthalt nicht nach den Kosten gefragt??

dcacniflxex


Was mir noch wegen der Aufteilung in drei Positionen einfällt: hast du in der Rechnung vielleicht "Pflege" mit "Verpflegung" verwechselt?

S{hant@is Gefhühlschxaos


Nee, es steht in der Tat Verpflegung drinnen.

Na ja, das Krankenhaus hat das vereinbart und arrangiet dass sie da anschließend hinkommt! Es hieß nur es sei ein kleienr Eigenanteil zu entrichten!!!

Also meine Oma hat schon noch ein Sparbuch, und halt ihre Rente von knapp 1000 Euro. Aber sie hat halt auch Zahlungen für ihre Medikamente, Physiotherapie und so zu leisten und ich finde es schon krass dass alte Menschen soviel blechen müssen wenn sie HIlfe bekommen!!!

d-ani'flxex


Die Kosten für die Pflege sind allgemein hoch, und viele, die ihr Leben lang gearbeitet haben, oftmals überfordert. Das Krankenhaus hätte besser Auskunft erteilen müssen. Das hilft dir aber jetzt nicht weiter.

Nochmal meine Frage: hat deine Oma Anspruch auf Mittel nach § 45b SGB XI für Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenz und ähnliches)? Das ist sehr wichtig, weil diese Gelder hier verwendet werden können.

Weiterhin besteht eventuell die Möglichkeit, daß das Bundesland oder der Landkreis die Investionskosten im Rahmen des Pflegewohngeldes (nicht mit dem normalen Wohngeld zu verwechseln) übernimmt. Die Vorschriften sind da je nach Bundesland/Landkreis unterschiedlich und hängen meist auch von der Bedürftigkeit des Betroffenen ab. Du solltest dich da beim Landkreis erkundigen.

Naela


Das gehört jetzt nicht zu deiner ursprünglichen Frage, aber als ich das:

Aber sie hat halt auch Zahlungen für ihre Medikamente, Physiotherapie und so zu leisten und ich finde es schon krass dass alte Menschen soviel blechen müssen wenn sie HIlfe bekommen!!!

gelesen habe, würde mich interessieren, ob sie nicht zuzahlungsbefreit ist? Dann muss sie wenigestens die Praxisgebühr, Rezeptzuzahlung etc. nicht zahlen.

Szhantisi Gefüthl\schcaoVs


hat deine Oma Anspruch auf Mittel nach § 45b SGB XI für Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenz und ähnliches)? Das ist sehr wichtig, weil diese Gelder hier verwendet werden können.

Also meine Oma leidet an Parkinson!! deswegen auch die erhöhte Sturzgefahr und die vielen Stürze!! Ihr Bewegungsapparat ist sehr eingeschränkt. Aber Demenz oder Alzheimer hat sie nicht, nein. Besteht dennoch Anspruch?

dvanSiflxex


@ Shanti

Maßgebend ist allein, ob im Anerkennungsbescheid für die Pflegestufe eine entsprechende Feststellung getroffen wurde. Vermutlich wird das nicht der Fall sein, denn diese Mittel sind dafür da, um Personen mit Demenz und ähnlichen Erkrankungen zusätzlich zu unterstützen. Wenn du irgendwelche Zweifel hast, sieh im Bescheid nach oder frage bei der Pflegekasse nach.

S hantis\ Geffühlsxchaos


danke trotzdem für deine kompetente Auskunft!!! Hat mir sehr weitergeholfen!:)^

HHoppxo


Hallo,

ich weiß das die Oma von meinem Freund auch mal in Kurzzeitpflege war, da die in den Urlaub gefahren sind, glaube sie war da drei Wochen. Und das hat komplett die Kasse übernommen, da ab einem bestimmten Alter die Kasse im Jahr bis zu 21 Tage finanziert, gerade weil dann die Angehörigen sich erholen können. Allerdingst weiß ich nicht ob sie zu dem Zeitpunkt schon die Pflegestufe 1 hatte....*grübel*

Google am besten mal... ;-)

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