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Dekubitalgeschwür

27.12.09  16:48

hallo

ich bin nach 3monatigen kh aufenthalt zu weihnachten mit einem netten dekubitalgeschwür

stadium1+9cm/dm an der pobacke entlassen worden

geplant war eigentlich die 4.hüftimplant mit pfannenkranzkonstruktion

aber zu weihnachten wird ja nicht operiert und stationen werden geschlossen

ich bin im bett und jede drehbewegung auf die seite ist sehr schmerzvoll

ich mache fersenentlastung und ringentlastung am po

so und jetzt meine frage an erfahrene pfleger

was soll ich für pflaster-reinigung und salbe verwenden

danke für eure hilfe

kama

k3ama?1

27.12.09  16:56

grad 1 ist eine rötung. dem entsprechend ist ausser druckentlastung nichts nötig. du kannst noch salbe (mirfulan/bepanthen/penaten usw) drauf tun.

diese rötung sollte bei guter lagerung nach ein paar tagen verschwinden.

sollte es doch schon ein grad 2 dekubitus sein, welcher oberfächlich offen ist, kannst du neben druckentlastung über dünne hydrokolloidplatten nachdenken.

die können über tage belassen werden,bis sie blasen schlagen.sofern keine entzündung vorliegt, ist eine desinfektion auch nicht notwendig.es reicht eine reinigung mit auqa oder nacl um das gewebe nicht weiter zu schädigen.

dann auch bitte keine salben oder ähnliches drauf tun!

alles gute

@:)

m9aryxsue

27.12.09  18:23

hi danke-die verschreibt der arzt oder kann ich die so kaufen?

ich kann mir auch eine wechseldruckmat verschreiben lassen

möchte eine statische luftkammer-repose

kann mich da noch wer kompetent beraten

danke für die hilfe

kgaxma1

27.12.09  18:41

die kannst du dir verschreiben lassen, gäbe es aber auch in der apotheke so zu kaufen.

sofern du auf das bett angewiesen, nichtmobil genug bist dich selbst zu lagern, eine lagerung durch 3. nicht gewährleistet ist und du hochgradig dekubitusgefährdet bist, ist eine wechseldruckmat. sicherlich sinnvoll.

m2aryxsue

27.12.09  18:57

@ Kama:

Das kommt mir sehr, sehr bekannt vor! Ich bin im Sept. 07 aus dem Krankenhaus mit einem Dekubitalgeschwür an der linken Pobacke in einer Größe von 8 x 10 cm entlassen worden nach einer Darm-OP! :(v %-| Es ist ewig nicht zugeheilt u. ich musste 3! Monate lang alle 2 Tage zum Verbandwechsel ins KH! Auf der Intensivstation wurde es als Verbrennung angesehen, aber dann wussten alle angeblich nicht mehr, wodurch es genau entstanden ist... Auf der Ärztekammer habe ich auch kein Recht bekommen! :(v Jetzt, nach über 2 Jahren, habe ich immer noch eine Narbe in voller Größe am Po! :°( Das, was zuletzt zugeheilt ist, sieht weiß aus u. der Rest ist so dunkelbraun, wie abgestorbene Haut... %-|

dwe SäcPhsin

27.12.09  20:28

@ Kama

Hat man dich 3 Monate lang auf einer normalen Matratze liegen lassen im KH :-o ?.

Unverantwortlich find ich sowas. Die müssen doch wissen was dann passiert.

Im 1. Stadium kann noch sehr gut Palliativ Salbe helfen. Die bekommst du in der Apotheke.

Ansonsten kannst du dich an Pflegedienste in Deiner Stadt wenden und dich nach einem Wundmanager/in erkundigen. Das wird je nach Schwere von den KK übernommen und ist am effektivsten um das Geschwür schnellstens in den Griff zu bekommen.

Wenn du weiter viel liegen musst ist natürlich auch eine Wechseldruckmatratze sinnvoll, wie schon geschrieben. Sonst hast du bald einen Dekubitus vom Feinsten :-/.

L_avkatxi

27.12.09  22:54

die im krankenhaus achten irgentwie nie auf sowas...

ich bin in der ausbildung zur altenpflegerin und muss sagen, dass bewohner von einem krankenhausaufenthalt wiederkehren sehr häufig ein dekubitus haben. das ist echt unnormal...

L9ady-Uunwbekan_nHt

27.12.09  23:28

Bitte keine statische Matratze wenn du dich nicht selbst lagern kannst!!! Dann hast du fast den selben Druck wie bei ner normalen Matratze.Lass dich über eine gute Wechseldruckmatratze informieren.

Ffrot~teefTurixe

28.12.09  07:33

Hallo, Ich rate dir dringend davon ab selbst am Dekubitus herum zu basteln, du wirst ihn nur noch verschlimmern.

Hier eine Ferndiagnose über die Behandlung eines Dekubitus zu stellen ist nicht möglich. Um zu sagen wie kann er behandelt werden, muss man den Dekubitus gesehen haben.

Ziehe einen ambulanten Pflegedienst aus deinem Wohnort zu Rate. Diese schauen sich die Stelle an, besprechen dies mit deinem Hausarzt, der dann eine Verordnung ( VO) über die Dekubitusbehandlungaustellt . Die VO wird bei der Krankenkasse eingereicht, nach dem Du und der Pflegedienst unterschrieben haben. So kann der Pflegedienst den Dekubitus versorgen und rechnet direkt mit der Kasse ab.

Wenn du keine Pflegestufe hast ist es sehr unwahrscheinlich, dass dir die kasse eine Wechseldruck oder Antidekubitusmatraze bewilligt. Die meisten Kassen legen die Sachlage so aus: Ohne Pflegestufe keine Hilfsmittel.

LG

G rieqsuxh1

28.12.09  16:31

die im krankenhaus achten irgentwie nie auf sowas...

ich bin in der ausbildung zur altenpflegerin und muss sagen, dass bewohner von einem krankenhausaufenthalt wiederkehren sehr häufig ein dekubitus haben. das ist echt unnormal...

du weißt das das auch gerne mal von heimen behauptet wird ;-)

also immer langsam

te: ich bin davon ausgegangen das bereits eine häusliche versorgung besteht?!

miaryLsuxe

28.12.09  16:40

die im krankenhaus achten irgentwie nie auf sowas...

ich bin in der ausbildung zur altenpflegerin und muss sagen, dass bewohner von einem krankenhausaufenthalt wiederkehren sehr häufig ein dekubitus haben. das ist echt unnormal...

Also ich will ja hier mal nicht erläutern wie die Bewohner aus den Pflegeheimen eingeliefert werden.

Oder vielleicht doch : Eingestuhlt...mit doppelter Schutzhose....Hämatome..Prellungen...Sediert..Exsikkiert....Ohrenschmalz der rausquillt...Bauchnabelsteinen...Von der mundpflege mal gar net zu sprechen....Und mit Dekubiti von Allerfeinsten....kontrakt...Spitzfuß....

Aber behaupten das die Kliniken auf eine Dekubitusprophylaxe nicht achten.......

Mal an die eigene Nase packen....

Mxr.P@uscxhel

28.12.09  17:37

Hi Mr.Puschel, alles was du da sagst kann ich an dich zurück geben. Genau so bekommen wir gut die Hälfte unserer stationär eingewiesenen Kunden von der Klinik zurück.

Ist es nicht merkwürdig, dass nach Klinikaufenthalt fast immer als Diagnosen: Exsikkose und Harnwegsinfekt stehen?

Merkwürdig ist schon, dass unsere Kunden aus der ambul. Pflege ohne Dekubitus ins KH kamen aber fast immer mit Dekubitus Grad 2 nach Hause entlassen wurden. Auch sind die Männer tage lang nicht rasiert worden. Die Körperpflege wurde auch vernachläsigt.

Ich möchte hier keiner Abteilung ob KH, PH oder ambulant unterstellen, schlecht zu pflegen.

Fakt ist jedoch in die Klinik kommt nicht der Mensch mit seiner Erkrankung, sondern die Krankheit, an der dummerweise ein Mensch dran hängt, der vieleicht versorgt werden muss. Ich spreche hier von persönlichen Erfahrungen an mir, meiner Mutter und unseren Kunden. Ich habe selbst erlebt, wie mit den Patienten umgegangen wurde. Als ich wieder lauffähig war, habe ich den Patienten die im Flur vor ihren Mahlzeiten saßen und nichts damit anzufangen wusseten, die Mahlzeiten gereicht. Weil die Mahlzeiten einfach abgeräumt wurden und der Spruch kam: gell sie haben keinen Hunger.

Es wird nicht der Mensch als ganzes gesehen, sondern nur die Krankheit, weswegen eine Einlieferung erfolgte. Anders ist es nicht erklärbar, dass in der Klinik z. B. eine ausgeprägte Demenz nicht erkannt wird.

Wenn ich Kunden besuche, stehen die Medis von Morgens Abends immer noch unangetastet da, die Mahlzeiten sind unangetastet. Auf meine Fragen warum die Medis noch stehen, bekam ich oft zur Antwort: Ach hat er sie wieder nicht genommen, ich habe es ihm x mal gesagt. Auf Anfrage zu den Mahlzeiten: wir haben keine Zeit, wenn er nichts essen will hat er wohl keinen Hunger, und wups sind die Mahlzeiten abgeräumt. Na, das kanns ja wohl nicht sein. Das Argument Personalmangel hat nichts damit zu tun, einen Hilfe bedarf nicht zu erkennen.

Das neuste Beispiel: Klinikentlassung, im Überleitungsbogen stand: Patient hat nur wenig Hilfebedarf. Ups ??? Der Patient ist kompl. Immobil, kann nicht stehen u. gehen, benötigt Hilfe bei der Nahrungsaufnahme und ist auch noch inkontinent und trägt Inkomittel. Dementsprechend sah er aus, als er zu Hause abgeliefert wurde.

Hat das keiner auf der Station bemerkt ?? Da frage ich mich schon: Was ist dort los??

Keine Frage, alle kann man nicht über einen Kamm scheren. Es gibt überall schwarze Schafe.

Fakt ist, da es offiziell keine Studien über die Dekubitusentstehung bei Klinikaufenthalt gibt, lasse ich vom Hausarzt auf die Verordnungen schreiben, Dekubitus in Klinik erworden, wenn ein zu vor mit intakter Haut eingelieferter Patient mit Dekubitus aus der Klinik entlassen wurde.

Soviel zum eigenen Erfahrungen während meines Klinikaufenthaltes und besuchen von Kunden.

LG

Glriecsuhx1

28.12.09  18:11

Exsikkose und Harnwegsinfekt stehen?

Wahscheinlich weil die deswegen eingeliefert worden sind ?

ohne Dekubitus ins KH kamen aber fast immer mit Dekubitus Grad 2 nach Hause entlassen wurden

Gut das ich die Angewohnheit habe, diese gleich bildlich mittels Fotografie festgehalten habe, damit man uns dies nicht immer ankreiden kann.

Auch sind die Männer tage lang nicht rasiert worden. Die Körperpflege wurde auch vernachläsigt.

Dann möchte ich mal nicht erwähnen, was ich schon aus denselbigen schon alles rausgefischt habe.

Und zur Körperpflege...Wir ziehen unseren Patienten keine 2 Schutzhosen an.

Es wird nicht der Mensch als ganzes gesehen, sondern nur die Krankheit, weswegen eine Einlieferung erfolgte.

In de Notaufnahme ist das so..Und aus der sicht einer Notaufnahmeschwester schreibe ich auch.nur um das medizinische abklären zu können, waren wir zumeist erstmal gezwungen den Patienten zu waschen.

Das neuste Beispiel: Klinikentlassung, im Überleitungsbogen stand: Patient hat nur wenig Hilfebedarf.

Da kann ich gut mithalten..Patienten mobil, orientiert..Sozusagen selbstständig..Nur :Patientin liegt kontrakt in embryonalstellung auf der Rettungstrage..Ja,ist klar.

Gut das es ein sogenanntes Scoringsystem via PC gibt, welches wir verpflichtet sind durchzuführen.

Sorry, aber bei so Sätzen :

die im krankenhaus achten irgentwie nie auf sowas...

ich bin in der ausbildung zur altenpflegerin und muss sagen, dass bewohner von einem krankenhausaufenthalt wiederkehren sehr häufig ein dekubitus haben. das ist echt unnormal...

...geht mir echt die Hutschnur hoch.

Niemand ist perfekt und jeder versucht sein bestes zu geben, aber solche Aussagen sind einfach scheisse.

Mvr.-Puscxhel

28.12.09  18:18

...mir wollten sie einreden, ich wäre wohl sehr empfindlich, da ich auch nach über einer Woche noch blaue Flecken von den Infusionen hatte. Dabei haben sie das mit dem Dekubitus selbst versaut - als ich nach der OP aufwachte, hatte ich das auf einmal... Und: ich bin nicht alt, sondern gerade mal 40... %-| :(v

d\e SEächsxin

29.12.09  09:23

Hi Mr.Puschel, setze einmal deine Rosarote Brille ab. Wir sprechen hier nicht von der Notaufnahme das ist eine ganz andere Geschichte, sondern was geschieht, bzw. geschied nicht mit den Patienten beim klinikaufenthalt auf der Station.

Auf die wichstigsten Fragen warum ein Hilfebedarf auf den Stationen nicht erkannt wird hast du geschwiegen.

Wieso wird eine Demenz nicht erkannt, du hast geschwiegen. Wieso wird die Nahrung nicht gereicht? Du hast geschwiegen. Wieso stehen die Medis unangetastet beim Patienten? Du hast geschwiegen.

Wenn ein Patient wegen akuter Dyspnoe bei bekannter COPD eingeliefert wird und dann steht in der Diagnose: Harnwegsinfekt und Exsikkose fragt man sich schon was das soll.

Diese Angaben von mir beruhen auf eigenen Erlebnissen am eigenen Körper, an Erfahrungen und erlebtem bei Klinikaufhalten meiner Mutter und bei besuchen in der Klinik unserer Kunden.

Das was ich schreibe habe ich mit eigenen Augen gesehen und erlebt. da ist nichts übertrieben.

Da hilft es dir auch nicht alles noch einmal zu zitiren. aber wenn du schon zitierst, dann bitte auch im kompletten Zusamenhang. hier nochmals meinen kompl. Satz den du aus dem Zusammenhang gerissen hast:

Das neuste Beispiel: Klinikentlassung, im Überleitungsbogen stand: Patient hat nur wenig Hilfebedarf. Ups ??? Der Patient ist kompl. Immobil, kann nicht stehen u. gehen, benötigt Hilfe bei der Nahrungsaufnahme und ist auch noch inkontinent und trägt Inkomittel. Dementsprechend sah er aus, als er zu Hause abgeliefert wurde.

Wie ist es möglich, dass diese Defizite in der Klinik nicht erkannt wurden und im Kliniküberleitungsbogen stand: Nur wenig Hilfeleistung erforderlich ??? ??? ??? ???

Weist du überhaupt, in welch schlechtem Zustand wir in der ambulantern Pflege und auch im Pflegeheim manchen Kunden übernehmen, die jahrelang von Angehörigen alleine versorgt wurden? Vermutlich nicht. Weißt du wieviele alte Menschen alleine Leben, fremde Hilfe ablehnen ob wohl sie nicht mehr können.? Vermutlich nicht. Dass dieses Klientel in einem dementsprechend schlechten Zustand in die Klinik kommt ist nicht verwunderlich.

denn viele nehmen erst fremde Hilfe an, nach dem Sie in der Klinik waren, bzw. die Angehörigen erkennen, dass sie überlastet sind. Dann finden wir die Kunden eben mit Kontrakturen, Dekubiti und in einem allgemein schlechten AZ vor. Wir können dann nur noch versuchen, das beste aus der Situation zu machen.

Wir können nicht schreinen Hilfe Dr. ein Notfall. Wir müssen vor Ort sofort und alleine agieren.

Ein Beispiel dass nur die Krankheit u. nicht der Mensch gesehen wird:

Ich ging mit meiner Mutter auf Station im Flur spazieren. da kam eine Krankenschwester mit rosa Zetteln durch die Luft wedelnd auf den Flur gerannt, rief laut in Richtung Arztzimmer: Gleich kommt eine Thrombose. Nach 20 min. ging die Aufzugtür auf, der Krankentransport brachte einen Mann auf einer Trage liegend auf die Station. Da kam sie wieder angerannt: Herr Dr. die Thrombose ist da.

Verstehst du was ich meine? Vermutlich nicht. Nicht die Thrombose kam auf die Station, sondern Herr Xyz, der eine Thrombose hat. An dieser Thrombose hängt ein Mensch. Muss das so ablaufen? Nein. mache dir ernsthaft einmal ein paar Gedanken darüber.

LG

G0ri6esu=hx1

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